DE427973C - Dauerbrandofen fuer Brennstoffe aller Art mit Fuellschacht und unterem Abbrand - Google Patents

Dauerbrandofen fuer Brennstoffe aller Art mit Fuellschacht und unterem Abbrand

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DE427973C
DE427973C DEB112186D DEB0112186D DE427973C DE 427973 C DE427973 C DE 427973C DE B112186 D DEB112186 D DE B112186D DE B0112186 D DEB0112186 D DE B0112186D DE 427973 C DE427973 C DE 427973C
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Description

  • 1)auerbrandofen für Brennstoffe aller Art mit .Füllschacht und unterem Abbrand. Die Erfindung bezieht sich auf einen Dauerbrandofen für Brennstoffe aller Art mit Füllschacht und unterm Abbrand. Sie besteht in der besonderen Ausbildung eines solchen Ofens. Nach dieser wird der Füllraum des Ofens durch einen inneren, ringsum und in seiner ganzen Höhe mit Schlitzen versehenen Füllschacht und einen konzentrisch und in geringem Abstand von ihm angeordneten Mantel gebildet und der unter dem Füllraum liegende Verbrennungsraum nach oben durch eine den Füllschacht und den ihn umgebenden Mantel tragende Abdeckplatte und nach unten durch eine Feuerschale abgeschlossen, in der eine aus einem Plandrehrost, einem in diesem beweglichen Planschiebe-und Rüttelrost und einem darüberliegenden Zackengitterrost bestehende Rosteinrichtung angeordnet ist.
  • Durch diese Ausbildung des Ofens wird gegenüber den bislang gebräuchlichen Öfen der Vorteil erzielt, daß der Brennstoff nahezu vollkommen entgast in die Verbrennungszone gelangt, der Verbrennungsvorgang durch die Bildung der Schwefelgase in keiner Weise gehemmt und die Verbrennungstemperatur dauernd aufrechterhalten wird.
  • In der Zeichnung ist der neue Ofen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Es zeigt Abb. i einen senkrechten Längsschnitt, Abb. 2 einen Querschnitt nach Linie II-II der Abb. i, Abb. 3 einen Querschnitt nach Linie III-III der Abb. i.
  • Abb. 4. die Feuerraumabdeckplatte in Draufsicht und Abb. 5 Grundriß und Querschnitt durch den Plandrehrost und in ihm beweglichen Planschiebe- und Rüttelrost.
  • Der Ofen besteht im wesentlichen aus dem Füllraum i, der durch den inneren Füllschacht 2 und den äußeren, in einem gewissen Abstand von ihm angeordneten Mantel 3 gebildet wird, und dem Verbrennungsraum q., der nach oben durch die den Schacht 2 und den Mantel 3 tragende Platte 5 und nach unten durch eine Feuerschale 6 abgeschlossen ist. Letztere dient zur Aufnahme einer aus einem Plandrehrost 7, einem in diesem beweglichen Planschiebe- und Rüttelrost 8 und einem darüberliegenden Zakkengitterrost g bestehenden Rosteinrichtung.
