DE1771C - Neuerungen an Wachsfaden-Nähmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Wachsfaden-Nähmaschinen

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DE1771C
DE1771C DE1771DA DE1771DA DE1771C DE 1771 C DE1771 C DE 1771C DE 1771D A DE1771D A DE 1771DA DE 1771D A DE1771D A DE 1771DA DE 1771 C DE1771 C DE 1771C
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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B67/00Devices incorporated in sewing machines for lubricating, waxing, or colouring the threads

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1877.
Klasse 52.
F. EDMUND THODE & KNOOP in DRESDEN. Neuerungen an Wachsfaden-Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. October 1877 ab.
Der Hauptzweck vorliegende: Erfindung ist die Anbringung eines rotirenden Schiffchens zum Einwerfen eines Wachsfadens in die Schlinge des gewachsten Hakenfadens und zwar bei allen Klassen von Nähmaschinen, welche in der Fabrikation von Stiefeln und Schuhen Anwendung finden und welche einen hin- und hergehenden Haken zum Hinaufziehen des Fadens von unterhalb der Arbeit führen; mit dem Zweck, die Beschaffenheit der Arbeit in einigen dieser Maschinen, nämlich solchen, bei denen ein einziger Wachsfaden angewendet wird, zu verbessern, sowie die Geschwindigkeit solcher Maschinen zu vermehren, bei welchen ein Schliefsfaden in die Schlinge des Hakenfadens eingeworfen wird, vermittelst eines hin- und hergehenden Schiffchens, das oberhalb der Arbeit angebracht ist.
Beim Nähen von Stiefeln und Schuhen variirt die Beschaffenheit der Arbeit sehr, aus welchem Grunde die Construction der Maschine im Verhältnifs modificirt werden mufs. So ist z. B. das Nähen des Oberleders als verhältaifsmäfsig leichte Arbeit anzusehen, welche· auf einem flachen Tisch vorgenommen werden kann, wogegen das Annähen starker Sohlen schwere Arbeit ist und die Anwendung von speciellen und eigenthiimlichen Mitteln zum Tragen der Arbeit und Vorführen derselben an die Stechnadel oder den Haken erforderlich macht.
In den beiliegenden Zeichnungen ist das rotirende Schiffchen an fünf Formen von Wachsfaden-Nähmaschinen angebracht, welche speciell eine jede für die nachfolgenden Anwendungen bestimmt sind, nämlich:
Die Maschine auf Blatt I führt die Arbeiten aus, welche das Zusammennähen der Theile des Stiefels oder Schuhes ausmachen, welche an die Sohle oder innere Sohle, je nach dem Fall, befestigt werden sollen.
Die auf Blatt IV dargestellte Maschine soll zum Schliefsen der Beintheile von Reit- und Stulpenstiefeln dienen.
Die auf Blatt V gezeigte Maschine dient zum Nähen des Rahmens an die Brandsohle.
Die auf Blatt VI ■ dargestellte Maschine zum Nähen der Sohle an den Rahmen.
Die auf Blatt VII dargestellte Maschine zum Nähen schwacher Tanzsohlen an die Oberleder.
Bei allen diesen Maschinen werden dieselben Arten von Nähinstrumenten angewendet, d. h.
der Stechhaken zum Herausholen des Fadens durch die Arbeit; ein hin- und hergehender Finger oder Theiler zum Oeffnen der Schlinge für das Schiffchen; ein rotirendes Schiffchen oberhalb der Arbeit; ein Prefsschuh als Widerstand für den oberen Zug der Schlinge vom Hakenfaden; sowie eine Zuführungsstange für die in einigen Fällen untere und in anderen obere Führung.
Die mechanischen Einrichtungen für diese verschiedenen Instrumente werden in den verschiedenen Maschinen so modificirt, dafs sie sich den variirenden Umständen anpassen.
Auf Blatt I der beiliegenden Zeichnungen ist Fig. ι eine vordere Ansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht, zum Theil im Schnitt, Fig. 3 ein Schnitt nach Linie 1-2 der Fig. 1 und 2 der Maschine zum Zusammennähen der Obertheile verschiedenen Schuhwerks. Die Art der Arbeit, für welche die Maschine dient, ist unter Fig. 1 a dargestellt.
A ist ein hohler Rahmen von Gufseisen, an dessen oberem Ende ein hohler horizontaler Support A1 befestigt ist, welcher am vorderen Ende den Führungskasten A 2 trägt. In dem Führungskasten gleitet die Hakenstange und die Prefsstange. An die untere Seite dieses Supports A1 ist das Supportstück A3 gebolzt, welches das Schiffchen und dessen Betriebsmittel trägt,, wie weiter unten beschrieben wird.
B ist der hohle Arbeitsträger, welcher unterstützt wird durch das Supportstück B1, das fest am Ständer A ist.
An diesem Träger sind die bei dieser Klasse von Maschinen gewöhnlichen Lager für den Schlingenbilder angebracht; der Hebel, welcher den Zuführungsfufs trägt, hat seinen Drehpunkt in dem Gufstheil B.
c ist ein Haken zum Durchstechen der Arbeit und zum Heraufholen einer Schlinge des gewachsten Fadens von unterhalb ' der Arbeit. Dieser Haken ist an eine Hakenstange C angepafst.
d ist der Prefsfufs zum Niederhalten der Arbeit auf den Tisch b, welcher auf dem Träger B ruht. Dieser Prefsfufs ist angepafst an eine Stange D, die in dem Führungskasten A~ frei gleitet und durch Federn dl niedergehalten wird.
d2 ist ein Daumenhebel, welcher auf der oberen Seite des Führungskastens ruht und dazu
benutzt wird, den Prefsfufs von der Arbeit abzuheben.
