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Fallschirm für Flugzeuge.
Die Erfindung betrifft einen für Flugzeuge bestimmten Fallschirm, welcher im geschlossenen Zustande am rückwärtigen Teil des Flugzeuges aufliegend, mittels einer Stange mit dem Führersitz drehbar verbunden und samt diesem an dem Traggestell lösbar angeordnet ist, so dass der Schirm nach Lösen der Verbindung und Öffnen durch
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seinem Sitze mitnimmt, um sodann mit ihm abzufallen.
Das wesentlich Neue nach der Erfindung besteht in einer Einrichtung zum Öffnen des Schirmes und zwar darin, dass beim Lösen der Verbindung gleichzeitig die mit dem Führersitz verschiebbar verbundene Schirmstange durch die Wirkung einer gespannten Feder nach rückwärts geschleudert wird, wobei ein an der Schirmstange verschiebbar angeordneter Ring durch entsprechend geführte Schnurzüge gegen die Schirmspitze hin bewegt wird und hiebei, gegebenenfalls
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der Schirmstange bzw. des Schirmes kann aber auch noch dazu benutzt werden, eine den Schirm in dessen Geschlossenlage umgebende Hülle durch geeignet geführte Schnurzüge selbsttätig abzustreifen.
In Fig. 1 der Zeichnung ist der rückwärtige Teil eines Flugzeuges mit einem solchen
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der Fig. 1 darstellt.
An dem unteren Teil der Schirmstange 1 ist ein Traggestell für den Fiiliii, rsitz verschiebbar angeordnet. Das Traggestell besteht aus zwei Längsteilen 2, 2', die sich einerseits zu einem a ! s Führung für die Schirmstange dienenden Auge 4 vereinigen und andererseits an den freien Enden den Fuhrersitz drehbar angeordnet tragen. Die durch das Auge 4 hindurchgreifende Stange ist noch in einem die beiden Längsteile des Trag-
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zwischen Schirm und Flugzeug besteht im folgenden : Die Schirmstange besitzt an ihrem freien Ende, und zwar an der Rückseite des Sitzes einen winkelförmigen Arm 11. der in eine Nase 12 ausläuft.
Die Stange ragt im vorgeschobenen und gesperrten Zustande, wie
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angeordnete Klötze 15 aufzuliegen kommt. Um ein Abheben des Schirmes von seiner Unterlage infolge der Erschütterung des Apparates zu verhindern, sind an den Längsteilen 2, 2' des Traggestelles Klinken 16 angeordnet, die in Ausnehmungen der Klötze 15 eingreift'n
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und die durch Draht- oder Schnurzuge 17 mit je einem Hebelarm 18 verbunden sind, welche Arme auf einer unter dem Sitz angeordneten Welle 19 sitzen. Diese Welle besitzt einendritten, zu einem Hand-oder Fusshebel ausgebildeten Arm 20, der den Sperrzahn 7 zum-Feststellen der Schirmstange in deren vorgeschobener Lage trägt.
Die Hebelarme M bilden mit dem Handhebe}'20 einen WinkeJhebel, so dio durch Betätigen des letzteren 2U die Klinken 7 und 16 gleichzeitig ausgelöst werden. Die Klinken 16 können selbstverständlich auch durch Riegel ersetzt werden. Um ferner eine Verschiebung des Schirmes in seiner Längsrichtung zu verhindern und hiemit den Eingriff der Nase 12 in den Querteil 13 des Flugzeuggestelles zu wahren, besitzen die beiden Längsteile 2, 2'des Sitzgestelles je eine Nase 21, die sich vor den Klötzen 15 des Querteiles 14 legen" so dass der Schirm mittels der Nasen 21 und dem winkelförmigen Arm 11 zwischen die beiden Querteilen 13 und J !'f des FlugzeuggesteIIes festgehalten wird.
Die Feststellung des schwenkbaren Sitzes in seiner Gebrauchslage wird durch die Schirmstunge bewirkt, die beim Vorschieben durch eine Öffnung einer am Sitz angebrachten Vorderwand 22 hindurch- greift und so den Sitz in seiner richtigen Lage festhält. In dieser Lage des Sitzes sind die in bekannter Weise diesen mit der Schirmstange verbindenden Feder- oder Gummizüge 23 gespannt. Die Feder-bzw. Gummizüge sind mit dem einen Ende an dem Quersteg 5 des
Sitzgestelles festgelegt, während sie mit dem anderen Ende an dem Sitz angreifen, so dass sie den Sitz 3 in einem rechten Winkel zur Schirmstange zu drehen suchen. Der Sitz ist an seiner Unterseite in üblicher Weise mit einer elastischen Kufe 24 versehen, die gleichfalls eine Durchgangsöffnung für die Schirmstange besitzt.