  • Der innere Füllschacht 2 und der diesen konzentrisch umgebende äußere Mantel 3 sind so zueinander angeordnet, daß zwischen diesen beiden Teilen ein ringförmiger Schacht =o verbleibt. Der Füllschacht 2 ist ringsum und auf seiner ganzen Höhe mit Öffnungen =i versehen, um den Übertritt der sich während des Ofenbetriebes in dem Schacht 2 entwickelnden Schwelgase in den Schacht =o zu ermöglichen. Der Füllschacht 2, 3 ist so in dem Ofenkörper 12 angeordnet, daß die Außenwand des Mantels 3 von den hocherhitzten, aus dem Verbrennungsraum q. aufsteigenden Verbrennungsgasen umspült wird, um den in dem Füllschacht 2 befindlichen Brennstoff vor seinem Eintritt in den Feuerraum q. gründlich vorzutrocknen und gleichzeitig die in dem Schacht =o niederstreichenden Schwelgase zu erhitzen. Die unter dem Füllschacht 2, 3 angeordnete Platte 5 (Abb. q.) schließt den Feuerungsraum q. bis auf eine der lichten Weite des Mantels 3 entsprechende kreisrunde Öffnung 13 und eine Aussparung 14 nach oben ab (Abb. i). Die in dem ringförmigen Abzugsschacht =o niederziehenden Schwelgase können also ungehindert in den Feuerungsraum q. übertreten. Sie entzünden sich in diesem, sobald in den Feuerungsraum q. Oberluft durch die in der Feuerungstür 15 vorgesehene und durch die Rosette regelbare Öffnung eingelassen wird, und treten stichflammenartig durch die Aussparung =q. der Brennerplatte 5 zusammen mit den Verbrennungsgasen zunächst in den den Mantel 3 umgebenden Ofenzug 18 über. In diesem Zug 18 werden die Heizgase aufwärts geführt (Abb. i), wenden sich dann und streichen in den beiden Sturzzügen =g (Abb. 3) wieder nach abwärts, um schließlich, durch den Zug 2o aufwärts steigend, in das Rauchrohr des Ofens und in den Schornstein zu gelangen. Ein seitlich bewegbarer Schieber 38 dient dazu, die Feuergase beim Anheizen unmittelbar zum Rauchrohr zu führen.
  • Die in der Feuerschale vorgesehene, dem Aschenkasten zugekehrte Öffnung 23 (Abb. i) wird durch den in diese lose eingelegten und auf einem Flansch sich abstützenden Drehrost 7 und den in diesen einführbaren Planschiebe- und Rüttelrost 8 (Abb. 5) abgeschlossen. Das vordere Ende des Planschiebe- und Rüttelrostes ist zu einer Zunge 27 ausgebildet, die aus der Feuerschale 6 vorsteht, so daß der Rost 8 unter Zuhilfenahme eines geeigneten Werkzeuges von außen erfaßt und so in eine hin und her gehende Bewegung und zusammen mit dem Plandrehrost 7 auch in eine drehende Bewegung versetzt werden kann. Auf den Plandrehrost 7 ist der Gitterrost 9 (Abb. z und 3) lose aufgesetzt, und zwar in solcher Weise, daß zwischen ihm und der v orbeschriebenen Rosteinrichtung ein Zwischenraum 28 (Abb. z) verbleibt. Der Gitterrost besteht aus mehreren nebeneinander und in zwei Etagen übereinander angeordneten Roststäben 29, die auf ihrer Unterseite mit je einem Längskanal und auf ihrer Oberfläche mit mehreren spitzenDornenversehen sind. Zwischen den einzelnen Dornen eines jeden Roststabes sind schlitzartige Durchbrechungen vorgesehen, die mit dem Kanal des zugehörigen Roststabes in Verbindung stehen. Die Roststäbe der einen Etage sind gegen die Roststäbe der anderen Etage derart versetzt, daß eine größereAnzahl hintereinander-, nebeneinander- und übereinanderliegender kleiner Verbrennungskammern gebildet wird. Der Gitterrost 9 ist an seinem vorderen und hinteren Ende und auf seiner Unterseite mit je einer Aussparung versehen, in die je eine an dem Plandrehrost 7 und auf dessen Oberseite vorgesehene Erhöhung eingreift, so daß er beim Drehen des Rostes 7 ebenfalls eine Drehbewegung ausführt.
  • Der Aschfall ist durch eine Tür mit Regulierschieber abgeschlossen. Der Abschluß des Füllschachtes 2 erfolgt durch den Deckel 36 mit der aufklappbaren Haube 37.
  • Zur- Reinigung des Ofens und der Züge 18, rg, 2o werden die beiden Füllschächte 2 und 3 nach Öffnen der Deckel aus dem Ofen herausgehoben.
