DE257499C - - Google Patents

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DE257499C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B17/00Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor

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  • Transmission Devices (AREA)
  • Holding Or Fastening Of Disk On Rotational Shaft (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 257499 KLASSE 42g. GRUPPE
HARRY T. SCOTT und LEO J. PATTERSON in LOS ANGELES, Calif., V. StJA.
Gegenstand der Erfindung ist ein selbsttätig wirkender Phonograph, welcher selbsttätig nacheinander eine Anzahl Phonographenwalzen von der gewöhnlichen zylindrisehen oder der Edisonschen Art spielt. Abweichend von anderen Apparaten sind bei dem neuen die Walzen senkrecht auf einem Drehtisch gestellt und werden der Reihe nach von ihrem Tisch abgehoben und zum Zweck des
ίο Abspielens unter gleichzeitiger Drehung und Längsverschiebung an einer feststehenden Schalldose vorbeigeführt.
Bei der für die Ausführung in erster Linie bestimmten Form des Erfindungsgegenstandes ist ein um eine vertikale Achse rotierbarer Tisch angeordnet, welcher in der Nähe seines Umfanges kreisförmige Vertiefungen besitzt, in welchen die Walzen ruhen. Die Vertiefungen gehen durch den Tisch hindurch. Die Walzen stehen auf ringförrhigen Vorsprüngen am Grunde der Vertiefungen, so daß eine Öffnung am Grunde jeder Vertiefung frei bleibt, durch welche der die Walzen anhebende Teil oder Dorn hindurchtreten kann. Der Tisch ist mit einem periodisch in Tätigkeit . tretenden Drehmechanismus versehen, welcher den Tisch so dreht, daß sich die Walzen nacheinander über dem sie anhebenden Dorn befinden, der an dem oberen Ende einer drehbaren und vertikal verschiebbaren Welle befestigt ist.
Tritt die Welle in Tätigkeit, so wird zunächst der Dorn senkrecht angehoben und in die unmittelbar darüber befindliche Walze geschoben. Die Walze wird bis in die für das Abspielen erforderliche Lage gebracht und dann durch die Welle des Dornes gedreht und langsam abwärts bewegt, so daß die Phonographennadel· immer in die Rillen der Walzen eingreift, mit anderen Worten, die Walze wird sowohl gedreht als auch in der Längsrichtung verschoben, anstatt, daß die Walzen gedreht Werden und die Schalldose längs der Walze verschoben wird.
Die Schalldose selbst ist deshalb unbeweglieh angeordnet, wenigstens gegenüber der Walze. Wenn der die Walze tragende Dorn sich bis zu der Stelle abwärts bewegt hat, an welcher die Wiedergabe des auf der Walze enthaltenen Stückes beendet ist, gestattet der Mechanismus dem Dorn, sich schnell in seine unterste Lage zu bewegen, wobei die Walze wieder in ihre Vertiefung' in dem Tisch gebracht wird. Unmittelbar nachdem der Dorn seine unterste Stellung erreicht hat und sich nicht mehr in der Öffnung des Tisches befindet, wird der Tisch um einen gewissen Betrag gedreht, um die nächste Walze über den Dorn zu bringen, worauf der Dorn selbsttätig wieder aufwärts gebracht wird und der Vorgang sich wiederholt.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise darge- , stellt. Selbstverständlich sind auch andere
abgeänderte Ausführungsformen möglich, von denen beispielsweise eine Kontrollvorrichtung für die Abwärtsbewegung nach dem Spiel des Domes in Fig. 17 der Zeichnung dargestellt ist.
Fig. ι ist eine Draufsicht auf den Apparat in einem Gehäuse, dessen Deckel abgenommen ist.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. ι mit. aufgebrachtem Deckel.
Fig. 3 ist ein Vertikalschnitt im Aufriß nach Linie 3-3 der Fig. 1 im vergrößerten .Maßstabe, während
Fig". 4 einen Vertikalschnitt im Aufriß nach Linie 4-4 der Fig. 1 ebenfalls im vergrößerten Maßstabe darstellt.
Fig. .5 zeigt einen Horizontalschnitt nach Linie 5-5 der Fig. 4.
Fig. 6 ist ein Horizontalschnitt nach Linie 6-6 der Fig. 4.
Fig. 7 ist ein Horizontalschnitt nach Linie y-y der Fig. 4.
. Fig. 8 ist ein Schnitt durch Einzelheiten nach Linie 8-8 der Fig. 7 im vergrößerten Maßstabe.
Fig. 9 ist ein Querschnitt nach Linie 9-9 der Fig. 4 und 8,
Fig. 10 ein Querschnitt nach Linie 10-10 der Fig. 6,
Fig. 11 ein Schnitt nach Linie 11-11 der Fig. 4 im vergrößerten Maßstabe,
Fig. 12 ein Schnitt nach Linie 12-12 der Fig. 11, .
Fig. 13 ein Schnitt nach Linie 13-13 der Fig. 3 im vergrößerten Maßstabe,
Fig. 14 ein Schnitt nach Linie 14-14 der Fig. 13 in nochmals vergrößertem Maßstabe. Fig. 15 ist eine Schaltanordnung für den das Ganze antreibenden Elektromotor,
Fig. 16 ein Schnitt nach Linie 16-16 der Fig. 3, welche die Antriebsvorrichtung der mit dem Dorn versehenen Welle vermittels . des Schwungrades zeigt.
Fig. 17 ist eineAnsicht, teilweise imSchnitt, nach Linie 17-17 der Fig. 3, welche jedoch eine abgeänderte Ausführungsform des Mechanismus zeigt, der die mit dem Dorn versehene Welle nach unten bewegt.
Wie aus den beiliegenden Zeichnungen hervorgeht, ist der Erfindungsgegenstand in dem mit dem Deckel 21 versehenen Gehäuse 20 untergebracht. Das Gehäuse 20 ist mit einem Zwischenboden 22 versehen, welcher in einer der Länge der Walze 23 entsprechenden Entfernung von der oberen Kante des Gehäuses angeordnet ist und den Schalldosenträger 24 trägt.
