DE255580C - - Google Patents

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DE255580C
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gripper
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41GARTIFICIAL FLOWERS; WIGS; MASKS; FEATHERS
    • A41G3/00Wigs
    • A41G3/0075Methods and machines for making wigs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Haartressen u. dgl., mit welcher jede Bindungsart erzeugt werden kann. .
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß Bindefäden durch Schützen gehalten werden, die quer zur Bewegungsrichtung eines die zu verknüpfenden Haarenden erfassenden und haltenden· Greifers entsprechend der Bindung ίο abwechselnd derart bewegt werden, daß der Greifer vor oder hinter den Schützen vorbeigehen kann.
Auf der Zeichnung ist schematisch eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι einen Querschnitt durch den die Schützen enthaltenden Teil nach Linie A-B der Fig. 2,
Fig. 2 einen Längsschnitt nach Linie C-D der Fig. 1,
Fig. 3 die Oberansicht eines Haarzuführers, Fig. 4 eine Bindungsart.
In einem Gehäuse 1 sind Führungen 2 vorgesehen, in denen z. B. drei kleine Schützen 3, 4 und 5 laufen. Es können auch mehr oder weniger sein, je nachdem, welche Bindungsart man herzustellen wünscht. Diese Schützen enthalten je eine Spule 6 mit dem Bindefaden, der durch Rohre 7 nach unten und um die anderen Schützen herum zu einem Schlitz 8 geführt wird. Zu diesem Zweck sind die Führungsrohre 7 der oberen Schützen seitwärts abgeleitet und gehen durch besondere Aussparungen 9 des Gehäuses nach unten.
Das Gehäuse 1 besitzt ferner einen Querschlitz 10, in welchem ein Greiferarm 11 hin und her schwingen kann. Dieser Greiferarm wird an seinem oberen Ende in zwei Kurvennuten 12 mittels der Stifte 13 geführt und erhält seine Schwingbewegung von irgendeinem beliebigen Teil eines umlaufenden, nicht dargestellten Antriebs. Am unteren Ende des Greiferarmes ist der eigentliche Greifer befestigt, welcher aus einem Haken 14 besteht, der bei 15 an dem Greiferarm angelenkt ist und durch Federn 16 stets in seiner Mittelstellung gehalten wird. An dem Haken 14 ist ein Klemmbacken 17 in Lagern 18 verschiebbar gelagert, der durch eine Feder 19 ständig gegen eine Umbiegung 20 des Hakens 14 gedrückt wird. An der Rückseite des Backens 17 ist ein nach unten vorstehender Stift 21 vorgesehen, der gegen einen verschiebbaren Block 22 treffen kann und das Heben des Klemmbackens 17 bewirkt.
Die Zuführung der Haare 29 zu dem Greifer erfolgt durch einen Haarzuführer 23, auf welchen die Haare von Hand oder maschinell in der Stärke gelegt werden, die die fertige Tresse erhalten soll. Der Haarzuführer 23 besitzt eine Aussparung 24, in welche der Greifer eintreten kann, um die betreffende Menge Haare zu erfassen.
Die Bewegung der Schützen kann z. B. durch Stößel 25 mittels Daumenscheiben oder in sonst geeigneter Weise erfolgen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Auf den Spulen 6 der Schützen 3, 4 und 5 befinden sich die Bindefäden 26, 27 und 28. Diese werden durch die Rohre 7 nach unten geführt, verknotet und auf eine Trommel beliebiger Einrichtung gewickelt, die auch die fertige Tresse aufnimmt. Die Vorrichtung wird dann in die Stellung Fig. 2 gebracht. In diesem Augenblick muß der Stift 21 auf
dem Block 22 ruhen und der Greifer geöffnet sein. Wird nun die Vorrichtung in Gang gesetzt, so geht zunächst der Greiferarm 11 hoch entsprechend den Kurvennuten 12, und der Greifer schließt sich, wobei er eine bestimmte Menge Haare 29 an den Enden erfaßt. Der Haarzuführer 23 geht alsdann zurück, während der Greiferarm 11 nach der linken Seite hinübergeht, um die Durchschlingung 30 zu erzeugen (Fig. 4). Sobald der Greiferarm diese Stellung erreicht hat, wird die Stellung der Schützen 3 und 4 gewechselt, d. h. es wird jetzt Schütze 3 nach rechts und 4 nach links verschoben, während 5 stehenbleibt. Der Greiferarm 11 geht jetzt wieder zurück in die Stellung Fig. 1 und erzeugt dabei die Durchschlingung 31. Es sei hierbei bemerkt, daß das Festschlagen der Haare 29 innerhalb der Bindefäden durch die eigenartige Bogenführung des Greiferarmes erfolgt. Sobald der Greifer wieder in der Stellung Fig. 1 angelangt ist, werden die Schützen abermals gewechselt, und zwar 4 von links nach rechts, 3 und 5 von rechts nach links, worauf durch den Greifer die Durchschlingung 32 erzeugt wird usf., bis auch die übrigen Durchschlingungen 33, 34 und 35 ausgeführt sind. Vorstehend ist der Arbeitsgang zur Herstellung einer dreimal geschlagenen Tresse beschrieben, es kann aber auch jede beliebig andere Anzahl von Schlagen verwendet werden.