  • Die Wirkungsweise des neuen Ofens ist folgende: Ist der Füllraum x mit Brennstoff gefüllt und erfolgt eine rasche Anheizung, so wird der über dem Verbrennungsraum q. auf der Feuerraumabdeckplatte 5 aufsitzende Füllschacht von den Heizgasen bestrichen, wobei dessen äußerer Mantel 3 eine Bestrahlung des inneren durchbrochenen Füllschachtes und des darin befindlichen Brennstoffes bewirkt. Die Entgasung und Verkokung des Brennstoffes erfolgt nun im Füllschacht 2 in gleicher Weise wie in einer Gasretorte, und es entsteht ein ungereinigtes Gas nach Art des Leuchtgases, gesättigt mit Wasser und besonders bei Braunkohlen mit Teerdämpfen und Koks. Dieser Koks rutscht infolge seines unteren Abbrandes hocherhitzt in den Feuerraum ¢ und beginnt infolge der hier herrschenden hohen Verbrennungstemperatur sofort zu vergasen. Während dieses Gas aufwärts gegen den Ausschnitt 1q. der Abdeckplatte 5 streicht, wird das Gas aus dem Füllschacht durch den Hohlraum so nach abwärts infolge des Schornsteinzuges auf die brennende Schicht gesaugt. Die entstehende Gegenströmung erzeugt unter der Abdeckplatte 5 W irbelungen dieser beiden Gasströmungen, so daß ein hochwertiges Gasgemisch aus Kohlenoxydgas, Kohlenwasserstoffgas und Leuchtgas entsteht. Infolge des im Schornstein herrschenden Unterdruckes wird dieses Gas gebläseartig durch den einschnürenden Ausschnitt =q. der Abdeckplatte gesaugt, wobei gleichzeitig durch die in der Ofentüre 15 vorgesehene, regelbare Öffnung Verbrennungsluft zugeführt wird. Der Abbrand des Gasgemisches erfolgt daher sofort mit helleuchtender Flamme unter höchster Wärmeentwicklung. Durch die Ausbildung der Rosteinrichtung wird die Lokkerhaltung des Brennstoffes, der sich bei der Verbrennung löst und in kleine Teilchen zerfällt, in einem solchen Grade bewirkt, daß jederzeit ein vollkommen gleichmäßiger Durchtritt-von Verbrennungsluft durch den Rost und den auf ihm lagernden Brennstoff erfolgt. Infolgedessen erhält sich die schnell eingeleitete Verbrennung stundenlang ohne jede Bedienung. Die Entaschung vollzieht sich nach vollständigem Ausbrennen aller brennbaren Brennstoffteilchen vollkommen selbsttätig, so daß ein Durchrütteln der Asche nur ganz selten erforderlich ist. Verluste durch in den Aschfall übertretende unverbrannte Bestandteile treten praktisch nicht auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dauerbrandofen für Brennstoffe aller Art mit Füllschacht und ünterem Abbrand, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllraum (z) durch einen inneren, ringsum und in seiner ganzen Höhe mit Schlitzen (zz) versehenen Füllschacht (2) und einen äußeren, konzentrisch und in geringem Abstand von ihm angeordneten Mantel (3) gebildet wird, der darunterliegende Verbrennungsraum (q.) nach oben durch eine den Schacht (2) und den Mantel (3) tragende Abdeckplatte (5) und nach unten durch die Feuerschale (6) abgeschlossen ist und die Rosteinrichtung aus einem Plandrehrost (7), einem in diesem beweglichen Planschiebe- und Rüttelrost (8) und einem darüberliegenden Zackengitterrost (9) besteht.
DEB112186D Dauerbrandofen fuer Brennstoffe aller Art mit Fuellschacht und unterem Abbrand Expired DE427973C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE830101C (de) * 1949-05-06 1952-01-31 Forges De Ciney Heizofen.
DE840432C (de) * 1950-09-05 1952-06-09 Ofen Und Herdfabrik Glueckauf Heinzofen für minderwertige Brennstoffe.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE830101C (de) * 1949-05-06 1952-01-31 Forges De Ciney Heizofen.
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