DE262014C - - Google Patents

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DE262014C
DE262014C DE1912262014D DE262014DA DE262014C DE 262014 C DE262014 C DE 262014C DE 1912262014 D DE1912262014 D DE 1912262014D DE 262014D A DE262014D A DE 262014DA DE 262014 C DE262014 C DE 262014C
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DE
Germany
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brake
piston
space
chamber
expansion
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Expired - Lifetime
Application number
DE1912262014D
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English (en)
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Publication of DE262014C publication Critical patent/DE262014C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/08Brake cylinders other than ultimate actuators
    • B60T17/10Two or more cylinders acting on the same brake with means for rendering them effective selectively or successively, the number of effective cylinders being variable

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bekannten einfachen Zweikammerdruckluftbremsen wirken im allgemeinen langsam, weil bei einer vollen Bremsung die in der Bremsleitung des Zuges und in den Toträumen der Bremszylinder befindliche Druckluft durch das Führerbremsventil ausgelassen werden muß. Es dauert deshalb besonders bei langen Zügen geraume Zeit, bis die erste Bremswirkung zur Geltung kommt. Zur Beseitigung
ίο dieses Mißstandes ist es bekannt, durch Druckluft oder durch den Bremskolben gesteuerte Auslaßventile anzuwenden, durch deren Vermittlung die Druckluft der Leitung oder die des Totraumes oder die beider Räume ins Freie oder in Expansionsräume strömt, so daß die Bremswirkung wesentlich beschleunigt wird.
Diese besonderen Ventile müssen indes gut unterhalten werden, da sie bei Undichtheiten, Verschmutzung usw. leicht Anlaß zu Störungen im Betriebe geben. Dieser Nachteil wird nach vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, daß die Verbindung des Totraumes mit einer oder mehreren Expansionskammern unmittelbar durch die Druckstange des Bremskolbens bzw. deren Dichtungskolben gesteuert wird.
Um den bei verschiedener Bremsklotzabnutzung verschiedenen Kolbenhub auszugleichen, kann nach einem weiteren Teil der Erfindung der Expansionsraum in zwei oder mehrere Kammern eingeteilt werden, die nacheinander geöffnet werden, so daß bei geringem Bremsklotzabstand nur eine Kammer, bei größerem Bremsklofzabstand zwei oder mehrere Kammern zur Aufnahme der Druckluft des Totraumes zur Wirkung gelangen.
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsformen dar.
In Fig. ι ist der Bremszylinder α durch den Kolben c in die beiden Räume I und II geteilt. Der Raum II ist durch den Deckel b abgeschlossen, durch den die Druckstange des Kolbens d mittels des Dichtungskolbens e, f hindurchführt. Durch den Kreuzkopf g ist die Kolbenstange mit dem Bremsgestänge verbunden. In dem Deckel b ist der Raum III enthalten, der durch die Öffnung i je nach der Stellung des Kolbens e, f entweder mit der Außenluft oder mit dem Raum II in Verbindung steht; bei h ist die durch den Zug gehende Bremsleitung angeschlossen.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Wird zum Zweck einer Bremsung aus der Bremsleitung Luft abgelassen, so teilt sich die Druckminderung durch den Anschluß h dem Raum II mit. Hierdurch wird der Kolben c sofort ein kurzes Stück nach links geschoben, so daß der Raum II durch die Öffnung i mit dem Raum III in Verbindung gebracht wird. Hierauf kann die Druckluft des Totraumes II schnell nach dem Raum III überströmen, so daß der Kolben c plötzlich weitergeschoben wird und mittels der Druckstange d und des Kreuzkopfes g die Bremsklötze anlegt. Der
hierbei zur Anwendung gelangende Mindestbremsdruck richtet sich genau nach dem Verhältnis der Räume II und III.
Die Fig. 2 entspricht vollständig der Fig. 1, nur daß der Expansionsraum in die beiden Räume III und IV geteilt ist, von denen der Raum III durch die Öffnung i und der Raum IV durch die Öffnung k mit dem Raum II verbunden werden kann. Bei nachgestellten Bremsklötzen überschleift der Kolben e, f nur die Öffnung i, so daß nur der Raum III als Expansionsraum für den Totraum II zur Anwendung gelangt, während bei weitgestellten Bremsklötzen der Kolben e, f über die öffnung k hinausschleift, so daß der Expansionsraum dem aus der Kammer II zu entfernenden größeren Luftquantum entsprechend vergrößert wird.
Bei Rückgang des Kolbens c in die Lösestellung werden die Räume III und IV mit der Außenluft verbunden, so daß die in ihnen enthaltene Druckluft entweichen kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Zweikammerbremse, bei welcher der Totraum zur Beschleunigung der Bremsung in eine Expansionskammer entlüftet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Totraumes mit der Expansionskammer unmittelbar durch die Druckstange des Bremskolbens bzw. deren Dichtungskolben gesteuert wird.
2. Zweikammerbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Expansionsraum in zwei oder mehrere, hintereinander sich öffnende Kammern eingeteilt ist, zum Zweck, bei verschieden großen Kolbenhüben möglichst gleichen oder annähernd gleichen Anfangsbremsdruck zu erhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1912262014D 1912-10-21 1912-10-21 Expired - Lifetime DE262014C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE262014T 1912-10-21

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DE262014C true DE262014C (de)

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ID=5977270

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DE1912262014D Expired - Lifetime DE262014C (de) 1912-10-21 1912-10-21

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DE (1) DE262014C (de)
FR (1) FR465406A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR465406A (fr) 1914-04-16

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