DE73399C - Feuerungsanlage - Google Patents
FeuerungsanlageInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23L—SUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
- F23L1/00—Passages or apertures for delivering primary air for combustion
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Solid-Fuel Combustion (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Feuerungsanlage.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1893 ab.
Die vorliegende Feuerungsanlage besteht aus einer verbesserten Ofen- und Rosteinrichtung
und einer Vorrichtung zum Vorwärmen der Luft.
Fig. ι ist der Grundrifs der Feuerungsanlage,
Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch die Mitte derselben,
Fig. 3 ein Horizontalschnitt nach der punktirten Linie x-x in Fig. 2,
Fig. 4 ein senkrechter Mittelschnitt eines für einen senkrechten Dampfkessel bestimmten
Ofens und
Fig. 5 ein senkrechter Mittelschnitt eines Lufterhitzungsofens.
Es veranschaulichen 1 den Aschenfall, 2 den Feuerraum, 3 den Rostträger, 4 den Mantel,
der den Feuerungsraum 2 und den Aschenfall einschliefst. Dieser Mantel.mufs luftdicht sein
und wird am besten aus einer Eisen- oder Stahlplatte hergestellt und auf der Ofensohle 5
befestigt.
In dem Aschenfall 1 befinden sich Zug-Öffnungen
6, welche auch dazu dienen, die Asche zu entfernen; sie sind mit Thüren 7
versehen, durch welche der Eintritt der Luft vermindert oder vollständig abgeschlossen werden
kann.
Der Rostträger 3 besitzt die Gestalt eines nach innen vorspringenden' Flansches und hat
eine Anzahl von Oeffnungen 8; auf diesem Flansch sitzt ein Abschlufsring 9 mit ähnlichen
Oeffnungen 10, welche bei entsprechender Lage des Ringes 9 mit den Oeffnungen 8 übereinstimmen.
Mittelst des Hebels ι ο \ der luftdicht durch den Mantel 4 hindurchgeht, wird der
Ring 9 eingestellt.
Innerhalb des Ringes 9 ruht auf dem Träger 3 ein Rost 11, der am besten aus röhrenförmigen
Stäben 12 mit kleinen Oeffnungen 13 besteht; aus den letzteren kann Wasser oder Dampf in
fein vertheiltem Zustande in den Aschenfall eingeführt werden.
Im Mantel 4 befindet sich eine durch Thür 1 5 luftdicht verschliefsbare Thüröffnung 14 zum
Einfüllen von Brennmaterial. Ueber der Thür ist ein Gewölbebogen oder eine Kappe 16 aus
durchlöchertem, feuerfestem Material, z. B. Speckstein oder feuerfesten Ziegeln, und über
diesem Gewölbe oder Mauerwerk ein zweiter, ebenfalls mit Oeffnungen versehener Bogen 17
angebracht, dessen Oeffnungen jedoch denjenigen im Gewölbe 16 nicht gegenüberstehen.
Auf dem. Rost 11 ruhen eine Anzahl von parallelen Streifen oder Blöcken 18 aus feuerfestem
Material, die auf der Rückseite mit Aussparungen 19 versehen sind. Durch diese Aussparungen,
welche von den Oeffnungen 10 bis beinahe oder ganz nach den oberen Enden
reichen, wird die Luft aus den Oeffnungen 10 geführt und auf diese Weise erhitzt in die
Feuerungskammer oberhalb des Brennmaterials eingeführt.
Anstatt der Aussparungen 19 auf der Rückseite
der Streifen 18 können in denselben auch lange Kanäle oder Röhren 191 angebracht sein.
Auf dem mittleren Theil des Rostes 11 ist eine
durchlöcherte Kuppel 20 angeordnet, welche die Mitte des Rostes vor übermäfsiger Hitze
und folglich vor - dem Werfen schützt und auch dazu dient, die Luft zu vertheilen und
theilweise zu .erhitzen, wenn sie aus dem Aschenfall in das Brennmaterial geht.
Das Feuer wird durch leichtes Brennmaterial auf dem Rost erzeugt und durch Zugeben von
Kohle oder Koks dauernd unterhalten. Dann wird die Feuerthür geschlossen; wenn die
Streifen 18 erhitzt worden sind, geht die Luft aus dem Aschenfall durch die Oeffnungen 8
und io und durch die Rinnen 19, mischt sich mit den Gasen über dem Brennmaterial und
brennt bei einer hohen Temperatur; der Bogen oder das Gewölbe 16 wird stark erhitzt und,
indem es die Hitze rückwärts auf das Brennmaterial ausstrahlt, wächst die Hitze in der
Mitte des Ofens und erleichtert das Freiwerden von Gasen aus dem Brennmaterial. Die Temperatur
steigt in der Feuerungskammer oberhalb des Brennmaterials zu einer intensiven Hitze,
welche durch Schliefsen der Aschenfallthüren und der Oeffnungen 8 mittelst Hebels io1 und
Ringes 9 vermindert werden' kann.
Die Verbrennungsproducte gehen aufwärts durch die Oeffnungen in den Gewölben oder
Bogen 16 und 17 und werden ausgenutzt, wie
aus Fig. 4 ersichtlich, indem sie durch die Feuerröhren 3x eines Kessels 22 geführt werden,
oder, wie aus Fig. 5 ersichtlich, um die Lufterhitzungsröhren eines Heifsluftapparates zu
bespülen. Die Wirkung der zweifach durchlöcherten Gewölbe 16 und 17 besteht in der
Zurückhaltung der Hitze der Gase und der Luft in dem Ofen, bis vollständige Verbrennung
erfolgt ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Feuerungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dafs die Verbrennung in einem von dem Mantel 4 und einem aus feuerfesten Streifen 18 bestehenden Ringe, von dem aus durchlochten Röhren 12 gebildeten Rost 11 und von den durchlochten Gewölben 16 und 17 abgeschlossenen und durch Oeffnung 15 beschickbaren Raum in der Weise vor sich geht, dafs aus dem ebenfalls in dem Mantel 4 eingeschlossenen Aschenraum 1 die Verbrennungsluft durch die Oeffnungen 8 des Rostträgers 3 und die Oeffnungen 10 des darüber verschiebbaren Abschlufsringes 9 in den Rinnen 19 der Streifen 18 emporsteigt und unter dem Gewölbe 16 in den Feuerraum tritt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73399C true DE73399C (de) |
Family
ID=346533
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73399D Expired - Lifetime DE73399C (de) | Feuerungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73399C (de) |
-
0
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