DE290873C - - Google Patents

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DE290873C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D23/00Single parts for pulling-over or lasting machines

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

RAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 290873 KLASSE 71c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Mai 1913 ab.
Die Erfindung betrifft eine Kappenmeßlehre für Leistenmaschinen, die mit einem sich gegen die Schuhspitze anlegenden Anschlagstück und mit einem zu diesem bewegbaren, auf die Kappennaht sich legenden Zeiger ausgestattet ist.
Der Erfindung gemäß besteht die Kappenmeßlehre im wesentlichen aus zwei verschiebbar zueinander angeordneten Schiebern, die
ίο derart unter der Wirkung von Federn stehen, daß in der Ruhelage alle Teile der Lehre so ineinandergeschoben sind, daß dieselbe einen möglichst kleinen Raum beansprucht und infolgedessen vollständig aus dem Bereich der in der Nähe wirkenden Teile der Leistenmaschine bleibt. Ferner ist die Einrichtung getroffen, daß der die Lage der Kappennaht kontrollierende Zeiger um eine Achse geneigt werden kann, welche parallel zum Leistenboden liegt und zur Leistenlängsachse quer verläuft. Dadurch erhält die Meßlehre eine vollständig freie Beweglichkeit, so daß sie der Arbeiter ohne Rücksicht auf die vorkommenden Schuhgrößen an die verschiedenen Formen leicht anlegen kann.
In Fig. ι und 2 ist die Kappenmeßlehre in Seitenansichten dargestellt; Fig. 1 zeigt die Ruhestellung, während die Arbeitsstellung in Fig. 2 wiedergegeben wird. Die Fig. 3 und 4 sind Oberansichten der Lehre, ebenfalls in der Ruhe- und Arbeitsstellung gezeichnet. ■ Fig. 5 ist eine Vorderansicht der Lehre. In dem Teil ι des Maschinengestelles ist eine parallel zur Leistenlängsachse gerichtete Nut vorgesehen, in welcher sich die Kappenmeßlehre mit dem Hauptteil 2 führt. Im Ausführungsbeispiel hat der Teil 2 eine gekrümmte Form, weil hierbei eine Leistenmaschine in Frage kommt, bei der der Kopf der Spitzenzange eine Schwingung um eine Achse ausführt. In diesem Falle gestattet die Krümmung des Teiles 2 eine leichtere Anpassung der Kappenmeßlehre in den durch die verschiedenen Schuhgrößen bedingten Stellungen der Spitzenzange. Für Leistenmaschinen, bei denen die Spitzenzange bei ihrer Einwärtsbewegung einen geraden Weg zurücklegt, erhält selbstverständlich der Teil 2 der Kappenmeßlehre auch eine gerade Form. Die Lehre wird durch eine am Maschinengestell befestigte Feder 3 nachgiebig in ihrer Führung gehalten, und zwar derart, daß sie nach Belieben entgegen der Wirkung der Feder zur Kappe gezogen werden kann und beim Loslassen selbsttätig in ihre Anfangslage tritt. Wie schon eingangs erwähnt, besteht die Kappenmeßlehre aus einem sich gegen die Schuhspitze legenden Anschlag und einem zu diesem beweglichen Zeigeorgan. Der Anschlag ist im Ausführungsbeispiel durch einen Hebel 4 dargestellt, der unmittelbar mit dem Teil 2 verbunden ist. Die Verbindung ist vorzugsweise durch Zwischenschaltung eines Drehbolzens 5 eine gelenkige. Eine Feder 6 hält den Hebel 4 in seiner Ruhelage, die durch die zwischengeschaltete Schraube 7 nach Bedarf bestimmt werden kann. Dadurch wird es ermöglicht, den Anschlaghebel 4 entsprechend den verschie-
den vorkommenden Leistenspitzenhöhen und Krümmungen der Leistenspitzen zu neigen, damit der Anschlag beim Messen stets an der richtigen Stelle anliegt. Das Zeigeorgan 8 ist durch einen zugespitzten Bolzen gebildet und an einem Schieber 9 befestigt, der sich in einem weiteren Schieber 10 führt. Der Schieber 10 wird in einem am Teil 2 durch eine Schraube 11 drehbar gehaltenen Teil 2° geführt. Die Lage des Schiebers 10, in welcher derselbe am weitesten nach der Schuhspitze hin geschoben ist, findet ihre Begrenzung durch die Schraube 11, \velche gleichzeitig durch einen Schlitz 12 des Schiebers 10 ragt.
Mit dem Schieber 10 ist ein Bügel 13 vereinigt, welcher einen Befestigungsbolzen 14 für eine Feder 15 besitzt, die an dem Schieber 9 angreift und die Ruhelage des letzteren in dem Schieber 10 herbeiführt. Die Ruhelage ist dadurch bedingt, daß das Zeigeorgan an dem Teil 2a anschlägt. Der letztere hat zu diesem Zweck eine Ausbuchtung· 16. Mit dem Schieber 9, welcher das sich an die Vorderkappennaht anlegende Zeigeorgan 8 trägt, ist auch ein Meßzeiger 17 verbunden, der auf einer Meßleiste 18 des Schiebers 10 entlang gleiten kann ; dadurch kann der Arbeiter die jeweilig erforderliche Kappenlänge ablesen. Um die Bewegung des Schiebers 9 für eine bestimmte Kappenlänge einzustellen bzw. zu begrenzen, ist eine Schraube 19 vorgesehen; dieselbe ruht in einem Schlitz 20 des Schiebers 10 und kann in jeder beliebig eingestellten Lage innerhalb des Schlitzes gesichert werden. Damit der Meßzeiger gegen die Schraube 19 anschlagen kann, ist er nach unten hin zu einem besonderen Körper ausgebildet, der die Verlängerung 21 besitzt. Die Schraube 19 befindet sich in der Bewegungsbahn der Verlängerung 21.
