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Typenradschreibmaschine Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung
der Typenradschreibmaschine nach Patent 6o9 811 mit einer Vorrichtung zum Umschalten
<ler Bewegungsrichtung des beim Typenäbdruck durch ein Zahnklinkengesperre o.
dgl. weitergeschalteten Papierwagens in Gestalt von zwei entgegengesetzt wirkenden,
abwechselnd ausschaltbarenWagenschaltklinken, zu dem Zwecke, die Benutzung der Maschine
auch für solche Sprachen, deren Schrift von rechts nach links geführt wird, zu ermöglichen.
Die Erfindung besteht darin, daß für die Schaltklinken, welche an der das Typenrad
tragenden Schieberplatte aasgelenkt sind, Begrenzungsanschläge an einer auf der
Schieberplatte angeordneten gemeinsamen Stellschiene derart angebracht sind, daß
in jeder von zwei Regelstellungen der Stellschiene abwechselnd eine Klinke in der
Arbeitsstellung, die andere in der Ruhestellung sich befindet, wobei die Ruhestellung
der Schaltklinken so geregelt ist, daß die nicht arbeitende Klinke gegen Ende der
Abdruckbewegung des Typenrades ebenfalls zum Eingriff in die Zahnstange des Papierwagens
gelangt und dessen Bewegung während des Typenabdruckes sperrt.
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Bei allen Maschinen, bei welchen die Wagenbewegung nicht durch eine
gespannte Feder, sondern durch den Tastendruck unmittelbar bewerkstelligt wird,
sind Unterschiede im Vorschub durch die verschieden großen Beschleunigungen infolge
ungleich starken Tastenanschlags möglich. Durch die umschaltbare Klinkenanordnung
gemäß der Erfindung werden derartige Vorschubunterschiede vollständig ausgeschlossen,
weil die jeweils abgeschaltete Klinke gegen Ende des Vorschubs der Zahnstange durch
die eingeschaltete Klinke noch zum Eingriff in die Zahnstange gelangt, damit die
Wagenbewegung abbremst und Ungenauigkeiten im Vorschub unmöglich macht. Durch den
Eingriff beider Klinken in die Zahnstange ist der Wagen im Augenblick des Abdrucks
der eingestellten Type nach beiden Bewegungsrichtungen festgestellt.
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Es ist eine Schreibmaschine bekannt, bei welcher die Wagenbewegung
dadurch gebremst und gesperrt wird, daß die ausgeschaltete Vorschubklinke gegen
Ende des Wagenvorschubes zum Eingriff in die Zahnstange des Wagens kommt. Da aber
bei dieser Maschine die Wagenschaltung nicht unmittelbar durch das Niederdrücken
der Typentaste, sondern nach dem Abdruck beim Rückgang der Taste durch eine Feder
bewirkt wird, so ist der Wagen im Augenblicke des Abdruckes nicht gesperrt.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
durch einen Grundriß, in welchem die zum Verständnis nicht erforderlichen Teile
einer Schreibmaschine, die im übrigen z. B. in der Patentschrift 6o9 81z näher beschrieben
ist, fortgelassen sind.
In der Grundplatte i ist in einer quer zur
Wagenbewegung gerichteten `I'ührung 2 eine Schiebeiplatte 3 verschiebbar geführt,
auf der die Achse .4 des Typenrades 5 befestigt ist. Zulu Typenabdruck wird die
Schieberplatte 3 mit dem Typenrade 5 in der Richtung gegen den Papierwagen verschoben.
Die hierzu dienende Vorrichtung ist als an sich bekannt und nicht zur Erfindung
gehörig nicht dargestellt. An seitlichen Vorsprüngen 6 der Schieberplatte 3 sind
je mittels eines Bolzens 7 zwei Schaltzahnklinken angelenkt, die je einen doppelarmigen
Hebel bilden. Das eine zahnförmig gestaltete Ende des Klinkenschalthebels steht
der Zahnung einer mit dem Papierwagen verbundenen Zahnstange 9 gegenüber, während
das andere Ende des Klinkenhebels durch eine Feder io mit einem seitlichen Vorsprung
ix der Schieberplatte 3 verbunden ist. Die Feder io zieht den einen Arm des Schalthebels
8 gegen einen Anschlag 12, der an einer Stellschiene 13 angebracht ist. Diese
Stellschiene ist durch die Bolzen 7 mit der Schieberplatte 3 verbunden und vermittels
Schlitzführungen i¢ durch die Bolzen quer zur Bewegungsrichtung der Schieberplatte
3 verschiebbar geführt. Die Stellschiene 13 ist durch eine Gelenkverbindungsstange
15 mit dem einen Ende eines bei 16 mittels eines lotrechten Bolzens an der
Grundplatte i angelenkten zweiarmigen Stellhebels 17 verbunden, dessen anderes,
griffartiges Ende auf der Vorderseite der Maschine hervortritt.
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In der einen in der Figur gezeichneten Regelstellung, in@welcher die
Stellschiene 13 soweit wie möglich nach links verschoben ist, läßt der Begrenzungsanschlag
12 der rechten Schaltklinke 8 zu, daß diese Klinke unter der Wirkung ihrer Zugfeder
io eine Stellung einnimmt, in der das zahnförmige Ende der Klinke in die Zahnstange
9 eingreift oder nahezu eingreift. Die linke Schaltklinke 8 dagegen ist bei dieser
Einstellung der Schiene 13 durch ihren Anschlag 12 entgegen dem Zug der Feder io
von der Zahnstange 9 zurückgezogen, und zwar soweit, daß sie gegen Ende der Vorschubbewegung
der Schieberplatte 3 zwar zum Eingriff in die Zahnstange 9 kommt, ohne aber eine
Bewegung derselben herbeizuführen, vielmehr nur zum Sperren der Zahnstange 9 und
damit des Papierwagens dient.
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Wird der Hebel 17 umgestellt und dadurch die Stehschiene 13 in die
andere Endstellung gebracht, so wird die rechte Schaltklinke 8 in die Ruhestellung
zurückgezogen und die linke Klinke 8 in die Arbeitsstellung gebrächt, so daß beim
Typenabdruck nunmehr der Papierwagen von links nach rechts bewegt wird.
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Die Schaltklinken können in an sich bekannter Weise auch an der Grundplatte
derart angeordnet sein, daß sie beim Rückgang der Schieberplatte oder eines anderen
hin und her bewegten Teiles den Papierwagen fortschalten.
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Die beschriebene Anordnung ermöglicht auch das Rückschalten des Papierwagens,
so daß sich die Anordnung einer besonderen Rückschaltv orrichtungmit Tastenhebel
erübrigt. Das Rückschalten des Papierwagens geschieht durch Umstellen des Schalthebels
17 und Gebrauch des Zwischenraumschalthebels.