DE2827596C2 - Verfahren und Anordnung zur Herstellung gerasterter Druckformen - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Herstellung gerasterter DruckformenInfo
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Description
Bei einem Farbscanner zur Herstellung gerastetcr Farbauszüge werden durch punkt- und zeilenweise optoelektronische
Abtastung einer Farbvorlage drei primäre Farbsignale gewonnen, welche in einem Farbrechner in
die Farbauszugssignale für die Aufzeichnung der Farbauszüge »Gelb«. »Magenta«. »Cyan« und »Schwarz«
eines Farbsatzes umgewandelt werden. Aufzeichnungsorgane in Form von Schreiblampen, deren Helligkeiten
durch die Farbauszugssignale moduliert werden, nehmen die punkt- und zeilenweise Aufzeichnung der vier
gerasterten Farbauszüge eines Farbsatzes auf einem Aufzeichnungsmedium vor. Die gerasterten Farbauszüge
eines Farbsalzes dienen als Druckformen für den Mehrfarbendruck. In einer Druckmaschine erfolgt der Übereinanderdruck
der mit den Druckfarben »Gelb«, »Magenta«, »Cyan« und »Schwarz« eingefärbten Druckformen
auf einem Druckträger zu einer mehrfarbigen Reproduktion.
Durch den Übereinanderdruck von Rasterpunkten können Moire-Muster auftreten, die sich besonders bei
Betrachtung des fertigen Drucks störend bemerkbar machen. Die Sichtbarkeit von Moire-Mustern läßt sich
bekanntlich dadurch vermindern, daß die Raster der einzelnen Farbauszüge eines Farbsatzes gegeneinander
gedreht übereinandergedruckt werden, wozu die Farbauszüge mit Rastern unterschiedlicher Rasterwinkel
aufgezeichnet werden müssen. Durch den gedrehten Übereinanderdruck der einzelnen Raster wird erreicht, daß
die Moire-Perioden entweder zu klein oder zu groß sind, um im Druck von dem menschlichen Auge als störend
wahrgenommen zu werden.
Die Raster der vier Farbauszüge eines Farbsatzes müssen daher mit vier unterschiedlichen Rasterwinkeln
aufgezeichnet werden. Um ein Moire-Minimum zu erhalten, werden in der Praxis häufig der Farbauszug »Gelb«
mit einem Rasterwinkel von 0 Grad, der Farabauszug »Magenta« mit einem Rasterwinkel von —15 Grad, der
Farbauszug »Cyan« mit einem Rasterwinkel von 15 Grad und der Farbauszug »Schwarz« mit einem Rasterwinkel
von +45 Grad aufgezeichnet Bei der Herstellung der Farbauszüge müssen diese Rasterwinkel sehr genau
eingehalten werden, da bereits bei kleinen Winkclabweichungcn wieder störende Moire-Musler auftreten
können.
Andere Rasterwinkel als die genannten werten dann benötigt, wenn beispielsweise zusätzlich zu den vier Druckfarben weitere Farben gedruckt, ein anderes Druckmedium verwendet oder unterschiedliche Rasterweiten übereinandergedruckt werden sollen.
Andere Rasterwinkel als die genannten werten dann benötigt, wenn beispielsweise zusätzlich zu den vier Druckfarben weitere Farben gedruckt, ein anderes Druckmedium verwendet oder unterschiedliche Rasterweiten übereinandergedruckt werden sollen.
Die Herstellung von gerasterten Farbauszügen von Halbton-Vorlagcn im Farbscanner kann z. B. durch eine
sogenannte Kontaktrasterung erfolgen, bei der die Helligkeit des Aufzeichnungsorgans zur Erzeugung der
Rasterpunkte zusätzlich durch den Dichteverlauf eines zwischen dem Aufzeichnungsorgan und dem Aufzeichnungsmedium
angeordneten Kontaktrasters moduliert wird.
Gerasterte Farbauszüge von Halbton-Vorlagcn werden im Farbscanner heutzutage meistens durch eine
sogenannte »elektronische Rasterung« hergestellt. Verfahren zur elektronischen Rasterung sind aus der DE-PS
15 97 773 und der DE-PS 20 12 728 bekannt, bei denen das Aufzeichnungsmedium in eine Vielzahl von in
Aufzeichnungsrichtung des Aufzeichnungsorgans ausgerichteten Flächenelementen unterteilt ist und die Rasterpunkte
innerhalb der sich periodisch wiederholenden Rastermaschen des aufzuzeichnenden Rasters aus
belichteten Flächcriciemenien nach Art eines Bildmusters zusammengesetzt werden. Die Bildmuster für verschiedene
Rasterpunktgrößen und Rasterwinkelungen sind für alle möglichen Tonwertc als Aufzcichnungssignale
für das Aufzeichnungsorgan gespeichert und werden während der Herstellung der gerasterten Farbauszüge
in Abhängigkeit der in der Vorlage ausgemessenen Tonwerte ausgelesen, wobei die Aufzeichnungssignale
bestimmen, ob ein entsprechendes Flächenelement des Aufzeichnungsmediums belichtet wird oder nicht
Nach den genannten Verfahren lassen sich aber nur Raster mit Rasterwinkeln aufzeichnen, deren Tangens
rational ist so daß nur eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Rasterwinkel erzeugt werden kann. Unter
anderem lassen sich auch nicht die für ein Moire-Minimum erforderlichen Rasterwinkcl von ± 15 Grad realisieren.
eo Aus der DE-OS 25 00 564 ist ein weiteres Verfahren zur elektronischen Rasterung bekannt nach dem Raster
mit Rasterwinkeln, deren Tangens irrational ist aufgezeichnet werden können. Bei diesem Verfahren werden in
Abhängigkeit der momentanen Positionen des Aufzeichnungsorgans auf dem Aufzeichnungsmedium für das
aufzuzeichnende Rastermuster repräsentative Rastermustcrsignale erzeugt und mit dem bei der Vorlagenabtastung
gewonnenen Bildsignal verglichen, wobei durch den Vergleich entschieden wird, ob das Aufzeichnungsmedium
an den momentanen Positionen des Aufzeichnungsorgans als Teil eines Raslcrpunktes belichtet wird oder
nicht
Die aufzuzeichnenden Rastermuster werden dort durch zwcidimcnsionale, mathematische Funktionen simuliert
in welche die gewünschten Rasterwinkel eingerechnet werden, und bei denen die Rastermustersignale die
Funktionswerte und die Ortskoordinaten des Aufzcichnungsorgans die unabhängigen Variablen darstellen. Die
mathematischen Funktionen müssen außerdem noch periodisch, teilbar und für den gesamten Wertebereich der
Ortskoordinaten definiert sein.
