DE2844472B2 - Ofen zum Feuerverzinken von metallischen Gegenständen, insbesondere von Drähten und Bändern - Google Patents
Ofen zum Feuerverzinken von metallischen Gegenständen, insbesondere von Drähten und BändernInfo
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Description
Das Hauptpatent betrifft einen Ofen zum Feuerverzinken von metallischen Gegenständen, insbesondere
von Drähten und Bändern, mit einer aus Innenpfanne und Außenpfanne zusammengesetzten, doppelwandigen
Pfanne aus Stahlblech. Die doppelwandige Pfanne ist in der Innenpfanne mit schmelzflüssigem Zink und in
dem Zwischenraum zwischen Innenpfanne und Außenpfanne mit einem flüssigen inaktiven Wärmeträger
ausgefüllt. Senkrecht an der innenwand der Außenpfanne ist die doppelwandige Pfanne mit im Abstand
übereinander angesetzten, in den Zwischenraum hineinragenden Leiteinrichtungen zur Ausbildung des Zwischenraums
als Thermosiphon-Wärmetauscher mit Aufströmung und Kaskadenumlenkung des inaktiven
Wärmeträgers an der Innenwand der Außenpfanne und mit Abströmung an der Außenwand der Innenpfanne
versehen. Mehrere Brenner sind längs einer Seitenwand der Außenpfanne übereinander und zwischen den
Leiteinrichtungen angeordnet. Bei dem Hauptpatent wird der Aufstrom des inaktiven Wärmeträgers, bei
dem es sich vorzugsweise um schmelzflüssiges Blei handelt, einer Kaskadenumlenkung unterworfen. Das
stellt die unter dem Einfluß thermodynamischer Potentialdifferenzen erfolgende Thermosiphcn-Strömung
unter allen Betriebsbedingungen sicher. Die Strömung hängt von der Viskosität des flüssigen
inaktiven Wärmeträgers ab. Arbeitet man beispielsweise mit schmelzflüssigem Blei, so ist ein Abstand
zwischen Innenpfanne und Außenpfanne von 8 bis 10 cm zweckmäßig, um thermodynamisch bedingte
Kräfte entstehen zu lassen, welche die Viskosität überwinden und zu der Thermosiphon-Strömung
führen. Beim Hauptpatent erfolgt die Beheizung des Ofens über mehrere längs einer Seitenwand der
Außenpfanne übereinander jeweils in Höhe zwischen den Leiteinrichtungen angeordnete Brenner. Die schon
beim Hauptpatent angestrebte Temperaturgleichverteilung wird bei dieser Beheizung nicht erzielt Der
vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, daß die angestrebte Temperaturgleichverteilung erzielt
wird, wenn unter Beibehaltung der Kaskadenumlenkung die Beheizung des Ofens gleichmäßig erfolgt Dies
ίο wird dadurch erreicht, daß die Außenpfanne unabhängig
von der Lage der Leiteinrichtungen an ihrer Innenwand gleichmäßig über ihre Außenwand beheizt ist.
Die vorliegende Erfindung überträgt die bei öfen mit
einwandiger Pfanne gesammelte Erkenntnis, daß es auf eine möglichst gleichmäßige Temperaturverteilung an
der Außenwand der Pfanne ankommt, auf öfen mit doppelwandigen Pfannen und vereinigt sie mit der
neuen Erkenntnis, daß die gewünschte Thermosiphon-Strömung unter dieser gleichmäßigen Beheizung nicht
leidet Mit anderen Worten: Die Anordnung einzelner Brenner bezogen auf die Leiteinrichtung ist von
untergeordneter Bedeutung; vielmehr treten auch bei gleichmäßiger Beheizung die im Hauptpatent beschriebenen
Wirkungen der Thermosiphon-Strömung ein.
