DE758234C - Durch Stromstoss betaetigter Wechselschalter - Google Patents

Durch Stromstoss betaetigter Wechselschalter

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Publication number
DE758234C
DE758234C DEM143716D DEM0143716D DE758234C DE 758234 C DE758234 C DE 758234C DE M143716 D DEM143716 D DE M143716D DE M0143716 D DEM0143716 D DE M0143716D DE 758234 C DE758234 C DE 758234C
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DE
Germany
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switching element
changeover switch
interior
magnetic
interrupter
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Expired
Application number
DEM143716D
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Deinzer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Muth & Co
Original Assignee
Muth & Co
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Filing date
Publication date
Application filed by Muth & Co filed Critical Muth & Co
Priority to DEM143716D priority Critical patent/DE758234C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE758234C publication Critical patent/DE758234C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H29/00Switches having at least one liquid contact
    • H01H29/16Switches having at least one liquid contact operated by dipping soil contact into stationary contact liquid

Landscapes

  • Switches That Are Operated By Magnetic Or Electric Fields (AREA)

Description

  • Durch Stromstoß betätigter Wechselschalter Wechselschalter, die durch Stromstoß betätigt werden, sind in der Technik allgemein, insbesondere als Fernschalter, bekannt. Der Schaltvorgang wird bei ihnen dadurch ausgelöst, daß der Stromkreis bei einem Stromstoß geschlossen und bei einem neuen Stromstoß wieder geöffnet wird. Es sind derartige Schalter als mechanische Kippschalter ausgeführt worden, die entweder mit festem Kontakt oder mit O_uecksil'berschaltröhren arbeiten. Bei diesen Kippschaltern erfolgt die Umsteuerung der Kontakte entweder durch eine Kurvenscheibe oder durch ein Schleudergewicht. Auch sind Vorrichtungen bekannt, bei denen das Umlegen des Kippankers durch die Umpolung eines Magnetfeldes vorgenommen wurde.
  • Die Arbeitsweise aller dieser Vorrichtungen befriedigt jedoch bis heute noch nicht. Bei den mit Kurvenscheiben - gesteuerten Schaltsystemen erfolgt leicht ein Überspringen des Schaltkontaktes, während die Kippsysteme den Nachteil einer unzuverlässigen Festhaltung der Kontaktstellungen besitzen. Bei den Kurvenführungen tritt ferner häufig ein Hängenbleiben auf, wodurch die Betriebssicherheit naturgemäß in Frage gestellt ist. Die mit Schleudergewichten arbeitenden Fernschalter sind von der Dauer der Kontaktgabe abhängig, so daß bei ihnen sehr häufig Störungen eintreten.
  • Bei einer anderen bekannten Schaltvorrichtung wird ein in der Schaltröhre befindliches Schaltglied durch einen Hubmagneten angehoben und mittels Führungskurven gedreht. Nach Aufhören des Magnetfeldes fällt das Schaltglied infolge seiner Schwere herab, so daß Fehlschaltungen dadurch vorkommen können, daß das Schaltglied nicht weit genug gedreht wird und infolgedessen wieder in seine Ausgangslage zurückfällt.
  • Alle diese Nachteile werden durch die erfindungsgemäße Vorrichtung vermieden. Die Erfindung bezieht sich auf einen durch Stromstoß betätigten Wechselschalter, der ein im Innern einer Ouecksilberschaltröhre angeordnetes längs verschiebbares und drehbares Schaltglied trägt, das durch das Magnetfeld eines Hubmagneten beeinflußt wird und das Kurvenbahnen besitzt, die mit Anschlägen zusammenarbeiten. Erfindungsgemäß ist der Hubmagnet mit Polschuhen versehen, durch die das aus nichtmagnetisierbarem Werkstoff bestehende Schaltglied mittels eines in seinem Innern befindlichen Ankers in Drehung versetzt wird. Diese Drehbewegung wird beim Zurückfallen des Schaltgliedes auf einen Anschlag durch die am unteren Ende des Schaltgliedes befindliche Kurvenbahn derart fortgesetzt, daß insgesamt eine Drehung um vorzugsweise i8o° erfolgt. Gemäß weiterer Erfindung ist der Magnetkern derart ausgebildet, daß er in das Innere der Schaltröhre hineinragt, wodurch der Durchmesser der Schaltvorrichtung verringert wird, was in vielen Fällen von Vorteil ist.