■ In der Zeichnung ist eine besondere Form des Schalltrichters ausgeführt, welcher mit seinem konischen Teil 25 von dem Spielwerk aufwärts und rückwärts nach der Rückseite des Deckels 21 führt und dessen Teil 26, seitwärts und nach vorn biegend, mit seiner öffnung in der Vorderseite des Gehäuses mündet. Der Schalltrichter liegt vollständig oberhalb der Walzen 23, so daß die Bewegung der Walzen durch ihn auf keinen Fall behindert werden kann. Die Anordnung des Schalltrichters in dem Deckel des Gehäuses gestattet, den Bewegungsmechanismus unterhalb des Bodens 22 anzubringen. Unter dem Boden 22 ist das Gehäuse in zwei Hauptteile geteilt, von denen der eine den Bewegungsmechanismus aufnimmt. In diesem ist Rahmen 30 (Fig. 3 und 4) an dem Gehäuse in irgendeiner Weise befestigt, jedoch ist es vorteilhaft, ihn so zu befestigen, daß jede Erschütterung, welche durch den Bewegungsmechanismus hervorgerufen wird, nicht auf das Gehäuse übertragen werden kann. An dem einen Ende ist der Rahmen mit den Lagern 36 versehen, welche die mit einem Tisch versehene Welle 37 tragen. Oben auf der Welle 37 ist ein kreisförmiger flacher Tisch
38 befestigt, welcher mit einer Reihe von in der Nähe des Tischumfanges befindlichen Bohrungen 39 versehen ist. Die Bohrungen
39 gehen durch den Tisch hindurch. Die Walzen 23 stehen mit ihrem unteren Teil auf einer ringförmigen Unterlage 40, welche durch eine an der Unterseite des Tisches befindliche Platte 41 gebildet ist. Die Bohrungen in der Platte 41 haben einen genügend großen Durchmesser, um den Dorn 42 hindurchgehen zu lassen, welcher in die Walzen hineinpaßt. Der Dorn 42 ist an dem oberen Ende der Welle 43 befestigt, welche durch die Lager 44 und 45 des Rahmens 30 hindurchgeht und eine derartige Länge besitzt, daß sie unterhalb des Rahmens 40 hervorragt. Die Welle besitzt eine Längsnut 46, welche sich von dem oberen Teil der Welle bis zu einer Ringnut 47 erstreckt. In dem oberen Teil des Rahmens 30 ist ein Schwungrades gelagert und mittels einer Feder auf der Welle befestigt, so daß es sich mit der Welle dreht, aber eine vertikale Verschiebung der Welle gestattet, ohne mitgenommen zu werden. Die Einzelheiten dieser Befestigung sind unten näher beschrieben. Das Schwungrad treibt no den' Apparat an durch Vermittlung eines Riemens oder eines anderen Kraftübertragungsmittels 49, welches das Schwungrad mit dem auf dem Boden des Gehäuses angebrachten Motor 50 verbindet. ■ Die Schaltung des Elektromotors ist unten näher beschrieben.
Unterhalb des Schwungrades 48 ist ein schnecken- oder schraubenförmiges Gewinde 60 bis in die Nähe der Ringnut 47 in die Welle 43 zweckmäßig in derselben Tiefe wie die Nut 46 eingeschnitten. Die mit Linksgewinde versehene Welle 43 dreht sich in der
angegebenen Richtung, so daß sie, wenn sie in eine feststehende Mutter eingreift, sich durch die eigene Drehung emporschraubt.
Die Einzelheiten dieser Anordnung werden zusammen mit der Verbindung mit anderen Teilen des Mechanismus unten näher beschrieben.
Parallel mit der Welle 43 ist eine senkrechte, in den Lagern des Rahmens 30 geführte Achse 70 (Fig. 4) angeordnet, auf welcher sich die Hülse 71 verschieben läßt. Die Hülse 71 besitzt zwei horizontale Hebel 72,73* von denen der Hebel 72 einen segmentförmigen Teil 74 besitzt, welcher in die Ringnut 47 der Welle 43 paßt (Fig. 6), und der Hebel 73 die Halbmutter 75 besitzt, welche in das Schraubengewinde der Welle 76 eingreift. Die in dem Rahmen 30 vertikal geführte Welle 76 (Fig. 4) wird in der angegebenen Richtung mittels der. Zahntriebe 77 und 78 von der Welle 43 in Drehung versetzt. Die Hülse 71 dreht sich mit der Achse 70, ' kann jedoch darauf mittels einer für diesen besonderen Zweck konstruierten \^orrichtung verschoben werden. · Da die Anwendung" einer Feder und einer Nut eine derartige Reibung hervorrufen, daß eine erhebliche Kraft notwendig ist, um die Hülse 71 in die inden Zeichnungen dargestellte Lage zu bringen, ist bei vorliegender Anordnung eine vertikale Stange 80 angeordnet, welche von zwei horizontal mit der Achse 70 an seiner Spitze und am Grunde starr verbundenen Hebeln 81, 81 getragen wird. Der untere Hebel 81 ist mit der Verlängerung 82 (Fig. 6 und 7) versehen, welche durch eine Zugfeder 83 mit dem Rahmen 30 verbunden ist. Die Zugfeder dreht die Achse 70 und das Gestänge 80 in der angegebenen Richtung. Die Hülse 71 besitzt ein kleines Rad 84 (Fig. 4), welches sich auf der Stange 80 abwälzt, so daß durch Drehung der Hülse die Aussparung 74 und die Mutter 75 mit den Wellen 43 und 76 in Berührung kommen.
