DE249554C - - Google Patents
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- DE249554C DE249554C DENDAT249554D DE249554DA DE249554C DE 249554 C DE249554 C DE 249554C DE NDAT249554 D DENDAT249554 D DE NDAT249554D DE 249554D A DE249554D A DE 249554DA DE 249554 C DE249554 C DE 249554C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10H—PRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
- C10H1/00—Acetylene gas generators with dropwise, gravity, non-automatic water feed
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Feeding And Controlling Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 249554 KLASSE 26 b. GRUPPE
JOSEPH MARGRETH in LOCARNO, Schweiz.
Acetylen-Sturmfackel. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1911 ab.
Es sind Sturmfackeln bekannt, welche mit Acetylenbrennern von höherem Drucke (über
300 mm bis zu meterhohen Drucken) betrieben, eine helleuchtende, auch starken Windstößen im
Freien gewachsene, langgestreckte Flamme liefern und die für Außenbeleuchtung, insbesondere
Nachtarbeiten im Freien, ähnlich wie die bekannten Windfackeln (Pechfackeln, Magnesiumfackeln
u. dgl.) benutzt werden. Indes haben die bisherigen Acetylenfackeln dieser Art den
Übelstand, daß sie nur bis zu einem gewissen Grade beweglich sind, da der mit ihnen verbundene
Acetylenapparat ausschließlich nach dem Verdrängungssystem ausgeführt wurde, welches System keine Erschütterungen, Bewegungen
und geneigte Lage des Entwicklers verträgt, .weil die Menge und Schnelligkeit der
Gasentwicldung hierbei von dem Stand des Wasserspiegels im Entwickler abhängig ist. Es
war daher nicht möglich, sich dieser Acetylen-Sturmfackeln in derselben freien Weise wie einer
Handfackel zu bedienen. Auch war die Erhitzung der Entwickler bei diesen Fackeln so
beträchtlich, daß die Handhabung insbesondere beim Tragen der Fackel mit der Hand hierdurch
erschwert wurde.
Diese Übelstände werden nach der Erfindung dadurch beseitigt, daß die Sturmfackel mit einem
Acetylenapparat nach dem Tropfsystem versehen ist, wobei der Wasserbehälter den von
oben einzusetzenden Carbidbehälter umgibt und der Deckel des letzteren die Wassertropfvorrichtung
und das zum Brenner führende Abzugsrohr trägt. Hierbei erfolgt also der Wassereintritt
in den Carbidbehälter etwa in der Mitte des Wasserbehälters, und der untere Teil des-40
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selben nimmt an der Entwicklung überhaupt nicht teil; er bildet einen sozusagen toten
Wasserraum um den Entwickler herum. Durch diese Anordnung wird eine besondere intensive
Ausnutzung des Wasserbehälters als Kühlmantel für den Entwickler möglich, da das
durch die Abwärme des Carbidbehälters erhitzte Wasser nach oben steigt und dort zur Speisung
des Entwicklers dient, während das kalte, über dem Entwickler befindliche Wasser beständig
nach unten sinkt.
Durch die Anordnung, daß der Deckel des von oben einzusetzenden Carbidbehälters die
Wassertropfvorrichtung und das zum Brenner führende Abzugsrohr trägt, sind sämtliche
empfindlichen Teile der Fackel mit dem Deckel des Carbidbehälters verbunden, so daß die
Handhabung des Apparates im Freien und der Ersatz einzelner Teile wesentlich erleichtert
wird. Da der Verschluß des Wasserbehälters nicht dicht zu sein braucht, kann man einen
beliebigen Wasserbehälter benutzen, in welchen man den mit Tropfapparat und Abzugsrohr für
den Brenner versehenen Carbidbehälter hineinstellt. Diese Anordnung bietet auch für die Beschickung
des Apparates Vorteile.