Ein Nachteil des bekannten Verfahrens besteht daher insbesondere darin, daß die er/.eugbaren Rastermuster
durch die geringe Zahl geeigneter mathematischer Funktionen beschränkt ist. Im wesentlichen lassen sich nur
kreisförmige oder rechteckförmige Rasterpunkie erzeugen. Zur Verbesserung von Bildschärfe und Druckfähigkeit
von Rasterpunkten ist es aber oft erwünscht, verschiedene Rasterpunktformen zu erzeugen oder die
Rasterpunkte in Teilpunkte zu zerlegen.
Bei dem bekannten Verfahren werden die Rastermusterisgnale mittels eines Funktionsgenerators aus den
Ortskoordinaten und dem gewünschten Rasterwinkel berechnet, in dem die mathematischen Operationen durch
entsprechende Bausteine nachgebildet sind. Mit einem solchen Funktionsgenerator kann erfahrungsgemäß aber
nur eine geringe Stabilität und Genauigkeit der Signalerzeugung erreicht werden, so daß auch der gewünschte
Rasterwinkel nur mit einer begrenzten Genauigkeit eingehalten werden kann. Als Folge solcher Winkelabweichungen
können wiederum störende Moire-Muster auftreten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anordnung zur Herstellung von
gerasterten Druckformen anzugeben, mit denen sich Raster beliebiger Rasterwinkel und von den Rasterwinkeln
unabhängigen, beliebigen Rasterweilen mit hoher Genauigkeit sowie beliebige Rasterpunktformen und/oder
Teilrasterpunkte erzeugen lassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bezüglich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs 1 und
bezüglich der Anordnung durch die Merkmale des Anspruchs 12 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in
den Unteransprüchen angegeben.
F i g. 1 zeigt ein prinzipielles Blockschaltbild eines Farbscanners zur Herstellung von elektronisch gerasterten
und korrigierten Farbauszügen.
Eine Abtasttrommel 1 und eine Aufzeichnungstrommel 2 sind über eine Welle 3 gekoppelt und werden
gemeinsam von einem Motor 4 in Richtung eines Pfeiles 5 angetrieben.
Auf der Abtasttrommel 1 ist eine farbige Vorlage 6 aufgespannt, die von einem Lichtpunkt einer nicht näher
dargestellten Lichtquelle punkt- und zeilenweise abgetastet wird. Bei einer Aufsichts-Vorlage gelangt das
reflektierte und bei einer Durchsichts-Vorlage das durchgelassene, mit dem Bildinhalt der Vorlage 6 helligkeitsmodulierte
Abtastlicht in ein Abtastorgan 7. In dem Abtastorgan 7 werden durch Farbtrennung mittels Farbfilter
und optoelektronische Wandlung des Abtastlichts drei Farbsignale R, G und £?erzeugt, welche die Farbanteile
der abgetasteten Bildpunkte repräsentieren.
Das Abtastorgan 7 wird durch einen Motor 8 und eine Spindel 9 parallel zur Abtasttrommel 1 in Richtung
eines Pfeiles 10 bewegt.
Die analogen Farbsignale R, G, B gelangen vom Abtastorgan 7 über einen nachgeschalteten Verstärker 11 auf
A/D-Wandler 12,13 und 14, in denen sie mittels einer Abtasttaktfolge ΤΛ in digitale Farbsignale R', G'und ß'mit
einer Wortlänge von z. B. 8 Bit umgewandelt werden, wobei jedem Takt der Abtasttaktfolge Ta ein abgetasteter
Bildpunkt zugeordnet ist.
Die Abtasttaktfolge Ta entsteht durch Frequenzteilung in einer Teilerstufe 15 aus einer Taktfolge To, die in
einem mit der Drehbewegung der Trommein gekoppelten Taktgenerator 16 erzeugt wird. Die Abtasttaktfolge
wird den A/D-Wandlern 12,13 und 14 über eine Leitung 17 zugeführt.
Die digitalen Farbsignale R', G' und B' werden in einer digitalen Korrekturschaltung 18 in die korrigierten
Farbauszugssignale Mg, Cy, Ve zur Aufzeichnung der Farbauszüge »Magenta«, »Cyan« und »Gelb« umgeformt.
In der digitalen Korrekturschaltung 18 erfolgt nach den Erfordernissen des Reproduktionsprozesses eine
Färb- und/oder Gradationskorrektur. Eine derartige Korrekturschaltung wird z. B. in der DE-AS 15 97 771
ausführlich beschrieben.
Der Korrekturschaltung 18 kann noch ein Digitalspeicher zur Zwischenspeicherung der Farbauszugssignale
nachgeschaltet sein, um nach der DE-PS 11 93 534 eine Maßstabsänderung zwischen Vorlage und Aufzeichnung
durchzuführen, oder um den Bildinhalt der gesamten Vorlage zu speichern und ihn zeitversetzt oder gegebenenfalls
an einem anderen Ort zur Aufzeichnung abzurufen.
Im Ausführungsbeispiel gelangen die digitalen Farbauszugssignale Mg, Cy, Ye auf einen Farbauszugsschalter
19, mit dem jeweils eines der digitalen Farbauszugssignale zur gerasterten Aufzeichnung eines Farbauszugs
ausgewählt wird.
Die Erfindung ist selbstverständlich auch dann anwendbar, wenn alle Farbauszüge in einem Arbeitsgang
parallel nebeneinander oder seriell am Umfang der Aufzeichnungstrommel 2 aufgezeichnet werden.
Ein Aufzeichnungsorgan 20 bewegt sich mit Hilfe eines weiteren Motors 21 und einer Spindel 22 axial in
Richtung des Pfeiles 10 an der rotierenden Aufzeichnungstrommel 2 entlang. Das Aufzeichnungsorgan 20 nimmt
die punkt- und zeilenweise Belichtung der Rasterpunkte auf ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmedium 23
vor, das auf der Aufzeichnungstrommel 2 angeordnet ist.
