DE280305C - - Google Patents

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DE280305C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D113/00Machines for making shoes with out-turned flanges of the uppers or for making moccasins

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 280305 KLASSE 71 c. GRUPPE
TOMAS BATA in ZLIN, Mähren.
Oberlederrande.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1913 ab.
Die Erfindung betrifft Aufzwickrrmschinen für Schuhwerk derjenigen Art, hei welchem das Oberleder nicht über den Rand der Sohle überzogen, sondern am oberen Rande der Sohle angenäht wird, wie dies besonders z. B. bei der Herstellung von biegsamen Sandalschuhen üblich, ist. Die bisher zu diesem Zwecke verwendeten Maschinen weisen einen Schubbacken und einen festen Backen auf, die mit Platten
ίο versehen sind, zwischen welchen das Aufzwicken stattfindet. Der Schubbacken soll dabei das Leder auch anziehen und erhält zu diesem Zwecke eine kombinierte Bewegung, wodurch die Arbeit verlangsamt und die Leistung der Maschinen verringert wird. Die zum darauffolgenden Annähen nötige Falte am Oberleder muß dagegen nachträglich durch Handarbeit hergestellt werden.
Die Maschine nach der Erfindung arbeitet sehr schnell, weil der Schubbacken eine einfache Hin- und Herbewegung erhält, wobei der Arbeitsschub unter Federwirkung stattfindet, und dabei bildet die Maschine beim Aufzwicken auch schon die Falte, so daß das nachherige Faltenbilden durch Handarbeit entfällt. Das. Faltenbilden wird dadurch erreicht, daß der feste Stützbacken am Arbeitsende schräg abgeschnitten ist. Dabei bewegt sich der Schubbacken unter einem mäßig stumpfen, vom rechten Winkel nur um einige Grade abweichenden Winkel zum Stützbacken, wodurch ein selbsttätiges Anziehen des Oberleders und Sicherung gegen das Entschlüpfen des Schuhes aus der Arbeitslage erreicht wird, ohne daß zu diesem Zwecke der Schubbacken eine kornbinierte Bahn durchzulaufen hätte. Sowohl der Stützbacken als auch der Schubbacken können mit drehbaren, gegebenenfalls zwangläufig gedrehten Rollen ausgestattet werden, um den Vorschub des Schuhes zu erleichtern.
Die Maschine nach der Erfindung ist in einigen Ausführungsbeispielen in der Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Maschine in Seitenansicht, Fig. 2 in Stirnansicht, und Fig. 3 in wagerechtem Schnitt. Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform in Seitenansicht. Fig. 5, 6 und 7 veranschaulichen eine Ausführungsform mit Rollen in drei Ansichten. Fig. 8 zeigt schematisch die Wir- ■ kungsweise der Maschine.
Die Maschine besitzt einen Schubbacken b, der eine wagerechte Hin- und Herbewegung erhält, und einen festen Stützbacken a, der von der senkrechten Richtung ein wenig nach dem Schubbacken zu abgebogen und an seinem Arbeitsende abgerundet und schräg abgeschnitten ist. Der Stützbacken ist mittels in Schlitzen geführter Schrauben am Maschinenrahmen c befestigt, so daß seine Höhenlage regelbar ist, während der Schubbacken am Maschinenrahmen in geeigneten Führungen geführt wird.
Die Hin- und Herbewegung wird dem Schubbacken b von der Antriebswelle 1 auf beliebige geeignete Weise mitgeteilt. Nach der Ausführungsweise Fig. 1 sitzt auf der Welle 1 ein Exzenter 2, das mittels der Rolle 3 eine am Maschinenrahmen c senkrecht verschiebbare

Claims (5)

