DE2530502A1 - Verfahren und vorrichtung zum gleichzeitigen entwickeln und konservieren von druckplatten sowie dafuer geeignete behandlungsloesung - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum gleichzeitigen entwickeln und konservieren von druckplatten sowie dafuer geeignete behandlungsloesungInfo
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Description
K 2402A/Gbm 746AI WLK-Dr.N.-ur 24. Juni 1975
Verfahren und Vorrichtung zum gleichzeitigen Entwickeln
und Konservieren von Druckplatten sowie dafür geeignete
Behandlungslösung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Flüssigkeit und ein Verfahren zum Entfernen von Nichtbi1dstellen
lichtgehärteter Schichten, die sich auf Druckplatten
befinden, und zum Konservieren der Platten.
Die Flüssigkeit der vorliegenden Erfindung ist besonders geeignet zum Entwickeln von Materialien gemäß den USA-Patenten
3 679 419, 3 867 147 und 3 849 392, die negativ
509886/0823
ORIGINAL INSPECTED
753ObO2
arbeitende Kopierschichten mit Diazoniumsalz-Kondensationsprodukten enthalten. Auf die darin enthaltenen Angaben wird
in der vorliegenden Beschreibung Bezug genommen. Außerdem eignet sich die Flüssigkeit zum Konservieren solcher entwickelten
Platten für die Lagerung, so daß sie erst Tage oder Wochen nach der Verarbeitung benutzt zu werden brauchen.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Aufbringen
der Flüssigkeit auf die Platten.
Die erwähnten photohärtbaren Materialien enthalten vorzugsweise noch wasserlösliche oder wasserunlösliche
Polymere. Geeignete Polymere dieser Art werden in den USA-Patentschriften 3 867 147 und 3 679 419 beschrieben,
wobei Polyvinylformalharze bevorzugt werden. Die vorhandene
Menge von Polymer übersteigt im allgemeinen nicht 20 Gew.-Teile pro Gew.-Teil Diazoverbindung und
beträgt vorzugsweise nicht mehr als etwa 10 Gew.-Teile.
Wäßrige Entwickler, in denen ein Lösungsmittel enthalten
ist, wurden im USA-Patent 3 136 637 als geeignet für die Behandlung lichthärtbarer, d. h. negativ arbeitender
Flachdruckplatten beschrieben. Gemäß diesem Patent
- 2 509886/f)R23
ORIGINAL INSPECTED
-S- 7.5 30
wird nach dem Entfernen der ungehärteten Schichtbereicne
von der Metal 1 unter]age eine gesonderte Konservierungslösung auf die Metalloberfläche aufgetragen, um Korrosion
und Verschmutzung des Metalls während der Lagerung zu vermeiden. Diese würden dazu führen, daß die Nichtbi1 ds te!1 en
Farbe annehmen (in der Fachsprache als "Tonen" bekannt).
Weder im USA-Patent 3 679 419 noch im USA-Patent 3 136 wird angedeutet, daß behandelte Platten (entwickelte
Platten) nach dem Entwickeln erfolgreich über Wochen oder Monate gelagert werden können, wenn man die in
diesen Patenten beschriebenen Entwicklerlösungen verwendet.
Auch wird weder in diesen Patenten noch in anderen Veröffentlichungen zum Stand der Technik erwähnt,
daß Entwicklerlösungen dieser Art durch Hinzufügen von
Kolloiden, z. B. Gummi arabicum, Dextrin, Natriumcarboxymethylcellulose
etc. verändert und zur Entwicklung negativ arbeitender Flachdruckplatten verwendet
werden können und daß die Platten durch Trocknen oder Zurücklassen einer dünnen Restschicht des Entwicklers
für den späteren Gebrauch gelagert werden können. Darüber hinaus wird in den Anleitungen zur Behandlung der negativ
arbeitenden Flachdruckplatten gemäß den genannten Patent-
75 3 0 5 0
Schriften immer wieder empfohlen, den Entwickler mit Wasser abzuspülen, einen überzug oder Gummi aufzutragen
und zum Schutz der Platten während der Lagerung einzureiben.
