DE253522C - - Google Patents

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DE253522C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/10Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
    • G01C3/12Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with monocular observation at a single point, e.g. coincidence type

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Hk 253522 KLASSE 42 c. GRUPPE
OPTISCHE ANSTALT C. P. GOERZ AKT-GES. in BERLIN-FRIEDENAU.
Zusatz zum Patent 243135 vom 13. August 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Dezember 1908 ab.' Längste Dauer: 12. August 1923.
Gegenstand des Hauptpatents 243135 bildet ein Basisentfernungsmesser, bei welchem die. Trennungslinie im Bildfelde durch die Begrenzungslinie eines Spiegelbelags erzeugt wird, welche parallel zur Standlinie des Instruments und senkrecht zu der Achse der Strahlen angeordnet ist, welche durch die nicht mit Spiegelbelag versehenen Flächenabschnitte der das Okularprisma des Entfernungsmessers zusammensetzenden einzelnen Prismen hindurchtreten. Vorliegende Erfindung hat eine weitere Ausbildung des in den Unterlagen des Hauptpatents angegebenen und an einem Ausführungsbeispiel näher erläuterten Entfernungsmessers zum Gegenstande und betrifft im besonderen weitere Ausführungsformen von verkitteten Okularprismen, welche die Bedingungen des Hauptpatents erfüllen.
Die neuen Okularprismen sind auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt und sollen nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert werden.
Bei der in den Fig. 1 bis 4 im Schaubild, in Seiten- und Rückansicht und in Draufsicht dargestellten Ausführungsform ist das Okularprisma aus einem eine Parallelverschiebung hervorrufenden Prisma und einem weiteren verkitteten Glaskörper zusammengesetzt unter Anordnung des Spiegelbelags mit der die Trennungslinie im Bildfelde ergebenden Begrenzungskante in der Berührungsebene, wobei der verkittete Glaskörper zwei zueinander parallele und zu den von entgegengesetzten Seiten kommenden Strahlenbüscheln senkrechte Flächen besitzt und auf der Objektseite als Tripelspiegel ausgebildet ist unter Vorsehung eines nach beiden Seiten reflektierenden Spiegelbelags auf der senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks stehenden und unter 45 ° zur Basislinie geneigten Kittfläche.
Bei der gezeichneten Ausführungsform besitzt das die Parallelverschiebung bewirkende Prisma 1 einen trapezförmigen Querschnitt und kehrt seine Basisfläche einem aus zwei verkitteten Prismen 2, 3 bestehenden Glaskörper zu. In der Kittfläche ist ein Spiegelbelag 4 vorgesehen, dessen Grenzlinie 5 die Trennungslinie im Bildfelde erzeugt. Die Berührungsfläche 6, in der die beiden Prismen 2, 3 miteinander verkittet sind, steht, wie die Zeichnung erkennen läßt, senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks, d. h. desjenigen Dreiecks, welches
durch die Basislinie und durch die Sehrichtung bestimmt wird und schließt mit der Basislinie 7 einen Winkel von 45 ° ein. Diese Kittfläche ist nach der Darstellung der Zeichnung in ihrem oberen Teil mit einem beiderseitig reflektierenden Spiegelbelag 8 ausgerüstet. Das Prisma 3 ist auf der Objektseite als Tripelspiegel ausgebildet, d. h. es besitzt drei sich schneidende reflektierende Flächen, an welchen die in das Prisma eintretenden Lichtstrahlen nacheinander reflektiert werden, wie es für den mit der Basislinie 7 zusammenfallenden Achsstrahl aus der Zeichnung ersichtlich ist.