Die Bewegung dieser Teile wird bewirkt durch ein Getriebe, welches in Fig. 6 und 7 und teilweise im vergrößerten Maßstabe in den Fig. 8 und 9 dargestellt ist. Die senkrecht in dem Rahmen 30 gelagerte Achse 90 besitzt unten einen Hebel 91 (Fig. 7), welcher durch den Nocken 92 gedreht werden kann. Der Nocken 92 ist auf einer Hülse 93 (Fig. 8) befestigt, welche den unteren Teil der Welle 76 umschließt und gewöhnlich nicht mit der Welle rotiert. Die Welle ist mit der Bohrung 94 (Fig. 9) versehen, in welche der durch eine kleine Feder 96 angedrückte Zapfen 95 eingreifen kann. Für gewöhnlich jedoch wird der Zapfen 95 in seiner Außenlage festgehalten durch einen exzentrisch auf dem Teil 98 befestigten Anschlag 97.
Der Teil 98 ist durch eine Feder 99 (Fig.8) mit dem Rahmen 30 derart verbunden, daß er niedergedrückt werden kann, wobei der Anschlag 97 den Kopf 95" des Zapfens 95 freigibt. Sobald der Teil 98 niedergedrückt ist, kann der Zapfen 95 in die Bohrung 94 eingreifen, wenn die Bohrung vor die Spitze des Zapfens im Laufe der Umdrehung der Welle 76 kommt. Der Nocken 92 dreht sich dann mit der Welle 76 und wirft den Hebel 91 .in der angegebenen Richtung um. Dadurch dreht sich die Achse 90 in der in Fig. 7 angegebenen Richtung und damit auch der am unteren Teil der Welle befestigte Hebel 100. Der Hebel 100 ist durch eine Stange 101 mit der Stange 80 verbunden, jedoch eine ovale, in der Stange 101 angeordnete Öffnung 102, in welche die Stange 80 eingreift, gestattet der Achse 90 eine gewisse Bewegung, bevor die Stange 80 mitgenommen wird.
Der Niedergang des Teiles 98 wird nun bewirkt durch die Mutter 75 (Fig. 8), welche auf den einstellbaren Anschlag", 105 trifft, wenn die Mutter die unterste Stellung" ihrer Abwärtsbewegung erreicht hat. Auf diese Weise wird der soeben beschriebene Mechanismus in Betrieb gesetzt, und die Achse 90 wird zunächst in der in Fig. 7 angegebenen Richtung" gedreht, um die Phonographennadel von der gerade abgespielten Walze zu entfernen. Die hierzu nötige Übertragungsbewegung wird später beschrieben werden. Darauf werden die Hebel 81 und Achse 70 in der entgegengesetzten Richtung, wie angegeben, unter Anspannung der Feder 83 bewegt. Diese Drehung der Achse 70 und des Gestänges 80 hat auch eine Drehung der Hülse"71 zur Folge, so daß die Mutter 75 außer Eingriff mit der Welle 76 und der segmentförmige Teil 74 außer Eingriff mit der Ringnut 47 der Welle 43 gebracht wird. Darnach wird die Hülse 71 und die damit verbundenen Teile nach aufwärts in die in Fig. 4 gezeichnete Lage gebracht mittels einer durch eine Feder gedrehten Rolle 110.
Diese Rolle ist von gewöhnlicher Konstruktion und deshalb in ihren Einzelheiten nicht dargestellt, da sie nur einen Zug auf einen Draht oder ein anderes dehnbares Verbindungsglied in, welches in der Hülse 71 oder an einem mit ihr verbundenen Teil befestigt ist, überträgt, wobei der nach oben gerichtete Zug genügt, um die Hülse in die auf der Zeichnung dargestellte Stellung zu führen. Wenn die Hülse ihre höchste Stellung erreicht hat, bewegt sie sich vor dem Ende eines Fingers 112 vorbei (Fig. 4 und 6) und bringt die Achse 90 in die in Fig. 6 und 7 gezeichnete Lage. In dieser Stellung der Achse 90 wird die Phonographennadel von der Walze entfernt gehalten. Die Phono-
graphennadel ist infolgedessen so lange außer Eingriff mit der Walze, bis die Hülse 71 ihre langsame schraubenförmige Abwärtsbewegung begonnen und das Ende des Fingers 112 verlassen hat. Der Mechanismus , zur Verbindung dieser Teile mit der Phonographennadel ist der folgende:
Die Achse 90 ragt oben aus dem Rahmen 30 heraus und trägt an ihrem oberen Ende einen kleinen Hebel 134 (Fig. 5), welcher einen aufwärts gerichteten Zapfen 135 (Fig. 4) besitzt. Der Zapfen 135 steht unter der Einwirkung des Hebels 136, welcher an dem unteren Teil der Achse 137 befestigt ist.
Um die Achse 137 ist die Schalldose drehbar (nicht dargestellt). . Sie wird durch eine Feder 138 in der in der Zeichnung angegebenen Richtung gedreht. Infolgedessen wird die Phonographennadel zur Berührung mit der von dem Dorn getragenen AValze gebracht. Die Feder 138 hat ferner das Bestreben, die Achse 90 in entgegengesetzter Richtung, wie angegeben, zu drehen und den Hebel 91. gegen den Nocken 92 zu drücken; j edoch wird durch den gegen die Hülse 71 sich stützenden Finger 112 (Fig. 6) verhindert, daß der Hebel sich in seine äußerste Stellung bewegt. In dieser Lage ist die Nadel außer Eingriff mit der Walze, und die Nadel bleibt immer in dieser Lage, ausgenommen, wenn die Walze gedreht und langsam durch die Welle 76 abwärts geführt wird.
