DE259145C - - Google Patents

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DE259145C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
V^ 259145 KLASSE 22 e. GRUPPE
in BASEL.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1910 ab.
Gemäß den vorhandenen Literaturangaben geht Indigo beim Erhitzen mit überschüssigem Benzoylchlorid in Dibenzoylindigo über, welcher ein amorphes braunes Pulver vom Schmelzpunkt io8° darstellt (vgl. Beilstein, Bd. II, Seite 1621). Demgegenüber wurde gefunden, daß die Reaktion zwischen aromatischen Säurehai ogeniden bzw. analog wirkenden Verbindungen, wie z. B. Benzoylchlorid, Benzotrichlorid und Indigo, in durchaus anderem Sinne verläuft, wenn die Einwirkung in Gegenwart von Kondensationsmitteln, wie z. B. Metallen oder Metallsalzen, stattfindet. Denn es entsteht hierbei nicht Dibenzoylindigo, sondern ein bisher unbekanntes Kondensationsprodukt von intensiv grünstichig gelber Farbe, das in reinem Zustande erst bei 275 bis 276 ° schmilzt und im Gegensatz zu Dibenzoylindigo durch Behandlung mit verseifend wirkenden Agenzien nicht mehr in Indigo zurückverwandelt werden kann. Die neue Verbindung ist in Wasser unlöslich, schwer löslich in Alkohol und Ligroin, sie löst sich dagegen leicht in heißem Nitrobenzol mit intensiv gelber Farbe. Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist tief braun gefärbt und scheidet beim Verdünnen mit Wasser die ursprüngliche Verbindung in Form gelber Flocken aus. Oleum löst mit dunkelgelbbrauner Farbe, beim Verdünnen mit Eis- wasser wird eine gelbe Lösung erhalten, aus welcher Wolle gelb angefärbt wird.
Beispiel 1.
10 Teile Indigo werden zusammen mit 100 Teilen Nitrobenzol und 40 Teilen Benzoylchlorid unter Zusatz von 1 Teil Kupferpulver während 6 bis 8 Stunden im Ölbad unter gutem Rühren auf 150 bis 160 ° (Ölbadtemperatur) erwärmt, wobei die ursprünglich blaue Färbung der Mischung durch Grünblau und Olive nach Gelbbraun umschlägt. Man läßt dann erkalten, verdünnt die Reaktionsmasse mit der vierfachen Menge Alkohol und läßt 12 Stunden stehen. Das Reaktionsprodukt scheidet sich hierbei in braungelben Kristallenen aus, die abfiltriert und mit Alkohol gewaschen werden. Durch Umkristallisieren, z. B. aus Nitrobenzol, kann das Kondensationsprodukt noch weiter gereinigt und in Form grünstichig gelb gefärbter Nädelchen vom Schmelzpunkt 275 bis 276 ° erhalten werden.
Beispiel 2.
10 Teile Indigo werden zusammen mit 40 Teilen Benzotrichlorid und 100 Teilen Nitrobenzol unter Zusatz von 2 Teilen Kupferpulver im Verlauf von einer Stunde im Ölbad auf 135 bis 145 ° (Ölbadtemperatur) erhitzt und unter gutem Rühren während etwa 15 Minuten bei dieser Temperatür belassen, wobei sich die Reaktionsmasse braun färbt. Nachdem die Mischung völlig erkaltet ist, filtriert man die

Claims (1)

  1. ausgeschiedenen Kristallenen ab und wäscht sie mehrmals mit Alkohol aus. Das so erhaltene Produkt schmilzt unscharf bei 235 bis 240 ° und zeigt im übrigen ähnliche Eigenschäften wie die gemäß Beispiel 1 dargestellte Verbindung.
    Die in vorstehenden Beispielen angeführten Versuchsbedingungen können innerhalb weiter Grenzen variiert werden. An Stelle von Kupfer kann man andere Kondensationsmittel, wie z. B. Kobalt, Quecksilber, Nickel oder auch Metallsalze, verwenden; ebenso kann das Nitrobenzol weggelassen bzw. durch andere Verdünnungsmittel, wie z. B. Naphtalin, Xylol, ersetzt werden.
    In analoger Weise wie Indigo reagieren auch dessen Halogenderivate. Ersetzt man ferner das Benzoylchlorid bzw. das Benzotrichlorid durch deren Substitutionsprodukle, so entstehen ebenfalls Kondensationsprodukte von ähnlichen Eigenschaften. Die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Verbindungen sollen in der Farbenindustrie Verwendung finden.
    Ρλ τ ε ν τ -Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung neuer Kondensationsprodukte aus Indigo und dessen Halogenderivaten, darin bestehend, daß man auf die genannten Verbindungen aromatische Säurehalogenide oder ähnlich wirkende Substanzen bei Gegenwart von Kondensationsmitteln einwirken läßt.
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