DE2618C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen durch Einwirkung unterchlorigsaurer Salze auf die sogenannte Phtaleine - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen durch Einwirkung unterchlorigsaurer Salze auf die sogenannte Phtaleine

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DE2618C
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E. WILLM, G BOUCHARÜAT & CH. GlRARD in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/06Hydroxy derivatives of triarylmethanes in which at least one OH group is bound to an aryl nucleus and their ethers or esters
    • C09B11/08Phthaleins; Phenolphthaleins; Fluorescein

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

1877.
Klasse 22.
ED. WILLM, G. BOUCHARDAT und CH. GIRARD in PARIS.
Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen durch Einwirkung unterchlorigsauj^JJaJzj^auf die
sogenannten Phtaleine. Jj/7 j,~, | i|
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. August 1877 ab. htA ijj.l/lji //*';*/ ;j
Diese neuen Farbstoffe werden aus den Verbindungen erhalten, welche durch die Einwirkung zweibasischer Säure auf Phenole und Diphenole entstehen, wie die Phtaleme, Succineme, Carbone'ine u. s. w. Wir behandeln diese Verbindungen in alkalischer Lösung mit unterchlorigsauren Salzen, besonders mit denen der Alkalien oder der alkalischen Erden.
Wir nehmen z. B. 1 kg Phtalem (Fluorescein) und lösen es in ϊο 1 kaltem Wasser mit einem geringen Ueberschufs von kaustischem Natron. Wir lassen alsdann die Lösung des Chlornatrons oder Chlorkalkes zufliefsen. Diese Lösung soll ι kg 7 wirksames Chlor enthalten; sie wird nach der Gay-Lussac'sehen Methode titrirt. Die Lösung wird mit einem kleinen Ueberschusse von Chlorwasserstoffsäure versetzt. Es wird hierbei Kohlensäure entwickelt und die Mischung riecht nach Chloroform. Der dabei entstandene Niederschlag wird abfiltrirt und mit Wasser ausgewaschen. Er ist dann rein genug, um direct angewendet zu werden.
Dieser Körper ist ein gechlorter Farbstoff, den wir Aureosin nennen. Er ist unlöslich im Wasser, löst sich aber leicht in Alkalien; die concentrate Lösung ist braun, etwas verdünnt, scheint sie oberflächlich grün, sehr verdünnt scheint sie rosenroth im durchfallenden Licht mit einem gelblich-grünen Dichroismus.
Aureosin färbt Seide und Wolle ohne Beize mit den nämlichen Farbenerscheinungen. Zum Färben wird der Körper zuerst in ein alkalisches Salz verwandelt, das im Wasser löslich ist. Die Lösung wird sehr schwach angesäuert und die Flotte ist dann zum Färben fertig.
Ueber Rubeosin (einen aus Aureosin
abgeleiteten rothen Farbstoff).
Wird Aureosin mit verdünnter Salpetersäure (1 Theil gewöhnliche Salpetersäure und 2 oder 3 Theile Wasser) gekocht, oder besser, wird dasselbe mit der Hälfte des Gewichtes an trockenem Kalisalpeter und dem gleichen Gewichte Eisessig auf 50 bis ioo° erwärmt, so entsteht ein prachtvoller rother Farbstoff, den wir Rubeosin nennen. Er bleibt zum gröfsten Theil in der Essigsäure aufgelöst, wird aber vollständig durch Wässer daraus niedergeschlagen. Man braucht dann nur zu filtriren, den Körper mit Wasser auszuwaschen und zu trocknen.
Zum Färben wird 1 Theil davon in einer Lösung von 2/3 Theilen kohlensaurem Natron in 100 Theilen'Wasser aufgelöst, die Lösung wird schwach angesäuert, dann erwärmt und ist zum Färben geeignet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Einwirkung der unterchlorigsauren Salze auf eine alkalische Lösung eines Phtalems oder der Verbindungen, welche durch Einwirkung der zweibasischen Säuren auf Phenole und Diphenole entstehen.
2. Die Einwirkung der Salpetersäure (freie oder im statu nascenti) auf Aureosin.
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