Eine optimal gleichmäßige Temperaturverteilung in allen Bereichen des Ofens ist die Folge. Die Erfindung
erweitert das Anwendungsgebiet des Hauptpatents auf mehrere Arten von Beheizungen, wie sie für kesselbeheizte
Verzinkungsöfen an sich bekannt sind. Von den Beheizungen seien folgende genannt: Umwälzheizung,
Beheizung mit Hilfe von Strahlwänden, elektrische Beheizung. Bei der Umwälzbeheizung mit zwangsweiser
Heizgasumwälzung durch Ventilatoren werden die Frischgase mit den kälteren Abgasen vermischt und an
J5 den Kesselwänden entlanggeführt (Zeitschrift »Stahl
und Eisen« 92, (1972), Heft 10, S. 439/441, Bild 2b). Bei der Umwälzbeheizung mit selbstansaugendem Abgas-Umwälzbrenner
saugt sich der austretende Brennerstrahl über einen Diffusor einen Teil des abgekühlten
■to Abgases an und gibt das Gasgemisch wieder an den
Ofenraum ab. Durch die Vermischung wird ein größeres Heizgasvolumen mit geringerer Temperatur und
größerer Geschwindigkeit erreicht, so daß eine Erhöhung des Wärmeübergangs durch Konvektion
eintritt (Zeitschrift »Stahl und Eisen« 92, (1972), Heft 10, S. 439/441, Bild 2d). Von den Strahlwänden sind drei
Arten bekannt: Bei der einen Ausführung (Zeitschriften
»Bänder, Bleche, Rohre« 6, (1965), Heft 6, S. 260/262 und »Stahl und Eisen« 92, (1972), Heft 10, S. 439/441, Bild 2f)
so wird in Flächenbrennern, von denen mehrere in einer Wandung des Ofens im Abstand voneinander vorgesehen
sind, unter Luftzufuhr Brennstoff verbrannt. Durch die trompetenförmige öffnung des Flächenbrennerendes
wird das Brennstoff-Luft-Gemisch so geführt, daß sich mit der Brennerachse als Mittelpunkt Scheiben von
brennenden Gasen ausbilden, die an der Wandung anliegen. Diese Flächenbrenner geben einmal durch
Strahlung der Flamme Wärme an den Ofen ab, zum anderen wird die Wandung aufgeheizt und strahlt
b0 ihrerseits auf den Ofen. Bei einer anderen Ausführung
(DE-PS 1128942 und 1222612) wird eine gelochte oder poröse Steinwand verwendet, die die zu der zu
beheizenden Fläche des Ofens zugekehrte Wand einer im übrigen gasdichten abgeschlossenen Kammer bildet.
h5 Ein in die Kammer eingeführtes Gas-Luft-Gemisch
kann nur durch die gelochte oder poröse Wand entweichen. Nach Zündung des entweichenden Gemisches
brennt dieses über die gesamte .Strahlwand. Auch
hier wird einmal durch Rammenstrahlung Wärme an den Ofen abgegeben, zum anderen die gelochte oder
poröse Wand aufgeheizt, die ihrerseits auf den Ofen strahlt. Bei einer weiteren bekannten Ausführung
werden die Strahlwände aus feuerfestem Filz hergestellt (DE-AS 22 26 976).
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert Es zeigt in
schematischer Darstellung
F i g. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Ofen nach
der Erfindung, der durch eine Strahlwand beheizt ist;
F i g. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus F i g. 1;
Fig.3 einen Fig.2 entsprechenden Ausschnitt,
jedoch mit zusätzlichen Strömungsschikanen.
Die als Ausführungsbeispiel gewählte Vorrichtung dient zum Feuerverzinken von metallischen Gegenständen,
insbesondere von Drähten und Bändern. Die Vorrichtung besteht aus einem Ofen 1 mit einer
Strahlwand 2 sowie mit einer in den Ofenraum eingesetzten doppelwandigen Pfanne 4, 5 aus Stahlblech.
Die Innenwanne 4 nimmt schmelzflüssiges Zink 6 auf. In dem aus der Innenpfanne 4 und der Außenpfanne
5 gebildeten Zwischenraum 8 befindet sich ein inaktiver flüssiger Wärmeträger 7, vorzugsweise schmelzflüssiges
Blei. Die Außenwand der Außenpfanne 5 wird von der Strahlwand 2 beheizt.
Senkrecht an der Innenwand der Außenpfanne 5 sind
Leiteinrichtungen 10 angesetzt, die sich so we. ι in den Zwischenraum zwischen Außenwanne 5 und Innenwanne
4 erstrecken, daß sich eine durch Pfeile U angedeutete Kaskadenströmung ausbildet.