Die von dem Aufzeichnungsorgan 20 auf das Aufzeichnungsmedium 23 fokussieren Aufzeichnungsstrahlen
24 erzeugen eine Anzahl von Belichtungspunkten Pn, welche durch die Relativbewegung zwischen Aufzeichnungsorgan
20 und Aufzeichnungstrommel 2 in Umfangsrichtung (Aufzeichnungsrichtung) verlaufende Schreiblinien
25 auch das Aufzeichnungsmedium 23 belichten.
zusammen. Die Form und die Größe eines Raslerpunktes ist von der Länge der Schreiblinien 25 bzw. von der
jeweiligen Einschaltdauer der einzelnen Aufzcichnungsstrahlcn 24 abhängig. Die Aufzcichnungsstrahlen 24 sind
ίο durch Aufzeichnungssignale An, welche dem Aufzeichnungsorgan 20 über Leitungen 27 zugeführt werden, ein-
und ausschaltbar. Ein Ausführungsbeispiel für das Aufzeichnungsorgan 20 ist in F i g. 5 dargestellt.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, die Schreiblinien 25 des Rasterpunktes 26 durch einen einzigen, quer zur
Aufzeichnungsrichtung auslenkbarcn Aufzeichnungsstrahl 24 auf/ubclichtcn.
In diesem Falle wird der Rasterpunkt 26 aus quer zur Aufzeichnungsrichtung verlaufenden Schreiblinicn
is zusammengesetzt. Die Auslenkung des Aufzeichnungsstrahls 24 kann mitten einer elektroakustischcn Ablenkanordnung
erfolgen, wie sie z. B. in der DE-OS 21 07 738 angegeben ist.
Im folgenden sollen die Verfahrensschritte zur Gewinnung der Aufzeichnungssignale An näher erläutert
werden.
Die momentane Ortslage der Belichtungspunkte Pn auf dem Aufzeichnungsmedium 23 ist durch ein gerätebezogenes,
vom Rasterwinkel β unabhängiges U- V-Koordinatensystcm 28 auf der Aufzeichnungstrommel 2 festgelegt,
dessen ίΖ-Achse in Umfangsrichtung der Aufzeichnungstrommel 2 und dessen W-Achse in Vorschubrichtung
des Abtast- und Aufzeichnungsorgans orientiert ist. Das U- ^-Koordinatensystem 28 ist in eine Vielzahl von
Flächenelementen unterteilt, aus denen die aufzuzeichnenden Rasterpunkte aufgebaut werden.
Die Ortslage der Rasterpunkte 26 auf dem Aufzeichnungsmedium 23 ist durch ein Rasternetz 29 in einem
-Y-K-Koordinatensystem 30 vorgegeben, das gegenüber dem U- V-Koordinatensystem 28 um den Rastcrwinkel
β gedreht ist
Das Rasternetz 29 besteht aus einer Vielzahl von periodisch wiederholten Rastermaschen, deren Größe von
der aufzuzeichnenden Rasterweitc abhängt. Zu jeder Rastermaschc gehören entsprechende Flächenelemente,
deren Position im X- K-Koordinatensystem 30 durch Ortskoordinaien-Paarc χ 'und ^'definiert sind.
Für eine von dem Rastcrwinkel und der Rasterweile des aufzuzeichnenden Rasters unabhängige, fiktive Rastermasche oder Matrix ist eine räumliche Funktion R « g (x, y) mit einem auf die Matrix begrenzten Wertebereich vorgegeben, welche die Größe der Rasterpunkte in Abhängigkeit von verschiedenen Bildsignalamplituden (Tonwertstufen) und die Rasierpunktform definiert. In dieser Funktion ist R der Raster-Schwellwert eines Flächenelementes und χ und y sein zugeordnetes Ortskoordinaten-Paar.
Für eine von dem Rastcrwinkel und der Rasterweile des aufzuzeichnenden Rasters unabhängige, fiktive Rastermasche oder Matrix ist eine räumliche Funktion R « g (x, y) mit einem auf die Matrix begrenzten Wertebereich vorgegeben, welche die Größe der Rasterpunkte in Abhängigkeit von verschiedenen Bildsignalamplituden (Tonwertstufen) und die Rasierpunktform definiert. In dieser Funktion ist R der Raster-Schwellwert eines Flächenelementes und χ und y sein zugeordnetes Ortskoordinaten-Paar.
Der Wertebereich der zu der vorgegebenen Funktion gehörigen Ortskoordinaten-Paaren χ und y ist begrenzt
gegenüber dem Wertebereich, der beim Überfahren der gesamten Aufzeichnungsfläche ermittelten Ortskoordinaten-Paare
*'undy'der Flächenelemente bzw. der Belichtungspunkte Pn.
Die räumliche Darstellung der Funktion R - g(x.y) wird auch als »Rasterberg« bezeichnet, dessen Grundfläche
die Matrix ausfüllt und in dem eine in Höhe der momentanen Bildsignal-Amplituden liegende Querschnittsfläche
durch den Rasterberg die Rasterpunktgröße für den durch die momentane Bildsignal-Amplitude repräsentierten
Tonwert der Vorlage angibt.
Während der Reproduktion werden die laufenden x'.y'-Orlskoordinaten der Belichtungspunktc Pn im X-Y-Koordinatensystem
30 ermittelt, auf den begrenzten Wertebercich der x.yOrtskoordinaten der fiktiven Rastermasche
umgerechnet und der durch die Funktion zugeordnete Raster-Schwellenwert aufgerufen. Der Raster-Schwellenwert
wird mit dem Bildsignal verglichen und aus dein Vergleich die Entscheidung abgeleitet, ob das
betreffende Flächenelement im U- K-Koordinatensystem 28 als Teil eines Rasterpunkles aufgezeichnet wird
oder nicht.
Zur Bestimmung der Ortskoordinaten u„; v„ der Belichtungspunktc P1, im U- V-Koordinatensystcm 28 ist die
U- und die K-Achse in Grundschnittc Au und Av eingeteilt. Die Länge der Grundschritle kann auf den Achsen
so unterschiedlich sein.
In einem ersten Verfahrensschritt werden die momentanen Ortskoordinaten u„;v„ der Belichtungspunkte Pn
durch laufendes Zählen oder Aufaddieren der Grundschrittc Au und Δν mit Hilfe zweier Taktfolgen T1, und Tv in
einer Transformationsstufe 31 ermittelt. Die Taktfolge Tu wird durch Frequenzteilung in einer Teilerstufe 32 aus
der Taktfolge T0 des Taktgenerators 16 gewonnen und der Transformationsstufe 31 über eine Leitung
zugeführt Jedem Takt der Taktfolge Tu ist ein Grundschritt Δα zugeordnet. Die Grundschrittlänge kann durch
die Frequenz der Taktfolge Tu geändert und gegebenenfalls an die geforderte Genauigkeit angepaßt werden.