Unmittelbar unter dem Haken c ist der Schlingenbilder E, welcher bei e seitlich durchbohrt ist, zur Aufnahme des Wachsfadens e ', der von der Spule E1 abgezogen und um den Haken c gelegt wird. Die Spule E1 dreht sich frei auf einer von dem Hängelager E2 getragenen Axe (siehe Fig. 2 a); E* ist am Rahmentheil i?1 befestigt und an seinem unteren Ende ist eine Druckfeder E* befestigt, welche auf den Sattel e* drückt, der auf Führungen im Supportstück gleitet und Reibungsflächen e** trägt, welche sich an die Peripherie der Spule E1 lehnen. Der Druck der Frictionstheile wird vermittelst der Mutter E** passend auf die an der Feder E* angenietete Schraube (s. Fig. 2b) regulirt. Der Tisch b ist, wie gewöhnlich, durchlocht für den Niedergang des Hakens c in den Schlingenbilder, auch ist der Tisch durchnuthet, um dem Zuführungsfufs f am Zuführungshebel E zu gestatten, durch den Tisch aufwärts vorzustehen und sich auf der unteren Seite der Arbeit anzulegen.
Oberhalb der Arbeit befindet sich das Schiffchen g, welches so geformt ist, dafs es in die vom Haken heraufgeholte Schlinge eingeht, sobald diese geöffnet ist und indem es durch dieselbe durchfährt, darin einen Schliefsfaden hinterläfst, während es gleichzeitig den Wachsfaden vor der Berührung mit den das Schiffchen tragenden Theilen schützt. Dieses Schiffchen ist im Detail auf Blatt II dargestellt, sowie die damit zusammenhängenden Theile zum Halten desselben in der Maschine und zum Ertheilen einer hin- und hergehenden Axenbewegung.
Zum Zweck des Oeffnens der von dem Haken c heraufgeholten Schlinge, sowie ihre Befreiung von dem Haken und Vorführung an die Nase des Schiffchens, ist der Finger oder Theiler h angebracht. Dieser Finger wird von einem Schwinghebel H getragen, der in dem Support A1 drehbar gelagert ist und durch einen Daumen getrieben wird, wie unten näher verdeutlicht ist.
Auf Blatt II ist Fig. 1 ein Grundrifs, Fig. 2 eine Frontansicht des Schiffchens und Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie 1 - 2 in Fig. 1.
Das Schiffchen besteht aus einem cylindrischen Gehäuse von Stahl mit einem Einschnitt gl in der Peripherie und einem daumenförmigen Vorsprung g* als Verlängerung der einen Seite dieser Vertiefung, die Nase des Schiffchens bildend. Der Zutritt zu dem Innern des Schiffchens wird vermittelt durch Klappdeckel g3 (s. Fig. 3 a), welcher die untere Seite des Schiffchens schliefst und im verschlossenen Zustand festgehalten wird durch eine Schlagfeder g\ Diese Feder wird in die Peripherie des Schiffchens versenkt und so geformt, dafs sie mit dem Profil des Schiffchens glatt verläuft und dem glatten Vorbeigehen der Schlinge um das Schiffchen herum kein Hindernifs bietet.
Der Raum in dem Schiffchen für die Wachsfadenrolle ist excentrisch, wegen der im Schiffchen angebrachten Vertiefung gK
Der Faden wird durch ein Mittelloch in den Deckel g3, dann an ein in letzterem befestigtes Auge £·5 und von demselben zur Arbeit geführt. Durch diese Einrichtung wird der Faden der Spule gehörig angespannt.
Die Nase des Schiffchens steht über seine flache und cylindrische Oberfläche hervor, frei von der oberen weiter unten erwähnten Tragplatte (s. Fig. 4). Zur Erleichterung seines Eintritts in die offene Schlinge des Hakenfadens ist die untere Seite des Schiffchens abgeschrägt (s. Fig. 2).
Das Schiffchen wird zwischen zwei Gabelplatten G G' gehalten, die im Grundrifs in Fig. 5 und 6 dargestellt sind. Die obere Platte G ist an den Gufstheil A3 befestigt, wie solches in den Fig. 7 und 8 ersichtlich und die untere Platte G1 ist mit einer Gleitstange G~ verbunden, in Seitenansicht und Grundrifs in Fig. 9 ersichtlich, welche in eine yerticale Nuth des Gufstheiles A3 eingepafst ist und durch einen Federbolzen G3 am Platz gehalten wird (siehe Fig. 10).
Diese Art der Unterstützung der niederen Platte G bezweckt,. Herausnahme und Wiedereinlegen des Schiffchens zu erleichtern, da zur Befreiung des Schiffchens nichts nöthig ist, als das Zurückziehen des Federbolzens G3.
Diese Platten G und G' sind auf der inneren Seite ihrer Gabeln abgesetzt, zur Aufnahme des Schiffchens und zur Bildung von Führungen für dasselbe, während seiner Axialbewegungen.
Ein Paar, verticale Stangen i (siehe Fig. 11) dienen zum Betrieb des Schiffchens und treten abwechselnd in Löchern oder runden Vertiefungen im oberen Theile mit demselben in und aufser Berührung.
Die Stangen gleiten in Führungen, die für sie in der verticalen Spindel / angebracht sind, welche sich in entsprechenden Lagern im Gufstheil A3 dreht.