Stange 4 bei jeder Umdrehung nach unten drückt, während die Rückbewegung nach oben unter Einwirkung der Feder 5 stattfindet. Die Stange 4 drückt mittels der Rolle 6 gegen einen schräg abgeschnittenen Vorsprung 7 des Schubbackens b, so daß bei jeder Bewegung der Stange 4 nach unten der Schubbacken b von dem Stützbacken α unter Zusammendrücken der Feder 8 entfernt wird, während der Arbeitsschub des Schubbackens b unter Wirkung der zusammengedrückten Feder 8 stattfindet. Nach der Ausführungsform Fig. 4 sitzt auf der Welle eine Daumenscheibe 9, die einen am Maschinenrahmen um eine lotrechte Achse drehbaren zweiarmigen, unter Wirkung der Feder 11 stehenden Hebel 10 betätigt, der mittels im Schlitze 12 geführten Bolzens mit dem Schubbacken b verbunden ist. Durch Drehung der Daumenscheibe 9 wird der Schubbacken b vom Stützbacken α entfernt, während der Arbeitsschub unter Einwirkung der Feder 11 stattfindet. Die Antriebswelle 1 ist mit der Riemenscheibe 14 mittels einer Reibungskupplung verbunden, deren Vollkegel 15 auf der Welle 1 mittels Feder und Nut sitzt und durch Feder gegen die den Hohlkegel bildende Riemenscheibe gedrückt wird. Die Einrückung der Kupplung verhindert jedoch der am oberen Ende einer am Maschinenrahmen lotrecht verschiebbar geführten und mittels Feder nach oben gedrückten Stange 16 sitzende Kegel 16', der sich gegen die mit dem Vollkegel 15 fest verbundene Daumenscheibe 15' stützt und dadurch die Kupplung ausgerückt hält. Soll die Maschine in Betrieb gesetzt werden, so muß die Stange 16 mittels Druckes auf ein Pedal vom Arbeiter nach unten gezogen und in dieser Lage gehalten werden. Sobald dieser Druck aufhört, geht die Stange 16 nach oben und rückt die Kupplung auseinander, wodurch die Maschine zum Stillstehen gebracht wird. Wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, wird die am oberen Rande mit Gummi oder dergleichen Klebstoffe beschmierte Sohle d und das am Leisten e gespannte Oberleder f in die Maschine derart eingeführt, daß der aufzunähende Rand des Oberleders zwischen dem Arbeitsende des Stützbackens α und der Sohle d liegt, wobei die schräg abgeschnittene und abgerundete Kante des Stützbackens α die Falte im Oberleder bildet. In dieser Lage wird nun die Maschine durch einen Fußtritt des Arbeiters am Pedal angelassen. Der Schubbacken b führt in kurzen Zeitabschnitten federnde Schläge auf den unteren Rand der Sohle d oberhalb des abgespaltenen Sohlenrandes d' aus, wobei der Schuh fortwährend fortgeschoben wird, bis durch Anklopfen das Oberleder seinem ganzen Umrisse nach zu der Sohle festgeklebt und gleichzeitig auch die Falte im Oberleder gebildet wird, so daß danach zum Annähen geschritten werden kann. Um das Vorschieben des Schuhes zu erleichtern, können sowohl der Stützbacken a! als auch der Schubbacken V mit Rollen 17, 18 versehen sein, die entweder frei drehbar sind oder zwangläufig, z. B. mittels Schnürenübersetzung, gedreht werden. Die Rolle 18 des Stützbackens ist schräg abgeschnitten, so daß sie in der beschriebenen Weise die Falte am Oberleder bildet. P Λ T E N T - A N S P R Ü C H E:
1. Aufzwickmaschine zur Herstellung von Schuhwerk mit auswärts gewendetem Oberlederrande, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsende des Stützbackens (a) abgerundet ist, um das fortschreitende Bilden der Falte im Oberleder zu erleichtern, und daß»sich der Schubbacken (b) unter einem mäßig stumpfen, vom rechten Winkel nur um einige Grade abweichenden Winkel zum Arbeitsende des festen Stützbackens (a) bewegt, so daß der Schuh beim Aufzwicken gegen Schlüpfen aus der Arbeitslage gesichert wird.
2. Aufzwickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeite- go schub des Schubbackens (δ) unter Federwirkung (8, 11) stattfindet.
- 3. . Aufzwickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützbacken («') am Arbeitsende mit einer drehbaren, schräg abgeschnittenen Rolle (18) versehen ist, die die Falte im Oberleder bildet.
4. Aufzwickmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle (18) zwangläufig gedreht wird, um den Vorschub des Schuhes beim Aufzwicken zu fördern.
5. Aufzwickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schubbacken (b') am Arbeitsende mit einer drehbaren Rolle (17) versehen ist, um den Vorschub des Schuhes beim Aufzwicken zu erleichtern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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