Außerdem enthalten die handelsüblichen Maschinen zur
Behandlung von Platten dieser Art getrennte Stationen für Entwicklung, Spülen und Gummieren. Bis jetzt wurden
keine Maschinen mit nur einer Station für Entwicklung, Spülen und Konservieren von Flachdruckplatten angeboten
oder verkauft.
Erfindungsgemäß wird eine Flüssigkeit zum Behandeln einer
Druckplatte, die mit einer photohärtbaren Schicht beschichtet ist, nach dem Belichten vorgeschlagen. Die
Flüssigkeit enthält einen größeren Anteil Wasser, eine kleinere Menge organisches Lösungsmittel, die zum Entfernen
der ungehärteten Nichtbi1 dstel1 en der photohärtbaren
Schicht ausreicht, ohne daß die gehärteten Bildstellen
der Beschichtung in nennenswerter Weise erweicht, gequollen oder angegriffen werden, und ein wasserlösliches
Kolloid in einer kleineren Menge, die zum Konservieren und Verhindern von Beschädigungen der entwickelten Platte
2 B 3 O 5 O
ausreicht, wobei die Flüssigkeit einen pH-Wert zwischen etwa 3 und 11 besitzt.
Ein oberflächenaktiver Stoff oder Netzmittel kann in
einer geringen Menge, die für das Benetzen der Beschichtung
durch die Verbindung ausreicht, hinzugefügt werden, mit dem Ergebnis, daß die benötigte Menge Lösungsmittel
und die für das Entwickeln notwendige Zeitspanne reduziert
werden. Falls erforderlich, werden je nach Art der lichtempfindlichen
Beschichtung ein organisches oder anorganisches
Salz oder eine organische oder anorganische Säure
hinzugefügt, um den pH-Wert der Flüssigkeit zu regulieren und/oder die Entwicklung zu fördern.
Erfindungsgemäß wird vorzugsweise eine wäßrige Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit
verwendet, die etwa 0,01 bis 10,0 Gew.-% eines oberflächenaktiven Stoffes oder Netzmittels,
etwa 0,1 bis 20 Gew.-% eines organischen oder anorganischen Salzes oder einer organischen oder anorganischen
Säure, etwa 0,1 bis 30 Gew.-% eines wasserlöslichen
Kolloids und etwa 1 bis 50 Gew.-% eines mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels enthält und einen pH-Wert
zwischen etwa 3 und 11 hat. Vorzugsweise liegt die Menge des oberflächenaktiven Stoffes zwischen etwa 0,1 und
5,0 Gew.-%, der Anteil des organischen oder anorganischen
509806/0623
Salzes bzw. der organischen oder anorganischen Säure
zwischen, etwa 1 und 10 Gew.-%, der Anteil des wasserlöslichen
Kolloids bei etwa 1 bis 10 Gew.-X, der
Anteil des mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels bei etwa 15 bis 40 Gew.-% und der pH-Wert
zwischen etwa 4 und 10.
Besonders bevorzugte organische Lösungsmittel sind die
niederen Alkohole und Glykolester. Isopropanol, n-Propanol, Äthanol und Butanol sind geeignete Alkohole,
die einzeln oder gemischt oder zusammen mit anderen Lösungsmitteln angewendet werden können.
Andere geeignete Lösungsmittel sind ff -Butyrolacton ,
i3-Hydroxy-propyl äther, Butoxyäthanoi und Diacetonalkohol
.
Jedes organische oder anorganische Salz oder jede
organische oder anorganische Säure kann für die Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit
verwendet werden, vorausgesetzt daß die Salz- oder Säurekonzentration
unterhalb der Menge liegt, bei der die Metal 1 unter!age
angegriffen wird; vorzugsweise werden zwischen 1 und Gew.-3» verwendet. Besonders bevorzugte Salze sind
.. 7530502
Magnesiumsulfat, Magnesiumnitrat, Natriumsulfat, Mo.nonatriumphosphat,
Dinatriumphosphat, Trinatriumphosphat,
Natriumnitrat, Natriumbicarbonat, Ammoniumphosphat,
Kaliumphosphat, Natriumacetat und Kaiiumtartrat.