Die Kufe ist am rückwärtigen Teil des Sitzes winkelförmig abgebogen, welcher abgebogene Teil 24'sich mit einer die Sitzlehne überragenden Stange 25 vereinigt. Um eine Drehung des Schirmes um seine Achse zu verhindern, besitzt die Schirmstange eine Längsleiste 26, die in Ausschnitte der Durcbgangs- öffnungen des Quersteges 5 des Sitzgestelles und der obenerwähnten Vorderwand 22 des
Sitzes eingreift und so den Schirm gegen Drehung sichert. Der Schirm selbst besteht aus einer Anzahl an der Spitze der Schirmstange drehbar angeordneter Doppelrippen 27, 27', die den Stoff zwischen sich aufnehmen und die, um eine Uberbeanspruchung des tätigen Schirmes hintanzuhalten, durch Schnüre 28 mit dem Sitzgestell bzw. mit dessen Längsteilen 2, : l' verbunden sind.
Im zusammengeklappten, also bei in dem Flugzeug eingesetztem Zustande kommt er über dem Höhensteuar 29 und zwischen zwei auf dem Höhensteuer angeordneten Seitensteuern 30 zu liegen. Um zu verhindern, dass sich der Wind in dem untätigen Schirm fängt, ist derselbe mit einem Überzug 31 ! versehen. Längs der Schirmstange, und zwar zwischen dem Sitzgestell und der Schnrmspitze ist ein Ring 32 verschiebbar angeordnet, der beim Vorschieben gegen die Schirmspitze auf die Spangen einwirkt und diese ausspannt.
Von dem Ring 32 gehen zwei oder mehrere Schnüre 33 ab, die über an der Schirinspitze angeordneten Rollen 34 geführt und mit dem anderen Ende mit dem Sitzgestell verbunden sind. Ferner sind an dem rückwärtigen Rand des Überzuges 31 eine Anzahl Schnüre. ? J befestigt, die längs des Überzuges, und zwar an dessen Aussenseite zu an dem Sitzgebtell angeordneten Rollen 36 und von da zurück an der Innenseite des Überzuges bis zu einer an der Schirmstange vorgesehenen Öse 37 geführt sind, wo die Enden festgelegt sind.
Die Wirkungsweise des Fallschirmes ist die folgende :
Werden durch Betätigung des Handhebels 20 die beiden Klinken 7 und 16 und somit die Verbindung zwischen dem Schirm und dem Traggestell 9 gelöst, so schnellt derselbe infolge der Entspannung der Feder 6 nach rückwärts, wobei der Winkelarm 11 der Schirmstange 1 auf den Quersteg 14 aufzulaufen kommt und hiedurch den Schirm anhebt. In demselben Masse als sich aber der Schirm von dem Sitz 3 wegbewegt, wird der Überzug 31 durch die Schnurzüge 35 zurückgezogen und der Ring 32 durch die SchnurUge 33 nach vorne bewegt, wodurch der von dem Überzug befreite Schirm geöffnet wird. Der sich in dem Schirm verfangende Wind zieht denselben sodann von dem Flugzeug weg, wobei er mit den Kufen 24 des Sitzes auf dem Quersteg 14 des Flugzeuggestelles gleitet.
Kurz vor Erreichung der Endstellung der Schirmstange und dadurch bewirkten vollen Entfaltung des Schirmes wird der Sitz von der Stange freigegeben, indem letztere die Durchgangsöffnung der Kufe 24 passiert (Fig. 2), wonach der Sitz durch die Wirkung der gespannten Federn 23 in einem rechten Winkel nach rückwärts, also in die zum
Abfallen geeignete Stellung verdreht wird (Fig. 4). Hiebei kommt der Sitz mit der Lehne bzw. mit der dieselbe überragenden Stange 25 in Anschlag mit der Nase 12 des Winkel- armes 11, wodurch er an einer Weiterdrehung nach rückwärt verhindert wird. Um den
Sitz auch in der anderen Richtung festzustellen, kann an dem Arm 11 noch ein Schnapper
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Der beschriebene Fallschirm bietet gegenüber den bekannten Konstruktionen noch den Vorteil, dass er infolge des Umstandes, dass er mit seiner Stange unter dem Sitz eingeschoben ist, einen kurzen Bau erhält und daher weniger Raum einnimmt bzw. bei
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gleich langem Bau der Schwerpunkt des abfallenden Schirmes infolge der verschiebbaren Anordnung von Schirm und Sitz mehr nach unten verlegt ist.
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Fallschirm für Flugzeuge, welcher im geschlossenen Zustande auf dem Rumpf des Flugzeuges aufliegend, mittels einer Stange mit dem Fiihrersitz drehbar und samt diesem mit dem Rumpf des Flugzeuges lösbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange (1) des hinter dem Sitz (3) befindlichen Schirmes unter diesem gegen die Wirkung einer Feder oder eines Gummizug6 (6) nach vorne verschoben und mit dem Sitz lösbar verbunden ist, so dass nach Lösen der Verbindung der Schirm von dem Sitz unter der Wirkung der Feder wegbewegt wird, wobei ein auf der Schirmstange verschiebbar angeordneter Ring (82) durch über die Schirmspitzo geführte und mit dem Sitz verbundene Schnurzüge (33) gegen die Schirmspitze bewegt wird und hiebei den Schirm ausspannt.