DE274207C - - Google Patents

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DE274207C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F1/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers
    • G04F1/04Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity
    • G04F1/06Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity by flowing-away of a prefixed quantity of fine-granular or liquid materials, e.g. sand-glass, water-clock
    • G04F1/066Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity by flowing-away of a prefixed quantity of fine-granular or liquid materials, e.g. sand-glass, water-clock using electrical contact device

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 274207 KLASSE 21 c. GRUPPE
NIELS BENDIXEN in FREDERIKSBERG
und FRITZ CHRISTIAN EDUARD GONDRUP
in CHARLOTTENLUND, Dänemark.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Oktober 1912 ab.
Es ist bekannt, sanduhrenartige Behälter anzuwenden, um nach Eintritt der Füllung durch die dadurch hervorgerufene Bewegung des Behälters einen elektrischen Stromkreis zu unterbrechen.
Den bekannten Apparaten dieser Art gegenüber zeichnet sich der Erfindungsgegenstand dadurch aus, daß er auf beliebige Zeitperioden, innerhalb deren die Unterbrechung des Strom-ίο kreises stattfinden soll, leicht und schnell einstellbar gemacht ist, und zwar hauptsächlich dadurch, daß der Behälter oder Kasten mit zwei Scheidewänden, die symmetrisch zur Schwingachse des Kastens verteilt sind und Durchlaß- und Überlauföffnungen besitzen, versehen ist. Die Vorrichtung ist überdies so eingerichtet, daß der Behälter selbsttätig in seine jeweils vorher von dem Benutzer bestimmte Anfangsstellung zurückkehrt.
Die Vorrichtung eignet sich besonders für die vorübergehende elektrische TreppenbeleuchT tung, kann aber auch sonst überall benutzt werden, wo eine kleine mechanische Arbeit in einem verhältnismäßig kleinen, aber bestimmten Zeitraum erwünscht ist.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel.
Fig. ι bis 3 sind Querschnitte durch einen geschlossenen Behälter der Vorrichtung in drei Arbeitsstellungen,
Fig. 4 bis 6 Ansichten der Vorrichtung zur Fernzündung und Abstellung von elektrischem Licht in verschiedenen Arbeitsstellungen.
Fig. 7 endlich zeigt einen etwas geänderten Teil der Vorrichtung in der Ansicht.
Den Hauptteil der Vorrichtung bildet ein völlig geschlossener Kasten 1 (Fig. 1), der um einen Zapfen 2 drehbar und mit Querwänden 5 und 6 versehen ist. Letztere liegen in einem gewissen Abstand von dem Zapfen 2 entfernt . parallel zueinander und sind überdies so angeordnet, daß sie auf je einer zueinander entgegengesetzten Endseite mit den Kastenwänden 3 und 4 einen Durchlaßspalt bilden und endlich auf ihren jeweils gegenüberliegenden Endseiten im Verhältnis zu den Spalten kleinere Durch-Iaßöffnungen 7 und 8 besitzen. Bevor der so beschaffene Kasten 1 luftdicht geschlossen wird, führt man in ihn eine gewisse Menge Flüssigkeit ein. Der Kasten könnte auch aus zwei Teilen zusammengesetzt sein, die in passender Weise mittels Röhren verbunden werden.
Wenn der Kasten 1 um die Achse des Zapfens 2 frei schwingend sich selbst überlassen bleibt, so wird er die Lage nach Fig. 1 einnehmen, wo die Flüssigkeit 9 den unteren Teil seines Hohlraumes ausfüllt. Bringt man den Kasten 1 in die Lage nach Fig. 2 und unterstützt man das Ende desselben, in welchem sich die Flüssigkeit 9 befindet, so wird der
Kasten von dieser Stellung aus in einem bestimmten Zeitraum in die Gleichgewichtslage kommen, und zwar infolge Ausströmung der Flüssigkeit durch die Öffnung 8, wobei hauptsächlich die Größe der letzteren den Zeitraum bestimmt, in welchem der Gleichgewichtszustand eintritt. Ist nämlich eine gewisse Menge der Flüssigkeit in den tiefer gelegenen Teil des Kastens übergetreten, so wird der Schwerpunkt
ίο allmählich auf die andere Seite des Zapfens 2 verlegt, und der Kasten gerät durch Schwingen in die Stellung gemäß Fig. 3, indem der verbleibende Teil der Flüssigkeit über die Wand 6 zu der Flüssigkeit ga hinüberfließt, und schließlieh gerät der Behälter in die der Fig. 1 ähnliche Stellung, nur daß jetzt die Wand 6 nach oben und die Wand 5 nach unten zu liegen kommt. Da der Kasten geschlossen und die darin eingebrachte Flüssigkeitsmenge konstant ist, so wird die Zeit, in der der Behälter von dem Zustand nach Fig. 2 in die Stellung der Fig. 3 hinüberschwingt, auch konstant sein und andererseits von der Größe und Lage der Öffnungen 7 und 8 abhängig sein.
Diese Drehung des Kastens soll nun gemäß der Erfindung für eine in einem bestimmten Zeitraum zu vollziehende Arbeit benutzt werden, und diese Zeit kann auch in gewissen Grenzen durch die Änderung der Winkellagen des Kastens zwischen Anfangs- und Endstellung (Fig. 2 und 3) geregelt werden. Ist eine verhältnismäßig sehr kurze Zeit erwünscht, so kann die Anfangsstellung des Kastens 1 eine solche sein, daß schon unmittelbar etwas vorher die Flüssigkeit über die Scheidewand 5 oder 6 überfließt.
