DE2618924B2 - Pulverförmige Mischung zum Gerben von tierischen Häuten - Google Patents

Pulverförmige Mischung zum Gerben von tierischen Häuten

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tanning
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oxide
powdered mixture
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Frantisek Dipl.-Ing. Litomerice Dostal
Antonin Dipl.-Ing. Otrokovice Galatik
Frantisek Hradek Nisou Martinec
Pavel Dipl.-Ing. Gottwaldov Smejkal
Jiri Dipl.-Ing. Hradiste Soucek
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Zavody Antonina Zapotockeho Np Jaromer (tschechoslowakei)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning
    • C14C3/06Mineral tanning using chromium compounds

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Description

Die Erfindung betrifft eine pulverförmige Mischung zum Gerben von tierischen Häuten. Die Mischung enthält Chrom(iil)-salze und säurebindende Stoffe. Erfindungsgemäß wird in dieser Mischung als der säurebindende Stoff Magnesit mit einem MgO-Gehalt in einem bestimmten Bereich verwendet, gegebenenfalls in Kombination mit anderen säurebindenden Stoffen.
In der Praxis der Gerbung tierischer Häute hat sich das Gerbverfahren unter Verwendung von pulverförmigen Mischungen basischer Chromsulfate, der sogenannten Chromextrakte, relativ weit durchgesetzt. Diese Mischungen werden gewöhnlich durch eine Reduktion von Verbindungen des sechswertigen Chroms hergestellt, und zwar in einem flüssigen Mittel, das eine genügende Menge an einer Säure enthält, damit die Endprodukte der Chrom(lll)-verbindungen eine Basizität von 30 bis 50% besitzen. Die in dieser Weise entstandenen Lösungen werden danach entwässert, und die dadurch entstandenen Chromsalze verwendet man in pulverförmiger!! Zustande zur Chromgerbung von tierischen Häuten.
Einige Typen der Chromextrakte enthalten auch Beimischungen von Stoffen, die eine Fähigkeit besitzen, die während des Gerbprozesses entstehenden Säuren zu binden. Dadurch wird der Gerbprozeß weitgehend vereinfacht, weil während der Gerbung keine Zusätze an basifizierungsmitteln und keine Regulierung des pH-Wertes erforderlich werden. Damit der Gerbprozeß seinen richtigen Verlauf nehmen kann, muß das dafür verwendete Mittel die Chromsalze von der anfänglichen niedrigen Basizität, in der sich diese in einem nichtaktiven Zustande befinden und die Hautsubstanz gut durchdringen, zu immer mehr basischen Verbindungen, die einer Bindung mit den Kollagen-Eiweißstoffen fähig sind, basifizieren.
Zu diesem Zweck verwendet man das Mineral Dolomit; dieses ist nämlich Kalkstein mit Zusatz an Magnesiumkarbonat, der üblich 20 bis 48% Kalziumoxid und 10 bis 15% Magnesiumoxid enthält (GB-PS 10 20 791). Obwohl Dolomit die Hauptbedingung der f Bf
seine Eigenschaften nicht als ideal einschätzen. Sein Gehalt an Kalziumkarbonat ist als zu hoch anzusehen. Er bildet infolge einer Reaktion mit der in der Gerbbrühe enthaltenen Schwefelsäure eine Schicht von unlöslichem Kalziumsultat auf der Oberfläche seiner Partikeln, wodurch dann eine weitere Fortsetzung der Neutralisierungsreaktion verhindert wird. In dieser Weise kann man nur einen geringen Teil der ganzen basischen Fähigkeit des Dolomits auswerten, so daß ίο dieser in einem beträchtlichen Überschuß verwendet werden muß. Dadurch wird selbstverständlich der Gehalt an Chromoxid bei den selbstbasifizierenden Chromextrakten erniedrigt.
Einen weiteren Nachteil kann man darin sehen, daß die Basifizierungsreaktion die Höchstgeschwindigkeit am Anfang der Gerbung besitzt; die Geschwindigkeit sinkt während des Reaktionsverlaufes stetig, bis sie endlich zum vollständigen Stillstand kommt. Um ein zuverlässiges Eindringen in die Haut zu ermöglichen
und gleichzeitig eine bessere Ausnutzung des Chroms zu erzielen, wäre es vorteilhafter, eine Basifizierung durchzuführen, die von Anfang an mit einer annähernd konstanten Geschwindigkeit verläuft.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
pulverförmige Mischung zum Gerben von tierischer, Häuten zu entwickeln, bei deren Verwendung die Basifizierungsgeschwindigkeit gleichmäßiger verläuft, die alkalische Kapazität von Magnesit besser ausgenutzt wird und das Gerbverfahren schneller durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird durch eine pulverförmige Mischung gelöst, die erfindungsgemäß aus mindestens einer Verbindung des dreiwertigen Chroms in einer Menge,die 3 bis 35% Chrom(lll)-oxid entspricht, und 0,5
bis 25% eines Magnesits, in dem 60 bis 90% Magnesiumoxid und 0,6 bis 15% Kaliumoxid, vorzugsweise 70 bis 86% Magnesiumoxid und 2 bis 5% Kalziumoxid, vorliegen, besteht. Diese Mischung ist ein selbstbasifizierenderChromcxtrak!.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Bei den in den erfindungsgemäßen Mischungen enthaltenen Magnesiten handelt es sich um behandelten natürlichen Magnesit, bei dem der MgO-Gehalt in bekannter Weise durch Wärmebehandlung erhöht worden ist.