Im folgenden ist der Mechanismus beschrieben, welcher die mit dem Dorn versehene "Welle 43 niederführt und den die Walzen tragenden Tisch periodisch dreht. In den Lagern 120 (Fig. 4) des Rahmens 30 ist eine Achse 121 geführt, welche eine Zahnverbindung 122 mit der Welle 76 hat. Das Über-Setzungsverhältnis zwischen der Welle 76 und der Achse 121 kann beliebig sein; in der Zeichnung ist es 1:2. Die Achse 121, welche in der in Fig. 3 und 4 angegebenen Richtung gedreht wird, besitzt an ihrem oberen Ende einen Doppelhebel 123, auf welchem die Zapfen 124 befestigt sind, -die auf den Schalthebel 125 (Fig. 4 und 6) wirken können, wenn die Achse 121 in die in Fig. 4 dargestellte Lage gehoben wird. Die gewöhnliche Lage der Achse 121 ist jedoch um so vieles tiefer als in Fig. 4 angegeben, daß bei der Drehung der Zapfen 124 unter dem Schalthebel 125 hindurchgeht. Auf der Achse 121, welche unter dem unteren Lager 120 hervorragt, ist an ihrem Grunde eine Hülse 126 zwar nicht drehbar, jedoch achsial verschiebbar angeordnet. Die Hülse 126 enthält eine die Achse 121 nach oben drückende Schraubenfeder 127 (Fig. 3) und eine am unteren Ende eingedrehte Stiftschraube 128, welche von einem um die Zapfen 130 drehbaren Doppelhebel 129 angehoben werden kann. Der Doppelhebel kann an seinem anderen Ende durch einen Ring 131 niedergedrückt werden, der einen Teil des Stützlagers 132 am unteren Ende der Welle 43 bildet. Wenn die Welle 43 in ihrer tiefsten Stellung sich befindet, wird durch den Ring 131 und den Hebel 129 die Stiftschraube 128, Hülse 126 und für gewöhnlich auch die Achse 121 aufwärts gedrückt, so daß einer der Zapfen 124 mit dem Schalthebel 125 während der Drehung in Berührung kommt.
Sollte die Aufwärtsbewegung stattfinden, wenn einer der Zapfen unter dem Schalthebel 125 sich befindet, so wird die Feder 127 zusammengedrückt, und die Achse 121 verbleibt unten, bis der Zapfen 124 unter dem Schalthebel 125 hinweggleitet. Der Schalthebel 125 (Fig.'6) ist auf der Welle 37 gelagert und besitzt die Schaltklinke 140, welche in das auf der Welle 37 befestigte Schaltrad 141 eingreifen kann. Die Welle 37 (Fig. 3 und 4) trägt den Tisch 38 mit den Walzen 23 (vgl. oben). Die einzelnen Teile sind so bemessen und so angeordnet, daß die durch die Zapfen 124 auf den Hebel 125 übertragene Bewegung das Schaltrad 141 um einen Winkel dreht, der gleich dem Winkel ist, welchen die Walzen auf dem Tisch mit dem Mittelpunkt des Tisches bilden (in dem Ausführungsbeispiel ein Zwölftel der vollen Umdrehung). Damit der Tisch genau am Ende seiner Bewegung festgehalten wird, sind Fallen vorgesehen, welche aus einer Reihe von auf der Unterseite 41 des Tisches 38 angeordneten Bohrungen 150 bestehen, in welche die Kugeln 151 (Fig. 10) durch eine in einer Hülse 153 angeordnete Schraubenfeder 152 gedrückt werden. Die Hülse 153 kann auf dem Rahmen 30 in jeder beliebigen Art befestigt werden und ist so angeordnet, daß durch das Eindringen der Kugel 151 in eine der Bohrungen 150 die Platte 41 in einer derartigen Lage festgehalten wird, daß eine der Walzen 23 sich genau über dem Dorn 42 befindet, λυο-bei jedoch der Tisch nur so stark festgehalten wird, daß das Schaltrad den Tisch von der einen Lage in die andere leicht drehen kann. Während sich die Spindel 43 hebt und senkt, muß natürlich die Welle 37 gegen Drehung gesichert sein, wozu die eben beschriebene Sicherung 150, 151 völlig ausreichend ist, da ja während dieser Zeit die Achse 120 durch den Hebel 129 nicht angehoben ist und somit die Stifte 124 mit dem Schalthebel 125 nicht in Eingriff kommen können. Wenn aber das Spiel beendet und die Kupplung 72, 75 ausgerückt ist, muß die Spindel 43 noch um eine ganze Strecke tiefer sinken, nämlich so weit, daß der Dorn 42 ganz aus der Walze 23 entfernt wird, damit, man den Walzentisch unge-
hindert weiterscharten kann. Hierzu benutzt man einfach das Eigengewicht der Spindel, dessen Wirkung aber, damit die Fallgeschwindigkeit nicht zu groß wird, gebremst werden muß. Hierzu dient die folgende Einrichtung. Das Stützlager 132 (Fig. 3 und 4) am Grunde der Welle 43 besitzt ein paar kleine Rollen 161, über welche eine Schnur 162 o. dgl. läuft, welche an dem einen Ende bei 163 (Fig. 3) mit dem Rahmen 30 verbunden ist, und mit dem anderen Ende, über eine kleine Rolle 164 (Fig. 4) laufend, an der Sperrvorrichtung 160 befestigt ist. Die in den Fig. 11 und 12 im größeren Maßstabe dargestellte Sperrvorrichtung besteht aus einem auf der Achse 121 befestigten Sperrad 165, in welches eine durch eine kleine Feder angedrückte Sperrklinke 166 eingreifen kann. Die Sperrklinke 166 ist auf einem Rad 167 befestigt, auf welchem die Schnur 162 aufgewickelt ist. Unterhalb des Rades 167 ist der feste Rahmen 168 angeordnet, an welchem das eine Ende der Spiralfeder 169 befestigt ist, während das andere Ende dieser Feder an der Nabe 167* des Rades 167 befestigt ist. Das Rad 167 ist lose auf der Achse 121 gelagert und dreht sich im allgemeinen nicht mit der Achse. Wenn aber die Spindel 43 fällt und das Rad 167 in der in Fig. 11 angegebenen Richtung vermittels der Schnur 162 gedreht wird, wird die Feder 169 aufgewunden, weil die Drehung der Rolle 167 sich dabei durch die Sperrung 166, 165 auf die Welle 121, die mit dem inneren Ende der Feder 169 verbunden ist, überträgt, und das äußere Ende der Feder 169 am festen Gehäuse 168 festsitzt. Wenn dagegen die Spindel 43 wieder aufwärts bewegt wird, wird die Feder 169 das Rad 167 in der umgekehrten Richtung wie vorhin drehen und die Schnur 162 aufwinden. Die Feder 169 würde hiernach beim Fallen der Spindel 43 als reine Pufferfeder wirken und sich beim Wiederanheben selbsttätig entspannen, und die Klinkensperrung 165, 166 würde ganz unnötig sein, wenn 121 tatsächlich eine frei drehbare Achse wäre. Das ist sie aber nicht, vielmehr wird sie während der eben erläuterten Phase der Bewegung fortwährend zwangläufig im Sinne des Pfeiles von Fig. 11 durch das Zwischengetriebe 122 von der Welle 76 aus gedreht und die Klinke 166 sorgt nur dafür, daß der Fall der Spindel 43 nicht schneller erfolgen kann, als dieser Drehung entspricht.