Bevorzugte Säuren sind unter anderem Salpetersäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, ToIuolsulfonsäure und
Phosphonsäuren.
Bevorzugte Kolloide sind Dextrine, Gummi arabicum, Lärchenharz und Natriumcarboxymethyleel 1ulöse .
Bevorzugte oberflächenaktive Stoffe oder Netzmittel
sind Natriumdodecylsulfat, Natriumoctadecylsulfat,
Natri uml auryl sul fat, Polyoxyäthylensorbitaninonopalmitat,
Alkylpolyäthylenglykoläther, Dioctylnatri umsulfosucci nat
und Isooctylphenol polyäthylenglykoläther.
Andere geeignete Zusätze zu der Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit
sind Farbstoffe zur Unterscheidung der Lösungen und zum Hervorheben des Kontrastes der entwickelten
Platte, Bakterizide und Antioxydationsmittel,
um den Zerfall der organischen Bestandteile hinauszuzögern
Geeignete Farbstoffe sind Brillantgrün, Malachitgrün,
Kristall violett und Methylviölett. Bakterizide wie
Formaldehyd, Phenol, 6-Acetoxy-2 ,4-dimethyl-m-dioxan
ect. tragen zur Stabilisierung der Flüssigkeit bei.
Π 98 86/nV? 3
Bei der Anwendung der Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit
der vorliegenden Erfindung wird eine belichtete photogehärtete
Druckplatte, wie sie in einer der genannten USA-Patentschriften beschrieben ist, mit der Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit
auf beliebige Weise in Kontakt gebracht, z. B. durch Eintauchen, Sprühen, Bürsten,
übergießen etc.
Das Entwickeln erfordert eine Kontaktzeit zwischen ungefähr
10 und 120 Sekunden, wobei die unbelichteten und
unterbelichteten Stellen der Platte erweicht oder gelöst
und durch die Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit entfernt
werden. Einfaches Eintauchen der Platte in den Entwickler ist gewähnlich unzureichend. Man erhält bessere Ergebnisse,
wenn die Wirkung des Entwicklers durch mechanische Behandlung gesteigert wird, z. B. durch leichtes Reiben
mit einem Baumwoll- oder Plüschtampon oder einer Bürste.
Eine mehrfache Anwendung desEntwicklers kann sich als
zweckmäßig erweisen. Am Ende der Entwicklungsstufe wird
das gelöste, ungehärtete Material mit einem Baumwollkissen oder ähnlichem entfernt, und der Entwickler-Konservierer
wird mit einem Baumwol1 tampon , Papier oder
Mull trockengerieben, so daß auf der Plattenoberfläche
ein Schutzfilm aus Salz, Kolloid und oberflächenaktivem
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Stoff zurückbleibt. Die Platte kann sofort verwendet oder
einige Tage oder Wochen lang gelagert werden, bevor sie in die Druckmaschine eingespannt wird.
Erfindungsgemäß wird ferner eine Vorrichtung zum gleichzeitigen
Entwickeln und Konservieren von negativ arbeitenden Druckplatten vorgeschlagen. Die Vorrichtung besteht
aus Einrichtungen zum Reinigen und Reiben, die die kombinierte Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit auf die Platte
aufbringen und Nichtbildstellen von ihr entfernen, aus
einer bezüglich der Bewegungsrichtung der Platte durch die Vorrichtung nachgeschalteten Einrichtung zum Dosieren
einer dünnen Schicht Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit
auf der Platte und einer dieser wieder nachgeschalteten
Trockeneinrichtung. Eine Einrichtung zum gleichzeitigen
Spülen der Platte und Aufbringen einer zusätzlichen geringen Menge sauberer Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit
auf die Platte ist vorzugsweise zwischen den Einrichtungen zum Reinigen und Reiben und der Dosiereinrichtung
vorgesehen.
Die Erfindung wird nun näher erklärt anhand der Zeichnungen,
in denen
Fig. 1 ein Längsschnitt durch die vollständige
Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist und
Fig. 2 einen entsprechenden Schnitt durch eine Ausführungsform des Reinigungs- und
Reibteils der Vorrichtung von Fig. 1
zeigt.