Ein Umfangsimpulsgeber 34, der ebenfalls mit der Aufzeichnungstrommel 2 gekoppelt ist, erzeugt einmal pro
Umdrehung, d. h. nach jedem Vorschubschritt des Abtastorgans 7 und Aufzeichnungsorgans 20 einen Umfangsimpuls
Ty, dem jeweils ein Grundschritt Av zugeordnet ist. Die Umfangsimpulse 7V werden der Transormationsstufe31
fiber eine Leitung 35 zugeführt.
Die Ortskoordinaten U\-, v, für den ersten Belichtungspunkt P\ ergeben sich nach der Gleichung:
Die Ortskoordinaten U\-, v, für den ersten Belichtungspunkt P\ ergeben sich nach der Gleichung:
Ui-Cu· Au
V1-C1-Av, (1)
wobei Au und Avdie Grundschriite im U- V-Koordinatcnsystem 28 und C1, und C- die Anzahl der Takte T1, bzw.
TVbedeutcn.
Die Orlskoordinatenpaare für die anderen Belichtungspunkte lassen sich vorteilhaft aus dem Ortskoordinatenpaar
eines der Belichtungspunkte, z. B. des ersten Belichtungspunktes P\ errechnen. Die Lage der Belichtungspunkte
Pn zueinander kann beliebig sein, im allgemeinen werden die Belichtungspunkte aber auf einer
Geraden liegen.
Zur Erzeugung eines homogenen Dichteverlaufes über die Rasterpunktfläche liegt die Gerade nach Patent
P 26 53 539 unter einem Winkel zur Mantellinie der Aufzeichnungstrommel 2.
In diesem Falle sind die Abstände u* und v* der Belichtur.gspunkic voneinander konstant und nur vom
konstruktiven Aufbau des Aufzcichnungsorgans 20 und dem Abbildungsmaßstab abhängig. Die Ortskoordinaten
o„;v,i der anderen Belichtungspunkte Pn können daher nach den Gleichungen u„ = u\ + (n — \)u* und
v„ = V\ + (n — \)v* berechnet werden.
Häufig liegen die Belichtungspunkte aber direkt auf der Mantellinie der Aufzeichnungstrommel 2, und dann ist
u* = 0.
Da die Funktion R — (x;y) unabhängig vom Rastcrwinkel β und der Rasterweite vorgegeben ist, werden in
einem zweiten Verfahrcnsschrilt inderTranformationsstufc31 laufend die Ortskoordinaten un;v„des U-V-Ortskoordinaiensysierns
28 unter Berücksichtigung des Raslerwinkels/fund der unterschiedlichen Rasterweiten der
aufzuzeichnenden und der fiktiven Rasiermasche in die entsprechenden Ortskoordinaten *'„;j'ndes Λ-V-Koordinatensystems
30 transformiert.
Bei der Transformation wird gleichzeitig der größere Wertebereich der bei der Belichtung der gesamten
Fläche des Aufzeichnungsmediums (23) auftretenden Ortskoordinaten-Paare x'„ und y'„ auf den Wertebereich
der vorgegebenen Funktion R = g(x.y) begrenzt. Dieser Vorgang wird später näher erläutert.
Die Umrechnung derOrtskoordinatcn-Paare in der Transformationsstufe 31 erfolgt nach den Gleichungen:
Xn = Ku ■ Un ■ coSjo1 + K1 · vn ■ sin β — Mx
y„ = -K1, ■ u„ ■ sin/Si" + K, ■ v„ ■ cos/? - Mx (2)
In den Gleichungen (2) sind die Koeffizienten K1, und K1 Maßstabsfaktoren, und die Ausdrücke Mx und Mx
berücksichtigen die Begrenzung der fortlaufenden Ortskoordinaten-Paare x'und y'auf den Wertebereich χ und
yder Funktion/? —g(x. y).
Der Rasterwinkel β und die Maßstabsfaktoren K11 und K1 werden an Programmiereingängen 36 und 36' der
Transformationsstufe 31 voreingestellt.
Ausführungsbeispiele für die Transformationsstufe 31 sind in den F i g. 3 und 4 angegeben.
Ausführungsbeispiele für die Transformationsstufe 31 sind in den F i g. 3 und 4 angegeben.
Die Transformationsstufe 3t ermittelt an ihren Ausgängen für jeden Belichtungspunkt Pn entsprechende
Ortskoordinaten-Paare x„ und/,,.
Die Rasiergeneratoren 37, 38 und 39 erzeugen aus den angebotenen Koordinatenpaaren x„\yn nach der
vorgegebenen Funktion R = g (x; y) entsprechende digitale Raster-Schwellenwerte Rn, die wie die digitalen
Farbauszugssignale ebenfalls eine Wortlänge von 8 Bit aufweisen.
Zum Vergleich der Raster-Schwellenwerte Rn auf den Leitungen 40 mit dem am Farbauswahl-Schalter 19
ausgewählten Farbauszugssignal auf einer Leitung 41 sind digitale Vergleicher 42,43 und 44 vorgesehen.
Diese Vergleicher 42,43 und 44 erzeugen die Aufzeichnungssignale An auf den Leitungen 27, mit denen die
Aufbelichtung der Rasterpunkte 26 auf das Aufzeichnungsmedium 23 gesteuert wird.
Für den Aufbau der Raster-Generatoren 37; 38; 39 bieten sich verschiedene vorteilhafte Möglichkeiten an.
Im Ausführungsbeispiel bestehen die Raster-Generatoren aus Festwertspeichern, in denen jeweils dieselbe
Funktion R = £·(*,·/,/gespeichert ist.
Der Festwertspeicher besteht aus einer Speichermatrix mit z. B. 32 · 32 Speicherzellen für die Raster-Schwellenwerte.
Die Speicherzellen sind durch 32 ^-Adressen (5 Bit) und 32 /Adressen anwählbar. In diesem Falle ist
der x.y-Wertebereich für die Funktion auf »32«, d. h. jeweils auf die Adressen 0 bis 31, begrenzt.
Es wäre auch denkbar, alle Festwertspeicher mit den x.y-Ortskoordinatenwerten eines der Belichtungspunkte
zu adressieren und die unterschiedlichen Raster-Schwellenwerte R für die anderen Belichtungspunkte dadurch
zu gewinnen, daß bei der Programmierung der ein/einen Festwertspeicher die beireffenden, in das X- V-Koordinäiensysiein
30 transformierten Abstände u* und v* der anderen Belichtungspunkte berücksichtigt wird.
