DE210680C - - Google Patents

Info

Publication number
DE210680C
DE210680C DENDAT210680D DE210680DA DE210680C DE 210680 C DE210680 C DE 210680C DE NDAT210680 D DENDAT210680 D DE NDAT210680D DE 210680D A DE210680D A DE 210680DA DE 210680 C DE210680 C DE 210680C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
air
fuel
combustion
channels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT210680D
Other languages
English (en)
Publication of DE210680C publication Critical patent/DE210680C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B13/00Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
    • F27B13/04Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge of single-chamber type with temporary partitions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 210680 -'■ KLASSE 80c. GRUPPE
HENRI RENARD in THUIN, Belg.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1908 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf einen Ofen zum Brennen von feuerfesten oder keramischen Waren mit in der Sohle jeder Brennkammer angeordneten Feuerherden, welcher dadurch gekennzeichnet ist, daß jeder Feuerherdreihe eine mit regelbaren Verschlüssen versehene Kanalanordnung entspricht, die abwechselnd zum Abziehen der heißen Gase und Eintreten der zur Verbrennung nötigen Luft dient.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι den wagerechten Schnitt eines aus zwei parallelen Längskanälen bestehenden Brennofens, Fig. 2 den senkrechten Querschnitt nach der gebrochenen Linie A-B-C-D der Fig. 1 und Fig. 3 den in größerem Maßstabe gezeichneten wagerechten Schnitt nach E-F-G-H durch die Feuergasabzugs- und Luftvorwärmungskanäle, während Fig. 4 eine abgeänderte Anordnung der Feuerroste darstellt.
Der vorliegende Ofen besteht .aus zwei Reihen Brennkammern, die zwei parallele Längskanäle 1, 2 bilden. ■ Letztere stehen an beiden Enden durch je einen gewölbten Kanal 3 miteinander in Verbindung, so daß der Ofen einen ununterbrochenen Kanal bildet. In der Sohle jeder Brennkammer sind kleine Feuerroste 4 angeordnet. Nach Fig. 1 bestehen die Rostreihen abwechselnd aus vier und drei Rosten, während nach Fig. 4 jede Querreihe dieselbe Anzahl Herde 4 enthält. Die Anordnung der Feuerroste entspricht der Art der zu brennenden Waren und des zur Verwendung kommenden Brennmaterials. Die Feuerroste 4 bestehen aus feuerfesten Steinen oder Metallstäben, welche durch etwa 2 cm breite Zwischenräume zum Durchlassen der Gase und der Luft voneinander getrennt sind. Diese Roste können in der Ebene der Ofensohle oder etwas unter derselben angeordnet sein.
Jeder Herdreihe 4 entspricht ein Kanal 5, der schlangenförmig unter der Sohle der Brennkammer verläuft und dann durch die Wand des Ofens emporsteigt und auf der Ofendecke durch eine Glocke 7 geschlossen werden kann. Der Kanal 5 steht andererseits bei gehobener Glocke 8 (Fig. 2) mit dem Sammelkanal 6 in Verbindung, Während des Betriebes sind stets die Glocken 8 für sechs bis acht nebeneinanderliegende Kanäle 5 geöffnet, und wenn die Feuerung um eine Herdreihe 4 vorwärts schreitet, so wird die erste gegen die Brenngutmasse hin gelegene Glocke 8 geschlossen und eine neue Glocke 8 gegen die Beschickungsstelle hin geöffnet. Die Anzahl der geöffneten Glocken 8 und demnach der zum Abziehen der Gase dienenden Kanäle 5 bleibt also bei fortschreitender Feuerung stets dieselbe. Nachdem die aus der Brennmasse entweichenden Gase durch die vor der Feuerung gelegene Ware gezogen sind, dringen dieselben durch die Roste 4 (Fig. 3) in die Schlangenkanäle 5 unter Erwärmung der Wände dieser Kanäle und gelangen dann in den großen Rauchkanal 6, der bei geöffneter Glocke 9 in

Claims (1)