Fig. 1 der Zeichnungen zeigt einen Schnitt in Seitenansicht durch eine Ausführungsform der Vorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Pfeil links von der Figur zeigt die Bewegungsrichtung der Platte
durch die Vorrichtung. Die dargestellte Vorrichtung ist zum Behandeln einer Druckplatte bestimmt, die auf
beiden Seiten sensibi1isiert und belichtet ist, oder
zum Behandeln zweier mit den Rückseiten aneinanderliegender und auf einer Seite sensibi1isierter und
belichteter Platten. Selbstverständlich kann die
Vorrichtung auch zum Behandeln einer einzelnen auf einer Seite sensibi1isierten und belichteten Platte
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verwendet werden, und zwar entweder durch einfaches Abschalten der oberen oder unteren Reihe der Behandlungsteile,
besonders der Einrichtungen für die Zufuhr der Entwicklerf1üssigkeit, oder durch völliges Fortlassen
dieser Teile.
In Figur 1 tritt die Platte in Pfei1richtung in die Vorrichtung
ein. Dabei geht sie über den Auslöseschalter 1 hinweg, der die gesamte Vorrichtung einschaltet. Anschliessend
wird die Platte durch ein Einführungswalzenpaar 2 und
und dann durch eine Vorweichkammer 4 geführt, die aus
unteren und oberen Blechen 5 und 6 besteht. Die Bleche 5 und 6 bilden eine an den Seiten geschlossene und am
Ein- und Ausgang offene Kammer, so daß die Platte ein- und austreten kann. Die Kammer 4 wird mit Behandlungslösung durch die Sprüh-Zufuhr!eitungen 7 und 8 gefüllt,
die mit einem geeigneten, unter Druck stehenden Lösungsvorrat verbunden sind (nicht gezeigt). Die Form und Größe
der Vorweichkammer 4 ist so bemessen, daß die Platte lange genug in der Kammer bleibt, um sich vollzusaugen und die
Nichtbildstellen der Platte, die durch die^Lösung von ihr
entfernt werden sollen, erweichen zu lassen. Wenn die Platte die Kammer 4 verläßt, wird sie zwischen den
Sprühleitungen 9 und 10 hindurchgeführt, die zusätzliche
Lösung auf die Platte auftragen. Die Kammer 4 ist Teil
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der Einrichtung 11 zum Reinigen und Reiben. Selbstverständlich kann die Kammer 4 durch eine zweite Reihe von
Sprühleitungen derselben Art wie die Leitungen 9 und
ersetzt werden, oder sie kann gänzlich fehlen, und die Leitungen 9 und 10 können in Richtung auf die Walzen
2 und 3 zurückversetzt sein, so daß die Verweilzeit der Lösung auf der Platte dazu ausreicht, die Nichtbildstellen
der Plattenbeschichtung zu durchdringen
und zu erweichen. Unabhängig von der Art und Weise
jedoch, in der die Lösung in der Vorweichzone aufgebracht wird, wird vorzugsweise eine Reihe von Sprühleitungen
angrenzend an die Bürsten 12 und 13 angeordnet, so daß ein Teil der Lösung auf die Borsten
der Bürsten 12 und 13 gesprüht wird. Die Bürsten 12 und 13 tragen vorzugsweise Borsten in einer fischgrätenartigen
Anordnung und rotieren entgegengesetzt der Richtung der Plattenbewegung, um die aufgeweichte
Nichtbildbeschichtung von der Platte zu entfernen. Es
ist auch zweckmäßig, daß die Bürsten 12 und 13 hohle Achsen 14 und 15 haben, die als Zufuhrleitungen für
zusätzliche Lösung vom Zentrum der Bürsten her dienen. Die Bürsten 12 und 13 werden von Tragarmen 16 und 17
getragen. Der obere Arm ist vorzugsweise freischwebend, so daß die nach unten wirkende Kraft des