Der Wasserbehälter erhält zweckmäßig eine der Druckbeanspruchung des Brenners entsprechend
lange bzw. hohe Stabform. Hierdurch wird bei dem Apparat nach der Erfindung die Möglichkeit gewährt, den vollständigen
Apparat als Handfackel in der bekannten Weise zu benutzen wie eine Pechfackel o. dgl.; d. h.
der Apparat kann mit einer Hand gehalten und bewegt werden, wobei Erschütterungen, beliebig
rasche Bewegungen und Schrägstellungen bzw.
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eine geneigte Lage des Entwicklers den Betrieb in keiner Weise stören.
In beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Längsschnitt und teilweise
in Ansicht dargestellt. Der zylinderförmige, stabartig langgestreckte Wasserbehälter α enthält
den ebenfalls zylinderförmigen Carbidbehälter b, der in Fig. 2 in vergrößertem Maßstabe
gesondert abgebildet ist. Das Wasser wird durch das Tropfventil c, welches durch Stellzeiger
d von oben her eingestellt werden kann, zugeführt. Der Stellzeiger kann auch seitlich am
Gehäuse α der Fackel sitzen oder auch am Boden des Zylinders a; in diesen Fällen muß die Ventilstange
h durch eine . wasserdichte Stopfbuchse geführt werden. Das entwickelte Gas
wird durch Rohr e dem Brenner f zugeführt. Das Gasrohr e ist ohne jede Biegung oder Einschnürung
senkrecht geführt und von erheblicher Weite, zu dem Zwecke, um das Kondenswasser
in den Entwickler zurückzuführen, ohne die Gaswege zu verstopfen. Der Deckel g, der
als Führung des Rohres β und der Ventilstange h dient, ist durch Überwurfmutter i an dem Gehäuse
des Zylinders α festgehalten, so daß es möglich ist, nach Lösung der Überwurfmutter i
mit dem Deckel g den Carbidbehälter b aus dem Zylinder α herauszuziehen. Der Deckel g ist'
mit einer feinen Luftöffnung k versehen. Anstatt den Wasserbehälter in seiner ganzen Länge
zylindrisch auszuführen, kann derselbe oberhalb des Carbidbehälters mit einer Einschnürung
versehen werden, um an Wassergewicht zu sparen, da für die Druckhöhe nur die Fallhöhe
des Wassers in Betracht kommt und die über dem Entwickler stehende Wassersäule bis zu
der Mindestdruckhöhe beständig in dem Apparat verbleibt, während das darüberstehende
Wasserquantum als Entwicklungswasser verbraucht wird. Es wird daher zweckmäßig der
obere Teil des Wasserbehälters gegenüber dem mittleren erweitert. Der Carbidbehälter wird
zweckmäßig durch eingelegte Siebe oder Roste unterteilt, um eine gleichmäßigere Verteilung
des Wassers herbeizuführen und eine leichtere Entleerung der Rückstände zu ermöglichen.
Eine solche Ausführungsform ist in vergrößertem Maßstabe in Fig. 2 dargestellt. Der Carbidbehälter
b ist dabei in der Längsrichtung durch ein Sieb I in zwei ungleich große Abteilungen
unterteilt und die Wasserzuführungsöffnung m, die durch das Ventil c verschlossen werden kann,
befindet sich in der hierdurch gebildeten kleineren Abteilung, so daß der Wasserzuführungsraum
des Carbidbehälters stets von Carbid frei bleibt, da das Carbid nur in der größeren
Abteilung des Entwicklers b eingefüllt wird. Das Ventil c, welches von der Stange h geregelt
wird, ist bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ein Schraubennutenventil, ähnlich wie
bei einer Tropfflasche; es kann indes auch ein Kegel- oder Nadelventil oder ein beliebiges
anderes fein einstellbares Ventil benutzt werden. Der Wasserbehälter α erhebt sich, wie aus Fig. 1
ersichtlich, um eine beträchtliche Länge über den Carbidbehälter, so daß ein bedeutender
Überdruck des zugeführten Wassers vorhanden ist. Dieser Druck muß bei Benutzung von
Acetylen-Sturmbrennern mit einer mehr als Y3 mm weiten Ausströmungsöffnung stets
300 mm übersteigen, und der Wasserraum über dem Entwickler b ist derart bemessen, daß nach
vollständigem Verbrauch des Entwicklungswassers der für den Brenner erforderliche
Wasserdruck noch immer im Wasserbehälter vorhanden bleibt. Es muß also der Wasserbehälter
so groß sein, daß ein genügender Überschuß an Wasser aufgespeichert werden kann.