Zur Einsparung von Festwertspeichern könnten die verschiedenen .v.y-Ortskoordinatenpaare für die Belichtungspunkte
nacheinander einen einzigen Festwertspeicher im Multiplex-Betrieb adressieren.
Die Rastergeneratoren 37, 38 und 39 könnten auch aus Funktionsgeneratoren aufgebaut sein, welche die
Funktion/? = g(x;y) nachbilden.
In diesem Falle könnte die Funktion vorzugsweise die Form R = g(D ■ χ + E ■ /^aufweisen.
Im Falle, daß der Funktionsgenerator digital arbeitet, könnte die Funktion R «= g(x;y) in einem Speicher
abgelegt sein, an dessen Adressencingängen die Summe (D ■ χ + E ■ y) gelegt wird. Ebenso könnten die
Produkte (D ■ x) und (E ■ y) in einem oder mehreren Speichern abgelegt werden, welche dann direkt durch die eo
jf^-Koordinatenwerte adressierbar sind.
In der Anordnung nach F i g. 1 kann die Vorschubbewegung von Abtastorgan 7 und Aufzeichnungsorgan 20 in
Richtung des Pfeiles 10 schrittweise oder kontinuierlich sein.
Bei einem schrittweisen Vorschub erfolgen Abtastung und Aufzeichnung um die Trommeln auf kreisförmigen
Bildlinien, deren Abstand voneinander einem Vorschubschritt entspricht Bei einem kontinuierlichen Vorschub
dagegen erfolgen Abtastung und Aufzeichnung auf schraubenlinienförmig um die Trommeln verlaufenden
Bildlinien. In diesem Falle ergeben sich bei der Aufzeichnung kleine Fehler, die sich nach einer vorteilhaften
Weiterbildung des Erfindungsgedankens durch Korreklurfaktoren ^S1 · sin ß) bzw. (Sr ■ cos ß\ in den Transfor-
mationsgleidiungen (2) kompensieren lassen, wobei mit »Sy« die Steigungshöhe der Schraubenlinie und mit »ft«
wiederum der Rasterwinkel bezeichnet ist Die Transformationsgleichungen haben dann folgende Form:
x—Ku-u- (cos/ + Sr · sinfl + Kr · ν - sin/?— Mx
y - Ku ■ u ■ (—sin/ + S* ■ cos/S) + Kt ■ ν · cos/— Af, (3)
Zum besseren Verständnis der Rasterpunkt-Aufzeichnung zeigt Fig. 2 einen vergrößerten Ausschritt des
Aufzeichnungsmediums 23 mit dem gerätebezogenen tA V-Koordinatensystem 28 (!/-Richtung = Aufzeichnungsrichtung)
und mit dem aufzuzeichnenden gedrehten Rasternetz 29. zu dem das X- V-Koordinatcnsystem 30
orientiert ist, wobei die Koordinatensystemeden Rasterwinkel/^einschließen.
Die Rastermasche 47 des gedrehten Rasternetzes 29 mit dem Rasterpunkt 26 stellt gewissermaßen die
Grundstruktur des Rastermusters dar, das sich periodisch in X- und K-R ich tu ng über die gesamte Aufzeichnungsfläche
fortsetzt
Der Rasterpunkt 26 setzt sich aus einer Anzahl nebeneinanderliegendcr und in Aufzeichnungsrichtung verlaufender
Schreiblinien 25 zusammen. Jede Schreiblinie 25 wird aus einzelnen Ftichenelementcn 48 aufgebaut, die
durch Ortskoordinaten-Paare υ und ν bzw. Ar'undy'definiert sind.
Außerdem ist eine fiktive Rastermasche oder Matrix 49 angedeutet, die sich aus einer Anzahl von Matrixelementen
50 zusammensetzt jedem Matrixelement 50 ist ein Raster-Schwellwert R und ein entsprechendes
Koordinaten-Paar χ und y zugeordnet wobei der Wertebereich der Koordinaten-Paare χ und y jedoch auf die
Matrix 49 beschränkt ist
Während der Aufzeichnung wird für jedes Flächenelement 48 innerhalb einer Rastermasche 49, das momentan
von einem Belichtungspunkt überfahren wird, nach den Gleichungen (2) dasjenige Matrixelement 50 festgestellt
dessen Lage innerhalb der Matrix 49 der Lage des Flächenclementes 48 innerhalb seiner zugehörigen
Rastermasche 47 entspricht und der dem festgestellten Matrixelement 50 zugeordnete Raster-Schwellwert R
aufgerufen und mit dem Bildsignal verglichen, um die Aufzeichnungssignalc zu erhalten.
Für die Bildsignal-Gewinnung ergeben sich verschiedene Möglichkeiten.
Im Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 erzeugt das Aufzeichnungsorgan 20, das in der F i g. 2 nur angedeutet ist,
mehrere, z. B. drei Aufzeichnungsstrahlen 24 und damit auch mehrere ncbeneinanderliegende Belichtungspunkte
Pn, welche gleichzeitig während einer Umdrehung der Aufzeichnungstrommel 2 eine entsprechende Anzahl
von Schreiblinien 25 aufbelichten.
Sind drei Belichtungspunkte P\ bis Pj, wie in F i g. 2 dargestellt, vorhanden, und besteht der Rasterpunkt 26 aus
sechs Schreiblinien 25, ist der Rasterpunkt 26 nach zwei Trommclumdrehungen bzw. Vorschubschritten vom
Abtastorgan 7 und Aufzeichnungsorgan 20 aufbelichtet. In diesem Falle stehen für alle Schreiblinien 25 des
Rasterpunktes 26 nur zwei von nebeneinander liegenden Bildlinien 51 abgetastete Bildinformationen der Vorlage
6 zur Verfügung. Die Genauigkeit der Aufzeichnung kann gesteigert werden, wenn für jede Schreiblinie 25
eine von einer ortsmäßig zugeordneten Bildlinie 51 gewonnene Bildinformation zur Verfügung steht.