  • Bei dem Wechselschalter nach der Erfindung erfolgt die Drehung des Schaltgliedes im Zusammenwirken von Magnetkräften und Schrägflächen, wobei die Magnetkräfte in erster Linie bei der Aufwärtsbewegung des Schaltgliedes wirksam werden, während die Schrägflächen beim Herabfallen des Schaltgliedes zur Wirkung gelangen. Durch einen kurzen Stromstoß wird die Magnetspule des Hubmagneten erregt, wodurch sowohl ein Heben als auch ein Drehen des Schaltgliedes erfolgt. Die Drehung des Schalthebels ist stets sichergestellt, sofern die magnetische Kraft überhaupt ausreicht, den Schaltkörper zu heben. Dies ist jedoch bei ausreichend dimensionierter Magnetspule stets gewährleistet.
  • Dagegen sind kurze Stromstöße bei den bekannten Schaltröhren, bei denen die Magnetkraft nur ein Heben des Schaltgliedes bewirkt, während die Drehung durch eine Schrägfläche herbeigeführt wird, oft nicht ausreichend. Bei kurzen Stromstößen stößt nämlich das nach oben bewegte Schaltglied mit der Schrägfläche gegen den Anschlag. Wenn nun der Stromstoß bzw. das Magnetfeld in diesem Augenblick zu wirken aufhört, so kann eine Drehung des Schaltgliedes nicht mehr erfolgen, so daß dieses wieder in die Ausgangsstellung zurückkehrt. Die bekannten Einrichtungen erfordern daher zur Schaltung einen Stromstoß von längerer Dauer.
  • Durch den Fortfall der oberen Schrägflächen bzw. durch deren erfindungsgemäßen Ersatz durch einen sich drehenden magnetischen Anker ist somit ein stets sicheres Arbeiten des Wechselschalters gewährleistet.
  • Die Ausführungsform, bei der der Magnetkern in das Innere der Schaltröhre hineinragt, während die Magnetspule oberhalb der Schaltröhre angebracht ist, hat den Vorteil, daß bei der Herstellung der Magnetspule keine Rücksicht auf den Durchmesser der Schaltröhre genommen zu werden braucht. Auch ist es oft von Vorteil, den Durchmesser des Wechselschalters nicht dadurch zu vergrößern, daß die Magnetspule um die Glasröhre herumgelegt ist.
  • In den Figuren ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigt Fig. i eine Seitenansicht der Schaltröhre im eingeschalteten Zustand, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-11 der Fig. i, Fig. 3 einen Wechselschalter anderer Ausführungsform, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
  • Bei der in den Fig. i und 2 dargestellten Schaltvorrichtung ist i die aus einem Glasgefäß bestehende Schaltröhre, die entweder luftleer oder mit einem inerten Gas gefüllt ist. Um die Schaltröhre i ist eine Magnetspule 2 angeordnet. Ferner ist in der Längsachse der Schaltröhre i ein Schaltstiftträger 3 eingeschmolzen, an dem ein Anschlag in Gestalt eines Stiftes 5 befestigt ist. An ihrem unteren Ende besitzt die Schaltröhre i zwei -Näpfe 6 und 7, die mit Quecksilber 8 gefüllt sind und in die Kontaktstifte 9 hineinragen, die mit in der Zeichnung nicht dargestellten Leitungen des zu schaltenden Stromkreises verbunden sind.
  • In der Schaltröhre ist ferner ein magnetisches Schaltglied io vorgesehen, das an seinem unteren Ende Kurvenbahnen i i und 12 aufweist. Die Kurvenbahn 12 mündet in einen Schlitz 13, während die Kurvenbahn i i bei 14 endet. Am unteren Ende des Schaltgliedes io sind Kontaktstifte 15 und 16 angebracht, die in das Quecksilber 8 in den beiden Näpfen 6 und 7 eintauchen können und über das Schaltglied io die Verbindung zwischen den beiden Kontaktstiften g herstellen.
  • Die Magnetspule 2 trägt an ihrer der Schaltröhre i zugewandten Seite Polschuhe 17 und 18. Im Innern des aus unmagnetischem Werkstoff bestehenden Schaltgliedes io befindet sich ein magnetischer Anker ig, durch dessen Bohrung 2o der Schaltstiftträger hindurchgeführt ist. Der magnetische Anker ig besitzt zwei streifenförmige Lappen 21 und 22, die mit gegenüberliegenden Stellen der Innenwandung des Schaltgliedes io fest verbunden sind.
  • Der Schaltvorgang verläuft folgendermaßen Bei der in Fig. i dargestellten Einschaltstellung befindet sich das Schaltglied io in seiner unteren Lage, wobei seine Kontaktstifte 15 und 16 in die Quecksilbernäpfe 6 und 7 eintauchen und somit die Einschaltung eines äußeren Stromkreises vornehmen.
