DE239202C - - Google Patents
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- DE239202C DE239202C DENDAT239202D DE239202DA DE239202C DE 239202 C DE239202 C DE 239202C DE NDAT239202 D DENDAT239202 D DE NDAT239202D DE 239202D A DE239202D A DE 239202DA DE 239202 C DE239202 C DE 239202C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B9/00—Stoves for heating the blast in blast furnaces
Landscapes
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- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Air Supply (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die sogenannten Winderhitzer zur Erwärmung der Verbrennungsluft für metallurgische
öfen, insbesondere für Hochöfen, bestehen bekanntlich aus einem luftdicht zusammengenieteten
Und verstemmten Gehäuse aus Eisenplatten, das die gemauerte Zustellung umschließt,
die sich im allgemeinen aus dem Verbrennungsschacht, der Kuppel als Fortsetzung
des Verbrennungsraumes, dem Wärmespeicher und der Rauchkammer zusammensetzt.
Es sind auch Winderhitzer bekannt geworden, bei denen unter Fortfall des Verbrennungssehachtes
die Gase unter der Kuppel verbrannt werden, welch letztere erweitert
und mit Brenner versehen ist. Die Gas- und Luftzufuhr zur Kuppel geschieht dann direkt
oder aber zwecks Vorwärmung durch Schächte in der Zustellung oder Ausmauerung der Winderhitzer.
Letztere Konstruktionen haben jedoch Eingang in die Praxis nicht gefunden,
weil in der Kuppel eine vollständige Verbrennung nicht zu erzielen ist und wegen der
dort auftretenden Stichflammen die Haltbarkeit der Zustellung beeinträchtigt werden
muß.
Es ist ferner auch eine Kombination des Whitwell- mit dem Cowperapparat vorgeschlagen
worden, derart, daß die Gase und der Wind das Mauerwerk des letzteren Systems
mehr als einmal in der Längsrichtung des. Apparates durchstreichen, wobei der Wärmespeicher
durch Kammern in voneinander getrennte Teile zerlegt ist. Bei dieser Kon
struktion sind der Verbrennungsschacht, die voneinander durch Kammern getrennte Zustellung
und der Abzugsschacht innerhalb des genieteten Mantels untergebracht, was bedingt,
daß die Berührungsfläche der heißen Gase mit der Ausmauerung, d. h. die Heizfläche bei
gleichem Inhalt des Behälters, eine geringere ist' als bei den heute allgemein in Anwendung
stehenden Winderhitzern. Die Wärmeverteilung im Querschnitt des Gefäßes ist eine total
verschiedene, so daß im Gefäßmantel einseitige, die Dichtheit desselben in Frage stellende
Spannungen erst recht auftreten, und schließlich ist die Ausnutzung der Heizgase
eine unvollkommene, weil · die abziehenden verbrannten Gase durch die anstoßende Zustellung
auf der ganzen Länge der Abzugsschächte wieder geheizt werden.
. Steinerne Winderhitzer werden abwechselnd' ' geheizt und entheizt, d. h. die Verbrennungsluft für die metallurgischen öfen, der sögenannte Wind, wird, damit sie sich erwärmt, hindurchgeblasen, während die Heizung durch Verbrennung von Gicht- oder anderen Gasen mit kalter oder besser mit vorgewärmter Luft erfolgt.
. Steinerne Winderhitzer werden abwechselnd' ' geheizt und entheizt, d. h. die Verbrennungsluft für die metallurgischen öfen, der sögenannte Wind, wird, damit sie sich erwärmt, hindurchgeblasen, während die Heizung durch Verbrennung von Gicht- oder anderen Gasen mit kalter oder besser mit vorgewärmter Luft erfolgt.
Alle Teile der Zustellung des Winderhitzers müssen also nicht nur feuerfest, sondern wegen
der großen Höhe des Wärmespeichers (im allgemeinen 15 bis 20 m) auch genügend widerstandsfähig
sein, um bei der hohen Erwärmung das Gewicht der Steinmassen mit Sicherheit tragen zu können, uttd um den.
auftretenden chemischen Wirkungen standzu-
halten, pas Gichtgas tritt aus dem Gaskanal
durch ein Ventil in den Winderhitzer ein und
verbrennt im Verbrennungsschacht und der
Kuppel bzw. bei den im zweiten Absatz erwähnten Konstruktionen in der Kuppel allein,
und ; die heißen Verbrennungsgase durchstreichen alsdann die Kanäle des Wärmespeichers,
um in der Rauchkammer oder dem Verbrennungsschacht vereinigt durch den Rauchkanal
ίο zum Schornstein zu gelangen bzw. auf diesem
Wege die zur Verbrennung nötige Luft vorzuwärmen.
Die Verwendung von gereinigten, d. h. von
dem mitgeführten Staubgehalt bis auf ein praktisch erreichbares Maß befreiten Gichtgasen bietet nun ein Mittel, die Verbrennungswärmestärke
und damit den Wirkungsgrad der Winderhitzung selbst wesentlich zu erhöhen.