Dies kann in vorteilhafter Weise nach dem Patent P 26 58 502 dadurch erreicht werden, daß in der Vorlage 6
eine Vielzahl von in V-Richtung des (7-V-Koordinatensystems 28 ncbeneinanderliegende Bildpunktc gleichzeitig
abgetastet werden und daß jeweils das Bildsignal desjenigen Bildpunktes zur Steuerung des Aufzeichnungsorgans ausgewählt wird, dessen Ortslage auf der Vorlage 6 mit der gerade aufzuzeichnenden Schreiblinie 25
übereinstimmt
Das Aufzeichnungsorgan 20 kann aber auch nur einen Aufzeichnungsstrahl 24 und damit auch nur gleichzeitig
einen Belichtungspunkt P\ auf dem Aufzeichnungsmedium 23 erzeugen. In diesem Falle wird jeweils eine
Schreiblinie 25 pro Umdrehung der Aufzeichnungstrommel 2 aufbelichtet, wobei Abtastorgan 7 und Aufzeichnungsorgan
20 nach jeder Umdrehung einen Vorschubschrill um eine Schrciblinienbreite ausführen. Dadurch
wird für jede Schreiblinie 25 des Rasterpunktes 26 eine Bildinformation von einer in V-Richtung ortsmäßig
zugeordneten Bildlinie 51 der Vorlage 6 gewonnen. Dieses Verfahren ist zwar sehr genau, aber arbeitet sehr
langsam.
so Die Abstände der Bildpunkte auf einer Bildlinie 51 sind z. B. so gewählt, daß in LZ-Richtung pro Rasterpunkt 26
ein Bildpunkt abgetastet wird. Da jedem Takt der Abtasttaktfolge ΤΛ ein Bildpunkt zugeordnet ist, kann ihr
Abstand voneinander durch Frequenzänderung der Abtasttaklfolge ΤΛ eingestellt werden. Auf der Skala 52 sind
die entsprechenden Takte der Abtasttaktfolge Τλ angedeutet.
Es ist selbstverständlich auch möglich, pro Rasterpunkt 26 mehrere Bildpunkte in Umfangsrichtung abzutasten.
Fig.3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Transformationsstufe 31, in der die laufenden u,-v-Ortskoordinaten
des U- V-Koordinatensystems 28 durch Zählung der Grunschritte Au und /Jv ermittelt und nach Gleichung (2) in
die Koordinaten x„;y„ zur Ansteuerung der Rastergeneratoren 37,38 und 39 umgerechnet werden.
Die Werte Ku ■ Ju und K1 ■ Jvsowie cos/und sin /sind in Speicherregistern 53 bis 56 abgelegt.
Die Takte T11 und 7V auf den Leitungen 33 und 35 werden in Zählern 57 und 58 gezählt. Die Zählerstände
entsprechen den Faktoren C1, und C Entsprechend den Gleichungen (2) werden die Faktoren in den Multiplizierstufen
59—62 multipliziert und die Produkte anschließend in den Addierstufen 63 und 64 aufaddiert. Das
Ergebnis sind die laufenden Ortskoordinaten x'wy'\ für den ersten Helichtungspunkt P\ als32-Bit-!nformation.
jeweils 5-Bit-lnformationen anwählbar sind, werden die errechneten Ortskoordinaten x'w y\ (32 Bit) auf den
eingeschränkten X\-j\-Adressenbereich von 0—31 (5 Bit) nach der Beziehung X1 « x\ mod. 32 bzw. yx = y\
mod. 32 in den Stufen 65 und 66 umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt durch Abstreifen der höherwertigen Bits.
Die weiteren Adressenpaare xn\yn für die anderen Belichtungspunkts P1, werden durch Addieren der Werte
(n — \)x* und (n — Ij[K* zu den errechneten Ortskoordinaten x't und y\ in den Addierstufen 67—70 und durch
Abstreifen von Bits in den Stufen 71—74 ermittelt. Die Werte Jf* und y* werden aus den vorgegebenen
Abständen u* und v* der Belichtungspunkte P11 errechnet.
Selbstverständlich können die Adressenpaare x„\y„ für die anderen Belichtungspunkte Pn auch durch Addieren
der Werte (n — \)u* und (n - \)v* zu den Ortskoordinaten ui und v, des ersten Belichtungspunktes Px und
anschließende Transformation ermittelt werden.
F i g. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Transformationsstufe 31, in der die Ortskoordinaten u„;v„
der Belichtungspunkte Pn durch Aufaddition der Grundschritte u und ν ermittelt werden.
Die Werte K11-Jw cos,?, K11-Ju- sin,?. K1 ■ Av ■ ύηβ und Ky ■ Av · cos/? der Gleichung (27) sind in
Speicherregistern 75—78 abgelegt.
Zur Aufaddition dieser Werte sind die Speicherregisler 75—78 jeweils mit den ersten Eingängen von Addierstufen
79—82 verbunden. Den Addierstufen 79—82 sind weitere Speicherregister 83-86 nachgeschaltet, deren
Ausgänge jeweils an die zweiten Eingänge der zugeordneten Addierstufen 79—82 zurückgeführt sind Die
Übernahme der Additionsergebnisse in die Speicherregister 83—86 wird durch die Taktfolgen T„ und 7"v auf den
Leitungen 33 und 35 gesteuert
Die Wirkungsweise der Addierstufe 79 zusammen mit dem Speicherregister 83 ist folgendermaßen. Angenommen,
der Inhalt des Speicherregisters 83 ist Null, dann ist auch der Summand am zweiten Eingang der
Addierstufe 79 Null. Mit dem ersten Takt der Taktfolge Tu auf der Leitung 33 wird daher der Wert
Ku-Au- cos/?in das Speicherregister 83 übernommen. Dieser Wert wird an den zweiten Eingang der Addierstufe
79 zurückgeführt und dort aufaddiert, so daß mit dem zweiten Takt der Taktfolge Tu der Wert
2KuAu- cos^in das Speicherregister 83 übernommen wird.
Die Inhalte der Speicherregister 83 und 84 werden in einer Addierstufe 87 und die der Speicherregister 85 und
86 in einer weiteren Addierstufe 88 aufsummiert. Die Ergebnisse sind die Ortskoordinaten x\ und y\ für den
ersten Belichtungspunkt Pi, die durch Abstreifen in den Stufen 89 und 90 in das Ortskoordinatenpaar x\\y\
umgeformt werden.
Die Ermittlung der Ortskoordinatenpaare x„\y„ für die anderen Belichtungspunkte Pn erfolgt, wie bereits in
F i g. 3 beschrieben, mittels der Addierstufen 91—94 und mittels der Stufen 95—518.
Die Ermittlung der Ortskoordinatenpaarc für die anderen Belichtungspunkte Pn kann auch aus den bekannten
Werten u* bzw. v* oder aber auch durch eine geeignete Voreinstellung der Speicherregister 83—86 erfolgen.