Die Anordnung des neuen^POkularprismas in einem Entfernungsmesser und diese Wirkung des Prismas ist aus der schaubildlichen Darstellung in Fig. ι ersichtlich, welche Figur zugleich den Gang des mit der Basislinie zu-
ao sammenfallenden Achsstrahles durch das Prisma veranschaulicht. Der von der rechten Seite auf das Prisma auffallende Achsstrahl tritt in der oberen Hälfte des Prismas ungebrochen in das Prisma ein, trifft auf den Spiegelbelag 8 und wird von diesem nach einer Fläche des Tripelspiegels und von da nacheinander nach den beiden anderen Flächen des Tripelspiegels reflektiert, von deren letzterer er, nachdem er inzwischen aus der oberen Prismenhälfte .nach der unteren verschoben worden, in der Richtung der Okularachse reflektiert wird und in dieser Richtung, ohne weitere Ablenkung zu erfahren, heraustritt. Der von der linken Seite herkommende Achsstrahl tritt gleichfalls in den oberen Teil des Prismenkörpers, und zwar in das Prisma 2 ein, wird von der reflektierenden Fläche 8 in der Kittschicht zwischen den Prismen 2 und 3 gegen die vordere Fläche des Prismas 1 hin reflektiert und von dieser gegen die versilberte Fläche 4, welche ihn ihrerseits in der Richtung der Okularachse aus dem Prisma herauswirft. Die seitlich von den Achsstrahlen eintretenden Strahlen gruppieren sich um den Achsstrahl herum, so daß in bekannter Weise im Bildfelde des Instruments zwei Bilder entstehen, die in einer Linie, welche die Abbildung der Linie 5 des Spiegelbelags 4 darstellt, aneinanderstoßen.
An Stelle eines Prismas 1 von trapezförmigem Querschnitt könnte man auch ein Prisma anwenden, welches auf seiner Vorderseite an Stelle einer einzigen zwei im Winkel zuein-, ander stehende Reflexionsflächen besitzt. Wenn man im übrigen die Anordnung unverändert läßt, so würden hierdurch für den von links in das Okularprisma eintretenden Strahl in dem erwähnten Vorsatzprisma anstatt einer Reflexion an der vorderen Fläche deren zwei eintreten, was zur Wirkung haben würde, daß ein mit einem solchen abgeänderten Okularprisma ausgestatteter Entfernungsmesser, der im übrigen die gleiche Einrichtung besitzt, wie sie in Fig. 1 der Zeichnung schematisch angedeutet ist, sich als ein Koinzidenzentfernungsmesser darstellen würde, während das auf der Zeichnung dargestellte Prisma einen Invertentfernungsmesser ergibt.
Wenn man das Instrument als Koinzidenzentfernungsmesser ausbilden will, so kann man auch auf der einen Seite, auf der die Lichtstrahlen nicht durch das Prisma 3 gehen, dem Pentaprisma eine Dachkante geben, während der Strahlengang auf der anderen Seite unverändert bleibt.
Will man den Tripelspiegel vermeiden, so kann man auch an Stelle desselben eine Dachfläche setzen, deren Dachkante parallel zur Standlinie und in halber Höhe des gesamten Prismensystems angeordnet ist, wobei aber an Stelle des Pentaprismas am Ende der Basis ein einfach reflektierendes 90 Grad-Prisma verwandt werden muß.
Bei der in Fig. 5 bis 7 im Schaubild, in Vorderansicht und Draufsicht dargestellten Ausführungsform des Okularprismas wird die Trennungslinie wieder durch die Begrenzungskante 9 eines Spiegelbelags 10 gebildet, welcher in der Kittschicht zwischen einem Prisma 11 von trapezförmigem Querschnitt und einem weiteren aus verkitteten Prismen bestehenden Glaskörper angeordnet ist.