  1. eine Rauchkammer ίο mündet (Fig. 2). Letztere steht durch eine öffnung 11 mit der Esse 12 in Verbindung.
    Außer den beiden großen Rauchkanälen 6, 6 (Fig. 2) besitzt der vorliegende Ofen noch, einen dritten Rauchkanal 13, der durch Kanäle 14 mit Glocken 15 (Fig. 1 und 2) mit den beiden Brennkammern 1 und 2 in Verbindung steht. Dieser dritte Rauchkanal gestattet in gewissen Fällen das vor der Feuerung gelegene Gut vorzutrocknen.
    Neben dem Kanal 13 befindet, sich der bekannte Schmauchkanal 16, der dazu dient, die aus dem sich abkühlenden Gut entweichende Wärme in eine zwischen zwei geeigneten Registern isolierte Kammer vor der Feuerung zu leiten.
    Wenn nun eine Reihe Herde durch die aus deren Brenngut entwickelten Gase rotglühend erhitzt ist, beschickt man dieselbe mit Brennmaterial, das durch die Heizschächte 17 eingeführt wird (Fig. 2). Letztere sind mit zweckmäßigen Verschlußvorrichtungen (Glocken 0. dgl.) 18 versehen. Wenn die Roste einer Reihe mit Brennmaterial beschickt sind, öffnet man den Verschluß 7 des Lufteintrittkanals 5 (Fig. 2). Es ist ersichtlich, daß nun die zur Verbrennung nötige Luft denselben Weg wie die heißen Verbrennungsgase, aber in entgegengesetzter Richtung zurücklegt und sich bei Berührung mit den erhitzten Kanalwänden stark vorwärmt. Unter dem Einfluß der heißen Luft entflammt sich das Brennmaterial unter Erzeugung einer starken vollständigen Verbrennung.
    Außerhalb des Ofens befinden sich weitere Verschlüsse 19, die den Zutritt der Luft in die Kanäle 20 gestatten. Letztere münden in die Kanäle 5 und dienen dazu, dem Brennmaterial weitere Luftmengen zuzuführen, wenn die durch die Öffnungen 7 eintretenden Luftmengen zur vollständigen Verbrennung nicht hinreichen sollten. Die bei 19 eintretende Luft verfolgt denselben Weg wie die bei 7 eintretende, um zu dem bei 4 liegenden Brennmaterial zu gelangen.
    Die zwischen den Roststäben herabfallenden Aschen können entweder direkt nach außen durch die Kanäle 21 (Fig. 2) oder auch vom Innern des Ofens entweder nach Abnehmen der feuerfesten Platten 22 oder der Roststäbe entfernt werden.
    Durch die Auskarrtür des Ofens tritt ebenfalls eine gewisse, wenn auch geringe Menge Luft in den Ofen ein, wodurch demselben eine reduzierende Wirkung gesichert und das gebrannte Gut vollkommen abgekühlt wird.
    Bei den bekannten öfen mit kontinuierlicher Feuerung, z. B. den Hoffmann-, Simon* oder ähnlichen öfen, bei denen die Feuerung von oben beschickt wird, z. B. durch in der Ofendecke angebrachte Öffnungen und in der Einkarrtür vorgesehene Schächte, begnügt man sich damit, die Brennkohle (Kohlenklein) direkt auf die Sohle des Ofens zu werfen. Wenn nun der durch die Esse erzeugte Luftzug nicht genügend stark ist, verbrennt die Kohle unvollständig, und man findet beim Auskarren des Ofens unverbrannte Kohle in Form von Koks. Man ist deshalb gezwungen, bei diesen öfen einen sehr starken Luftzug und demnach eine stark oxydierende Atmosphäre zu erzeugen, wodurch eine große Menge Wärme rein verloren geht und das Brenngut rasch abgekühlt wird, worin im allgemeinen der Grund einer minderwertigen Qualität liegt.
    Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Übelstände: anstatt auf die Ofensohle zu fallen, fällt hier das Brennmaterial auf vom Brenngut umgebene Roste und wird auf diesen durch reine, im Ofen selbst vorgewärmte Luft verbrannt. Hierdurch wird eine vollständige Verbrennung der Kohle erzielt. Auch kann das Gut hierdurch bei sehr hoher Temperatur gebrannt und dem Ofen bei rascher Feuerung eine reduzierende Wirkung gesichert werden.
    Auch die Anordnung der den einzelnen Rostreihen entsprechenden Luftzüge bietet große Vorteile, da durch die beschriebene Ein- und Ausschaltung dieser Luftzüge das Ansaugen stets in gleicher Entfernung von der Feuerung geschieht und die Wirkung gleichmäßig über die ganze Breite der Brennkammer verteilt wird.
    Der vorliegende Ofen gestattet weiter das rasche und leichte Austreiben der Dünste, wodurch den Waren eine reine Färbung erteilt wird.
    Ρλ τ ι·: ν τ -AiNSPKUCii:
    Ofen zum Brennen von feuerfesten oder keramischen Waren mit in der Sohle jeder Brennkammer gleichmäßig verteilt angeordneten Feuerherden, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Feuerherdreihe eine mit regelbaren Verschlüssen (7, 8) versehene Kanalanordnung (5) entspricht, die abwechselnd zum Abziehen der heißen Gase und Eintreten der zur Verbrennung nötigen Luft dient.
    Hierzu 1 IiUm Zeichnungen.
DENDAT210680D Active DE210680C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE210680C true DE210680C (de)

Family

ID=472544

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT210680D Active DE210680C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE210680C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4420295C1 (de) Durchlaufofen
DE210680C (de)
DE657252C (de) Einrichtung zum Brennen von Zement
DE16560C (de) Neuerungen an Oefen zum Brennen von Thonwaaren, Kalk und Cement
DE492678C (de) Brennen von Elektroden und anderen kuenstlichen Kohlen
DE468252C (de) Ziegelringofen mit doppelten Trennwaenden zwischen den Brennkammern und in verschiedenen Hoehen angeordneten Roststaeben
DE45185C (de) Regenerativ-Gasflammofen für periodischen Betrieb
DE13263C (de) Neuerungen an Oefen zum Brennen von Thonwaaren aller Art, Zement und basischen Ziegeln
DE44115C (de) Rost- oder Schmelzofen für metallurgische Zwecke
DE180712C (de)
DE23249C (de) Verfahren und Ofen zum Brennen von Strontianit, Calcit, Dolomit, Magnesit u. dgl. mittelst in Regeneratoren erhitzten Generatorgases
DE59576C (de) Vorwärmung der Luft bei Oefen mit Wärmespeichern
DE709651C (de) Hochtemperaturtunnelofen zum Brennen keramischer Waren
DE119767C (de)
DE185960C (de)
DE290175C (de)
DE398392C (de) Schmelzofen mit Kohlenstaubfeuerung
DE3023228C2 (de) Verwendung eines Gegenlaufofens zum Herstellen von Hochofenkoks
AT165871B (de) Tunnelofen zur Verkohlung von Holz, Torf u. dgl.
DE44990C (de) Tunnelmuffel zum Einbrennen von Farben und Gold auf Porzellan-, Thon- und Glaswaaren
DE77444C (de) Drahtglühofen
DE182241C (de)
DE73399C (de) Feuerungsanlage
DE261538C (de)
DE104377C (de)