  • Soll nun eine Ausschaltung vorgenommen werden, so wird die Magnetspule durch einen Hilfsstromkreis kurzzeitig erregt. Die Erregung der Magnetspule 2 hat ein Heben des Kernes ig und des mit diesem verbundenen Schaltgliedes io zur Folge, währenddessen der Schlitz 13 des Schaltgliedes an dem Anschlagstift 5 entlang gleitet. Nachdem das Schaltglied so weit gehoben ist, daß der Schlitz 13 außer Eingriff mit dem Stift 5 ist, beginnt sich das Schaltglied durch magnetische Wirkung um ungefähr go° zu drehen, bis die Lappen 21 und 22 des Kernes ig den Polschuhen 17, 18 der Magnetspule- gegenüberliegen. Wird nunmehr die Magnetspule 2 entregt, so fällt das Schaltglied io infolge seiner Schwere nach unten und kommt mit dem Rand seiner Kurvenbahn i i auf den Stift 5 zu liegen. Infolge der Abschrägung der Kurvenbahn ii bewegt sich das Schaltglied durch Schwerewirkung entlang dieser Kurvenbahn nach unten, wobei es sich gleichzeitig um ungefähr go° weiterdreht. Diese Bewegung wird an der Stelle 14 durch einen Anschlag der Kurvenbahn 12 begrenzt. In dieser Lage befinden sich die Kontaktstifte 15 und 16 weit oberhalb der Quecksilbernäpfe 6 und 7, so daß der zu schaltende Stromkreis geöffnet bleibt. Das Schaltglied wird in dieser Ausschaltstellung durch den Stift 5 fest in seiner Lage gehalten und kann durch Erschütterungen od. dgl. nicht aus dieser Lage gebracht werden.
  • Um nun eine Einschaltung vornehmen zu können, ist eine erneute Erregung der Magnetspule 2 durch kurzzeitiges Einschalten des Hilfsstromkreises notwendig. Das Schaltglied i o wird hierdurch in bekannter Weise hochgehoben und gleichzeitig um ungefähr go° gedreht, und zwar in gleicher Drehrichtung wie bei der vorbeschriebenen Ausschaltbewegung. Nach Entregen der Magnetspule 2 fällt das Schaltglied io nach unten, trifft aber nunmehr mit seiner Kurvenbahn 12 auf den Stift 5 auf. Durch Entlanggleiten an der Kurvenbahn 1 2 fällt das Schaltglied schließlich in den am Ende der Kurvenbahn 12 befindlichen Schlitz 13 ein. Hierdurch kann sich das Schaltglied io so weit senken, daß seine Kontaktstifte 15 und 16 in die Quecksilbernäpfe 6 und 7 eingreifen und somit die Überbrückung des zu schaltenden Stromkreises vornehmen. Bei jedem Erregen der Spule wiederholt sich der beschriebene Vorgang dergestalt, daß das Schaltglied jeweilig um insgesamt i8o° gedreht wird.
  • Die in den Fig. 3 und .4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich gegenüber der beschriebenen Schaltröhre in der besonderen Anordnung der Magnet spule -2 und des Magnetpols 25 sowie des Führungsstiftes 5. Der letzte ist an der Stelle .4 in die Seitenwandung der Schaltröhre i eingeschmolzen, was jedoch auf seine Wirkungsweise ohne Einfluß ist. Das äußerlich in gleicher Weise wie bei der erstbeschriebenen Schaltröhre ausgebildete Schaltglied io besteht aus unmagnetischem Werkstoff und trägt an seiner Innenwandung einen Anker bildende Lappen 23 und 2.1 aus magnetischem Werkstoff. Die Magnetspule 2, die sich oberhalb der Schaltröhre i befindet, besitzt einen Pol 25, der in das Innere der Röhre hineinragt. Am freien Ende des Pols 25 ist dieser mit den beiden Polschuhen -26 und 27 versehen. Der Pol 25 ist in die Schaltröhre eingeschmolfzen, so daß die Polschuhe 26 und 27 in bezug auf die Schaltröhre festliegen. Der Schaltvorgang ist im übrigen bei diesem Ausführungsbeispiel der gleiche wie bei dem Wechselschalter gemäß Fig. i und 2.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Durch Stromstoß betätigter Wechselschalter, der ein im Innern einer Ouecksilberschaltröhre 'angeordnetes längs verschiebbares und drehbares Schaltglied trägt, das durch das Magnetfeld eines Hubmagneten beeinflußt wird und das Kurvenbahnen besitzt, die mit Anschlägen zusammenarbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubmagnet (2) mit Polschuhen (17, 18 bzw. 26, 27) versehen ist, durch die das aus nicht magnetisierbarem Werkstoff bestehende Schaltglied (io) mittels eines in seinem Innern befindlichen Ankers (ig, 21, 22 bzw. 23, 24) in eine Drehbewegung versetzt wird, die beim Zurückfallen des Schaltgliedes (io) auf einen Anschlag (5) durch die am unteren Ende des Schaltgliedes (io) befindliche Kurvenbahn (ii, i2)_ derart fortgesetzt wird, daß insgesamt eine Drehung um vorzugsweise i8o° erfolgt.
  2. 2. Wechselschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetpol (25) in das Innere der Schaltröhre (i) hineinragt (Fig. 3 und .I). ZurAhgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften @r. 151 73-, ,397 33-t, 665 273; schweizerische Patentschrift N r. 97 959; französische Patentschriften 1r. 544912, 708 267 USA.-Patentschrift Nr. 1 908 S67.
DEM143716D 1938-12-24 1938-12-24 Durch Stromstoss betaetigter Wechselschalter Expired DE758234C (de)

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DE1199851B (de) * 1961-08-16 1965-09-02 Katharina Taucke Geb Duhme Elektromagnetischer Impulsschalter

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