Der aus zwei verkitteten Prismen 12, 13 bestehende Glaskörper besitzt hier aber eine von dem in Fig. 1 dargestellten abweichende Form. Nur die parallel zueinander und wesentlich senkrecht zu den eintretenden Strahlen stehenden Eintrittsflächen sind beibehalten. Im übrigen sind beide Prismen 12, 13 als Dachkantenprismen ausgebildet, die in einer senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks stehenden und zur Basislinie um etwa 45 ° geneigten Fläche 14 zusammenstoßen. Das Dachkantenprisma 12, dessen Dachfläche wesentlich senkrecht gegen die Fläche 14 stößt, besitzt nur die halbe Höhe wie das Prisma 13. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß das Prisma 12 sich gegen die obere Hälfte der Basisfläche des Prismas 13 legt. Die Folge dieser Anordnung ist, daß die Basisfläche 14 des Prismas 13 in der unteren Prismenhälfte ohne weiteres als reflektierende Fläche zu dienen vermag, so daß es einer Versilberung in der Kittfläche zwischen den beiden Prismen 12 und 13 nicht bedarf. Der von rechts eintretende Achsstrahl tritt, wie die Zeichnung in Fig. 5 erkennen läßt, ungebrochen in den oberen Teil des Prismas 13 ein, wird an der Basisfläche 14 nach der oberen Fläche des Daches reflektiert und von dieser nach der unteren Fläche des Daches weitergeworfen,
welche letztere den Strahl wieder nach der Basisfläche 14 unterhalb der Kittfläche zwischen den Prismen 12 und 13 reflektiert, von wo er ohne weitere Brechung oder Reflexion aus dem Okularprisma in der Richtung der Okularachse herausgelangt. Der von links herkommende Achsstrahl wird von der Dachkante des Prismas 12 direkt bis zu der vorderen Fläche des Trapezprismas 11 reflektiert; wird von dieser nach dem Spiegelbelag 10. in der Kittschicht zwischen dem Prisma 11 und dem verkitteten Prismenkörper 12, 13 geworfen und gelangt von hier ebenfalls ohne weitere Ablenkung aus dem Prismenkörper heraus und ins Okular. Anstatt beide Prismen 12, 13 mit Dachflächen auszurüsten, könnte man auch nur das eine Prisma 13 mit einer Dachfläche versehen und das andere mit einer einfachen, senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks stehenden Reflexionsfläche ausrüsten. In diesem Falle würde der von links in das Okularprisma eintretende Strahl drei, der von rechts eintretende Strahl vier Reflexionen erfahren. Es würde sich also eine Vertauschung von Koinzidenz- in Invertentfernungsmesser ergeben.
Die Silberschicht muß in diesem Falle aber um ihre eigene Höhe so verschoben werden, daß sie, auf Fig. 5 bezogen, oberhalb der Trennungskante 9 liegt.
Anstatt die Prismen 12 und 13 verschieden hoch zu machen, könnte man auch beiden Prismen die gleiche Höhe geben, doch müßte in diesem Falle die Kittfläche, um den in Fig. 5 dargestellten und im vorstehenden beschriebenen Strahlengang zu erzielen, zur Hälfte versilbert werden.
Ein Basisentfernungsmesser mit horizontaler, bzw. parallel zur Ebene des Meßdreiecks liegender Trennungslinie, welche in ihrer ganzen Ausdehnung scharf im Bildfelde erscheint, läßt sich endlich auch noch durch Anwendung des in den Fig. 8 bis 10 im Schaubild, in Seitenansicht und in Draufsicht dargestellten Okularprismas erzielen. Dieses Okularprisma besteht ebenso wie das Prisma gemäß Fig. 5 bis 7 aus zwei Dachkantenprismen, die hier mit 15 und 16 bezeichnet sind. Die Prismen sind übereinandergelegt, so daß sich ihre Dachflächen kreuzen, und zwar sind die Dachkanten wesentlich parallel zur Ebene des Meßdreiecks und unter 45 ° gegen die Basislinie des Instruments geneigt, welche letztere wiederum mit 7 bezeichnet ist. Die Eintrittsflächen der Dachkantenprismen für die aus entgegengesetzten Richtungen herkommenden Strahlen sind wiederum parallel zueinander und senkrecht zur Richtung der Strahlen. Die Prismen 15, 16 sind an ihren dem Okular zugekehrten Enden mit wesentlich unter 45 ° zur Ebene des Meßdreiecks geneigten reflektierenden Flächen versehen, und zwischen den beiden Prismen ist ein wesentlich rechtwinklig gleichschenkliges Prisma 17 wie ein Keil eingeschoben und mit den ihm benachbarten Prismenflächen verkittet. In der Kittschicht mit dem Prisma 16 ist ein Spiegelbelag 18 vorgesehen, dessen Begrenzungslinie ig die Trennungskante im Bildfelde ergibt.