Nachdem alle Schläge zum Einbinden einer Strähne ausgeführt worden sind, wird der Block 22, welcher beim ersten Hochgang des Greifers zurückgezogen'worden ist, wieder vorgeschoben, so daß der Stift 21 beim Erreichen der letzten Stellung des Greiferarmes auf den Block 22 trifft und den Klemmbacken 17 hebt. Es springen jetzt die Enden der zuvor erfaßten Strähne aus dem Greifer heraus, und zwar geschieht dies dadurch, daß der Greifer zwischen den Federn 16 gelagert ist. Der sogenannte »Bart« der eingebundenen Strähne wird infolge der mehrmaligen Durchschlingung kürzer, und dieser Verkürzung entsprechend werden die Federn 16 gespannt; sobald nun der Klemmbacken 17 gelöst wird, springt der Greifer in seine Mittelstellung zurück; hierdurch wird der Greifer die Haarenden freigeben. In diesem Augenblick wird der Haarzuführer 23 vorgeschoben, so daß der Greifer eine neue Strähne Haar 29 erfassen kann, worauf sich der vorbeschriebene Vorgang wiederholt. Mit der Vorrichtung kann auch eine sogenannte Kordelmaschine verbunden werden, welche die fertige Tresse zu Zöpfen zusammensetzt.
Der Haargreifer kann auch eine andere Form
als die beschriebene besitzen. Ebenso kann die Schützenform und -zahl beliebig abgeän- 60 dert werden, ohne daß der Erfindungsgedanke geändert wird.

Claims (7)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung von Haartressen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß Bindefäden durch Schützen gehalten werden, welche quer zur Bewegungsrichtung eines die Haarenden erfassenden und haltenden Greifers entsprechend der Bindung abwechselnd so bewegt werden, daß der Greifer vor oder hinter den Schützen vorbeigehen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schützenführungen (2) in einem Gehäuse (1) gelagert sind, das mit einem quer zu den Führungen sich erstreckenden Schlitz (10) versehen ist, in welchem ein die Haare erfassender und haltender Greiferarm (11) hin und her schwingt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schützen (3, 4, 5) übereinander angeordnet sind und an die Faden austrittsöffnungen aus den Schützen sich Führungsrohre (7) anschließen, in welchen die Fäden bis zu der gemeinsamen Austrittsstelle (8) aus dem Gehäuse (1) geleitet werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Greiferarm (11) in dem Schlitz (10) des Gehäuses (1) in einem nach oben gerichteten Bogen mittels zweier Kurvennuten (12) geführt wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem Greiferarm (11) vorgesehene Greifer aus einem Haken (14) besteht, gegen, welchen sich ein die Haare (29) haltender, unter Federwirkung stehender Klemmbacken (17) legt, der seinerseits zum öffnen des Greifers und Ergreifen der Haare durch einen Druckstift (21) gehoben werden kann.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer an dem Greiferarm (11) pendelnd befestigt ist und durch zwei Federn (16) in seiner Mittellage gehalten wird, so daß der Greifer den aus den Durchschlingungen sich ergebenden Verkürzungen entsprechend fol-• gen kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haare (29) an den Greifer mittels eines Haarzuführers (23) gebracht werden, der einen Ausschnitt (24) für den Eintritt des Greifers besitzt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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