Wenn die Kappenmeßlehre in Benutzung genommen werden soll, so erfaßt man das Zeigeorgan 6 bzw. den Schieber 9 an dem Handgriff 22 und zieht alle die Teile zur Schuhspitze hin in der Längsrichtung des Leistens. Zunächst bewegen sich alle Teile der Kappenmeßlehre vor, d. h. der Teil 2 verschiebt sich in der am Maschinengestell ortsfesten Führung 1. Dieses wird ermöglicht durch den Umstand, daß die den Schieber 9 mit dem Schieber 10 zusammenhaltende Feder 15 stärker ist als die an dem Bügel 13 des Schiebers 10 angreifende Feder 3, welche vorzugsweise eine große Länge besitzt. Die Vorwärtsbewegung der ganzen Meßlehre findet beim Anschlag des Hebels 4 an die Schuhspitze ihren Abschluß, λ^οπ diesem Zeitpunkt ab \vird beim weiteren Ziehen an dem Griff 22 die Feder 3 noch etwas \veiter überwunden, und der Schieber 10 geht mit dem Schieber 9 allein vorwärts, wobei der Schieber 10 in dem um die Schraube 11 drehbaren Teil 2" gleitet.
Diese Vorwärtsbewegung der beiden Schieber 10 und 9 endet, sobald die hintere Abschlußwand des Schlitzes 12 gegen den Kopf der Schraube 11 anschlägt, wie dies aus Fig. 4 erkennbar ist. Von hier ab kann man nur noch den Schieber 9 durch Überwindung des Zuges der Feder 15 aus dem Schieber 10 herausziehen, bis das Zeigeorgan 8 die gewünschte Lage hat, in der es sich über der Spitzenkappennaht befindet, deren Abstand von der Schuhspitze aus gemessen werden soll. Bei dieser Bewegung des Schiebers 9 gleitet der an demselben befindliche Meßzeiger 17 über die Skala 18 und ermöglicht dem Arbeiter das Ablesen des gemessenen Abstandes bzw. der Länge der Schuhkappe. Durch die jeweilige Lage der in dem Teil 10 gehaltenen Schraube 19, gegen die der Teil 21 des Meßzeigers 17 anschlägt, kann' die Vorwärtsbewegung des Zeigeorganes 8 auf den Betrag der geforderten Kappenlänge eingestellt werden. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Arbeiter nach der eingestellten Kappengröße stets nur darauf zu achten braucht, daß die Kappennaht unter dem Zeigeorgan 8 liegt; die Beachtung der Lage des Zeigers 17 über der Skala erübrigt sich in diesem Falle. . Zwecks einer leichteren Anpassung der Kappenmeßlehre an die meist zu behandelnden Schuhformen kann go eine Leitkurve 23 an dem Teil 1 vorgesehen sein, auf die sich der Schieber 10 und der Teil 2" bei ihrer Vorwärtsbewegung stützt. Das Zeigeorgan 8 kann infolgedessen bei seiner freien Schwingung um die Schraube 11 leichter an der oberen Kontur der Leistenspitze entlang bewegt werden, wie dies z. B. bei den heute üblichen Bulldoggformen von Vorteil ist.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Kappenmeßlehre für Leistenmaschinen mit vor der Schuhspitze angeordnetem Spitzenanschlag, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Spitzenanschlag (4) zwei in der Leistenlängsrichtung bewegliche (2a) Schieber (9, 10) verbunden sind, von denen der eine Schieber (9) den sich auf die Kappennaht legenden Zeiger (8) trägt, und wobei die diesen Schieber (9) mit dem anderen Schieber (10) zusammenhaltende Feder (15) in bezug auf Spannkraft stärker ist als die den zuletzt genannten Schieber (10) zurückhaltende Feder (3) und während der Messung erst dann überwunden wird, wenn der letztgenannte Schieber (10) seine durch einen Anschlag (11) begrenzte Bewegung vollendet hat.
2. Kappenmeßlehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endlage des den Zeiger (8) tragenden Schiebers
(9) zu dem anderen Schieber (8) willkürlich festgelegt (19,21) werden kann.
3. Kappenmeßlehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schieber (9, 10) mit dem Zeiger (8) um eine zum Leistenboden parallele und zu der Leistenlängsachse quer liegende Achse (11) geneigt werden können.
4. Kappenmeßlehre nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die schwächere Feder (3) mit dem Maschinengestell verbundene Schieber (10) mit seinem Führungskörper (20Q zusammen an einem den Spitzenanschlag (4) tragenden längsverschiebbaren Teil (2) drehbar (11) gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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