Der Wasserbehälter kann, wie aus Fig. 1 ersichtlich, den Entwickler mit seinem unteren
Teil umgeben, so daß ein Kühlmantel η gebildet wird, der eine übermäßige Erhitzung des Entwicklers
b verhindert. Da das erwärmte Wasser stets nach oben steigt, wird eine Zirkulation
des warmen Wassers in dem ganzen Wasserbehälter α immer andauern, solange die Entwicklung
stattfindet, so daß ein Einfrieren des Wassers im Behälter α oder des Kondenswassers
in der Rohrleitung auch beim Gebrauch der Fackel im Freien ausgeschlossen ist. Der Brenner
f ist ein sogenannter Sturmbrenner, welcher eine langgestreckte, aus parallelen oder in einem
spitzen Winkel miteinander zusammenlaufenden Strahlen bestehende Flamme bildet. Bei
dem gezeichneten Ausführungsbeispiel besteht der Brenner aus einer Bodenplatte 0, die die
Ausströmungsöffnung j> enthält. Diese ist von
einer Y3 mm übersteigenden Weite, ■■ so daß
Acetylengas durch diesen Brenner nur mit einem 300 mm übersteigenden Druck verbrannt
werden kann. Anstatt einer Öffnung können auch deren mehrere angeordnet sein, wobei
dieselben so nahe aneinander liegen, daß die Strahlen eine gemeinsame Flamme bilden.
An der Seite der Platte 0 befinden sich Luft-Zuführungsöffnungen q. Der untere Teil der
Flamme, der wegen der großen Austrittsgeschwindigkeit des Gases von der Bodenplatte 0
etwas abgehoben ist, wird durch eine Hülse r geschützt. Die Öffnungen! q werden zweckmäßig
an tiefsten Punkten der Platte 0 angeordnet, damit atmosphärische Niederschläge oder Kondenswasser durch sie abfließen können,
ohne die Funktion des Brenners zu beeinträchtigen. Zu demselben Zweck kann man die Brennerdüse f etwas über die Ebene der
Platte 0 erheben, um die Gasaustrittsöffnung vor Verstopfungen zu schützen. Die Hülse r
bietet die Möglichkeit, einen einfachen Stopfenverschluß s anzuordnen, der bei Nichtgebrauch
den Brenner schützt und auch als Flammenlöscher benutzt werden kann. Dieser Verschluß
kann mit einem Sicherheitsventil versehen werden.
Durch die Erfindung wird auch der Vorteil erreicht, daß der Betrieb der Fackel jederzeit
unterbrochen werden kann, ohne daß erhebliche Gasverluste entstehen. Ferner ist die Fackel
sofort betriebsbereit, und die Flammenbildung erfolgt unmittelbar nach dem Aufdrehen des
Tropfventüs, da wegen der engen Bauart des
ίο Apparates der eingeschlossene Luftraum sehr
klein ist. Trotz· der kleinen Dimensionen ist mit 200 bis 300 g Carbid ein einstündiger Betrieb
des Brenners mit voller Lichtstärke möglich.
Der Betrieb ist bei gleicher Leistung wesentlich billiger als bei Magnesiumfackeln u. dgl.
Claims (2)
1. Acetylen-Sturmfackel, dadurch gekennzeichnet, daß dem Entwickler das Wasser
von oben nach dem Tropfsystem mittels eines Ventils zugeführt wird.
2. Sturmfackel nach Anspruch 1, dadurch ■ gekennzeichnet, daß der Wasserbehälter bis
unter den Carbidbehälter verlängert ist, um als Kühlmantel zu dienen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249554C true DE249554C (de) |
Family
ID=508164
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249554D Active DE249554C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249554C (de) |
-
0
- DE DENDAT249554D patent/DE249554C/de active Active
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