Diese Spindel umgiebt ein ringförmiger Daumen /' (siehe Fig. 12), welcher aus zwei durch Bänder verbundenen Theilen besteht, welche in für sie hergerichtete verticale Nuthen im hohlen Gufstheil A3 eintreten. Diese Bänder dienen nicht allein dazu, die Theile des Daumens zusammenzuhalten, sondern auch zur Erhaltung des Daumens in seiner gehörigen Lage im Gufstheil.
In die Nuth des Daumens /', welche in Fig. 12a abgewickelt dargestellt ist, greifen von den Stangen i getragene Stutzen ein und sowie der Spindel eine Axenbewegung ertheilt wird, werden die Stangen i abwechselnd von dem Schiffchen frei abgehoben und wieder mit ihm in Berührung gebracht. Wenn also diese Stangen i ganz oder theilweise um ein gemeinschaftliches Mittel rotiren, werden sie dem Schiffchen eine Axenbewegung ertheilen.
Die Spindel / wird vermittelst eines von ihr getragenen Getriebes i1 bewegt (siehe Fig. ii, !Blatt II), welches in eine Zahnstange i greift (Fig. 13), die frei in Führungen des Gufstheiles A3 gleitet.
Eine hin- und hergehende Bewegung wird der Zahnstange mit Hülfe eines Gabelhebels P ertheilt, welcher einen in die Nuth des Daumens X1 greifenden Stutzen trägt (s. Fig. 2, Blatt I). Das Steigen der Stangen ■* ist so eingerichtet, dafs die Schlinge des Hakenfadens frei sein wird, um unter ihnen vorüber zu gehen, sowie sie über das Schiffchen gezogen wird, zur Aufnahme des Schliefsfadens; ihre Senkung aber wird derart der Zeit nach abgemessen, dafs die eine der Stangen immer mit dem Schiffchen in Berührung ist.
Die Bewegung zum Betrieb der einzelnen arbeitenden Theile der Maschine rührt von der Haupttriebwelle K her, welche vermittelst eines Riemens und einer Scheibe K1 von irgend einem Motor aus getrieben wird.
An die Treibwelle K ist das Stirnrad k gekeilt, welches mit Hülfe von Zwischenstirnrädern k1 und k 2 ein Stirnrad k 3 auf der Daumenwelle L treibt, deren Bewegung durch ein Schwungrad gleichförmig gemacht wird. Auf die Welle L ist der Daumen L' gekeilt, dessen Rotation, wie oben erklärt wurde, der Zahnstange z'2 eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt. Die Nuth dieses Daumens ist abgewickelt gezeichnet in Fig. 1, Blatt III. Auf derselben Welle L ist der Daumen Z2 befestigt, welcher vermittelst des Wiegehebels H den Finger h bewegt, der die Schlinge theilt und sie von dem Bart des Hakens γ abnimmt.
Die Nuth dieses Daumens ist in Fig. 2, Blatt III, abgewickelt. Auf der Stirnfläche desselben ist ein Kurbelzapfen montirt, welcher in 'die genuthete Daumenplatte C1 greift (Fig. 3, Blatt III), die der Hakenstange C und dem Stechhaken c die erforderliche Auf- und Abbewegung ertheilt.
Die hin- und hergehende Axialbewegung des Schlingenbilders E wird durch ein Zahnradsegment E3 bewirkt, welches in das Getriebe e2 greift; letzteres ist auf der hohlen Stange des Schlingenbilders (siehe Fig. 5, Blatt I) aufgekeilt.
Der Hebel, dessen Kopf aus dem Radsegment E3 besteht, hat seinen Drehpunkt bei e3 und trägt an seinem Schwanzende einen Zapfen, welcher in die Nuth m eines auf die Treibwelle K gekeilten rotirenden Daumens M greift (Fig. 3, Blatt I). Die Nuth dieses Daumens ist in der Fig. 4, Blatt III, abgewickelt.
Die Rotation dieses Daumens veranlafst das Hin- und Hergehen des Radsegmentes unter Ertheilung der verlangten Axenbewegung an den Schiingenbilder zum Einlegen des Fadens in den Bart des Hakens c.
Die Vorschieberstange F erhält eine auf- und abgehende Bewegung von der Daumenoberfläche mx des Daumens M1, sowie eine hin- und hergehende Bewegung vom Daumen M auf der Welle K.
Diese Daumen sind in den Fig. 5 und 6, Blatt III, gezeigt.
Anliegend an die Daumenfläche ml befindet sich ein Rollenzapfen /', welcher von der Gabel eines Winkelhebels /2, mit dem Drehpunkt bei /3, getragen wird; dieser Hebel ruht auf einem Ende eines Sattelstückes /4, welches auf ein, zwischen dem hohlen Support B und Gufsstück B' eingelegtes und an dieses letztere gebolztes Füllstück B2 gezapft ist. Auf das entgegengesetzte Ende des Sattelstückes f legt sich eine Zuführungsstange F, deren unteres Ende vermittelst einer Feder /5 mit einem Stutzen an dem festen Theil des Ständers verbunden ist.
Die Zuführungsstange ist mit einer länglichen Nuth versehen zur Aufnahme ihres Drehpunktstiftes, wodurch das Steigen und Fallen der Stange unter Bewegung des Sattelstückes, erzeugt durch die Umdrehung der Daumenfläche m\ erzielt wird.
