DE271007C - - Google Patents

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DE271007C
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switch
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switch tongues
springs
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanisms For Operating Contacts (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
271007'-KLASSE 20«. GRUPPE
in DUISBURG-RUHRORT.
Weichenstellvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. März 1913 ab.
Die Erfindung betrifft eine Weichenstellvorrichtung, bei der die Weichenzungen mit einem Stellglied verbunden sind, das mittels an einer Schwinge angeordneter Riegel in den Endstel· lungen verriegelt und von einem Antriebglied bei dessen Bewegung in der einen oder anderen Richtung nach einem während der Entriegelung stattfindenden Leergang mitgenommen wird. Das Wesen der Erfindung besteht
ίο darin, daß die in ortsfesten Führungen rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Stellgliedes verschiebbaren Riegel an der durch das Antriebglied in die eine oder andere Verriegelungstellung zu bewegenden Schwinge angelenkt sind und bei der Bewegung des Antriebgliedes in der einen oder der anderen Richtung abwechselnd in die Bahn der einen oder der anderen von zwei an dem Stellglied angeordneten Klinken gebracht werden, von denen die eine oder die andere bei der Verschiebung des Stellgliedes von dem entsprechenden, in die Verriegelungstellung gelangenden Riegel zurückgedrückt wird und am Ende der Verschiebung hinter diesen Riegel tritt. Bei Weichenstellvorrichtungen ist die Verriegelung einer mit den Weichenzungen verbundenen Stange mittels einer Schwinge, die unmittelbar abwechselnd in die eine oder andere von zwei an der Stange vorgesehenen ösen greift, bekannt. Von dieser bekannten Einrichtung unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß bei ihm ohne Schwierigkeit eine gemeinsame Antriebvorrichtung zur Bewegung der mit den Weichenzungen verbundenen Stange einerseits und der Verriegelungschwinge anderseits verwendet werden kann. Ferner ist bei Weichenstellvorrichtungen bekannt, eine mit den Weichenzungen verbundene Stange mittels einer Platte zu verriegeln, die während eines Leerganges der Antriebvorrichtung durch einen mit Keilflächen versehenen Schieber ausgerückt wird. Gegenüber dieser bekannten Einrichtung bietet der Erfindungsgegenstand den Vorteil, daß der Kraftaufwand beim Ein- und Ausrücken der Verriegelungvorrichtung verringert und eine zuverlässige Wirkungsweise der Verriegelungglieder gewährleistet ist. . ,
Auf den Zeichnungen ist eine nach der Erfindung hergestellte Weichenstellvorrichtung in einer Ausführungsform dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Vorrichtung nach der Linie A-B der Fig. 2.
Fig. 2 ist eine Oberansicht der Vorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel.
Fig. 3 ist ein senkrechter Querschnitt durch die Vorrichtung nach der Linie C-D der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein senkrechter Querschnitt durch die Vorrichtung nach der Linie E-F der Fig. 2.
Fig. 5 stellt eine Einzelheit der Fig. 1 in größerem Maßstabe dar.
Fig. 6 veranschaulicht die Teile nach Fig. 5 in Oberansicht.
Fig. 7 und 8 veranschaulichen verschiedene andere Stellungen der Teile nach Fig. 5.
Die Weichenstellvorrichtung ist in einem Gehäuse 1 angeordnet, das zwischen den Schiehen 2 liegt und oben durch eine Deckplatte 3 abgeschlossen ist.
Am Boden des Gehäuses 1 ist mittels eines Zapfens 4 ein Hebel 5 gelagert, der mit einem Kopf 6 versehen ist. In diesem Kopf ist ein Schlit2 7 vorgesehen, in den der Fahrer oder der Weichensteller durch eine öffnung 8 der Deckplatte 3 hindurch eine Stange o. dgl. einführen kann, um den Hebel 5 von der einen in die andere Endstellung zu bewegen.
An den Hebel 5 ist mittels eines Zapfens 9 eine Stange 10 ängelenkt, die anderseits durch einen Zapfen 11 mit dem einen Arm 12 einer Schwinge gelenkig verbunden ist, die mit drei auf einer Welle 13 befestigten Armen 12,14, 15 versehen ist. Die Welle 13 ist in Lagern 16 drehbar, die an den Seitenwänden des Gehäuses ι angebracht sind. Die Arme 14, 15 sind mit Langlöchern 17, 18 versehen, in die die Zapfen 19, 20 von Riegeln 21, 22 greifen.
Diese Riegel sind in Führungen 23, 24 einer am Gehäuse 1 befestigten wagerechten Lagerplatte 25 senkrecht verschiebbar.
