DE248918C - - Google Patents

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DE248918C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C4/00Flame traps allowing passage of gas but not of flame or explosion wave
    • A62C4/02Flame traps allowing passage of gas but not of flame or explosion wave in gas-pipes

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4 c. GRUPPE
HANS HERZFELD in HALLE a. S.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. März 1910 ab.
Die Erfindung betrifft eine Wasservorlage mit einem unter Wässerverschluß, stehenden Sicherheitsrohr zur Verhütung von Rückschlägen in Gasleitungen, insbesondere für Sauerstoffgebläsebrenner. Bei den letzteren macht sich ein wechselnder Druck in dem Brenngas bemerkbar, insbesondere, wenn das Brenngas durch eine Injektor wirkung im Brenner angesaugt wird. Hierbei entsteht in dem Gasraum der Wasservorlage ein Unterdruck, der ein Steigen des Wasserstandes in dieser zur Folge hat. Das damit verbundene Sinken des Wasserstandes ■ in dem mit der Luft in Verbindung stehenden Sicherheitsrohr steigert den Unterdruck beständig, so daß der Zuführungsdruck des Brenngases bei diesen Wasservorlagen sich fortwährend ändert. Ferner tritt im Augenblick des oft explosionsartig erfolgenden Rückschlages eine bedeutende Drucksteigerung entgegen der Richtung der Brenngaszuführung auf, , so daß das Wasser des Wasserverschlusses in die Brenngasleitung hineingedrückt werden kann, bevor durch das Sicherheitsrohr die Entleerung stattfindet.
Zugleich mit diesem Wasserpfropfen wird aber auch der nachströmende Sauerstoff in die Brenngasleitung geführt, wodurch Explosionen, insbesondere bei direkter Verbindung mit Gaserzeugungsapparäten nicht ausgeschlossen sind.
Um nun einerseits den Gasdruck bei gegebener Wasserhöhe in der Wasservorlage konstant zu erhalten und andererseits Explosionen ganz auszuschließen, ist nach der Erfindung das unter Wasserverschluß stehende Sicherheitsrohr zwischen die Wasservorlage und die Gasverbrauchsleitung so eingeschaltet, daß letztere unmittelbar mit dem einen Schenkel des Sicherheitsrohres verbunden ist und die Gaszufuhr von der Vorlage her durch ein seitlich einmündendes engeres Rohr erfolgt. Dabei kann das Verbindungsrohr in einem spitzen Winkel in die Gasverbrauchsleitung einmünden, so daß eine injektorartige Wirkung stattfindet.
Durch diese Anordnung wird erreicht, daß der durch den Wasserabschluß dem Brenngas verliehene Druck bei der gegebenen Wasserhöhe konstant ist, da ein mit der Luft in Verbindung stehendes Sicherheitsrohr bei dem ersten Wasserverschluß nicht vorhanden ist. Gleichzeitig wird aber der Vorteil des mit der Luft in Verbindung stehenden Sicherheitsrohres zur Verhütung der Folgen eines Rückschlages in vollem Umfange erhalten und andererseits verhindert, daß bei einem Rückschlag Druck-Steigerungen in der Gaszuleitung auftreten können. Im Gegenteil bewirkt die injektorartige Ausbildung des Verbindungsrohres zwischen den beiden Wasservorlagen, daß in diesem Verbindungsrohr und damit auch in dem Gasraum der ersten Wasservorlage bei einem Rückschlag stets ein Unterdruck entsteht, so daß ein Eintritt von Luft oder Sauerstoff in diese Gasleitung ausgeschlossen ist.
