DE26673C - Verfahren zur Abscheidung eines Theils der schäffer'schen Monosulfosäure des Betanaphtols von der mit ihr im Gemenge erzeugten Alphamonosulfosäure des Betanaphtols. (I - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung eines Theils der schäffer'schen Monosulfosäure des Betanaphtols von der mit ihr im Gemenge erzeugten Alphamonosulfosäure des Betanaphtols. (I

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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives

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Description

Patentamt
In der Patentschrift No. 18027 isi rnitgetheilt, dafs eine bis dahin unbekannte, von uns »Aiphamonosulfosäure des Betanäphtois« genannte Säure neben der durch Schäffer (Ann. d. Chemie, 152, 296) bekannt gewordenen Monosulfosäure des Betanäphtois entsteht, wenn man das in der Patentschrift beschriebene Verfahren der raschesten Sulfonirung bei niedrigster Temperatur beobachtet.
Da die von uns in dieser Weise hergestellte Alphamohosulfosäure schönere Farben giebt und darum werthvoller ist als die Schäffer'sche,, so ist es erwünscht, die Schäffer'sche Monosulfosäure, welche aus diesem Grunde eine Verunreinigung der Alphasäure darstellt, nach Möglichkeit zu entfernen.
In der Patentschrift No. 18027 ist zu diesem Zwecke das Verfahren der Trennung der Natronsalze mittelst Spiritus vorgeschlagen und beschrieben. Die vorliegende Erfindung hat andere Trennungsweisen zum Gegenstande, welche die Verunreinigung zwar nur zum gröfsten Theil beseitigen, dafür aber bedeutend einfacher und billiger sind. ■· ■ ■■
Das Verfahren gründet sich auf die verschiedene Löslichkeit der Salze der beiden isomeren Naphtolmonosulfosäuren in Wasser. ·
I.
Sobald die Schmelze, d. h. das durch die rasche und bei der mäfsigen Temperatur erfolgende Sulfonirung aus Naphtol und Schwefelsäure erzeugte Gemisch, in kaltes Wasser gegossen (auf ι Gewichtstheil Schmelze io.Theile Wasser) und eingerührt ist, wird sie mit ätzenden oder kohlensauren Erdalkalien, z. B. Kalk, Baryt etc., neutralisirt, gekocht und heifs filtrirt. Das Filtrat wird hierauf so lange eingedampft, als sich Salz der Schäffer'schen Sulfosäure in. Form eines Niederschlages abscheidet, welcher alsdann ,durch Filtration von dem in Lösung bleibenden, noch nicht ganz reinen Salz der neuen Aiphamonosulfosäure des Betanäphtois getrennt wird. In dieser Weise können bis 4/6 der vorhandenen Schäffer'schen Monosulfosäure abgeschieden werden.
II.
Die unterl. genannteNaphtolsulfosäureschmelze wird mit Wasser (auf 1 Theil Schmelze ca. 2 Theile Wasser) verdünnt und mit kohlensauren Alkalien, namentlich Soda oder Potasche, beide am besten in fester Form,; in der Kälte neutralisirt. Wenn Neutralisation eingetreten ist, haben sich */5 bis ä/6 der Schäffer'schen Sulfosäure als Alkalisalz in der Form eines weifsen, krystallinischen Niederschlages abgeschieden und werden ohne weiteres von dem in Lösung bleibenden neuen Sulfosalze mechanisch getrennt.
III.
Die unterl. genannteNaphtolsulfosäureschmelze (als geeigneter Grad der Verdünnung hat sich
ι Gewichtsthcil Schmelze auf 3 Gewichtstheile Wasser erwiesen) wird mit ungefähr a/3 derjenigen Menge von kaustischem Alkali versetzt, welche nöthig wäre, um das Ganze neutral zu machen. Beim Erkalten scheiden sich ca. 4/5 der Schäffer'schen Sulfosäure als saures Alkalisalz aus. Das Filtrat enthält unsere neue Alphasäure neben wenig Schäffer'scher Monosulfosäure und geringen Verunreinigungen.
Die auf die vorstehend unter L, II. und III. geschilderte Weise von der Schäffer'schen Monosulfosäure zum gröfsten Theil befreiten Filtrate sind unmittelbar zur Darstellung von Azofarbstoffen geeignet.
Es können jedoch auch diese Farben, bevor sie in den Handel gebracht werden, von den geringen Mengen der sie ein wenig verschlechternden, aus der Schäffer'schen Monosulfosäure gebildeten Farbstoffe befreit werden.
Es ist jedoch auch nicht ausgeschlossen, die Filtrate selbst von dem Reste der Schäffersehen Monosulfosäure, z. B. mit der in unserer Patentschrift No. 18027 geschilderten Trennungsmethode mittelst Alkohols oder mit der in dem zweiten Zusatz-Patent (P. R. No. 26231) dargestellten Trennungsmethode mittelst Diazobenzols u. s. w,, oder .in irgend einer anderen Weise zu befreien.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: %
    Die theihveise Abscheidung der S chäffersehen Monosulfosäure aus dem durch schnelle Sulfonirung bei mäfsiger Temperatur entstehenden Gemisch dieser Säure und der sogenannten Bay er'sehen Alphamonosulfosäure des Betanaphtols
    a) durch Neutralisiren des Gemisches mit ätzenden oder kohlensauren Erdalkalien und darauf folgendes Kochen und Eindampfen, oder
    b) durch Neutralisiren mit Soda, Potasche oder anderen kohlensauren Alkalien in der Kälte, oder
    c) durch Neutralisiren mit kaustischem Kali bis zu etwa 2/3 Basicität und Erkalten des Gemenges, ·
    sowie durch mechanische Trennung der hierbei sich bildenden Salze der Schäffer'schen Monosulfosäure von dem in Lösung bleibenden, wenig·, verunreinigten Salze der Alphamonosulfosäure.
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