DE288598C - - Google Patents

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DE288598C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/04Additive processes using colour screens; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • G03C7/06Manufacture of colour screens

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 288598 -KLASSE 576. GRUPPE
RUDOLF RUTH und ALADAR SCHULLER in OUDE-GOD, Belgien.
Zur Herstellung von photographischen Bildern in natürlichen Farben auf dem Wege der Dreifarbenverfahren benötigt man einerseits drei in den Grundfarben angefärbte Schichten als Aufnahmefilter und andererseits drei angefärbte Schichten zur Erzeugung des farbigen Bildes.
Bei den bisher bekannt gewordenen Farbrasterplatten dienen die Aufnahmefilter (Farbrasterelemente) gleichzeitig auch zur Hervorbringung des farbigen transparenten Bildes. Zur Herstellung von farbigen Papierbildern ist aber unbedingt nötig, daß die bilderzeugenden farbigen Elemente viel lichtdurchlässiger, d. h. viel weniger angefärbt sind als die Aufnahmefilter.
Die gebräuchlichen Farbrasterplatten geben eben darum kein gutes Papierbild, weil die Filterelemente zu stark angefärbt werden müssen, um als bilderzeugendes Element dienen zu können. Man hat deshalb schon Farbrasterplatten herzustellen versucht, die zwei kongruente Farbrasterschichten enthielten, die beide zusammen bei dem Aufnahme- oder Kopierprozeß in Wirkung treten, während für die Betrachtung des Bildes nur die eine Rasterschicht zur Geltung kam (britische Patentschrift 18553/1909).
Vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung des oben genannten Übelstandes durch eine Farbrasterplatte, bei der ebenfalls die bilderzeugenden Rasterelemente weniger angefärbt sind als die als Filter wirkenden Rasterelemente, aber es kommen hierfür nicht zwei getrennte Raster schichten zur Anwendung, sondem eine einzige Rasterschicht, von der aber jedes Rasterelement mit mindestens zwei Farbstoffen gleicher Färbung angefärbt ist. Drei Gelatinelösungen werden je mit zwei Farbstoffen von verschiedenen Eigenschaften angefärbt und dann nach dem durch Patent 233167 bekannt gewordenen Verfahren zerstäubt. Jedes der Rasterelemente enthält dann zwei Farbstoffe, und zwar einen Farbstoff, welcher in dem betreffenden Kolloid fixiert wird oder fixiert werden kann, und einen Farbstoff, der später wieder leicht entfernt werden kann. Dieses Entfernen kann beispielsweise durch Auswaschen erfolgen. In diesem Falle wird man Farbstoffe von saurem und basischem Charakter verwenden, denn es ist bekannt, daß die sauren Farbstoffe durch Auswaschen aus der Gelatine sich nicht entfernen lassen, während Farbstoffe mit basischem Charakter aus derselben leicht auswaschbar sind.
Auf eine derart angefärbte Rasterschicht kommt die lichtempfindliche Emulsion.
Die Verarbeitung einer solchen Farbrasterplatte geschieht folgendermaßen:
Die Rasterplatte wird von der Rückseite durch die Filterelemente belichtet und dann wie üblich entwickelt. Nach erfolgtem Fixieren und Waschen wird ein Papierblatt aufgepreßt und die ganze Schicht abgezogen, so daß die Filterelemente nach oben kommen. Das Abziehen der Schicht bei wasserlöslichen
Kolloiden (Gelatine, Stärke) geschieht nach den in der Photomechanik üblichen Verfahren z. B. mittels verdünnter Flußsäure, oder die Glasplatten werden vor dem Aufbringen der Rasterschicht mit einer ganz dünnen Schicht von Kautschuk und Kollodium überzogen. Bei Verwendung von Harzen als Rasterschicht werden die Glasplatten mit Talkum abgerieben. Nach dem Abziehen wird das Bild so lange
ίο gewaschen, bis die nicht fixierten Farbstoffe vollkommen entfernt sind.
Ein Beispiel für Farbstoffe, welche für wasserlösliche Kolloide (z. B. Gelatine, Stärke) anwendbar sind, ist folgendes: Es wird je ein Beizenfarbstoff, z. B. Fuchsin, Malachitgrün, Patentblau, und ein saurer Farbstoff, wie Oxaminrot, Oxamingrün und Oxaminblau, verwendet; die Beizenfarbstoffe werden durch Brechweinstein und Tannin fixiert, d. h. es wird ein unlöslicher Niederschlag erzeugt, während die sauren Farbstoffe löslich bleiben und sich auswaschen lassen. Zur Ausführang dieser Methode werden je 100 g des Kolloids angefärbt :
a) mit Fuchsin 5 g,
- Oxaminrot 5g;
b) mit Malachitgrün 5 g,
Oxamingrün 5g;
c) mit Patentblau 5 g,
- Oxaminblau 5 g.
Für Harzraster nimmt man beispielsweise Farbstoffe, die in Petroleumbenzin löslich sind: Sudan IV (Agfa), Motigelb (Weiler-ter Meer), Motiblau (Weiler-ter Meer), und andere, die in Petroleumbenzin unlöslich sind: Fuchsin (Höchst), Naphtalingelb (Cassella), Spritblau (Cassella).
Eine Ausführungsform ist beispielsweise die folgende: Je 100 g Mastixharz werden angefärbt :
a) mit Sudan IV (Agfa) . 5 g,
- Fuchsin (Höchst) 5 g;
b) mit Motigelb (Weiler-ter Meer) 5 g,
- Naphtalingelb (Cassella)... 5g;
c) mit Motiblau (Weiler-ter Meer) 5 g,
- Spritblau (Cassella) 5 g.
Von diesen drei verschieden angefärbten Harzen werden in bekannter Weise Raster hergestellt., und nach Fertigstellung des Bildes werden sie mit Benzin behandelt, wodurch die löslichen Farbstoffe entfernt werden.
Man kann auch einen lichtechten und einen lichtunechten Farbstoff verwenden. Die unechten werden dann später im Sonnenlicht gebleicht. Da die Aufnahmezeit beim Belichten des Bromsilbers bei der Aufnahme im Verhältnis zu der Zeit, die zu einer Veränderung der Farbstoffe notwendig ist, sehr kurz ist, so findet eine Zersetzung der Farbstoffe bei der Aufnahme nicht statt.
Ein Beispiel für die Anwendung der ausbleichbaren Farbstoffe für wasserlösliche Kolloide ist folgendes: Je 100 g Kolloid werden angefärbt:
a) mit Fuchsin (Höchst) 5 g,
Erythrosin 5 g;
b) mit Auramin (Höchst) 5 g,
- Thioflavin' T (Cassella) .... 5g;
c) mit Viktoriablau (Höchst) .... 5 g,
- Methylenblau' (Höchst) .... 5 g.
Das Rasterbild wird, wie oben beschrieben, fertiggestellt und dem direkten Sonnenlicht, zerstreuten Tageslicht oder elektrischen Bogenlicht ausgesetzt, wobei die wenig lichtbeständigen Farbstoffe ausbleichen, während die anderen Farbstoffe unverändert bleiben.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Farbrasterplatte zur Erzeugung von far- 8S benphotographischen Aufsichtsbildern, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Rasterelement mindestens zwei Farbstoffe enthält, die verschieden schwer entfernt werden können.
DENDAT288598D Active DE288598C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US8907124B2 (en) 2010-11-17 2014-12-09 Basf Se Process for preparing methylenedi(phenyl isocyanate)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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