Die erforderliche wiegende Bewegung wird dieser Stange vermittelst eines bei f an das Gufsstück B1 gezapften Schwinghebels /6 ertheilt. Das entgegengesetzte Ende dieses Hebels ^6, also das Ende gegenüber demjenigen, welches gegen die Stange F drückt, trägt einen, gegen die Stirndaumen Mx arbeitenden Rollenzapfen. Die Stange F wird durch den Zug der Feder _/5 gegen den Hebel /e gehalten.
Sobald die Arbeit von dem Stechhaken c befreit ist und die Schlinge von dem Schiffchen gefafst wurde, wird die Zuführung der Arbeit vor sich gehen, indem der Zuführungsfufs f durch den Tisch aufsteigt und um die Entfernung eines Stiches vorrüGkt.
Zur Erleichterung des Ein- und Ausrückens der Maschine wird dazu eine Trittbewegung angewendet.
Der Riemen K1 der Scheibe auf der Treibwelle K wird um die Scheibe K1 (Fig. 6) am Fufs der Säule A gelegt und wird die Axe dieser Scheibe durch Andrücken einer Frictionsscheibe auf der Axe K% gegen eine Frictionsscheibe auf der Welle der Scheibe K^ getrieben. Diese Axe K1 ist auf der Gabel eines mit einem Tritt versehenen Wiegehebels K* montirt und auf der Axe ist eine Scheibe K^ gekeilt, welche beständig durch einen Riemen K^ getrieben wird.
Durch Niederdrücken des Tritts und durch Inberührungbringen der Frictionsscheiben, wird den Scheiben K1 K'1 und von da der Welle K drehende Bewegung ertheilt.
Wenn der Druck aufhört, hört der Betrieb der Nähmaschine auf.
Nachdem die Mittel zum Betrieb der verschiedenen arbeitenden Theile beschrieben sind, folgt mit Hülfe der Zeichnungen auf Blatt III die Art und Weise der Ausführung des Nähens.
Fig S ι zeigt im Grund- und Aufrifs die Nähinstrumente in der Lage, welche sie annehmen,
wenn der Haken c soeben seine Schlinge an den Theiler h abgegeben hat, welcher die Schlinge im Moment ihrer Annahme dem Haken der Nase des Schiffchens g vorführt.
Nachdem dem Schiffchen eine Bewegung in der Richtung des Pfeiles ertheilt ist, wird die Schlinge in die Vertiefung g1 des Schiffchens gezogen, wie ersichtlich in Fig S 2, und zu derselben Zeit wird die Stange z* gehoben, so dafs die Schlinge unten durch kann, indem das Schiffchen fortfahrt, sich zu drehen, um seinen Schlufsfaden in die Schlinge des Hakenfadens zu legen.
Die fortgesetzte Axenbewegung des Schiffchens bringt es in die in Fig.s. 3 gezeigte Lage; zu dieser Zeit findet die Zuführung der Arbeit statt. Gleichzeitig wird die Schlinge frei von dem Theiler h. Bevor das Schiffchen in der in Fig. 4 gezeigten Lage angekommen ist, wird es nöthig, die Stange i zu heben, während die Stange i* inzwischen zur Berührung mit dem Schiffchen gesenkt ist.
Beim Heben der Stange i passirt die Schlinge unten durch und wenn das Schiffchen die Lage der Fig.s 4 erreicht hat, wird sein Schlufsfaden in die Schlinge des Hakenfadens gelegt sein.
Während dies stattfindet, bewegt sich der Haken nieder durch die Arbeit, zum Heraufholen einer ferneren Schlinge und im Hinaufgehen wird er seinem Faden einen solchen Zug geben, dafs die letzte Schlinge vom Schiffchen abgezogen wird.
Wenn der Haken zu steigen fortfährt, zieht er die letzte Schlinge fest an (siehe Fig?. 5) und indem die Axenbewegung des Schiffes nun umgekehrt wird, wie der Pfeil zeigt, wird die Nase des Schiffchens zurückgebracht, in die Lage von Fig?, ι, bereit, in die Schlinge einzugehen, welche von dem Haken hängend gehalten wird.
Eine Wiederholung der oben angeführten Bewegungen erzeugt eine Naht, in welcher jeder Stich fest durch den Schiffchenfaden geschlossen wird.
Auf Blatt IV ist die Schiffchenmaschine modificirt zum Zusammennähen von Stulpenstiefel-Oberleder. Die Eigenthümlichkeit dieser Arbeit erfordert die Anwendung eines horizontal vorstehenden Hornes zum Tragen der Arbeit, wie in den punktirten Linien der Fig. 2 ersichtlich und zwar zeigt Fig. 1 eine Endansicht, Fig. 2 eine Ansicht (theilweise im Schnitt rechtwinklig gegen die Fig. 1), Fig. 3 einen Grundrifs der Maschine.
Bei dieser Einrichtung trägt der Gufstheil B1 anstatt des Ständers einen hohlen angebolzten horizontalen Arm B, an welchem der Schlingenbilder E, sowie der ihn treibende Mechanismus angebracht ist (siehe Fig. 4). Dieser hohle Arm ist auch mit dem Zuführungsapparat versehen, wie in den Fig. 5, 6 und 7 gezeigt.
In anderer Beziehung stimmt die Einrichtung dieses Mechanismus, wenn auch etwas modificirt, in der Hauptsache mit dem auf Blatt I gezeigten überein; dieselben Buchstaben werden daher zur Bezeichnung der Haupttheile des Mechanismus angewendet.