Ein Lasergenerator 101 erzeugt einen polarisierten Lichtstrahl 102, der nacheinander drei teildurchlässige
Spiegel 103 passiert. Dabei werden aus dem Lichtstrahl 102 die Aufzeichnungsstrahlen 24 ausgespiegelt und
durch Justieren der Spiegel 103 auf das Aufzeichnungsmedium 23 gelenkt. In dem Strahlengang der Aufzeichnungsstrahlen
24 sind jeweils ein Drehkristall 105, ein Polarisationsfilter 106 und ein Objektiv 107 angeordnet.
Bei nicht erregten Drehkristallen 105 sind die Polarisationsebene!! der Polarisationsfilter 106 um genau 90°
gegenüber der Polarisationsebene der Aufzeichnungsstrahlen 24 gedreht, so daß diese ausgeschaltet sind.
Durch eine Steuerspannung zwischen Steuerelektrode 108 und Gegenelektrode 109, die auf Massepotential
liegt, entsteht in einem Drehkristall 105 ein elektrisches Feld. Das elektrische Feld dreht die Polarisationsebene
des Aufzeichnungsstrahls 24 derart, daß dieser nicht mehr unter dem Sperrwinkel auf das nachgeschaltete
Polarisationsfilter 106 fällt, wodurch der Aufzeichnungsstrahl 24 eingeschaltet wird.
Die Drehkristalle 105 werden somit als Lichtschalter verwendet, die durch die digitalen Aufzeichnungssignale
An auf den Leitungen 27 ein- und ausgeschaltet werden. Die Aufzeichnungssigmale A„ werden über Verstärker
110 in die Steuerspannungen für die Drehkristalle 105 umgesetzt.
Anstelle des Spiegclsystems könnte für jeden Aufzeichnungsstrahl 24 auch ein separater Lasergenerator 101
vorhanden sein. Die aus den Polarisationsfiltern 106 austretenden Aufzeichnungsstrahlen 24 könnten auch über
Lichtleitfasern auf das Aufzeichnungsmedium 23 fokussiert werden.
In einer Ausführungsvariante kann das Aufzeichnungsorgan 20 auch aus einer Leuchtdioden-Zeile bestehen,
wobei jede einzelne Leuchtdiode durch ein Aufzcichnungssignal An ansteuerbar ist.
Das Verfahren ist auch dann anwendbar, wenn die Rasterpunkte mittels einer anderen Strahlungsquelle auf
einem entsprechenden strahlungsempfindlichen Medium aufgezeichnet werden.
Claims (12)
1. Verfahren zur Hersteilung gerasterter Druckformen mit Rastern beliebiger Rasterwinkel und Rasterweiten
von Vorlagen mittels eines relativ über ein Aufzeichnungsmedium bewegten Aufzeichnungsorgans,
bei dem ein Raster aus einer Vielzahl von periodisch wiederholten Rastermaschen besteht, in denen in
Abhängigkeit von den Tonwerten der Vorlagen unterschiedlich große Rasterpunkte aufgezeichnet werden
und bei dem das Aufzeichnungsmedium in eine Vielzahl von in Aufzeichnungsrichtung des Aufzeichnungsorgans
ausgerichteten Flächenelementen unterteilt ist und die Rasterpunkte innerhalb der Rastermaschen aus
vom Aufzeichnungsorgan aufgezeichneten. Flächenclcmcnten zusammengesetzt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß
a) eine Matrix (49) mit einer Anzahl von Matrixelementen (50) erzeugt und den einzelnen Matrixelementen
(50) Tonwerte darstellende Raster-Schwellwerte (R) zugeordnet werden, welche die periodische Grundstruktur
einer Rastermasche (47) des Rasters repräsentieren,
b) für jedes Flächenelement (48) des Aufzeichnungsmediums (23) innerhalb einer Rastcrmasche (47) dasjenige
Matrixelement (SO) festgestellt wird, dessen Lage innerhalb der Matrin (49) der Lage des Flächenelemsntes
(48) innerhalb der betreffenden Raslermasche (47) entspricht, und
c/ der dem festgestellten Matrixelement (SO) zugeordnete Raster-Schwellwert (R) aufgerufen wird, wobei
durch einen Signalvergleich zwischen dem die Tonwerte der Vorlagen repräsentierenden Bildsignal und
den aufgerufenen Raster-Schwellwerten (R) entschieden wird, ob das Flächenelement (48) als Teil eines
Rasterpunktes (26) innerhalb der betreffenden Rastermasche (47) aufgezeichnet wird oder nicht
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die Lage der Matrixelemente (50) innerhalb der Matrix (49) durch Koordinaten·Paare (x, y) definiert
wird,
b) die Ortskoordinaten-Paare (u, ^ der vom Aufzeichnungso-gat: (20) überfahrencn Flächenelemente (48)
in einem in Aufzeichnungsrichtung orientierten, orthogonalen U- ^-Koordinatensystem (28) festgestellt
werden,
c) aus den Ortskoordinaten-Paaren (u, v^der Flächenelemente (48) im U- ^-Koordinatensystem (28) die die
Lage der Flächenelemente (48) innerhalb der Rastcrmasche (47) des aufzuzeichnenden Rasters bestimmenden
Ortskoordinaten-Paarc (x\ y') in einem orthogonalen X-V-Koordinatensystem (30) ermittelt
werden, welches in Richtung des aufzuzeichnenden Rasters ausgerichtet ist und mit dem L/- V-Koordinatensystem
(28)den Rasterwinkel {ß) des aufzuzeichnenden Rasters einschließt, und
d) die Ortskoordinaten-Paare (V, y') der Flächenelemente (48) im Af-V-Koordinatensystem (30) in die
Koordinaten-Paare (x. y) derjenigen Matrixelemente (50) umgewandelt werden, deren Lage innerhalb
der Matrix (49) der Lage der betreffenden Flächenelemente (48) innerhalb der Rastermaschen (47)
entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die Ermittlung der Ortskoordinaten-Paarc (V,y')der Flächenelemente (48) im X-V-Koordinatensystem
(30) aus den Ortskoordinaten-Paaren (u, v^des U- V-Koordinatensystems (28) nach den Gleichungen:
x' — Ku ■ u ■ cosy^ + Ky · ν · sin/?