Der Magnesit kann zu den Chrom(lll)-verbindungen entweder allein oder zusammen mit anderen säurebindenden Stoffen, wie z. B. Natriumbikarbonat oder Kalkstein zugemischt werden. Im Unterschied zu der Verwendung von Magnesit für die selbstbasifizierenden Chromlösungen bei der Gerbung, wo dieser erst zusammen mit den Häuten zugesetzt werden muß (tschechoslowakischer Urheberschein 1 61 355), wertet man bei der Verwendung des pulverförmigen, selbstbasifizierenden Chromextraktes gemäß der Erfindung die Tatsache aus, daß im wasserfreien Zustand keine Basifizierungs- oder Neutralisierungsreaktion zwischen den Chromverbindungen und dem Mineral Magnesit
w) stattfindet; übrigens neutralisiert dieser in der wässerigen Lösung die darin enthaltenen Säuren rasch.
Die im trockenen Zustand hergestellten Mischungen ändern deshalb den Basi/itätswert der Chromverbindungen wahrend des Transportes oder beim Lagern
b5 nicht und werden dadurch nicht wertlos gemacht. Die Neutralisierungsreaktion findet erst während der Gerbung statt, und diese wird durch die Anwesenheit W d Gblö ölh D i di
ei füllt, kann man dennoch von Wasser in der Gcfblösung ei möglichi. Die uuiv.ii die·
Hydrolyse entstehenden Säuren ermöglichen eine Reaktion mit dem unlöslichen Magnesit und werden neutralisiert, wodurch die weitere Hydrolyse und die Basifikation unterstützt werden. In ähnlicher Weise werden zugleich auch die durch die eigene Gerbung entstehenden Säuren neutralisiert; es handelt sich in diesem Fall um die durch eine Reaktion von Chromkomplexen mit !Carboxylgruppen des Kollagens aus den Chromkomplexen in Freiheit gesetzten Säuren.
Die Basifizierungsgeschwindigkeit beim Gerbverfahren unter Verwendung des in dieser Weise hergestellten erfindungsgemäßen Extraktes weist einen gleichmäßigeren Verlauf auf; gleichzeitig nutzt man wirkungsvoller die alkalische Kapazität des Magnesits, so daß man diesen nur in einer verhältnismäßig niedrigeren Menge zuzusetzen braucht, als es mit Dolomit der Fall ist. 3eim Gerben mit dem in dieser Weise hergestellten, erfindungsgemäßen Chromextrakt werden ein gutes Eindringen des Chroms in die Hautsubstanz sowie eine wesentliche Beschleunigung des G erb Verfahrens erzielt; gleichzeitig nutzt man die Chromverbindungen besser aus.
Zum besseren Verständnis der Erfindung werden die nachstehenden Beispiele der Zubereitung und Zusammensetzung von selbstbasifizierenden Chromextrakten gemäß der Erfindung angeführt.
Beispiel 1
100 Gewichtsteile eines pulverförmigen Extraktes, der durch eine Trocknung von basischem Chromsulfat jo und aus Umsetzungsprodukten einer Reaktion der Verbindungen von sechswertigem Chrom hergestellt wurde und 25% Chrom(lll)-oxid einer Basi/ität von 33% enthält, werden mit 6 Gewichtstcilen eines pulverförmigen, 3,5% Kalziumoxid und 85% Magnesiumoxid enthaltenden Magnesits miteinander vermischt.
Beispiel 2
100 Gewichtsteile eines pulverförmigen, 25% Chrom(lIl)-oxid enthaltenden Extraktes einer Basizität von 45% werden mit 4 Gewichtsteilen eines Magnesits, der 85,6% Magnesiumoxid und 2,4% Kalziumoxid enthält, miteinander vermischt.
Beispiel 3
100 Gewichtsteile eines pulverförmigen Chromkaliumalauns werden mit 11 Gewichtsteilen Magnesit, der 85%' Magnesiumoxid und 3,5% Kalziumoxid enthält, miteinander vermischt.
Beispiel 4
100 Gewichtsteile eines 26% Chrom(III)-oxid enthallenden pulverförmigen Chromextraktes einer Basizität von 45% werden mit 4 Gewichtsteilen eines Magnesits, der 86% Magnesiumoxid und 3,5% Kalziumoxid enthält, und mit 20 Gewichtsteilen eines pulverförmigen, neutral reagierenden synthetischen Gerbmittels, das 45% Gerbstoffe, 40% Nicht-Gerbstoffe und 15% Feuchtigkeit enthält, miteinander vermischt.
Beispiel 5
100 Gewichtsteile eines pulverförmigen, 25% Chrom(III)-oxid enthaltenden Chromextraktes einer Basizität von 33% werden mit 2,5 Gewichtsteilen Natriumkarbonat und 4 Gewichtsteilen Magnesit, der 85% Magnesiumoxid und 2,5% Kalziumoxid enthält, miteinander vermischt.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Pulverförmige Mischung zum Gerben von tierischen Häuten, die aus mindestens einer Verbindung des dreiwertigen Chroms in Kombination mit mindestens einem säurebindenden Mittel besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus mindestens einer Verbindung des dreiwertigen Chroms in einer 3 bis 35% Chrom-(III)-Oxid entsprechenden Menge und 0,5 bis 25% eines Magnesits, in dem 60 bis 90% Magnesiumoxid und 0,6 bis 15% Kalziumoxid vorliegen, besteht.
2. Pulverförmige Mischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens einen weiteren üblichen säurebindenden Stoff in höchstens einer solchen Menge enthält, daß die Basizität des Magnesits mindestens 10% der gesamten Basizität der anderen säurebindenden Stoffe darstellt.
3. Pulverförmige Mischung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzlich enthaltene weitere säurebindende Stoff Kalziumkarbonat ist.
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