Vorrichtungsteils, zu dem er gehört, und die nach oben
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η 9 8 8 P / π η ;>
?:
gerichtete Reaktionskraft den gleichen Druck auf beide
Seiten der Platte ausüben. Wenn eine zusätzliche Kraft erforderlich ist, können geeignete Gewichte (nicht
gezeigt) mit dem oberen Arm kombiniert werden. Die gesamte Vorrichtung, zu der die Tragarme 16 und 17
gehören, kann auch durch Stäbe 18 und 19 und einen dafür geeigneten Mechanismus (nicht gezeigt) senkrecht
zu der Ebene der Zeichnung hin- und herbewegt werden. Auf jeden Fall dienen die Bürsten 12 und 13 und die
zugehörigen Elemente dazu, die aufgeweichte Beschichtung der Platte zu entfernen. Ein Paar Reibkissen 20 und 21
sind ebenfalls in den Tragarmen 16 und 17 gelagert und werden ggf. in derselben Art und Weise hin- und herbewegt
wie die Bürsten 12 und 13 durch die Stäbe 18 und 19. Wenn jedoch sich gegenläufig drehende Bürsten verwendet
werden, wie die Bürsten 12 und 13 in Figur 1, ist es normalerweise nicht nötig, die Bürsten in Achsrichtung
hin- und herzubewegen. Die Kissen 20 und 21
werden dann so angebracht, daß nur sie sich hin- und herbewegen. In diesem Fall sind jedoch die Bürste 12
und das Kissen 20 immer noch frei schwebend angebracht,
so daß sie auf beide Seiten der Platte den gleichen Druck
ausüben. Die Reibkissen sind mit einem geeigneten weichen
Material bedeckt, z. B„ Velour, um Reste der NichtbiTdstellen
von der Platte zu. wischen. Die Reibkissen 20 und
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sind auch mit Leitungen ?.?. und 23 für die Lösung
versehen, die zu dem unter Druck stehenden Lösungsvorrat führen und die Lösung durch die Kissen
auf die Platte pressen. Nachdem die Platte die Reibkissen 20 und 21 passiert hat, wird sie zwischen die Transportquetschwalizen
24 und 25 geführt. Die Walzen 24 und 25 haben vorzugsweise eine Oberfläche, z. B. aus synthetischem
Gummi, die alle Restpartikel gelöster Beschichtung etc.,
die sich auf der Platte befinden könnten, aufnimmt. Alle Partikel, die von den Walzen 24 und 25 aufgenommen werden,
werden von ihnen durch Reinigungskissen 26 und 27 entfernt,
die« mit den» Reibkissen 20 und 21 verbunden sind
und sich »it ihnen hin- und herbewegen. Da die Transportquetschwalzen 24 und 25 den größten Teil der Lösung von
der Platte entfernten: und eine Schicht dieser Lösung auf der fertigen Platte zurückbleiben muß, ist es gewöhnlich
notwendig, zusätzliche Mengen sauberer Lösung auf die Platte aufzubringen, nachdem sie zwischen den Walzen
24 und 25 hindurchgeführt wurde. Dies wird durch die
mit dem uwter Druck stehenden Lösungsvorrat in Verbindung
stehenden Sprühleitungen 28 und 29 erreicht. Nachdem die Platte die Leitungen 28 und 29 passiert hat. wird
sie zwischen Transport-Antragwalzen 30 und 31 geführt,
die überschüssige Entwickler-Überzug-Lösung entfernen
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und eine dünne Schicht dieser Lösung auf der Platte ,belassen.
Nachdem die Platte die Antragwalzen 30 und 31 verlassen hat, wird sie zwischen zwei Heizrohren 32
und 33 geführt., die heiße Luft auf sie leiten, um sie zu trocknen. Die getrocknete Platte wird anschließend
zwischen Ausgangswalzen 34 und 35 geführt und verläßt
die Vorrichtung.
