DE250737C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/40—Solid fuels essentially based on materials of non-mineral origin
- C10L5/44—Solid fuels essentially based on materials of non-mineral origin on vegetable substances
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- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E50/00—Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
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- Y02E50/30—Fuel from waste, e.g. synthetic alcohol or diesel
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 250737 KLASSE 10 δ. GRUPPE
Dr. PAUL HOERING in BERLIN.
An vielen Flußläufen, insbesondere den afrikanischen, z. B. dem Nil, wachsen ungeheure
Mengen von Schilfpflanzen, die bisher nennenswerte industrielle Verwendung nicht
gefunden haben.. Versuche, das Schilf auf für Heizzwecke brauchbare versandfähige
Briketts zu verarbeiten, erschienen zunächst aussichtslos, da die Schilfstengel, insbesondere
die afrikanischen (Papyrus und Um Soof aus
ίο dem Sudan), eine ziemlich starke Kieselsäurepanzerung
und nur sehr wenig Extraktivstoffe besitzen. Dieser Mangel an Bindemittel legte
den Gedanken nahe, die zerkleinerte Schilfmasse zunächst völlig zu trocknen und dann
in stark erwärmten Pressen zu verarbeiten, um in der erhitzten Masse durch Bildung von
Bitumen unter dem Einfluß der Wärme ein Bindemittel zu erzeugen. Die in dieser Richtung
angestellten Versuche führten wohl zu Briketts, die zunächst fest waren, ihre Festigkeit
aber sehr bald verloren und derart locker wurden, daß ihre Verwendung, insbesondere
ihr Transport, ausgeschlossen ist.
Weitere eingehende Versuche des Erfinders haben nun das überraschende Resultat ergeben,
daß das Schilf ohne jede Erzeugung oder Mitbenutzung eines Bindemittels unter gewissen Bedingungen zu sehr festen, spezifisch
schweren Briketts von hohem Brennwert verarbeitet werden kann, womit insbesondere
die gewerbliche Verwertung der ungeheuren Schilflager am Nil und anderen afrikanischen
Flußläufen gesichert ist.
Zu diesem Zweck muß das Schilfrohr zunächst in geeigneten Maschinen hinreichend
zerkleinert werden, und zwar muß die Zerkleinerung möglichst gleichmäßig sein, d. h.
die Teilchen oder Fasern müssen nach der Zerkleinerung möglichst gleiche Länge und
gleiche Dicke haben. Die einzelnen feinen Rohrstückchen müssen eine Länge von mindestens
ι und höchstens 3 cm haben, um beim Pressen noch eine Verfilzung der Masse
bewirken zu können. Weiter spielt der Wassergehalt eine ausschlaggebende Rolle; für die Erzielung eines guten Briketts ist ein
Wassergehalt der zu pressenden Schilfmasse von etwa 8 Prozent erforderlich. Bei höherem
Feuchtigkeitsgehalt werden zunächst zwar : auch noch gute Briketts erhalten, die aber
infolge Wasserabgabe sich bald in ihrer Form und Festigkeit verändern. Im allgemeinen
hat im Sudan die lufttrockene Schilfmasse, entsprechend dem dortigen Feuchtigkeitsgrade
der Luft, den erforderlichen Wassergehalt.
Die entsprechend zerkleinerte und den richtigen Feuchtigkeitsgehalt besitzende Masse
wird in zweckentsprechenden Pressen gepreßt; sie liefert durchaus haltbare Briketts vom
spezifischen Gewicht 1,0 bis 1,3, d. i. die
Dichtigkeit der Kohle. Die Heizwertbestimmung ergibt einen Heizwert von 3500 bis
4000 Kalorien.
Die Herstellung der Briketts aus Schilf nach vorliegendem Verfahren kommt natürlieh
in erster Linie dort in Frage, wo natürliche Brennstoffe fehlen oder hoch im Preise
sind; beispielsweise konnte der fruchtbare
ängio-ägyptische Sudan wegen Mangels an billigem Brennstoff bisher landwirtschaftlich
nicht erschlossen werden, während jetzt, da das Rohmaterial, also das Schilf, in ungeheuren
Mengen kostenlos zur Verfügung steht, der , Erschließung dieser Länder nichts mehr
im < Wege steht. Ähnliche Verhältnisse wie ani Nil finden sich am Kongo sowie nach
Angabe des Reichs-Kolonialamtes an einzelnen ίο Stellen des deutschen Kolonialbesitzes.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Verfahren zur Herstellung von Briketts aus Schilfpflanzen ohne Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß man die Schilfpflanzen möglichst gleichmäßig bis zu einer Länge der Rohrstückchen von mindestens ι und höchstens 3 cm zerkleinert und die Masse sodann mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 8 Prozent in Pressen zu Briketts formt.Berlin, gedruckt in ber reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250737C true DE250737C (de) |
Family
ID=509239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250737D Active DE250737C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250737C (de) |
-
0
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