L (Fig. 2) ist die durch konischen Trieb mit der treibenden Welle K verbundene Daumenwelle; Z1 der Daumen zum Betrieb des Schiffchens g; Z2 der Daumen zum Betrieb des Theilers /1, c der von einem Kurbelgetriebe auf ■der Stirn des Daumens Z2 getriebene Haken, d der Prefsfufs und E der Schlingenbilder. In diesem Falle besteht der Schlingenbilder aus einem kurzen Rohr, welches seitlich nahe seiner oberen Kante für das Durchlassen des Fadens gelocht ist; es ist mit einem Stirngetriebe e 3 versehen, welches sich auf einen Ansatz im hohlen Arme B legt.
F ist die Zuführungsstange, den Zuführungsfufs f tragend, welcher in diesem Falle mit seiner Stange durch Gelenk verbunden ist. Die Bewegungen des Schlingenbilders und der Zuführungsstange werden durch Daumen MM1 eingeleitet, welche, anstatt auf der Triebwelle zu sitzen, auf eine vertical e Welle N gekeilt sind, die durch konischen Trieb mit der Triebwelle K verbunden ist.
Die Auf- und Niederbewegung wird mit Hülfe des Daumens M bewerkstelligt (siehe Fig. 7), welcher auf einen Balancier F1 wirkt, der auf das Ende des Hebels F, entgegengesetzt demjenigen, welcher den Zuführungsfufs f trägt, drückt.
Die hin- und hergehende Bewegung des Zuführungsfufses wird dem Daumen M1 entnommen (siehe Fig. 5), dessen Peripherie auf einem dreiarmigen Hebel F1 wirkt, dessen vorderer Arm einen Zapfenstift trägt, der mit einer an den Zuführungsfufs / drehbaren Stange F3 verbunden ist (siehe Fig. 6). Die Umdrehung dieses Daumens M1 durch Hin- und Herbewegung des Hebels F- zieht daher den Zuführungsfufs vor; er wird gleichzeitig durch den Wiegehebel F gehoben und veranlafst dadurch das Vorgehen der Arbeit um die Länge eines ■ Stiches. Die Rückbewegung wird durch die Zugfeder F4 erzeugt.
Auf der unteren Seite des Daumens M1 ist eine Daumennuth zur Aufnahme des Rollenzapfens eines Balanciere E4. Derselbe ist mittelst Trieb oder sonstwie mit der Zahnstange E3 verbunden, welche, in ein Zwischenrad eingreifend, das mit der Nabe eines gröfseren Getriebes verbunden ist und sich in Eingriff mit dem Getriebe e3 auf dem Schlingenbilder E befindet, dem Schlingenbilder die erforderliche Axenbewegung ertheilt.
Der Schlingenbilderfaden <?' wird von der Spule Ei abgezogen und zum Schlingenbilder durch den Leitapparat geführt, der im Auf- und Grundrifs in den Fig. 8 und 9 gezeigt ist.
Um nun dem Arbeiter vollständige Beherrschung der Ingangsetzung und des Zustellens der Maschine zu verschaffen, so wird die Triebwelle K der Maschine mittelst Frictionstrieb bewegt, welcher aus einer Frictionsscheibe O besteht, die in einer hohlen Riemscheibe O1
arbeitet, deren Axe K* in einem Wiegerahmen O2 mit dem Drehpunkt im Rahmen A montirt ist.
Durch Gelenk ist eine Stange O3 mit einem Arm dieses Wiegegestells verbunden, welcher Arm niederwärts bis zu einem Fufstritt Oi geführt wird.
Während dieser Fufstritt in seiner normalen Stellung ist, bleiben die Frictionsscheiben concentrisch und wird zwischen ihnen keine Berührung stattfinden; doch wenn der Tritt niedergedrückt· ist, wird die Riemscheibe O1 mit der Scheibe O in Berührung gebracht und die Welle K erhält dann eine rotirende Bewegung. Sobald indessen der Tritt losgelassen wird, kehrt die treibende Scheibe O1 in ihre concentrische Stellung zurück und läuft fort, ohne die Maschine zu treiben.
Auf Blatt V ist die Rahmennähmaschine dargestellt. Fig. ι ist eine Endansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht derselben, Fig. 3, 4 und 5 sind Details"
Die mit dieser Maschine zu verrichtende Arbeit ist in Fig. 1 a dargestellt. Diese zeigt, was unter dem Namen »Brandsohle« bekannt ist, verbunden mit dem Oberleder, sowie mit einem Streifen Leder, Rahmen genannt, welcher dazu bestimmt ist, die Stiche aufzunehmen, zur Befestigung der äufseren Sohlen des Stiefels an ihren Platz.
Um zu gestatten, dafs der Stiefel unter der Einwirkung des Stechhakens querüber geführt wird, wird dem Träger der Arbeit die Form eines Horns ertheilt, wie es bei B gezeigt ist. Dieses Horn ist auf dem Gufsstück B1 montirt und auf demselben drehbar. Innerhalb desselben ist der Schiingenbilder E angebracht, welcher vermittelst einer am entgegengesetzten Ende mit Triebzeug versehenen Diagonalwelle 1 durch eine Zwischenwelle 2 (ebenfalls mit Trieb versehen) in entgegengesetzten Richtungen vermittelst einer hin- und hergehenden Welle 3 Drehung erhält. Diese Welle erhält eine Axenbewegung vom Zahnsegment F,3 (siehe Fig. 5), das von einem Daumen M auf der Daumenwelle N bewegt wird.
