DE280283C - - Google Patents

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DE280283C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B33/00Severing cooled glass
    • C03B33/09Severing cooled glass by thermal shock
    • C03B33/095Tubes, rods or hollow products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 280283 KLASSE 32 a. GRUPPE
ADOLF WAGNER in ST. INGBERT.
Die in der Glasindustrie in großer Menge gebrauchten Sprengeisen zum Sprengen der eben geblasenen Glaskörper werden, um sie auf den zum Sprengen notwendigen Temperaturgrad (Glühhitze) zu bringen, in die Flammräume der in der Glashütte, sei es zum Schmelzen, sei es zum Anwärmen von Glas, gebrauchten Öfen durch besondere Löcher gesteckt, so daß sie der Einwirkung der Flamme und somit
ίο außerordentlich starker Abnutzung ausgesetzt sind. Dazu kommt noch, daß sie die Öfen durch den sich von ihnen ablösenden Zunder oder Hammerschlag stark verunreinigen. Namentlich die bei der Tafelglasfabrikation gebrauchten ziemlich langen Sprengeisen, die größtenteils in den Trommelöfen angewärmt werden, bereiten in dieser Beziehung Schwierigkeiten, ganz abgesehen davon, daß es kaum möglich ist, sie auf die bisherige Weise gleich-
ao mäßig zu erwärmen^ was zur Folge hat, daß nicht nur ihre Sprengfähigkeit ungleichmäßig
' ist, sondern auch die Abnutzung außerordentlich ungleich vor sich geht und dadurch die Stäbe bald unbrauchbar werden.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist demgegenüber eine Einrichtung an den Öfen, an welchen die Sprengeisen erwärmt werden, die es ermöglicht, die Eisen, ohne sie von der Stichflamme im Ofen berühren zu lassen, gut und dabei gleichmäßig zu erwärmen und damit sowohl die Güte der Arbeit zu verbessern, als auch die Dauer der Sprengeisen auf das Dreifache zu vergrößern. Dazu kommt noch, daß der Zunder oder Hammerschlag nicht mehr eine Verunreinigung der Öfen bildet, auf deren Mauerwerk er zerstörend wirkt, auch seiner-45
seits nicht verunreinigt wird, vielmehr als weiter verwendbares Nebenprodukt gewonnen werden kann, und daß, da die bisher in der Ofenwandung für das Einführen der Sprengstäbe erforderlichen Öffnungen fortfallen, auch eine Quelle der Abkühlung und Störung des Ofenganges in Fortfall kommt, was in weiterer Folge eine Ersparnis an Brennmaterial zur Folge hat.
Zum Erhitzen der Glasbläserpfeifen (zwecks Reinigung von den Glasresten oder Nabeln) hat man bereits in Wannenofen frei in den Oferiraum hineinragende, an ihrer Unterseite durch die flüssige Glasmasse abgeschlossene Muffeln eingebaut, in denen die Pfeifen ohne Berührung mit der Flamme erhitzt werden. Einesteils verhindern aber diese Muffeln die Verunreinigung der Glasmasse durch Eisenoxyd nicht, andernteils sind sie auch für Sprengeisen nicht brauchbar, weil sie nicht im Mauerwerk liegen und somit keine genügend gleichmäßige Erhitzung der Sprengeisenlänge ergeben würden.
Auf der Zeichnung ist die Einrichtung an einem sogenannten Trommelofen dargestellt, von dem
Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 ein Querschnitt,
Fig. 3 ein wagerechter Achsenschnitt und Fig. 4 ein senkrechter Längsschnitt ist.
Fig. 5 und 6 sind Querschnitt und Längsschnitt durch ein bei der neuen Einrichtung zur Anwendung gebrachtes Muffelrohr, und
Fig. 7 ist ein Sprengeisen in der «Ansicht.
Der zum Fertigmachen der Glaswalze dienende Trommelofen mit seinem wagerechten
70

Claims (2)

Arbeits- oder Flammraum besaß bisher zur Einführung der Sprengeisen e eine punktiert dargestellte Öffnung α im Mauerwerk. Die in dem Ofen in der Richtung der Pfeile sich fortbewegenden Flammen trafen daher die eingeführten Sprengeisen unmittelbar und mußten sie natürlich an der Stelle am meisten erhitzen, gegen welche die Flamme am steilsten gerichtet war. Dazu kam, daß an dieser Stelle gerade ίο Luft von außen durch die öffnung α eintrat, wodurch besonders starke Oxydation des Eisens und rasche Zerstörung erfolgte. Statt dieser Einführungsöffnung besteht die neue Einrichtung in einer Anzahl aus feuerfestem Material bestehender Röhren b, die in das Ofenmauerwerk, beispielsweise in die Ofensohle so eingemauert sind, daß sie von der Flamme bestrichen werden, wodurch sie dauernd in glühendem Zustand gehalten werden. Die Röhren münden außen an der Ofenseite, und die in sie eingeführten Sprengeisen werden ganz gleichmäßig darin erwärmt. Da die Luft in ihnen nur schwach strömt, so findet auch nur eine verhältnismäßig sehr schwache Oxydation und Hammerschlagbildung statt. Die dargestellte Anordnung der Röhren b ist nicht die einzig mögliche, vielmehr können diese auch geneigt angeordnet werden, derart, daß die Mündung an der Ofenseite am tiefsten liegt, wodurch erstens der sich von den Eisen ablösende Hammerschlag selbsttätig beim Her- ■ ausziehen der Eisen nach außen befördert wird, und zweitens, falls die Röhren an ihrem oberen Ende geschlossen sind, die Luftströmung fast ganz aufgehoben wird, da die heiße Luft in den Röhren nach unten nicht abfließen kann. Eine weitere Möglichkeit besteht auch in der Anwendung von Röhren b, die vollständig durch das Ofenmauerwerk hindurchgehen und auf beiden Seiten offen sind. Sie lassen sich dann besonders gut rein halten, namentlich wenn sie wagerecht angeordnet sind. Allerdings ist in diesem Fall zu empfehlen, zur Verhinderung einer die Oxydation begünstigenden und Abkühlung erzeugenden Luftbewegung in den Röhren das eine Ende durch einen geeigneten Stöpsel zu verschließen. Um den aus den Röhren von selbst austretenden oder aus ihnen herausgekratzten Zunder oder Hammerschlag zu sammeln, kann unter der Mündung der Röhren ein kastenartiges Gefäß d angebracht werden, über dem sich auch ein rahmenartiger Bügel c befinden kann, der zur Unterstützung der Sprengeisen, aber auch zum Abstoßen des Hammerschlages dient. Ρλ τ ε ν τ - A ν s ρ rüche:
1. Einrichtung zum gleichmäßigen Erwärmen der zum Sprengen von Glas dienenden Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß in das Mauerwerk der Glasofen nach außen mündende Muffelröhren (b) aus feuerfester Masse eingebaut sind, in welche die Sprengstäbe eingeführt werden und in denen sie ohne Berührung mit der Flamme gleichmäßig erwärmt werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhren so geneigt angebracht sind, daß ihre Mündung der tiefste Punkt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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