Die Stange 10 ist mit zwei Knaggen 26, 27 (Fig. 2) versehen, zwischen denen mit Spielraum ein an einer Stange 28 vorgesehener Ansatz 29 angeordnet ist. Die Stange 28 ist auf der Lagerplatte 25 wagerecht verschiebbar und besteht zweckmäßig aus zwei im Querschnitt rechteckigen Teilen 30, 31, die mit zylindrisehen Ansätzen 32 versehen sind. Die Stangenteile 30, 31 sind wechselseitig ausgeschnitten und besitzen gezahnte Flächen 33, die durch Schrauben 34 aneinandergepreßt werden. Auf diese Weise kann nach Lösen der Schrauben 34 die Länge der Stange 28 durch gegenseitige Verschiebung der Teile 30, 31 zur genauen Einstellung der Weichenzungen geändert werden. Die Änderung der Länge der Stange 28 kann auch auf beliebige andere Weise, z. B.
mittels einer in die Stange eingeschalteten Verschraubung, vorgenommen werden.
An dem Stangenteil 31 ist der vorgenannte Ansatz 29 vorgesehen. An dem Stangenteil 30 sind mittels Zapfen 35, 36 zwei entgegengesetzt gerichtete Klinken 37, 38 angelenkt, die durch Federn 39, 40 gegen die Oberseite der Lagerplatte 25 gedrückt werden, so daß sie gewöhnlich eine wagerechte Stellung einnehmen.
Die an beiden Enden der Stange 28 befindlichen Ansätze 32 sind als Hülsen ausgebildet, in deren Bohrungen 41 (Fig. 5) zylindrische Stangen 42 verschiebbar sind. Die Stangen 42 umfassen mit ihren Köpfen 43 Zapfen 44, die an den in üblicher Weise um Zapfen drehbaren Weichenzungen 47 angeordnet sind, von denen jede zwischen der entsprechenden Backenschiene 45, 45 a und der entsprechenden Zwangschiene 46, 46" beweglich ist.
Die Befestigung der Stangen 42 mit den Weichenzungen 47 kann auch statt mittels der Köpfe 43 und der Zapfen 44 auf beliebige andere Weise erfolgen. Jede Stange 42 ist mit zwei hintereinanderliegenden senkrechten' Schlitzen 48, 49 versehen. Entsprechende Schlitze 50, 51 sind auch indem hülsenartigen Teil des Ansatzes 32 vorgesehen. In den Schlitzen 48, 50 und 49, '51 sind Leisten 52 und 53 .wagerecht verschiebbar, die durch Stifte 54 und 55 gegen das Herausfallen aus den Schlitzen gesichert sind. Zwischen den Leisten 52, 53 ist auf dem Ansatz 32 unter Einschaltung von Scheiben 56,57 eine unter Drück aufgezogene Feder 58 angeordnet, die die Scheiben 56, 57 und die Leisten 52, 53 auseinanderdrückt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
In der in Fig. 1 und 2 veranschaulichten Stellung liegen die Weichenzungen 47 an der linken Backenschiene 45 und an der rechten Zwangschiene φα an. Soll die Weiche umgestellt werden, so führt der Fahrer oder Weichensteller' eine Stange oder ein geeignetes anderes Gerät in den Schlitz 7 (Fig. 1) des Kopfes 6 ein und bewegt den Hebel 5 aus der linken in die rechte Endstellung. Bei dieser Bewegung des Hebels 5 wird die an ihn angelenkte Antriebstange 10 nach rechts verschoben, so daß auch die Knaggen 26, 27 nach rechts bewegt werden. Hierbei führt der Knaggen 26 zunächst einen Leergang aus, bevor er gegen den Ansatz 29 der Weichenstellstange 28 wirkt. Während dieses Leerganges wird die Schwinge 12, 14, .15 so gedreht, daß die Stange 28, die bisher gegen eine Verschiebung nach rechts durch den in der Bahn ihrer Klinke 38 liegenden Riegel 22 gesichert war, durch Abwärtsbewegung dieses Riegels freigegeben wird. Außerdem wird der Riegel 21 so weit nach oben bewegt, daß er unmittelbar unter der Klinke 37 liegt.
