DE289895C - - Google Patents

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DE289895C
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Germany
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C9/00Healds; Heald frames
    • D03C9/02Healds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 289895 KLASSE 86g. GRUPPE 2,
ALPHONS ZIPFEL in LACHEN, Schweiz.
derselben.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Oktober 1914 ab.
Es sind bereits Weblitzen aus Doppelstahldraht für Webstühle bekannt geworden, welche an ihren Enden längliche ösen zur Aufnahme der Litzenstäbe und zwischen den beiden ösen ein Fadenauge besitzen. Die ösen an den Enden der Litzen hat man durch Umbiegen des Doppelstahldrahtes und Umwinden der Drahtenden innerhalb der ösen um den Drahtschaft und durch Verlöten mit diesem
ίο gebildet.
Diese Litzen haben den Nachteil, daß an denselben durch die Umwindung der Drahtenden Stellen entstehen, die dicker sind als der Doppelstahldraht selbst und und daher bezüglich der Nebeneinanderlagerung der Litzen auf den Litzenstäben verhältnismäßig viel Platz beanspruchen und auch das Gesamtgewicht der Litzen erhöhen. Es kann auch vorkommen, daß die Litzen infolge jener Ver-
ao dickungen beim Heben und Senken der Schäfte aneinander hängenbleiben und so sich gegenseitig in ihrer Bewegung stören.
Nun hat man zwar versucht, bei Litzen, die als Wächterplatinen in Geschirrketten-Wächtern Verwendung finden, an Stelle der Drahtösen dünne Stahlplättchen zu verwenden, welche die ösen aufweisen und quer zu den Litzenstäben liegen, doch hat man bezüglich der Verbindung der Plättchen mit dem Doppeldraht keine Lösung gefunden, die allen Anforderungen in vollkommener Weise hätte genügen können.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Weblitze aus Doppelstahldraht mit an beiden Enden des Litzenschaftes vorgesehenen, die ösen für die Litzenstäbe aufweisenden Stahlplättchen und ein Verfahren zur Herstellung derselben.
Gemäß der vorliegenden Erfindung liegt der Litzenschaft mit auseinandergebogenen Drahtteilen in entsprechend geformten Ausschnitten der Plättchen und sind diese Drahtteile mit den Plättchen durch Lötung verbunden, wobei die Litze an der Verbindungsstelle zwischen Litzenschaft und Stahlplättchen in ihrer Dicke höchstens gleich stark ist wie ein Draht des Drahtschaftes selbst.
Die Herstellung derartiger Litzen erfolgt in der Weise, daß die Enden des Drahtschaftes unter Aufspaltung des Doppeldrahtes ausgebogen und in die Stahlplättchen entsprechend geformte Ausschnitte gestanzt werden, und daß alsdann die gebogenen Enden des Drahtschaftes in die Ausschnitte an den Stahlplättchen eingepreßt und hierauf mit den Platt- chen verlötet werden.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 und 2 eine beispielsweise Ausführungsform einer nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Weblitze in Seiten- und Vorderansicht- und veranschaulicht in den Fig. 3 bis 10 das Verfahren zur Herstellung der Litze, wobei die Fig. 9 und 10 Schnitte nach den Linien A-B und C-D der Fig. 5 und 7 sind.
Die in Fig. ι und 2 dargestellte Weblitze, die auch als Wächterplatine in Geschirrkettenwächtern Verwendung finden kann, besteht in der Hauptsache aus dem Schaft 1 aus Doppelstahldräht, der an seinen beiden Enden mit den dünnen Stahlplättchen 2, welche die länglichen Ösen 3 für die Litzenstäbe aufweisen, verbunden ist und zwischen den Stahlplättchen das Fadenauge 4 besitzt. Die Stahlplättchen sind dünner als ein Draht des Doppeldrahtes und sind an ihren einen Enden mit einem in der Längsrichtung des Plättchens liegenden Schlitz 5 und einer an diesen sich anschließenden kreisrunden Erweiterung 6 versehen, in welchen die Enden des Drahtschaftes ι mit entsprechend ausgebogenen Teileu 7, 8 Aufnahme finden (Fig. 5 und 9); die Plättchen sind mit den Teilen 7, 8 durch Lot verbunden, und die Litze ist an der Verbindungssteile zwischen Litzenschaft und Plättchen nur so dick als die Dicke eines Drahtes des Drahtschaftes.