Aus Fig. 4 bis 6 ist ein Beispiel der praktischen Anwendbarkeit des beschriebenen Kastens zur Fernzündung von elektrischem Licht (z. B.
Treppenbeleuchtung) ersichtlich, wo die Drehung des Kastens nach Verlauf einer gewissen Zeit die Löschung des Lichtes bewirken soll.
In Fig. 4, die die Ruhestellung des Apparates veranschaulicht, sei mit 1 der um den Zapfen 2 schwingbare Kasten bezeichnet. 10 ist ein festes Solenoid mit einem in der Länge verschiebbaren Eisenkern 11, an den sich unten eine winkelförmige Stange 12 anschließt. Wenn der elektrische Strom durch das Solenoid geschlossen wird, so wird der Eisenkern 11 so weit nach oben bewegt, daß die Stange 12 den Ansatz 13 eines um die feste Achse 16 beweglichen Doppelhebels 15, 18 trifft, dessen Arm 18 freies Spiel zwischen den festen Stiften 19 und 20 hat; hierbei schwingt der Hebelarm 15 nach oben, wobei die Feder 17 gespannt wird und der Arm mit dem Stift 20 in Berührung kommt. In diesem Zeitpunkt wird der Stromkreis für die elektrischen Lampen oder zu der Zünd-Vorrichtung von Gaslampen o. dgl. geschlossen. Gleichzeitig hält der Sperrhaken 21 eines um die feste Achse 23 beweglichen und unter Einfluß der Feder 24 stehenden Hebels 22 den Hebel 15 in seiner Lage fest, wie dies die Fig. 5 zeigt. .
Die Stange 12 trägt an ihrem oberen Ende eine kleine Rolle 25, die in den Schlitz 26 eines um den Zapfen 2 drehbaren Armes 27 greift, mit welchem eine von einer Blattfeder 30 beherrschte Klinke 29 gelenkig verbunden ist. Auf dem Zapfen 2 sitzt ferner ein auf dem Kasten 1 festgemachtes Sperrad 31 mit zwei Zähnen 32, 33. Durch die Bewegung der Stange 12 nach oben wird der Arm 27 (Fig. 4) so weit nach aufwärts gedreht, bis die Klinke 29 hinter den Zahn 32 einfällt und dort durch den Druck der Blattfeder festgehalten wird (Fig. 5).
Da der Strom im Solenoid 10 nur kurze Zeit geschlossen ist, so senkt sich der Eisenkern 11 nebst Stange 12 sofort wieder und nimmt infolge seines Eigengewichtes den Arm 27 und die Sperrklinke 29 mit, worauf das Sperrad 31 und der mit diesem fest verbundene Kasten 1 die in Fig. 6 gezeichnete Stellung erhalten wird, wobei die Flüssigkeit im Kasten jetzt die der Fig. 2 ähnliche Lage einnimmt.
Nach Verlauf der für das Überströmen der Flüssigkeit im Kasten 1 erforderlichen Zeit gerät letzterer in die durch gebrochene Linien gezeichnete Stellung nach Fig. 6, und die Ecke go 34 desselben trifft eine Rolle 35 am Ende des Hebels 22, der nunmehr aufwärts geht und dadurch den Haken 21 von dem Hebel 15 löst. Hierauf schnellt unter der Einwirkung der gespannten Feder 17 der Hebelarm 18 gegen den Anschlag 19 zurück. Hierdurch wird der elektrische Strom unterbrochen, und die Vorrichtung nimmt wieder die aus Fig. 4 ersichtliche Anfangsstellung ein.
Zur Einstellung des Kastens kann auch eine einfache Hebelanordnung, wie Fig. 7 zeigt, dienen. Das mit dem Kasten fest verbundene Rad 31 ist zu einem doppelarmigen, mit Nasen 32.> 33 versehenen Hebel ausgebildet. Beim Aufwärtsgang der Stange 12 gleitet die Rolle 25 an dem Nasenhebel 33, diesen etwas nach rechts drehend, so weit entlang, bis er die punktierte Lage 25" einnimmt. Beim Rückgang der Stange 12 wird der Hebelarm 33 und dadurch der Kasten 1 in die Stellung gebracht, die etwa den gestrichelten Linien in Fig. 6 entspricht.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum selbsttätigen öffnen und Schließen elektrischer Stromkreise, Gasleitungen u. dgl. in einem bestimmten Zeitpunkt, bestehend aus einem allseits geschlossenen, mit Schwingachse versehenen und mit Flüssigkeit teilweise gefüllten Kasten, dadurch gekennzeichnet, daß im
    Kasten (ι) zwei Wände (5 und 6) angeordnet sind, die zwei symmetrisch zur Achse (2) verteilte Überlauföffnungen bilden und auf ihren diesen Überlauföffnungen jeweils entgegengesetzten Seiten mit weiteren Öffnungen (7 und 8) versehen sind, die die Zeit, in der die Verschiebung des Schwerpunktes und somit eine gewisse Drehung des Kastens (1) stattzufinden hat, bestimmen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kasten (1) ein mit Zähnen (32 und 33) versehenes Fortschaltrad (31) fest verbunden ist, welches von einem Arm (27) und einer Fortschaltklinke (29) so bewegt wird, daß der Kasten stets in die für die Wirkung der Vorrichtung erforderliche Anfangsstellung von selbst zurückkehrt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. CEDRUCICT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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