y' - -Ku- u- sin β + Kv ■ ν ■ cos β
erfolgt, in denen »ß« der Rasterwinkel sowie »K„« und »K*« Maßstabsfaktoren sind, und
b) die Umwandlung der Ortskoordinaten-Paare (x\ y') der Flächenelemente (48) im X-y-Koordinatensystem
(30) in die entsprechenden Koordinaten-Paare (x. y) der Matrixelemente (50) durch Modulo-Bildung
nach den Gleichungen:
χ - jr'modxo
y- y'modyo
erfolgt, in denen r/Xo« und »jo« jeweils die Anzahl der Matrixelemente (50) in beiden Richtungen des
X- K-Koordinatensystems (30) darstellen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwandlung der Ortskoordinaten-Paare
digital erfolgt und die Modulo-Bildung durch Abstreifen höhcrwcrtiger Bits der digitalen Ortskoordinaten-Paare
(x\y')des X- V-Koordinatensysteins (30) durchgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ortskoordinaten-Paare (u, v^der Flächenelemente
(48) im U- V-Koordinatensystcm (28) durch Zählen von Grundschritten (Au, Jv) ermittelt werden,
welche den Ausdehnungen eines Flächcnclcmentes (48) im U- K-Koordinatcnsysiem (28) entsprechen.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gckennzxichnei, daß die Orlskoordinaten-Paarc (u, v^dcr Flächenelemente
(48) im U- V-Koordinatensyslein (28) durch fortlaufende Aufaddition von Grundschrilten (Ju, Jv)
ermittelt werden, welche den Ausdehnungen eines Flächenelemente* (48) im U- V-Koordinatensystem (28)
entsprechen.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
a) konstante Beträge (Dk, Dy) nach den Gleichungen:
D1 -K11-Au- cos/? + K, ■ Av ■ sin/?
Dy « —AC« · Au ■ sin β +Kv-Av- sin/?
gebildet werden, in denen »Au« und »Av« den Ausdehnungen eines Flächenelementes (48) im U- V-Koordinatensystem
(48) entsprechen und in denen »/?« der Rasterwinkel sowie »K^ und »Kv« Maßstabsfaktoren
sind, und
b) die Ortskoordinaten-Paare (x'. y') jedes folgenden Flächenelementes (n + 1) im X-V-Koordinatensystem
(30) durch Aufaddieren der konstanten Beträge (D,. Dy) zu den Ortskoordinaten-Paaren (x't y') des
vorangegangenen Flächenelementes (n) nach den Beziehungen:
x'(„ + i) - x'n + Dx
y'(n ti)-/»+ Dv
ermittelt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Raster-Schwellwerte (R),
die den einzelnen Matrixelementen (50) der Matrix (49) zugeordnet sind, durch die Koordinaten-Paare (x, y)
der zugehörigen Matrixelemente (50) adressierbar gespeichert sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die Flächenelemente (48) eine Anzahl von Zeilen gleichzeitig mittels einer entsprechenden Anzahl von
Aufzeichnungselementen des Aufzeichnungsorgans (20) aufgezeichnet werden, die durch einzelne Auf-Zeichnungssignale
f/tyseparat gesteuert werden, und
b) die einzelnen Aufzeichnungssignale (A) für die Aufzeichnungselemente des Aufzeichnungsorgans (20)
jeweils durch Vergleich der für die einzelnen Flächenelemente (48) repräsentativen Raster-Schwellwerte
(R) mit dem Bildsignal gewonnen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die für die einzelnen Flächenelemente (48)
repräsentativen Raster-Schwellwerte (R) im Zeitmultiplex-Verfahren für den Vergleich mit dem Bildsignal
bereitgestellt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ortskoordinaten-Paare aller
gleichzeitig aufzuzeichnenden Flächenelemente (48) jeweils durch Addition von konstanten Beträgen zu dem
ermittelten Ortskoordinaten-Paar eines der Flächenelemente (48) gewonnen werden, wobei die konstanten
Beträge jeweils die entsprechenden Abstände der Flächenelemente von dem einen Flächenelement darstellen.
12. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus
a) einem optoelektrischen Abtastorgar zur Gewinnung eines Bildsignals durch punkt- und zeilenweise
Abtastung einer Vorlage,
b) einem Aufzeichnungsorgan zur Aufzeichnung von Rasterpunkten auf einem Aufzeichnungsmedium,
wobei das Aufzeichnungsorgan durch ein Aufzeichnungssignal steuerbar ist und sich relativ zum Aufzeichnungsmedium
bewegt, so
c) einer Koordinatenerfassungs-Einrichtung zur laufenden Ermittlung der Ortskoordinaten-Paare von
momentan vom Aufzeichnungsorgan überfahrenen Flächenelementen des Aufzeichnungsmediums in
einem orthogonalen und in Aufzeichnungsrichtung orientierten Koordinatensystem,
d) einem mit der Koordinatenerfassungs· Einrichtung verbundenen Raster-Generator zur Erzeugung von
für die überfahrenen Flächenelemente repräsentativen Raster-Schwellwerten, und aus
e) einer mit dem Abtastorgan und dem Raster-Generator verbundenen Vergleichsstufe zur Erzeugung des
Aufzeichnungssignals durch Vergleich von Bildsignalen und Raster-Schwellwerten,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rastergenerator folgende Komponenten aufweist:
f) eine mit der Vergleichsstufe (42,43,44) verbundene Speichereinrich tung (37,38,39) für Raster-Schwellwerte,
in der jedem Speicherplatz ein Matrixelement (50) der Matrix (49) entspricht, auf dem der dem ω
betreffenden Matrixelement (50) zugeordnete Raster-Schwellwert adressierbar gespeichert ist, und
g) eine an die Koordinatenerfassungs-Einrichtung (16, 32, 34) und die Speichereinrichtung (37, 38, 39)
angeschlossene Koordinatentransformations-Einrichtung (31) zur Umwandlung der in der Koordinatenerfassungs-Einrichtung
(16, 32, 34) ermittelten Ortskoordinaten-Paare (u. i^der Flächenelemente (48)
der vom AufzcK-hnungsorgan (20) überfahrenen Flächenelemente (48) im U- V-Koordinatensystem (28)
in die entsprechenden Ortskoordinaten-Paare (x1, y') der Flächenelemente (48) in einem orthogonalen
^-^-Koordinatensystem (30), welches in Richtung des Rasters ausgerichtet ist und mit dem U-V-Koordinatensystem
(28) den Rasterwinkel (//) einschließt, und zur Erzeugung der Adressen derjenige»
cherplätze der Speichereinrichtung (37,38,39). auf denen die für die überfahrenen Flächenelemente (48)
repräsentativen Raster-Schwellwcrt gespeichert sind.
Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der elektronischen Reproduktionstechnik und betrifft ein Verfahren
ίο zur Herstellung von gerasterten Farbauszügen und Druckformen für den Mehrfarbendruck mit Rastern beliebiger
Rasterwinkel und Rasterweiten sowie eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens bei einem Farbscanner.
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