DE288906C - - Google Patents

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DE288906C
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clapper
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/38Driving-gear; Starting or stopping mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 288906 KLASSE 25 #. GRUPPE
Firma WM. REISING in BARMEN.
Zweifädige Spitzenklöppelmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. August 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf zweifädige Spitzenklöppelmaschinen derjenigen Art, bei denen der richtige Klöppelabstand nicht durch den Lauf der Klöppel über an die Hauptteller angeschlossene Auslaufgeleise, sondern durch zeitweises Stillsetzen auf Umkehrtellern geregelt wird. Das letztere wird dadurch bewirkt, daß die Klöppel auf diesen Tellern durch die Gangbahn aus dem Bereich der Treiberflügel gebracht werden. Zur gegebenen Zeit müssen die Klöppel durch besondere Flügel mitgenommen und dadurch wieder in die Gangbahn zurückgebracht werden.
Bei der vorliegenden Maschine wird das zeitweise Stillsetzen der Klöppel bewirkt unter Verwendung an sich bekannter ovaler Umkehrteller zwischen den runden Haupttellern. Ihre große Achse, die gleich dem Radkreisdurchmesser ist, ist aber in Richtung der Gangbahnkreuzungen gelegt, während die kleine Achse in Richtung nach dem Flechtmittelpunkt zu liegt und das Stillsetzen der Klöppel findet dabei paarweise auf der kleinen Achse statt. Dies hat bei der hier in Betracht
a5 kommenden schnell auf enden Maschine den Vorteil, daß beim Stillsetzen und Einrücken der Klöppel die Stöße sehr abgeschwächt werden, weil die Klöppeltreiberumfangsgeschwindigkeit nach dem Tellermittelpunkt zu abnimmt. Hierzu kommt noch ein verminderter Fadenauszug beim Stillsetzen der Klöppel. Beides bedeutet eine erhebliche Schonung der Fäden, was für schnellaufende Maschinen von Wichtigkeit ist.
Das Stillsetzen der Klöppel und deren Wiedereinrücken wird bei der neuen Maschine durch zweierlei Flügel erreicht, und zwar solchen, die, als an sich bekannte Klauenflügel ausgebildet, ausschließlich den weiten Teil der Gangbahn der Umkehrteller beherrschen und die Klöppel an der engsten Stelle (auf der kleinen Tellerachse) stehen lassen, und solchen, die nur den engen Gangbahnteil beherrschen und den dort stillgesetzten Klöppel zur gegebenen Zeit wieder in den weiten Gangbahn teil zurückbringen. Dabei ist es möglich, beide Flügel zu besonderen Rädern mit verschiedener Geschwindigkeit auszubilden damit der vom kleinen Flügel wieder in Betrieb gesetzte Klöppel in der Gangbahnkreuzung nicht stillzustehen braucht, sondern von dem sofort nacheilenden Klauenflügel weitergeführt wird. Eine Maschine letzterer Art ist im folgenden als Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnungen beschrieben. In diesen zeigen:
Fig. ι in schematischer Darstellung eine Oberansicht der Maschine,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1,
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung den Mittelschnitt durch das Flügelrad des Umkehrtellers.
Die vierflügeligen Teller 1,1... stehen untereinander in Verbindung durch die zweiflügeligen Räder 2, 2. . ■ ; Weichenpaare 3, 3 regeln in bekannter Weise den Austausch der Klöppel von einem Teilgang zum anderen und das Kreisen auf den Umkehrtellern. Um den richtigen Klöppelabstand zu wahren, wird bei jeder Umkehr der Klöppel deren Stillstand um je eine Flügelteilung bewirkt, so daß die
Wirkung der vierflügeligen Teller gleich sechs Flügeln ist. Sobald die Klöppel aber durchlaufen, soll kein Stillstand erfolgen. Auf diese Weise werden Litzchen mit der kleinsten rnögliehen Flügelzahl erreicht.
Die eingangs erwähnte Stillsetzung der Klöppel auf der kleinen Tellerachse und ihre Wiederinbetriebsetzung kann nur erreicht werden durch Anwendung eigenartiger Treiber
ίο auf den ovalen Umkehrtellern. Im vorliegenden Beispiel (aus Fig. 2 und 3 besonders deutlich ersichtlich) sind Vierflügler mit nach oben gerichteten Klauen 5 vorgesehen. Sie fassen den Klöppelstift von unten, und zwar derart, daß sie ihn nach innen, nach der Radmitte zu, unter der Einwirkung der entsprechend eingezogenen Gangbahn ziehen und hier stillstehen lassen, wie Fig. 1 und 3 zeigen. Der Klöppel bleibt also in dem Raum zwischen der Flügelklaue und der Radmitte stehen, da der Klauenflügel 5 nur den weiten Gangbahnteil des Ovaltellers beherrscht. Zum Wiedereinrücken des Klöppels muß ein Flügel in Tätigkeit treten, der den engen Bahnteil beherrscht und den Klöppel in den Bereich des Klauenflügels zurückbringt.
Besonders vorteilhaft hierfür erscheint, damit der umkehrende Klöppel beim Durchlaufen nicht stillzustehen braucht, die bei dem Ausführungsbeispiel angewandte eigenartige Anordnung des Flügels 6. Wie Fig. 2 und 3 erkennen lassen, ist dieser in das Vierflügelrad 4 eingebaut und kreist in dem Raum innerhalb der Klauen 5. Der Flügel 6 hat eine solche Umdrehungsgeschwindigkeit gegenüber dem Klauenflügel 4, daß jeder vierte kommende Flügel des letzteren an der verengten Stelle der Gangbahn mit dem betreffenden Flügel 6 zusammentrifft.
Den Antrieb des Rades 6 zeigt Fig. 2. Es ist auf dem Pfeiler 7 drehbar und trägt unten ein Zahnrad (ebenfalls mit 6 bezeichnet); um die Nabe von 6 dreht sich das Rad 4, das mit seinen Klauen 5 das Rad 6 umschließt. Letzteres wird durch entsprechende Doppelräder 8 von dem Rade 4 angetrieben.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Zweifädige Spitzenklöppelmaschine, bei welcher der Klöppellauf durch zeitweise Stillsetzung der Klöppel auf den Umkehrtellern geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte ovale Umkehrteller mit ihrer großen Achse — gleich dem Radkreisdurchmesser — in Richtung des Räderteilkreises, mit der kleinen Achse — kleiner als der Radkreisdurchmesser — zwischen den Gangbahnkreuzungen in Richtung nach dem Flechtmittelpunkt zu angeordnet sind und die Stillsetzung der Klöppel beim Umkehren auf der kleinen Achse der Umkehrteller erfolgt.
2. Klöppelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umkehrteller mit zweierlei Klöppeltreiberflügeln ausgestattet sind, und zwar solchen, die nach Art der an sich bekannten Klauenflügel ausgebildet sind und nur den weiten Gangbahnteil des Umkehrtellers beherrsehen, indem sie die Klöppel in der engen Gangbahn zwischen Flügelklaue und Radmitte stehen lassen, und solchen Flügeln, die nur den engen Gangbahnteil der Umkehrteller beherrschen und den dort stillgesetzten Klöppel in den weiten Gangbahnteil zurückbringen.
3. Klöppelmaschine nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Flügelarten als Flügelräder mit verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten ausgebildet und diese so bemessen sind, daß der von dem kleineren Flügel in der Gangbahnkreuzung freigegebene· Klöppel ohne Stillstand von dem nachfolgenden Klauenflügel weitergeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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