Diese Geschwindigkeit ist so bemessen, daß die Welle 43 zwar schnell, jedoch ohne Erschütterung gesenkt wird. Der Klinkeneingriff 166 gestattet ferner, daß sich die Welle in ungehindert weiterdrehen kann, auch wenn die Feder 169 entspannt ist, und daß sich umgekehrt beim Aufwärtsbewegen der Spindel 43 die Rolle 167 gegen das Rad 105 unter Wirkung der Feder 169 zurückdrehen kann.
Der soeben beschriebene Mechanismus besitzt folgende Wirkungsweise:
Wenn die Maschine in Betrieb gesetzt wird und die Welle 43 und die anderen oben beschriebenen Teile anfangen sich zu drehen, wird sofort einer der Zapfen 124 mit dem Hebel 125 in Berührung kommen und den die Walzen tragenden Tisch 38 in die nächste Stellung drehen. Ein an dem Hebel 125 auf der anderen Seite der Spindel 37 befestigter Anschlag 125® (Fig. 6) trifft gegen den kleinen Hebel 170,. wenn seine Drehbewegung beendet und der Tisch 38 in die richtige Lage gebracht ist. Der Hebel 170, welcher um die Zapfen 171 (Fig. 3) in dem Rahmen 30 drehbar gelagert ist, trifft mit seinem anderen Ende gegen die achsial verschiebbare Stange 172, welche in der in Fig. 3 angegebenen Richtung durch eine Schraubenfeder 173 gedrückt, jedoch durch den Hebel 170 in entgegengesetzter Richtung verschoben wird. Die Stange 172 besitzt die Spitze 172" (Fig. 13), welche in eine ähnlich gestaltete Vertiefung 174® des Kolbens 174 eingreift. Der Kolben 174 ist an einem Ende mit einem segmentförmigen Teil 175 (Fig. 14) versehen, welcher durch eine Feder 176 zum Eingriff mit dem Schraubengewinde 60 (Fig. 13) der Welle 43 gebracht wird. Wenn die Teile in der in der Fig. 13 dargestellten Lage sich befinden, ist der Teil 175 außer Eingriff mit dem Schraubengewinde, aber wenn die Stange 172 nach links verschoben ist, wird der Teil 175 durch die Feder 176 in das Schraubengewinde gedrückt. Die Drehung der Welle 43 bewirkt ein Ansteigen der Welle, bis das Ende des Schraubengewindes sich in dem Teil 175 befindet. Der Teil 175 und damit auch der Kolben 174 werden durch den vollen Teil der Welle 43 nach außen gedrückt werden, bis die Spitze der Stange 172 wieder in die Vertiefung 174° eingreift, wenn durch die Feder 173 die Stange 172 nach rechts geschoben wird, wodurch der Kolben 174 der Einwirkung der Spiralfeder 176 entzogen wird. Bei dieser Bewegung wird der segmentförmige Teil 74 des auf der Hülse 71 angeordneten Hebels 72 (vgl. oben) zum Eingriff mit der Ringnut 47 gebracht, da die Teile so bemessen sind, daß sich die Ringnut 47 gerade dann in dem Teil 74 befindet, wenn das Ende des Gewindes 60 in den Teil 175 gelangt ist. Die Welle 43 befindet sich dann in ihrer höchsten Lage, nachdem sie den Dorn 42 in die Walze 23 geschoben und die Walze so gehoben hat, daß der unterste Teil der Walze der Phonographennadel 24"· gegenübersteht. Die Phonographennadel befindet
sich noch außer Eing'riff mit der Walze 23, weil die Hülse 71 noch unter dem Ende des Fingers 112 ist (vgl. oben). Wenn der Teil 74 in die Ringnut 47 bewegt wird, greift die Mutter 73 in das Gewinde der Spindel j6 ein. Das Gewinde der Spindel' 76 ist so geschnitten, daß ihre Drehung die Mutter 73 und die Hülse 71 nach abwärts bewegt. Die Welle 43, der Dorn und. die Walze werden mit derselben Geschwindigkeit wie die Hülse 71 nach abwärts geführt. Die Geschwindigkeit der Abwärtsbewegung ist mit Rücksicht auf die Drehung der Welle 43 so bemessen, daß bei der Abwärtsbewegung der Walze die Nadel sich immer im Eingriff mit den Vertiefungen der Walze befindet. Eine geringe Abwärtsbewegung der Hülse 71 genügt, um sie von dem Finger 112 hinwegzubewegen.. Die Feder 138 (Fig. 5, vgl. oben) dreht dann den Hebel 136 und damit auch die. Nadel in die Spielstellung, so daß die Nadel in die Rillen der Walze eingreift. Die Wiedergabe des Stückes beginnt sofort und dauert so lange, wie der Dorn gedreht und langsam durch die Drehung der Spindel 76 abwärts geführt wird.