Sobald der Riegel 22 aus der Bahn der Klinke 38 gelangt ist, nimmt bei der Weiterdrehung des Hebels 5 der gegen den Ansatz 29 wirkende Knaggen 26 die Stellstange 28 mit und bewegt sie in die rechte Endstellung, so daß die Weichenzungen 47 jetzt an der linken Zwangschiene 46 und an der rechten Backenschiene 45fl anliegen. Bei der Verschiebung der Stellstange 28 in die rechte Endstellung drückt ferner der Riegel 21 die Klinke 37 nach oben, wie in Fig. 1 mit gestrichelten Linien dargestellt ist. Am Ende dieser Verschiebung der Stange 28 wird die Klinke 37 durch die Feder 39 in die wagerechte Sperrstellung hinter den Riegel 21 gebracht, so daß

Claims (2)

jetzt die Stellstange 28 in der rechten Endstellung verriegelt ist. Die Umstellung der Weichenzungen 47 in die linke Endstellung erfolgt in umgekehrter Weise, wie vorher beschrieben ist, indem in diesem Fall der Knaggen 27 tgegen den Ansatz 29 wirkt und die Stange 28 am Ende der Umstellung durch den Riegel 22 gesperrt wird. Bei der Bewegung des Hebels 5 zur Umstellung der Weichenzungen 47 in die eine oder die andere Endlage, braucht nur die Kraft der schwachen Feder 39 oder 40 überwunden zu werden, so daß diese Umstellung nur einen sehr geringen Kraftaufwand erfordert. Durch die Verriegelung der Stellstange 28 in der einen oder der anderen Endstellung mittels des Riegels 21 oder 22 ist eine unbeabsichtigte Bewegung der Weichenzungen aus ihrer jeweiligen Endstellung durch Erschütterungen 0. dgl. verhindert, so daß Unfälle durch Überführen eines Rades auf eine falsche Schiene verhütet sind. Die auf den Ansätzen 32 der Stange 28 angeordneten Federn 58 stellen nachgiebige Glieder dar, die bei der Umstellung der Weichenzungen nur zur Kraftübertragung dienen und in diesem Fall nicht zusammengedrückt werden. Falls jedoch die Weiche aufgeschnitten wird, ermöglichen die Federn 58 das Zurückdrücken der Weichenzungen durch die Wagenräder, indem in diesem Fall, je nachdem jede Weichenzunge an der einen oder anderen Backen- oder Zwangschiene anliegt, die'entsprechende Stange 42 unter Zusammenspannung der Feder 58 entweder, wie in Fig. 7 dargestellt ist, um einen geringen Betrag in den hülsenartigen Teil des zugehörigen Ansatzes 32 hineingedrückt oder, wie in Fig. 8 veranschaulicht ist, aus diesem Teil um einen geringen Betrag herausgezogen wird. Auf diese Weise können die Weichenzungen beim Aufschneiden der Weiche, trotzdem die Stellstange 28 verriegelt ist, unter Zusammenspannung der Federn 58 einzeln zurückgedrückt werden. Nach dem Aufschneiden der Weiche kehren die Weichenzungen 47 unter der Wirkung der Federn 58 selbsttätig wieder in die ursprüngliche Lage zurück. Pate NT-A ν Sprüche:
1. Weieinstellvorrichtung, bei der die Weichenzungen mit einem Stellglied verbunden sind, das mittels an einer Schwinge angeordneter Riegel in den Endstellungen verriegelt und von einem Antriebglied bei dessen Bewegung in der einen oder der anderen Richtung nach einem während der Entriegelung stattfindenden Leergang mitgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die in ortsfesten Führungen rechtwinklig zur Bewegungsrichtung des Stellgliedes verschiebbaren Riegel an der durch das Antriebglied in die eine oder die andere Verriegelungstellung zu bewegenden Schwinge angelenkt sind und bei der Bewegung des Antriebgliedes in der einen oder der anderen Richtung abwechselnd in die Bahn der einen oder der anderen von zwei an dem Stellglied angeordneten Klinken gebracht werden, von denen die eine oder die andere bei der Verschiebung des Stellgliedes von dem entsprechenden, in die Verriegelungstellung gelangenden Riegel zurückgedrückt wird und am Ende der Verschiebung hinter diesen Riegel tritt.
2. Weichenstellvorrichtung nach Anspruch i, bei der an den Enden des Stellgliedes Federn angeordnet sind, die zur Übertragung der Bewegung vom Stellglied auf die Weichenzungen dienen und ein unabhängiges Aufschneiden der beiden Weichenzungen ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, daß in Hülsen (32) an den Enden des Stellgliedes (28) mit den Weichenzungen (47) verbundene Stangen (42) verschiebbar und auf den Hülsen die das unabhängige Aufschneiden der Weichenzungen zulassenden Federn (58) zwischen Leisten (52, 53) go vorgesehen sind, die in entsprechenden Schlitzen (50, 51 und 48, 49) der Hülsen (32) und der Verbindungstangen (4z) verschiebbar sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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