Das Zahnsegment wird von einem Winkel getragen, welcher mit einem Zapfen versehen ist, der in eine Nuth des Daumens M eingreift. Sowie also der Daumen Drehung erhält, wird dem Zahnsegment eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt, und so fort, bis zum Schlingenbilder F.
Dieser Schlingenbilder E (siehe Fig· 3) besteht aus einem konischen Getriebe, durch dessen Mittel der Haken geht, wo er die Arbeit durchsticht und niederfahrt zur Heraufnahme einer Wachsfadenschlinge. Er drückt auf eine zu seiner Aufnahme im Horn angebrachte Leiste, und ist an der Seite der centralen Oeffnung (parallel mit derselben) durchlocht, zur Aufnahme des Schiingenfadens.
Dieses Loch, welches gegen die Axe der Bewegung des Schlingenbilders excentrisch ist, sichert, sowie der Schlingenbilder rotirt, das Legen des Fadens unter den Bart des Stechhakens, welche Lage auch das bewegliche Horn annehmen mag, wenn dasselbe von dem Arbeiter gedreht wird, um die Arbeit an den Stechhaken heranzuführen, oder um sie unter der Einwirkung desselben zu halten, sobald sie durch den Zuführer herangebracht wird.
Um zu gestatten, dafs der Wirtel auf seine gehörige relative Stellung zurückgeht, in Bezug auf den Bart des Hakens, werden die Triebwellen ι und 2, welche sich mit dem Horn bewegen, veranlafst, unabhängig von der hin- und hergehenden Axenbewegung (welche ihnen von dem Daumen M zu Theil wird) den Wirtel zurück- oder vorzubewegen und zwar in einem Maafse, welches im Verhältnifs zu den Drehbewegungen des Hornes steht.
Diese ergänzende Bewegung rührt von dem Triebrade der Welle 2 her, die um das treibende Rad herum läuft, wenn das Horn auf seiner Drehaxe bewegt wird. Da die Arbeit, welche diese Maschine auszuüben bestimmt ist, von schwererer Art ist, als die unter dem Namen »Schliefsen« bekannte, so ist hier die folgende Vorrichtung angewendet, an Stelle des oben angeführten Kurbelzapfens und der Daumenplatte zum Führer des Stechhakens durch das Leder:
Aus der Seite der Hakenstange C (siehe Fig. 4) ragt ein Stift hervor, welcher von dem Gabelende eines Balanciere C mit seinem Stützpunkte auf dem Supportkopf umfafst wird.. An das entgegengesetzte Ende dieses Balanciere ist eine verticale Stange C2 angebracht, welche frei in einer an den Ständer A befestigten Führung gleitet und mit einem Balancier C3 durch einen in das Gabelende jenes Hebels (siehe Fig. 2) hineinragenden Stift verbunden ist und als Drehpunkt einen vom Ständer A getragenen Stift hat.
Das entgegengesetzte Ende des Hebels C3 trägt einen Rollenzapfen, welcher in die Nuth eines Daumens C4 an der verticalen Daumenwelle N greift.
Sowie daher dieser Daumen rotirt, wird die Stange C1 gehoben und gesenkt und auf Grund ihrer Verbindung mit dem Wiegehebel C1 wird . derselbe veranlafst, auf die Hakenstange C energisch einzuwirken, wodurch der Haken c gezwungen ist, durch die verschiedenen Lederstärken zu stechen, welche ihm durch das bewegliche Horn B geboten werden. Zum Zuführen der Arbeit auf dem Horn wird eine obere Zuführung erforderlich und zu diesem Ende der Prefsfufs sowohl zum Niederhalten der Arbeit, als zum Weiterschieben benutzt. Dieser vereinigte Prefsfufs und Zuführer ist bei / gezeigt und wird von einer sich bewegenden Stange F getragen, die sich frei in einer Führung D1 bewegt, die ihrerseits am Gufsstück A befestigt ist. Diese Stange wird durch zwei Paar Federn Z1/2 niedergehalten, damit der Zuführer/ unten auf der Arbeit verbleibt. Die Federn /' sind direct mit der Zuführungsstange vereinigt und
immer in Thätigkeit; ihr Druck ist so gering, dafs dadurch der freien Handhabung der Arbeit auf dem Horn kein Hindernifs erwächst. Die Federn /2 sind dagegen von hinreichender Stärke, um den Zuführer und Prefsfufs / in den Stand zu setzen, die Arbeit gegen den oberen Zug des Hakens niederzuhalten, wenn dieser durch das Leder aufwärtssteigt, zum Anziehen, des zuletzt gemachten Stiches. Sie sind durch feste Stifte mit dem Kopfgufsstück verbunden, sowie mit einem Querstück/4, welches von einem, auf einem festen Support gezapften, über der Zuführungsstange F liegenden, adjustirbaren Hebel /5 getragen wird. Der Hebel /s ist mit einem stellbaren Antifrictionsstück /G versehen, welches sich auf die Daumenoberfläche / des Daumens Z2 legt, die dazu dient, den Hebel zu heben und den Druck von den Federn / aufzuheben, unmittelbar vor der Zuführung.
f ist ein unter dem vorderen Ende des Hebels /5 liegender Daumen, zu dem Zweck, diesen Hebel zu heben und den Druck der Federn f~ aufzuheben, wenn die Maschine zum Zweck der Arbeitsverschiebung in Ruhe gesetzt wird.
Die Zuführung wird vermittelst des Daumens -Af1 auf der Welle L bewirkt, gegen dessen Stirnfläche der Rollenzapfen eines Balanciere/0 anliegt. Derselbe Wiegehebel ist an den Arm des Gufstheiles A' gezapft, während sein unteres Ende durch eine Stange/10 mit der Zuführungsstange F verbunden ist.