Die verschiedenen Teile des Mechanismus sind so angeordnet und so bemessen, daß, wenn die Walze nach unten geführt wird und hierbei die Nadel die ganze Länge der Walzenrillen passiert hat, die Mutter 73 in das Glied 105 (Fig. 8) eingreift und so den Mechanismus zur Drehung der Achse 90 und damit zum Abheben der Nadel aus den Schallrillen einschaltet. Dabei wird auch (durch die Bewegung der Stange 80) die Mutter 75 außer Eingriff mit der Welle 76 und der Teil 74 außer Eingriff mit der Ringnut 47 der Spindel 43 gebracht. Die dadurch frei gewordene Hülse 71 wird sofort in ihre oberste Lage gebracht, wo sie bis zur nächsten Inbetriebsetzung der Maschine bleibt. Die Spindel 43, welche jetzt nicht von der Welle j6 gehalten wird, fällt so schnell herunter, als es die Sperrvorrichtung 160 erlaubt. Bei der Abwärtsbewegung der Spindel 43 wird die bisher von dem Dorn 42 getragene Walze 23 wieder in ihre Stellung auf dem Tisch 38 und der Dorn in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung gebracht. Wenn der Dorn und seine .Spindel ihre unterste Stellung erreichen, wird die Achse 121 nach aufwärts bewegt, wie oben beschrieben, und der Tisch 38 gedreht, um die nächste Walze über den Dorn zu bringen. Zu gleicher Zeit oder am Ende dieser Bewegung tritt der in Fig. 13 gezeichnete Mechanismus in Tätigkeit und bringt den Teil 175 mit dem Gewinde der Spindel 43 in Berührung und bewirkt dadurch ein Aufsteigen der Spindel 43 und ein Eingreifen des Domes in die nächste Walze.- Der oben beschriebene Vorgang wird nun wiederholt. Die Walzen werden .so lange nacheinander abgespielt, wie die Spindel 43 sich dreht oder mit anderen Worten, bei der vorliegenden Erfindung so lange, wie der Strom dem Motor 50 zugeführt wird. .
Es sind aber noch besondere Vorrichtungen getroffen, die es gestatten, die Maschine beliebig in und außer Betrieb zu setzen, sowie eine Walze nach Belieben wiederholt abzuspielen, ferner um die Wiedergabe eines Stückes aufhören zu lassen und die folgende Walze zu benutzen.
Um die Maschine in und außer Betrieb setzen zu lassen, ist eine Stange 200 (Fig. 6) vorgesehen, welche in das Lager 120 oberhalb der Achse 121 geführt wird. Die Stange 200 kann in der in Fig. 6 angegebenen Richtung bewegt werden, so daß sie sich vor das obere Ende der Achse 121 schiebt und verhindert, daß die Welle in die in Fig. 3 und 4 gezeichnete Lage gehoben werden kann. Dadurch wird die Drehung des Tisches 38 verhindert, wenn die Welle 43 ihre unterste Stellung erreicht hat. Ein Schalter 201, welcher auf der Stange 200 und dem Rahmen 30 gelagert ist, ist im allgemeinen geschlossen, wenn die Stange 200 in der in der Zeichnung dargestellten Lage (in ihrer äußersten Lage) sich befindet. Der Schalter 201 regelt die Zuführung des Stromes zum Motor 5c (Fig. 15), so daß, wenn sich die Stange 200 außer Eingriff befindet und die Spindel 121 sich aufwärts bewegen kann, Strom zum Motor zugeführt und der Mechanismus in Betrieb gesetzt wird. Wenn die Stange 200 nach innen geschoben wird, ist der Schalter 201 geöffnet; da dieser Schalter den Motor allein reguliert, würde die Maschine stillstehen, wenn die Stange 200 nach innen geschoben wird. Es ist zweckmäßig, die Anordnung so zu treffen, daß die Maschine in Betrieb ist, bis der Dorn die unterste Stellung erreicht, so daß die abgespielte Walze wieder auf dem Tisch steht und hierdurch jeder Beschädigung der Walze oder der Maschine vorgebeugt wird. Deswegen ist ein zweiter Schalter 202 (Fig. 4 und 15) angeordnet, welcher beispielsweise auf dem Hebel 129 und dem Gehäuse derart befestigt ist, daß er gewöhnlich geschlossen ist, jedoch geöffnet wird, wenn der Hebel 129 durch die Welle 43 verschoben wird (Fig. 4). Der Schalter 202 ist mit dem Schalter 201 parallel geschaltet (Fig. 15). Sollte, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, der Schalter 201 durch den Dorn an irgendeiner Stelle oberhalb der untersten Lage geöffnet sein, so wird der Strom dem Motor durch den Schalter 202 zugeführt, bis der Dorn seine unterste Lage erreicht und den Schalter 202 öffnet. Aber wenn der Dorn
diese Stellung erreicht und die Welle 121 anheben will, so wird das Anheben durch die Stange 202 in der vorher beschriebenen Weise verhindert. Die Bewegung der Maschine wird auf diese Weise in der in Fig. 3 und 4 gezeichneten Lage verhindert.
Um das Spiel irgendeiner beliebigen Walze fortsetzen zu können, ist eine andere Regulierstange 205 (Fig. 6) angebracht, welche in
ίο die Maschine hineinragt und den auf der Klinke 140 befestigten Zapfen 206 berührt. Durch Hineinschieben der Stange 205 (alle Regulierstangen sind mit einem Knopf ο. dgl. an ihren außerhalb des Gehäuses befindlichen Enden versehen) wird die Schaltklinke 140 außerhalb der Zähne des Schaltrades 141 gebracht. Der Schalthebel 125 kann dann schwingen, ohne den die Walzen tragenden Tisch zu bewegen, und die nächste Aufwärtsbewegung des Domes wird die Walze mitnehmen, welche gerade wieder auf den Tisch gesetzt worden ist. Die Teile sind so angeordnet, daß die Stange 205 durch Reibung entweder in der in Fig. 6 dargestellten Lage oder in ihrer äußersten Innenlage gehalten wird, so daß, wenn die Stange nach innen geschoben ist, dieselbe Walze wiederholt werden wird, bis die Stange wieder herausgeschoben wird.