Figur 2 der Zeichnungen zeigt einen Teil der Vorrichtung
von Figur 1, in der die rotierenden Bürsten 12 und 13 durch sich hin- und herbewegende Reinigungsbürsten
36 und 37 ersetzt werden. Da die Bürsten 36 und 37 nicht so konstruiert sind, daß sie rotieren können,
müssen sie durch Stäbe 18 und 19 hin- und herbewegt werden. Die Borsten und Büschel der Bürsten 36 und 37
sind so geformt und in einem solchen Winkel angebracht, daß sie Partikel der entfernten Nichtbildschicht in
Bezug auf die Bewegungsrichtung der Platte durch die Vorrichtung nach hinten schleudern. Die Lösung wird
zwischen den Borsten und Büscheln der Bürsten 36 und durch Leitungen 38 und 39 zugeführt, die mit dem unter
Druck stehenden Lösungsvorrat verbunden sind. Von diesen Unterschieden abgesehen ist die in Figur 2 gezeigte
Vorrichtung dieselbe wie in Figur 1.
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η 9 ft fi G / η π ? 3
-A*
Wenn die Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit oberflächenaktive
Stoffe und Kolloide enthält, muß die Schaumbildung
reguliert werden, besonders wenn mechanische Vorrichtungen mit Bürsten oder Reibkissen verwandt werden. Anti-Schaummittel
können bis zu einem gewissen Grad die Schaumbildung
erfolgreich verhindern, doch wurde gefunden, daß diese Mittel bei dauerndem Gebrauch in mechanischen Verarbeitungsgeräten
ihre Aktivität allmählich verlieren und ergänzt werden müssen. Völlig unerwartet wurde gefunden,
daß durch Einstellung der Flüssigkeit nahe dem Punkt, an dem sie trübe wird, d. h. wenige 0C unterhalb der
Temperatur, bei der Phasentrennung eintritt, die Schaumbildung auf ein Minimum reduziert wird und weder in
mechanischen Verarbeitungsgeräten noch bei manueller Verarbeitung ein Problem darstellt.
Eine vorsensibi1isierte Flachdruckplatte, hergestellt
nach Beispiel 119 der USA-Patentschrift 3 867 147,
wurde drei Minuten lang durch ein Rasternegativ, das
sowohl Rasterpunkte mit 2 % Deckung als auch solche mit 98 % Deckung enthielt, auf einem NuArc Astro Mercury
"Flip-Top" Plate Maker, Modell FT 40 AM, unter einer Quecksifberdampf1ichtquel 1 e belichtet.
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ο 9 R fi f. / η R:
? 5 3 Π 5 O
Die Platte wurde entwickelt, indem sie dreißig Sekunden mit einem Baumwol1 tampon, der mit der unten angegebenen
Lösung getränkt war, gerieben und danach mit einem sauberen Teil des Tampons noch einmal dreißig Sekunden
gerieben und anschließend mit einem Mulltampon trockengerieben
wurde.
Komponente Gewi chtsmenge
Wasser 66,5
n-Propanol 20,0
MgSO4 . 7H2O 5,0
Triton X-100 0,5
Dextrin 8,0
Die Platte wurde zwei Wochen lang bei Zimmertemperatur gelagert und anschließend auf einer Flachdruckpresse
eingespannt. Tausende sauberer, tonfreier Drucke wurden erhalten ;
Im wesentlichen gleiche Platten wie in Beispiel 1 wurden belichtet und sechzig Sekunden lang mit den in der nachfolgenden
Tabelle aufgeführten Entwicklerlösungen behandelt
und anschließend mit einem Baumwoll- oder Mulltampon trockengerieben.
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In der nun folgenden Tabelle sind die Bestandteile, wenn
nicht anders bezeichnet, in Gramm angegeben, und soviel Wasser wird hinzugefügt, daß ein Liter Losung entsteht.
Obwohl beim Entwickeln leichte Unterschiede auftraten, konnten mit allen in der Tabelle angegebenen Entwicklerüberzügen
zufriedenstellende Resultate erzielt und lager
fähige Druckplatten hoher Qualität produziert werden.
| Entwick | 1 er! ösung | A | B | C | D | E | - |
| MgSO4 . | 7H2O | 40 | - | - | - | - | 10 |
| Na2SO4 | - | 50 | - | - | - | (+) | |
| NaH2PO4 | - | ( + ) | 40 | 20 | ( + ) | 30 | |
| Na3PO4 | . 10H2O | - | - | - | 12 | 20 | - |
| H3PO4 | - | - | ( + ) | - | - | 300 | |
| n-Propa | nol | 170 | 250 | 300 | 300 | 250 | 10 |
| ^-(OCH2- | 10 | 10 | 5 | 10 | 10 | ||
| CH2)9 | -100H | 60 | |||||
| Dextri η | 80 | 50 | 30 | 40 | 60 | 11,0 | |
| pH | 6,0 | 5,0 | 4,0 | 6,5 | 8,5 | ||
+) hinzugefügt in ausreichender Menge, um den angegebenen
pH-Wert zu erreichen.