Der von rechts in den Okularprismenkörper eintretende Achsstrahl wird an der Dackkante des Prismas 16 reflektiert und gelangt an der Begrenzungskante 19 des Spiegelbelags 18 vorbei ohne weiteres in das Okular. Der von links in das Prisma 15 eintretende Achsstrahl wird an der Dachkante dieses Prismas reflektiert, von hier nach der vorderen schrägen Reflexionsfläche des Prismas geworfen und gelangt von hier nach der Versilberung 18 bzw. der Begrenzungskante 19 derselben, von wo er, ebenso wie der von rechts eintretende Strahl, in der Richtung der Okularachse herausgeworfen wird. Bei dieser Anordnung ist eine Verschiebung der optischen Teile des Entfernungsmessers selbst gegeneinander erforderlieh, wie Fig. 8 der Zeichnung erkennen läßt.
Anstatt beide Prismen 15, 16 mit Dachkanten auszurüsten, kann man auch in diesem Falle die Dachkanten bei dem einen Prisma fortfallen lassen, wodurch eine Verkehrung des Entfernungsmessers aus einem Koinzidenz- in einen Invertentfernungsmesser bewirkt wird.

Claims (4)

Patent- Ansprüche:
1. Basisentfernungsmesser nach dem Prinzip der Koinzidenz- und Invert-Entfernungsmesser, deren bildvereinigendes Okularprisma aus zwei oder mehreren Prismen besteht, welche sich in einer das Okularbildfeld kreuzenden Ebene, die teilweise als spiegelnde Fläche ausgebildet ist, berühren nach Patent 243135, dadurch gekennzeichnet, daß die reflektierende Fläche, deren Begrenzung die Trennunglinie im Bildfelde bildet, in der Berührungsebene eines eine Parallelverschiebung hervorrufenden Prismas und eines aus verkitteten Prismen bestehenden Glaskörpers angeordnet ist, Welcher letztere zwei zueinander parallele und zu den von entgegengesetzten Seiten kommenden Strahlenbüscheln senkrechte Flächen besitzt und auf der Objektseite als Tripelspiegel ausgebildet ist, wobei dieser verkittete Glaskörper eine wesentlich senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks stehende und unter etwa 45 ° zur Basislinie geneigte Kittfläche aufweist, die in ihrem oberen oder unteren Teil' mit einem nach beiden Seiten reflektierenden Belag versehen ist.
2. Basisentfernungsmesser nach Patent 243135, dadurch gekennzeichnet, daß die
reflektierende Fläche, deren Begrenzung die Trennungslinie im Bildfelde bildet, in der Berührungsebene eines eine Parallelverschiebung hervorrufenden Prismas und eines aus verkitteten Prismen bestehenden Glaskörpers angeordnet ist, welcher letztere zwei parallel zueinander und wesentlich senkrecht zu den aus entgegengesetzten Richtungen kommenden Strahlen stehende,
ίο Eintrittsflächen und eine wesentlich senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks stehende zur Basislinie unter 45° geneigte ■ Kittfläche besitzt,
3. Basisentfernungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide oder eines der in der senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks stehenden Ebene verkitteten Prismen mit einer Dachfläche ausgerüstet sind bzw. ist, deren Dachkante unter etwa 45 ° zur Basislinie geneigt ist und parallel zur Ebene des Meßdreiecks liegt.
4. Basisentfernungsmesser nach Patent 243135, dadurch gekennzeichnet, daß die reflektierende Fläche, deren Begrenzung die Trennungslinie im Bildfelde bildet, in der Berührungsebene eines Prismas mit wesentlich parallel zur Ebene des Meßdreiecks liegender und die Sehrichtung unter etwa 45 ° schneidender Dachkante oder ebenso gerichteter und senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks stehender Reflexionsfläche und eines rechtwinklig gleichschenkligen Prismas angeordnet ist, welche Kombination zweier Prismen durch ein weiteres Prisma mit gleichfalls parallel zur Ebene des Meßdreiecks stehender und die Sehrichtung unter etwa 45 ° schneidender Dachkante oder gleichgerichteter, senkrecht zur Ebene des Meßdreiecks stehender Reflexionsfläche und parallel zur reflektierenden Fläche des erstgenannten Prismas liegender, dem Okular zugekehrter Fläche zu einem Okularprisma ergänzt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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