Durch die Umdrehung des Daumens M^ wird der Zuführer / vorgerückt und vermittelst der Zugfeder/- der Zufiihrer in seine normale Lage zurückgeführt.
Die Adjustirung des Zuführers für verschiedene Dicken der Arbeit wird durch eine Schraube/12 regulirt, welche an den Hebel/5 angepafst ist, der gegen einen festen Theil des Gestelles anliegt.
Zur Regulirung der Stichlänge ist die Schraube /13 vorgesehen. Dieselbe ragt in die Nuth £>' und begrenzt die Länge der der Stange F durch die vereinigte Action des Daumens M1 und der Feder/2 ertheilten Vorschiebbewegung.
Die Bewegung des Schiffchens g und des Theilers k, sowie die Construction des zum Ertheilen der Bewegung an diese Instrumente angewendeten Mechanismus ist wesentlich dieselbe, wie in der zuerst beschriebenen Maschine.
Der Schlingenbilderfaden wird der Spule E1 entnommen, welche am beweglichen Horn angebracht ist und da sie sich mit demselben herum bewegt, so findet ein Auf- oder Zudrehen des Fadens nicht statt und zwar auf Grund der Drehung des Hornes.
Blatt VI zeigt eine Wachsfaden-Nähmaschine, zum Annähen der Sohlen von Rahmenstiefeln und Schuhen. Die Art der Arbeit wird durch Fig. ι a deutlich, in welcher α die an den Rahmen b zu nähende Sohle ist, welche, nachdem sie mit der Brandsohle c an das Oberleder d mit Hülfe der zuletzt beschriebenen Maschine befestigt, nun zur Aufnahme der Sohle α bereit ist.
Zur Ausführung dieser schweren Arbeit ist eine starke Maschine erforderlich, wie in dem zuletzt erwähnten Fall; es wird daher dieselbe Vorrichtung zum Betrieb der Hakenstange C, wie auf Blatt V, benutzt und zwar bezeichnen gleiche Buchstaben dieselben Theile auf beiden Blättern, so dafs eine nochmalige Beschreibung unnöthig ist.
Dieselbe Bemerkung findet auf den Betrieb des rotirenden Schiffchens g Anwendung, sowie auf das Arbeiten des Schlingentheilers h\ der zur Ausführung dieser Bewegungen dienende Mechanismus ist vollständig mit Bezug auf Blatt I beschrieben worden.
Der Schiingenbilder E ist ebenfalls dem auf Blatt I gezeigten ähnlich; derselbe befindet sich im Mittel einer hohlen Säule B, welche dazu dient, die Arbeit zu tragen. Der zum Betrieb des Schlingenbilders dienende Mechanismus ist wesentlich derselbe, wie er mit Bezug auf Blatt V beschrieben wurde. Die Kappe der Säule B ist so geformt, dafs dadurch eine Schulter als Unterlage für den Rahmen entsteht, sowie sie zum Empfang des Stofses des Stechhakens dient; ein Hauptobject bei dieser Art der Arbeit besteht darin, dafs die Stiche soviel wie möglich, nach innen gesetzt werden, um auf diese Weise das Unansehnliche der über das Oberleder vorstehenden Sohlen zu vermeiden.
Zum Zuführen der Arbeit wird eine untere, statt der oberen Zuführung angewendet, wie auf Blatt V, auf welchem Zuführer und Prefsfufs verbunden sind, doch wird die beschriebene Einrichtung zum Niederhalten des Prefsfufses beibehalten. P ist die Zuführungsstange, an ihrem unteren Ende an einen Balancier P1 gezapft, dessen Drehpunkt aus einem, von einem Träger P"1 getragenen Stift besteht. Ein Rollenzapfen am Ende des Hebels P1 greift in die Nuth eines Daumens M auf der Daumenwelle N und wird durch die Drehung dieses Daumens die Zufährungsstange gehoben und in Berührung mit der Arbeit gehalten.
Die Stange P ist bei p lose mit der Gleitstange j>* verbunden, welche durch Gelenkstange /2 mit einem Winkelhebel p3 verbunden ist, der mit einem Rollenzapfen versehen ist, welcher sich gegen die Peripherie des Daumens M1 legt. Durch die Drehung dieses Daumens wird der Zuführungsstange eine Vorwärtsbewegung ertheilt; ihre rückgängige Bewegung wird wie gewöhnlich durch den Zug einer Feder erreicht.
Das obere Ende der Stange P tritt durch eine Seitenöffnung in die Säule, ersichtlich in Fig. ι a, und sind ihre Dimensionen auf ein Minimum reducirt, um ihr zu gestatten, sich bei der Arbeit so dicht wie möglich an den Winkel des Stiefels heranzubegeben.
Der Schiingenfaden wird der Spule E1 entnommen, welche, wie gewöhnlich, mit Zug-

Claims (3)

  1. apparat versehen ist; der Trieb der Maschine wird durch einen Frictionsapparat, ähnlich dem mit Bezug auf Blatt V beschriebenen, erreicht.
    Die auf Blatt VII dargestellte Maschine ist zur Anfertigung von Tanzschuhen oder überwendlicher Arbeit bestimmt.
    Diese Arbeit ist in Fig. ι a ersichtlich; hier ist die Sohle α innerhalb des Oberleders gezeigt, welches von innen nach aufsen gebogen ist, um die Kanten der zusammenzunähenden Theile in die richtige Lage zu einander zu bringen.