Zur Herstellung dieser Weblitzen wird wie folgt verfahren:
Aus den Stahlplättchen 2 wird z. B. auf einer Stanze der Schlitz 5 mit Erweiterung 6 herausgestanzt (Fig. 3); ferner werden die Drahtenden des Litzenschaftes, dessen beide Drähte bekanntlich durch Lötung miteinander verbunden sind, vermittels eines geeigneten Instrumentes auseinandergetrieben bzw. in Ringform gebogen und der Litzenschaft an diesen Stellen auf eine kleine Länge aufgespalten, so daß die federnden Drahtteile 7 mit den beiden Ringhälften 8 entstehen (Fig. 4), die in ihrer Grundform annähernd dem Ausschnitt 5, 6 an den Plättchen 2 entsprechen. Nun wird die Litze mit den derart geformten Drahtteilen 7, 8 in den Ausschnitt 5, 6 je eines Plättchens 2 unter Druck eingepreßt, wobei die beiden federnden Drahtteile 8 und die beiden Ringhälften 7 gegeneinandergepreßt werden (Fig. 5 und 6). Das Einpressen erfolgt in solchem Maße, daß die Teile 7 und 8 nach dem Einpressen beiderseits des Plättchens gleich weit über dessen Ober- und Unterseite vorstehen (Fig. 6 und 9). Indem die Teile 7 und 8 der Litze bestrebt sind, auseinanderzufedern, so halten sie die Plättchen genügend fest, um die Litzen mit den Plättchen befördern zu können, ohne daß die Plättchen sich zu dessen Litzenschaft verstellen können. Auf diese Weise ist es mög-/ lieh, die Litzen mit Plättchen, z. B. auf mechanischem Wege, zu einer Lötvorrichtung zu bringen, vermittels welcher die Teile 7, 8 der Litze mit den Plättchen 2 verlötet werden können, und zwar wird sowohl der Raum innerhalb der Ringhälften 7 als auch der Raum zwischen diesen, den Teilen 8 und dem Plättchen 2 mit Lot gefüllt (Fig. 10) und schließlich das überflüssige Lot abgestrichen oder zwischen den Teilen 7 und 8 ebengestrichen (Fig. 10).
Auf diese Weise wird erzielt, daß die Litze an den Verbindungsstellen mit den Plättchen 2 höchstens so dick ist, wie ein Draht des Doppeldrahtes. Es ist deshalb möglich, mehr Litzen als bisher in einem Schaft unterzubringen bzw. zwischen den Litzen mehr Spielraum zu erhalten und damit eine gegenseitige Reibung und Störung unter den einzelnen Litzen aufzuheben. Die ösen 3 in den Stahlplättchen der Litze sind langer gehalten als die Ösen der eingangs erwähnten bekannten Drahtlitzen, wodurch die Litze mehr Beweglichkeit und daher eine bessere Führung auf den Litzenstäben erhält.
Die Ausschnitte in den Stahlplättchen 2 und die in dieselben eingepreßten Drahtteile der Litze können auch eine andere als die dargestellte Grundform besitzen. Die an den unteren Enden der Litzen befindlichen Plättchen 2 (Fig. ϊ und 2) sind unterhalb der Ösen 3 auf eine größere Länge voll gehalten, um ■ bei Verwendung der Litze als Wächterplatine diesem Teil die nötige Widerstandskraft gegen Zerdrücken durch das auf denselben bei Fadenbruch einwirkende Organ der Wächtervorrichtung zu verleihen.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Weblitze aus Doppelstahldraht mit an beiden Enden des Litzenschaftes vorgesehenen, die ösen für die Litzenstäbe aufweisenden Stahlplättchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Litzenschaft mit auseinandergebogenen Drahtteilen in entsprechend geformten Ausschnitten der .Plattchen liegt, und daß diese Drahtteile mit den Plättchen durch Lötung verbunden sind, wobei die Litze an der Verbindungsstelle zwischen Litzenschaft und Stahlplättchen in ihrer Dicke höchstens gleich stark ist wie ein Draht des Drahtschaftes selbst.
2. Weblitze nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlplättchen mit einem eine Erweiterung aufwei- n° senden Schlitz versehen sind, in welchem die Drahtenden -des Litzenschaftes mit entsprechend gebogenen Teilen liegen. .
3. Weblitze nach dem Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz in der Längsrichtung des Stahlplättchens gerade verläuft und die Erweiterung Kreisform besitzt, und daß die Drahtenden des Litzenschaftes mit geraden Teilen im Schlitz und mit halbringförmig gebogenen Teilen in der Erweiterung des Schlitzes liegen.
4. Weblitze nach den Ansprüchen 1, 2
und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum zwischen den eingepreßten halbringförmigen Drahtteilen mit Lot eben ausgefüllt ist.
5. Verfahren zur Herstellung der Weblitze nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Drahtschaftes unter Aufspaltung des Doppeldrahtes ausgebogen und in die Stahlplättchen entsprechend geformte Ausschnitte gestanzt werden, und daß alsdann die gebogenen Enden des Drahtschaftes in die Ausschnitte an den Stahlplättchen eingepreßt und hierauf mit den Plättchen verlötet werden.
6.^ Verfahren nach dem Anspruch 5 zur Herstellung der Weblitze nach den Ansprüchen ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Plättchen ein Schlitz mit einer kreisförmigen Erweiterung gestanzt wird, und daß die Enden des Drahtschaftes ringförmig auseinandergetrieben und die beiden Drähte auf eine kurze Länge durch Spaltung voneinander getrennt werden, worauf dann diese derart geformten federnden Drahtteile in den Schlitz und die Erweiterung der beiden Stahlplättchen eingepreßt werden, in welchen sie unter dem Bestreben auseinanderzufedern bis zum Verlöten festhalten, und daß nach dem Verlöten das überflüssige Lot abgestrichen bzw. das zwischen den eingepreßten Drahtteilen befindliche Lot mit diesen Teilen ebengestrichen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918020C (de) * 1951-12-15 1954-09-16 Johannes Jung Webschaft
DE1118733B (de) * 1958-04-15 1961-12-07 Braecker A G Verfahren zum Herstellen von Weblitzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE918020C (de) * 1951-12-15 1954-09-16 Johannes Jung Webschaft
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