Dies kann aber bei den bekannten
ao Winderhitzern nicht genügend ausgenutzt werden,
weil einerseits in der Kuppel und den sich daran bzw. an die Kammern anschließenden
Teilen des Wärmespeichers die Lebensdauer desselben vermindernde Verschmelzun-
gen und Verstopfungen der Kanäle eintreten;-andererseits aber auch die einseitige starke
Erhitzung der Zustellung Spannungen im Erhitzermantel erzeugt, die die dauernde Luftdichtheit
desselben in Frage stellen.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun die Beseitigung der geschilderten Übelstände und
besteht darin, daß der Wärmespeicher in mehrere voneinander getrennte, unter sich
gleiche oder verschieden große Teile so zerlegt wird, daß im Querschnitt desselben die Wärmeverteilung
an jeder Stelle eine gleichmäßige ist, die heißen Verbrennungsgase auf ihrem
Weg durch denselben eine möglichst große Berührungsfläche vorfinden und die Zustellung
vor den sich bei der Verbrennung ausscheidenden Staubresten geschützt ist.
In der Zeichnung ist der neue Winderhitzer
in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Auf dem Verbrennungsraum α für das Gasluf tgemisch baut sich der erste Teil des Wärmespeichers, die feuerfeste Zustellung m, in solcher Höhe auf, daß die Druckfestigkeit des zu Gebote stehenden feuerfesten Materials ausreicht, um in der hohen Temperatur das Gewicht der Steinmassen noch sicher zu tragen. Darüber befindet sich die Kuppel b, die bei diesem Ausführungsbeispiel in zwei durch den Teil f des Wärmespeichers getrennte Räume geteilt' wird, und an diese schließen sich der als Hauptwärmespeicher dienende eigentliche Winderhitzer c und die Rauchkammer d an.
Auf dem Verbrennungsraum α für das Gasluf tgemisch baut sich der erste Teil des Wärmespeichers, die feuerfeste Zustellung m, in solcher Höhe auf, daß die Druckfestigkeit des zu Gebote stehenden feuerfesten Materials ausreicht, um in der hohen Temperatur das Gewicht der Steinmassen noch sicher zu tragen. Darüber befindet sich die Kuppel b, die bei diesem Ausführungsbeispiel in zwei durch den Teil f des Wärmespeichers getrennte Räume geteilt' wird, und an diese schließen sich der als Hauptwärmespeicher dienende eigentliche Winderhitzer c und die Rauchkammer d an.
Die heißen Verbrennungsgase durchstreichen den Apparat in der durch ausgezogene Pfeile
angedeuteten Richtung, während bei der Entheizung der zu erwärmende Wind seinen Weg
nach den punktierten Pfeilen nimmt. Der Wärmeeffekt ist ein besserer als bei den bekannten
Winderhitzern, weil den " Heizgasen weder durch Gas- und Luftzuführungsschächte
in der Zustellung noch auf ihrem Wege durch die Rauchkammer vorzeitig Wärme durch
Strahlung entzogen wird. Die Heizfläche ist eine erheblich größere als bei allen bekannten
Apparaten.
Falls nötig kann bei dem neuen Winderhitzer in bekannter Weise vor den einzelnen
Wärmespeicherteilen kalte oder besser vorgewärmte Verbrennungsluft durch verschließbare
Öffnungen 0 zugeführt werden, so daß eine vollkommene Verbrennung gewährleistet wird.
Der Verbrennungsraum wird zweckmäßig, wie in der Zeichnung angedeutet, hochgestellt,
so daß der neue Winderhitzer nicht mehr Grundfläche versperrt als die bekannten. Die
Hochlage des Verbrennungsraumes bietet gleichzeitig noch den weiteren Vorteil, daß der selbst
noch im gereinigten Gas enthaltene Staubrest, der sich größtenteils im Augenblick der Verbrennung
des Gases ausscheidet, sich dort sammelt, und daß bei der Reinigung wie auch bei Reparaturen das feuerfeste Material in
darunter geführte Eisenbahnwagen oder Transportgefäße abgestürzt werden kann.
In gleicher Weise können gegebenenfalls auch sämtliche Teile des Wärmespeichers hochgestellt
und unterfahrbar gemacht werden. Der Betrieb des neuen Winderhitzers vollzieht sich im übrigen in bekannter Weise.
Ein besonderer für den Ofenbetrieb äußerst wesentlicher Vorteil besteht bei der Erfindung
noch darin, daß nur die ersten, leicht zugängigen, schnell ersetzbaren Teile des Wärmespeichers
von der größten Hitze getroffen werden, während der Hauptwärmespeicher, weil er vor Stichflammen geschützt ist, eine
bisher dem Betrieb mit gereinigtem Gas unbekannte Haltbarkeit besitzt.
Claims (1)
- Patent-An spruch:Steinerner Winderhitzer, dessen Wärmespeicher in mehrere durch Kammern voneinander getrennte Teile zerlegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen .Wärmespeicherteile räumlich voneinander getrennt sind und ihre Ausmauerung sich , über den ganzen Querschnitt der Mäntel ■ ■ : erstreckt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE239202C true DE239202C (de) |
Family
ID=498666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT239202D Active DE239202C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE239202C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE756182C (de) * | 1938-10-28 | 1954-01-18 | Koppers Gmbh Heinrich | Einrichtung zur Durchfuehrung endothermer Gasreaktionen |
| DE1184889B (de) * | 1958-03-12 | 1965-01-07 | Didier Werke Ag | Turmartiger, regenerativ arbeitender Luft- oder Gaserhitzer (Cowper) |
-
0
- DE DENDAT239202D patent/DE239202C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE756182C (de) * | 1938-10-28 | 1954-01-18 | Koppers Gmbh Heinrich | Einrichtung zur Durchfuehrung endothermer Gasreaktionen |
| DE1184889B (de) * | 1958-03-12 | 1965-01-07 | Didier Werke Ag | Turmartiger, regenerativ arbeitender Luft- oder Gaserhitzer (Cowper) |
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