    Ist das Annähen der Sohle vollendet, so besteht die weitere Arbeit darin, das Arbeitsstück durch Anfeuchten zu erweichen und es dann von innen nach aufsen zu wenden, worauf das Aufschlagen vorgenommen und die letzte Hand angelegt wird. Auf diese Weise wird die Naht innerhalb des Schuhes gebracht und gutes, äufseres Ansehen erzielt.
    Diese Arbeit ist, verglichen mit der auf Blatt VI dargestellten, eine leichte; in anderer Hinsicht bleibt jedoch die Art derselben eine gleiche, d. h. die Arbeit ist an ihrem Rand unterstützt und die Säule erscheint dazu zweckdienlich. Eine obere Zuführung ist indessen wesentlich nöthig, da die durch den Prefsfufs entstehenden Eindrücke auf dem fertigen Schuh nicht sichtbar sein dürfen.
    Fig. ι ist eine Seitenansicht der Tanzschuh-Nähmaschine, Fig. 2 eine Endansicht, Fig. 3 eine obere Ansicht und Fig. 4 ein Grundrifs und theilweiser Schnitt nach der Linie 1-2 der Fig. i.
    In dieser Maschine sind alle rotirenden Daumen, welche die Nähinstrumente treiben, auf der verticalen Welle N angebracht, die zum Zweck vorliegender Beschreibung als Triebwelle angesehen werden kann. F ist der Zuführungshebel, an einen drehbaren Stift gezapft, welcher in einem Lager am Rahmen ruht.
    Dieser Hebel endigt in einem Zuftihrungs-. fufs /, der als Prefsfufs und Zuführer fungirt und auf die Arbeit niedergehalten wird, vermittelst Zugfeder, die gleichzeitig dazu dient, den Hebel in Berührung mit den Zuführungsdaumen M, M' zu halten, unter Ertheilung der erforderlichen Rückbewegung an den Zuführungsfufs.
    Die Daumenfläche M dient durch ihre Drehung dazu, den Zuführungsfufs frei ab von der Arbeit zu halten und die Feder führt ihn in Berührung mit derselben zurück.
    Die Hin- und Herbewegung zum Vorüberführen der Arbeit wird dem Zuführungsfufs durch die abwechselnde Wirkung des Daumens M1 und der Feder ertheilt.
    Der Zuführungsfufs wird aufser Thätigkeit gesetzt, zur Adjustirung der Arbeit mit Hülfe des Excenters.
    Zum Reguliren der Stichlänge ist die Schraube /* vorgesehen..
    Der Daumen zum Betrieb des Schiingenbilders E (in diesem Falle durch die Vermittlung eines Radsegmentes an einem Hebel E3 erzielt) ist bei E* gezeigt.
    Der Schlingentheiler h wird von einem Arme H getragen, der an eine bewegliche Welle H1 gekeilt ist, deren Lager in Stutzen befestigt am Hauptgestell A, sowie am Gufsstück^1 ruhen. An diese Welle H1 ist ein Αχτ& H'1 gekeilt, dessen Rollenzapfen in die Nuth eines Daumens I% auf der Daumenwelle N eingreift.
    Durch die Drehung dieses Daumens wird der Arm H1 veranlafst, die Welle JTi zu wiegen und dadurch vermittelst des Armes H den Theiler h vorzurücken, damit dieser die Schlinge theilt, sie von dem Haken abnimmt und der Nase des Schiffchens g vorführt, worauf der Theiler zurückgezogen wird, zur Wiederannahme seiner normalen Lage.
    Das Schiffchen g wird von einer der Stangen i, wie früher beschrieben, getrieben.
    Diese Stangen (siehe Fig. 5) werden nicht von einem inneren festen Daumen, wie bei den vorhergehenden Einrichtungen, getrieben, sondern durch einen äufseren festen Daumen.
    Die die Schiffchentreiber treibende Spindel / trägt ein Getriebe z'1 an ihrem oberen Ende, in welches das Radsegment i an einem Balancier greift, welcher letztere seine Bewegung von einem genutheten Daumen L' auf der Daumenwelle erhält.
    Die Hakenstange C erhält ihre verticalen Bewegungen von einem Wiegehebel C1, der die seinige von einem genutheten Daumen C4 auf der Daumenwelle entnimmt. Zum Betrieb dieser Welle kann jede passende Frictionsbewegungsübertragung benutzt werden.
    P ATEN τ- An sp rüche:
    ι . Die Anbringung an Wachsfaden - Nähmaschinen eines rotirenden horizontalen Schiffchens, welches mit einer vorstehenden Nase versehen ist, zum Einfahren in die offene Schlinge des Haken- oder Schlingenfadens, sowie mit einer Vertiefung zur Aufnahme desselben, indem genanntes Schiffchen dazu dient, einen Schliefsfaden in die Schlinge hineinzuführen, ohne den gewachsten Hakenfaden in Berührung mit den Schiffchenträgern oder Treibern zu bringen.
  2. 2. Die verschiedenen Einrichtungen von Nähmechanismen, wie oben beschrieben, in Verbindung mit dem rotirenden horizontalen hakenförmigen Schiffchen, zur Ausführung der verschiedenen Nähweisen mit Wachsfaden, wie sie für die Fabrikation von Stiefeln und Schuhen angewendet werden.
  3. 3. Die neue Einrichtung des Zuführungsapparates, wie beschrieben mit Bezug auf Blatt I der Zeichnungen.
    Hierzu 7 Blatt Zeichnungen.
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