Die Strahlwand 2 ist entlang den Längsseiten der Außenpfanne 5 vorgesehen. Die Strahlwand besteht aus
Kammern 13. Jede Kammer 13 weist auf der der Außenpfanne 5 zugewandten Seite einen feuerfesten
Filz 14 auf. Der feuerfeste Filz 14 ist gasdurchlässig. Im Bedarfsfall können auch an den Stirnseiten der
Außenpfanne 5 Kammern 13 vorgesehen sein. Jede Kammer 13 weist außer dem feuerfesten Filz 14 weitere
Wände 16 aus herkömmlichen, gasdichten Material auf,
z. B. aus Stahlplatten oder Steinen. Die Kammern 13 stehen auf einem seinerseits auf dem Boden des
Ofeninnenraums aufstehenden Kanal 17. Jede Kammer 13 ist über mindestens einen Einlaß 18, der eine der
Wände 16 durchsetzt, mit einem Gas- Luft-Gemisch beschickt, welches durch Pfeile schematisch dargestellt
ist. Es entweicht durch den feuerfesten Filz 14 nach außen. Zwischen feuerfesten Filz 14 und Außenwand
der Außenpfanne 5 ist für jede Kammer 13 mindestens ein Zündbrenner 20 vorgesehen, der bei Inbetriebnahme
der Strahlwand gezündet wird und das durch den feuerfesten Filz 14 dringende Gas- Luft-Gemisch
zündet, wie es schematisch durch unregelmäßige Zackenlinien 21 dargestellt ist- Die Flammenwand
breitet sich dann über den gesamten feuerfesten Filz 14 aus, wodurch sich eine optimal gleichmäßig brennende
Flammenwand ergibt.
Andere Strahlwände, die entweder mit porösen Steinen oder mit trompetenförmig ausgebildeten
Brennern arbeiten, können verwendet werden. Auch eine Umwälzbeheizung und eine elektrische Beheizung
sind möglich.
Bei dem in F i g. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Strömungsschikane in Form eines Turbulenzgitters
22 vorgesehen, das am inneren Ende der Leiteinrichtungen 10 angeordnet ist. Auf diese Weise
wird der zirkulierenden Strömung 11 eine homogene isotrope Turbulenz 23 überlagert. Die Leiteinrichtungen
10 und das Turbulenzgitter 22 bestehen zweckmäßigerweise aus einem nichtmetallischen, beispielsweise
keramischen. Werkstoff, um die Bildung einer Wärmehrücke
zu vermeiden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Ofen zum Feuerverzinken von metallischen Gegenständen, insbesondere von Drähten und
Bändern, mit einer aus Innenpfanne und Außenpfanne zusammengesetzten, doppelwandigen Pfanne aus
Stahlblech, die in der Innenpfanne mit schmelzflüssigem Zink, in dem Zwischenraum zwischen Innenpfanne
und Außenpfanne mit einem flüssigen inaktiven Wärmeträger ausgefüllt, die senkrecht an
der Innenwand der Außenpfanne im Abstand mit übereinander angesetzten, in den Zwischenraum
hineinragenden Leiteinrichtungen zur Ausbildung des Zwischenraums als Thermosiphon-Wärmetauscher
mit Aufströmung und Kaskadenumlenkung des inaktiven Wärmeträgers an der Innenwand der
Außenpfanne und mit Abströinung an der Außenwand der Innenpfanne versehen und die über die
Außenwand der Außenpfanne beheizt ist, nach Patent2355264, dadurchgekennzeichnet,
daß die Außenpfanne (5) an ihrer Innenwand gleichmäßig über ihre Außenwand beheizt ist.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwand der Außenpfanne (5) über eine
Umwälzbeheizung beheizt ist.
3. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwand der Außenpfanne (5) über
Strahlwände beheizt ist.
4. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwand der Außenpfanne (5) elektrisch
beheizt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2844472A DE2844472C3 (de) | 1978-10-12 | 1978-10-12 | Ofen zum Feuerverzinken von metallischen Gegenständen, insbesondere von Drähten und Bändern |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (3)
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|---|---|
| DE2844472A1 DE2844472A1 (de) | 1980-04-17 |
| DE2844472B2 true DE2844472B2 (de) | 1980-08-07 |
| DE2844472C3 DE2844472C3 (de) | 1981-07-02 |
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ID=6052024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2844472A Expired DE2844472C3 (de) | 1978-10-12 | 1978-10-12 | Ofen zum Feuerverzinken von metallischen Gegenständen, insbesondere von Drähten und Bändern |
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|---|---|
| DE (1) | DE2844472C3 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1128942B (de) | 1955-01-25 | 1962-05-03 | Artemas De Forest Holden | Gasofen fuer Oberflaechenverbrennung |
| DE1222612B (de) | 1959-08-03 | 1966-08-11 | Artemas De Forest Holden | Ofen mit flammenloser Oberflaechenverbrennung |
| DE2226976C3 (de) | 1972-06-02 | 1978-06-29 | Walter Koerner Kg, Industrieofenbau, 5800 Hagen | Industrieofen insbesondere Verzinkungskessel |
-
1978
- 1978-10-12 DE DE2844472A patent/DE2844472C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2844472C3 (de) | 1981-07-02 |
| DE2844472A1 (de) | 1980-04-17 |
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