- 18 -B 0 98 S 6 / 0 8 7
Der Entwickler c wurde auch unter Verwendung der gleichen Menge eines der folgenden oberflächenaktiven Stoffe oder
einer Mischung dieser Stoffe anstelle des Netzmittels
CH2 )n0H abgewandel t:
Natriumdodecylsulfat
Natriumoctadecylsulfat
Di octy 1 natriutnsul fosucci nat
Alkylpolyoxyäthylenglykol
Ammoniumsalζ des Schwefelsäurehalbesters von Nonylphenol polyoxyäthylenglykol
Natriumoctadecylsulfat
Di octy 1 natriutnsul fosucci nat
Alkylpolyoxyäthylenglykol
Ammoniumsalζ des Schwefelsäurehalbesters von Nonylphenol polyoxyäthylenglykol
Anstelle von n-Propanol wurden die folgenden Lösungsmittel
in Entwicklerlösungen der Zusammensetzung D verwendet:
Äthylalkohol 400 q
Isopropylalkohol 500 g
^-Butyrolacton 350 g
2-Hydroxy-n-propyläther 250 g
Aceton 350 g
Tetrahydrofuran 300 g
Die gleichen Lösungen wie in Beispiel 2 wurden zur Behandlung von Platten ähnlich denen von Beispiel 1 verwendet,
- 19 -
0 9 -R Π G / Π R :>
1
nur wurde als Trägermaterial anodisiertes Aluminium verwendet.
Nach dem Trocknen der Entwicklerlösung wurden
die Platten zwei Wochen lang gelagert und dann in der Druckmaschine benutzt. Ohne Schwierigkeiten erhielt
man Tausende von Drucken hoher Qualität.
Die gleiche Lösung wie in Beispiel 1 wurde benutzt
mit der Ausnahme, daß Dextrin durch jeweils eines der folgenden Kolloide ersetzt wurde:
Gummi arabicum 4 Gewichtsteile
Lärchenharz 10 Gewichtsteile
Natriumcarboxy- 1 Gewichtsteil
methyl cellulose
Alle Platten wurden zwei Wochen lang bei Zimmertemperatur
gelagert (21 - 24 C) und dann gedruckt. Man erhielt viele
Tausend Drucke.
Die meisten der oben genannten Entwicklerflüssigkeiten
sind homogene wäßrige Lösungen. In einigen Fällen erwiesen sich heterogene Lösungen, d. h. Dispersionen
oder Emulsionen, in denen die wäßrige Phase deutlich
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von der Phase des organischen Lösungsmittels getrennt
ist, als vorteilhaft zur Schaumreduzierung, besonders wenn die Lösungen in automatischen Verarbeitungsvorrichtungen
verwendet wurden.
Konzentrate der Entwicklerüberzüge können aus Gründen
der Wirtschaftlichkeit bei Transport und Lagerung auch
ohne Lösungsmittel hergestellt werden, und der Benutzer
kann diese Konzentrate mit Wasser und Lösungsmittel verdünnen .
Die Entwickler-Konservierer-Lösungen gemäß der Erfindung
können durch neeignete Abwandlung der Zusätze auch zur Behandlung anderer vorbeschichteter, photohärtbarer
Druckplatten verwendet werden, z. ß. bei Platten, die gemäß USA-Patent 3 136 637 hergestellt worden sind.