Es ist zweckmäßig, in die erste Wasservorlage eine durchlöcherte Trennwand, z. B. ein Sieb, zwischen der Gaszuleitung und der Gasableitung einzuschalten. Dies hat die Wirkung,
daß stärkere Schwankungen des Wasserspiegels sich nicht von der einen Hälfte auf die andere übertragen können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Wasservorlage nach der Erfindung in Fig. ι in einem perspektivischen Aufriß mit teilweise abgebrochener Vorderwand und in Fig. 2 in einer Oberansicht dargestellt. In die Brenngaszuleitung α ist' ein Wasserverschluß b eingeschaltet, in welchen ein Trennungssieb c zwischen der Gaszuleitung d und der Gasableitung d angebracht ist. Ein Überlaufhahn e dient zur Einstellung der Höhe der Flüssigkeit. Die Wasservorlage wird zweckmäßig mit einer oder mehreren Verschraubungen versehen, die eine Entleerung oder Nachfüllung sowie Reinigung ermöglichen. Das Austrittsrohr d mündet in das weitere Rohr f mit einer Krümmung g, die einen nach unten gerichteten mehr oder minder spitzen Winkel mit dem Rohr f bildet. Das Rohr f mündet in den oberen Teil einer zweiten Wasservorlage h, die mit einem Sicherheitsrohr i versehen ist. Diese Wasservorlage ist mit dem Sicherheitsrohr i als ein U - förmiges Gefäß ausgebildet. Die Einstellung des Niveaus kann auch hier durch einen Überlaufhahn k erfolgen. Die Wasservorlage h bildet bei normalem Betrieb sozusagen einen Nebenschluß zur Gasleitung. Der Gasstrom tritt durch das Rohr a, die Wasservorlage b, das Rohr d, die Krümmung g und das Rohr f in den Brenner, ohne die Wasservorlage h zu durchfließen. Im Falle eines Rückschlages vom Brenner her wirkt jedoch der Druck in erster Linie durch Rohr f auf den Wasserspiegel der Wasservorlage h und wirft das Wasser durch das Sicherheitsrohr i hinaus. Hierbei ,«tritt auf das Rohr d wegen der injektorartigen Verbindung der Krümmung g eine Saugwirkung ein, so daß der durch Rohr f in der Richtung auf die Wasservorlage h unter hohem Druck fließende Gasstrom nicht in das Rohr d und in die Wasservorlage b gelangen kann.
Bei der zweiten Wasservorlage h haben beide Röhrenschenkel einen verhältnismäßig großen Querschnitt. Der Querschnitt des Sicherheitsrohres i ist gleich groß oder größer als derjenige des oben geschlossenen Rohres h. Beim Steigen des Wasserstandes in i sinkt der Wasserstand in h also gleich schnell oder schneller. Bei der ersten Wasservorlage b ist das umgekehrte der Fall. Der Querschnitt des Wassergefäßes b ist um ein Vielfaches, z. B. um das 100 fache, größer als der Querschnitt des Gaseintrittsrohres a, das in das Wasser des Gefäßes eintaucht. Angenommen, der Rückschlag wirkt nicht saugend im Gefäß b, sondern drückend, so wird der Wasserstand in b um ein Vielfaches langsamer sinken, z. B. ioomal langsamer, als er in α steigt. Proportional zur Steighöhe ist die Zeitdauer, die hierzu gehört, und entsprechend der Niveaudifferenz der Wasserstände ist der Druck, der dazu gehört, die Niveaudifferenz hervorzubringen. In kurzer Zeit und bei verhältnismäßig kleiner Niveaudifferenz und geringem Druck ist bei der zweiten Wasser vorlage das Wasser aus h nach i gedrängt, so daß die Rückschlagsgase austreten können und Entlastung eintritt. Bei Wasservorlage b dagegen muß das Wasser um ein Vielfaches der Eintauchung (umgekehrt proportional den Querschnitten) des Rohres α ins Abschlußwasser in α gestiegen sein, ehe Rückschlagsgas in das Rohr α eintreten kann. Die Eintauchtiefe kann leicht so gewählt werden, daß die größte Niveaudifferenz der Wasserstände in der Wasservorlage b und im Rohr α nur bei einem viel größeren Druck entstehen kann als in der zweiten Wasser vorlage h; das Rückschlagsgas ist also längst aus Vorlage h entwichen, ehe dieser Maximalwasserstand in α eintreten kann, so daß immer Wasserabschluß in der Vorlage b bleibt.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Wasservorlage zur Verhütung von Rückschlägen in Gasleitungen, insbesondere für Sauerstoffgebläsebrenner, mit einem unter Wasserverschluß stehenden Sicherheitsrohr, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherheitsrohr zwischen die Wasservorlage (b) und die Gasverbrauchsleitung (f) so eingeschaltet ist, daß letztere unmittelbar mit dem einen Schenkel des Sicherheitsrohres verbunden ist, und die Gaszufuhr von der Vorlage her durch ein seitlich einmündendes engeres Rohr (g) erfolgt.
2. Wasservorlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine durchlöcherte Trennungswand (c) in der ersten Wasservorlage zwischen dem Gaseintritts- und dem Gasaustrittsrohr.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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