Um das Spiel irgendeiner Walze zu unterbrechen, ist eine dritte Regulierstange 210 (Fig. 5) angebracht, welche gegen einen auf der Achse 90 befestigten Hebel 211 wirkt. Durch diesen Hebel wird die Achse 90 in der in der Zeichnung angegebenen Richtung gedreht. Die so bewirkte Drehung hat dieselbe Wirkung wie die Drehung durch den vorhin beschriebenen Nocken 92, nämlich, • zunächst die Schalldose so zu drehen, daß die Nadel nicht mehr die Walze berührt und dann die Mutter 75 bzw. Teil· 74 außer Eingriff mit der Welle 76 bzw. der Spindel 43 zu bringen, die Hülse 71 in ihre höchste Lage zu führen und den Dorn sich senken zu lassen. Dadurch wird die Walze sofort auf den Tisch zurückgebracht, und wenn die Welle 43 ihre unterste Stellung erreicht, werden die verschiedenen Mechanismen den Tisch drehen und dann den Dorn und damit die nächste Walze anheben.
Da mit der gewöhnlichen Befestigung des Schwungrades 48 auf der Spindel 43 mittels Feder und Nut. ein gewisser toter Gang und ein Schlagen verbunden ist, ist bei dieser An-Ordnung eine neue völlig geräuschlose Verbindung dieser Teile vorgesehen (Fig. 3 und 16). Das Schwungrad läuft in einem Innenlager auf der Hülse 250 und hat keine unmittelbare Verbindung mit der Welle 43.
An der Spitze des Schwungrades ist ein ■radial sich erstreckender Hebel 251 angebracht, welcher einen ringförmigen, die Spindel 43 lose umfassenden Teil 252 besitzt. Diese Stange hat zwei Vorsprünge oder Federn 253, welche lose in die Nuten 46 der Spindel 43 eingreifen. Das andere Ende der Stange berührt einen Zapfen 254, welcher möglichst nahe am Umfange des Schwungrades angebracht ist. Durch den so angeordneten Zapfen 254 ist der durch das Schwungrad auf sein Lager ausgeübte Druck möglichst verringert. (Man denke sich das Schwungrad als einen Hebel, welcher gegen den Zapfen 254 mit der Kraft wirkt, die durch den Riemen 49 und den auf die Lagerhülse 250 ausgeübten Druck hervorgerufen wird.)
In Fig. 17 ist eine abgeänderte Ausführungsform zur Verhinderung eines zu schnellen Senkens der Spindel 43 dargestellt, an Stelle der in den Fig. 11 und 12 dargestellten Vorrichtung. Zu diesem Zweck ist das untere Ende der Spindel mit dem Schraubengewinde 260 versehen, . welches einen schiefliegenden V - förmigen Querschnitt besitzt. Eine auf einer Feder ruhende Sperrklinke 261 hängt, an dem Rahmen 3ft so, daß sie in das Gewinde fällt und dadurch bewirkt, daß die Spindel sich nur durch schraubenförmige Bewegungen in der in der Zeichnung angegebenen Richtung abwärts senken kann. Aber wenn die Spindel sich dreht und in der Längsrichtung feststeht, oder sich aufwärts bewegt oder sich langsamer senkt, als das Gewinde 260 die Spindel herunterschrauben würde, dann wird das Gewinde gegenüber dem Ende der Sperrklinke sich aufwärts bewegen, und die Klinke wird nun über die geneigte Wand des Gewindes schleifen und über die Steilwandfläche hinwegschnappen. Wenn die Welle gelöst wird, fällt sie herunter, bis die Klinke in das unmittelbar darüber befindliche Gewinde eingreift und die Welle sich in ihre unterste Stellung herabschraubt.

Claims (24)

Patent-Ansprüche:
1. Selbsttätiger Phonograph mit mehreren, der Reihe nach abspielbaren Walzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (23) mit vertikal gerichteten Achsen auf dem Umfang eines kreisförmigen Drehtisches (38) stehen und zum Zweck des Abspielens unter gleichzeitiger Drehung und Längsverschiebung an einer feststehenden Schalldose (24, 24".) vorbeigeführt werden.
2. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anheben, Senken und Drehen der Walzen (23) durch die entsprechenden Bewegungen eines Walzenträgers (42) bewirkt wird,
der von einer heb-, senk- und drehbaren Spindel (43) getragen wird.
3. Phonograph nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem Gewinde (60) versehene Spindel (43) des Walzenträgers (42) sich bei der Rotation in. einer senkrecht zur Spindelachse verschiebbaren Mutter (175, Fig. 13 und 14) emporschraubt, wobei die zylindrische Phonographen walze (23) mitgenommen und an dem solange ausgerückten Schallstift (24°) vorbei in die Anfangsstellung für das Spiel angehoben wird, worauf am Ende der Aufwärtsbewegung die verschiebbare Mutter (175) durch den vollen Teil der Spindel (43) aus der Eingriffsstellung gedrückt und in dieser neuen Stellung (Fig. 13) durch eine selbsttätige Sperrung (172) gesichert wird, so daß die Spindel (43) sich wieder senken kann, ohne an der Mutter (175) eine Zwangsführung zu finden.
4. Phonograph nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die während der Abwärtsbewegung der Spindel (43) durch die Sperrung (172) außer Eingriff mit dem Gewinde (60) der Spindel (43) gehaltene Mutter (175) vor jeder Aufwärtsbewegung der Spindel (43) durch eine Feder (176) nach Lösung der Sperrung (172) wieder in das Gewinde (60) der Spindel (43) gedrückt wird.
5. Phonograph nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung
(172) durch die Weiterschaltung des drehbaren Walzentisches (38) auf die nächste Walze (durch die Teile 170, 12501, Fig. 3 und 6) gelöst wird.
6. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß während des Abspielens der Walze (23) die den Walzenträger (42) tragende Spindel (43) durch eine in eine Ringnut (47) der Spindel (43) eingreifende Klaue (72, Fig. 6) einer Hülse (71) abwärts geführt wird, die auf einer Achse (70) zwar achsial verschiebbar, jedoch nicht gegen sie drehbar angeordnet ist.
7. Phonograph nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwärtsführung der Hülse (71) und damit des Walzenträgers (42) durch den Eingriff einer zweiten Klaue (75, Fig. 6) in das Gewinde einer sich drehenden Welle (76) erfolgt.
8. Phonograph nach Anspruch 1, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die für gewöhnlich durch eine Feder (83) gegen die Spindel (43) und die Welle
.60. (γ6) gedrückten Klauen (72,75) der Hülse (71) nach dem Abspielen der Walze durch Drehung- der Achse (70) und damit der Hülse (71) außer Eingriff mit der Ringnut (47) der Spindel (43) bzw. dem Gewinde der Welle (76) gebracht werden.
9. Phonograph nach Anspruch 1 und 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Ausrücken der Klaue (72) aus der Ringnut (47) der Spindel (43) und der Klaue (75) aus der Welle (76) erforderliche Drehung" der Achse (70) durch Auftreffen der zweiten Klaue (75) auf einen Anschlag (105, Fig. 8) am Ende der Welle (76) verursacht wird.
10. Phonograph nach Anspruch 1 und 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (71), nachdem ihre Klauen (72, 75) außer Eingriff mit der Ringnut (47) der Spindel (43) bzw. dem Gewinde der Welle (76) gebracht worden sind, durch eine Feder (in der Rolle 110) in ihre Anfangsstellung emporgezogen wird.
11. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Energie der Fallbewegung der Spindel (43), die nötig ist, um den Aufsteckdorn (42) aus der Walze (23) zu entfernen und ganz unterhalb des Walzentisches (38) zu bringen, durch eine Feder (169, Fig. 12) aufgespeichert wird, die die Spindel bei ihrem Fall aufwindet.
12. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fall der Spindel (43) nach dem Abspielen der Walze (23) in die Ruhestellung des Aufsteckdornes (42) durch den Eingriff einer Sperrklinke (261, Fig. 17) in ein Sperrgewinde (430O der Spindel (43) verzögert wird, das die Spindel zwingt, in einer Schraubenbewegung zu fallen.
13. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (23) auf dem Drehtisch (38) in vertikalen, durch den Tisch hindurchgehenden Öffnungen (39) angeordnet sind, welche an ihrem unteren Ende einen ringförmigen Ansatz besitzen.
.14. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk (140, 141, Fig. 6) für die Weiterschaltung des Drehtisches (38) auf die nächste Walze durch die Spindel (43) eingeschaltet wird, wenn diese sich in ihrer untersten Lage befindet. ,115
15. Phonograph nach Anspruch 1 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltung des Schaltwerkes (140, 141) durch Einwirkung eines auf einer Hilfsachse (121) sitzenden Stiftes (124) auf den Schalthebel (125) erfolgt, nachdem die Hilfsachse (121) durch Druck der
Spindel (43) in ihrer untersten Lage auf einen Doppelhebel (129) so weit angehoben ist, daß der Stift (124) auf den Schalthebel (25) treffen kann.
16. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch (38) in der Spielstellung einer Walze
(23) durch Kugelfallen (150,151, Fig. 10) gesichert wird.
17. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldose
(24) um eine zur Längsachse der Walze parallele Achse (137, Fig. 5) drehbar ist und durch Drehung in die Spielstellung gebracht wird, wenn die Walze angehoben ist, sowie durch Drehung von der Walze wieder entfernt wird, sobald die Walze abgespielt ist.
18. Phonograph nach Anspruch I, 8 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der.Achse (70) sitzende Hülse (71) bei ihrer Aufwärtsbewegung durch einen Anschlag (112, Fig. 6) und Hebelübertragung (134, 136, Fig. 5) die die Schalldose (24) außer Eingriff mit der Walze (23) bringende Drehung der Schalldosenachse (137) unter Spannung einer Feder (138) bewirkt, die die Schalldose wieder in die Spielstellung drückt, sobald die sich senkende Hülse (71) den Anschlag (112) freigegeben hat.
19. Phonograph nach Anspruch i- und 15, gekennzeichnet durch einen Schieber (200, Fig. 6), dessen Einrückung das Anheben der Hilfsachse (121) und somit das Weiterschalten des Drehtisches (38) und im weiteren Verfolg das Weiterspielen des Apparates überhaupt verhindert.
20. Phonograph nach Anspruch 1 und 14, gekennzeichnet durch einen Schieber (205, Fig. 6), der nur das Schaltwerk (140,141) für den Drehtisch (38) ausschaltet, ohne die Hilfsachse (121) zu beeinflussen.
Phonograph nach Anspruch 1
21.
und 17, gekennzeichnet durch einen Schieber (210, Fig. 5), der zugleich die Schalldosenachse (137) in' die Ruhestellung dreht und die Klauen (72, 75) der Hülse (71) außer Eingriff mit der Spindel (43) und der Welle (76) bringt, so daß die Weiterschaltung der Walze (23) unterbrochen wird.
22. Phonograph nach Anspruch. 1 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß der die Spindel (43) antreibende Elektromotor (50) einen Ausschalter (201, Fig. 6) besitzt; welcher auf dem Schieber (200) derart befestigt ist, daß der Strom geöffnet wird, wenn der Schieber eingerückt wird.
23. Phonograph nach Anspruch 1 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis des Motors (50) ein Aus-, schalter (202, Fig. 4) angebracht ist, der durch den Doppelhebel (129) geöffnet wird, wenn die Spindel (43) sich in der untersten Lage befindet.
24. Phonograph nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Motor (50) betriebenes Schwungrad (48, Fig. 16) auf der Spindel lose angeordnet ist und durch einen in Längsnuten (46) der Spindel (43) eingreifenden Hebel (251) seine Drehbewegung auf die Spindel (43) überträgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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