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Claims (15)
- Patentansprüche(I..,' Flüssigkeit zum Behandeln einer mit einer photohärtbaren Schicht beschichteten Druckplatte nach dem Belichten, enthaltend einen größeren Anteil Wasser, eine geringere Menge organisches Lösungsmittel, die zum Entfernen der ungehärteten NichtbildstelI en der Schicht ausreicht, ohne daß die gehärteten Bildstellen der Schicht in nennenswerter Weise angegriffen werden, und ein wasserlösliches Kolloid in einer kleineren Menge, die zum Konservieren und Verhindern von Beschädigungen der entwickelten Platte ausreicht, wobei .die Flüssigkeit einen pH-Wert zwischen etwa 3 und 11 besitzt.
- 2. Flüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel ein niederer Alkohol oder ein Glykolätfoer ist.
- 3. Flüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Lösungsmittel 1 bis 50 Gew.-% beträgt. *- 22 -5Π9ΒR6/ΠR23
- 4. Flüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Kolloid 0,1 bis 30 Gew.-% beträgt.
- 5. Flüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Netzmittel 0,01 bis 10,0 Gew.-i beträgt.
- 6. Flüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Regulierung des pH-Wertes ein organisches oder anorganisches Salz oder eine organische oder anorganische Säure enthält.
- 7. Flüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestandteile so bemessen werden, daß die Flüssigkeit nahe dem Phasentrennpunkt ist.
- 8. Verfahren zum gleichzeitigen Entwickeln und Konservieren einer mit einer photohärtbaren Schicht beschichteten Druckplatte nach dem Belichten, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte mindestens einmal mit einer Flüssigkeit in Kontakt gebracht wird, die einen größeren Anteil Wasser, eine geringere Menge eines organi sehen Lösungsmittels, die zum Entfernen der ungehärteten- 23 -Ni chtbi1dstel1 en der Schicht ausreicht, ohne daß die gehärteten Bildstellen der Schicht in nennenswerter Weise angegriffen werden, und ein wasserlösliches Kolloid in einer kleineren Menge, die zum Konservieren und Verhindern von Beschädigungen der entwickelten Platte ausreicht, enthält und einen pH-Wert zwischen etwa 3 und 11 aufweist, und daß die Nichtbildstellen der Schicht entfernt werden.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte mehrere Male mit der Flüssigkeit in Kontakt gebracht wird.
- 10. · Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte nach der Behandlung so abgerieben wird, daß ein dünner Schutzfilm aus der Flüssigkeit auf ihr zurückbleibt.
- 11. Vorrichtung zum gleichzeitigen Entwickeln und Konservieren einer belichteten Druckplatte, die mit einer photohärtbaren Schicht beschichtet ist, bestehend aus Einrichtungen zum Reinigen und Reiben (ll)vdie eine kombinierte Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit auf die Platte aufbringen und die Nichtbi1dstel1 en von ihr- 24 -B Π PI R R B / Π R ? Π-29entfernen, einer bezüglich der Bewegungsrichtung der Platte durch die Vorrichtung nachgeschalteten Einrichtung zum Dosieren einer dünnen Schicht Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit auf der Platte (30, 31) und einer dieser wieder nachgeschalteten Trockeneinrichtung (32, 33).
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Reinigen und Reiben (11), jeweils in Bewegungsrichtung der Platte durch die Vorrichtung aufeinanderfolgend angeordnet, Einrichtungen zum Aufbringen der Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit auf die Platte, bewegliche Reinigungsbürsten (12, 13) und hin- und herbewegliche Reibkissen (20, 21) enthalten.
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Aufbringen der Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit auf die Platte- 25 -533686/0823eine Vorweichkammer (4) enthalten, in der der Kontakt zwischen Platte und Entwi ckl er-Konservierer-FI iissi gkei t so lange aufrechterhalten wird, bis die Flüssigkeit die Nichtbi1dstellen der Platte durchdrungen und erweicht hat.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufbringen der Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit zusätzlich ein Sprühverteiler (9, 10) zwischen der Vorweichkammer (4) und den Reinigungsbürsten (12, 13) vorgesehen ist, der zusätzliche Entwickler-Konservierer-Flüssigkeit auf die Platte aufbringt.
- 15. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosiereinrichtung (30, 31) aus Walzen besteht, die auch die Platte durch die Vorrichtung transportieren.- 26 -5 0 9 886 /:na 2 3Leerseite
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