DE248178C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F36/00—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds
- C08F36/02—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
- C08F36/04—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- .M 248178 KLASSE 396. GRUPPE
Die bisher bekannt gewordenen Verfahren zur Gewinnung von synthetischem Kautschuk
oder kautschukähnlichen Substanzen bestehen sämtlich darin, daß 1,3 Butadien oder Isopren
5 oder andere sich vom Butadien ableitende Kohlenwasserstoffe als solche in geeigneter
Weise polymerisiert werden. Bisweilen ist wohl auch in der Ausführung dieser Verfahren eine
Vermischung der Körper mit leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Benzol vorgeschlagen
worden, doch handelt es sich in diesen Fällen stets um chemisch indifferente, nicht polymerisierbare Verdünnungsmittel, ja,
aus den Angaben der neuesten Literatur (Ann.
d. Chem. 383 [1911], Seite 164, 182, 207) ist
ersichtlich, daß bei der Bereitung des künstlichen Kautschuks auf die Reinheit der Ausgangsmaterialien
besonderer Wert gelegt werden muß.
Demgegenüber wurde gefunden, daß es überraschenderweise gelingt, ein Gemisch ungesättigter
Kohlenwasserstoffe, wie es unter verschiedenen Bedingungen aus den Destillationsprodukten der Steinkohle gewonnen werden
kann, unter der Einwirkung von Natrium zum größten Teil in eine kautschukähnliche Substanz
überzuführen, wobei die übrigen Kohlenwasserstoffe entweder nicht verändert werden
oder mit Natrium leicht abscheidbare Metallverbindungen bilden.
Derartige Gemische lassen sich ebensowohl aus dem bei der Destillation des Steinkohlenteers
oder dem im Kokereibetrieb direkt gewonnenen Rohbenzol, und zwar dem sogenannten
Benzolvorlauf durch fraktionierte Destillation abscheiden, als auch andererseits
aus dem durch Kompression oder Absorption oder Abkühlung oder durch Vereinigung dieser
Methoden in bekannter Weise gewonnenen Produkte auf dem gleichen Wege erhalten. In beiden Produkten dürfte nach den Angaben
der Literatur (s. z.B. Meyer-Jakobsohn, Lehrbuch der organ. Chem., Bd. I, 1907, Teil I,
Seite 884) 1,3 Butadien enthalten sein, welchem vermutlich die Kautschukbildung zuzuschreiben
ist, daneben finden sich aber auch in diesem Produkt Kohlenwasserstoffe mit dreifacher Bindung; ferner das von Kraemer
und Spilker (Ber. d. deutschen Chem. Ges. 29, 552 [1896]) als zyklischer ungesättigter Kohlen-Wasserstoff
erkannte Cyklopentadien und endlich Kohlenwasserstoffe mit ungesättigtem Charakter unbekannter Konstitution.
Von diesen das Butadien begleitenden Kohlenwasserstoffen war es bisher nicht bekannt,
wie sie sich gegen Natrium unter den Bedingungen der vorliegenden Erfindung verhalten
würden, insbesondere war auch nicht zu vermuten, daß in dem komplizierten Gemisch
dieser ungesättigten Kohlenwasserstoffe, unter denen z. B. das Cyklopentadien sogar die für
die Kautschukbildung erforderlichen konjugierten Doppelbindungen aufweist, lediglich das
Butadien in eine kautschukähnliche Substanz
erexemp
' übergehen würde, ohne daß die Bildung der letzteren durch das Verhalten der Begleiter
beeinträchtigt wurde.
Rohbenzolvorlauf, welcher zuvor nach bekannten Methoden vom Schwefelkohlenstoff
befreit worden ist, wird der fraktionierten Destillation unterworfen, und diese unter An-Wendung
einer Kühlertemperatur von mindestens — io° C. so lange fortgesetzt, bis die übergehenden
Dämpfe eine Temperatur von 25 ° C. aufweisen. Hierauf werden 100 Teile des
Destillates mit 2 Teilen Natrium, welches zweckmäßig in Form von Draht oder Band
anzuwenden ist, versetzt und bei Tagestemperatur sich selbst überlassen. Nach kurzer Zeit
erfolgt die Abscheidung der Natriumverbindungen der Acetylenkohlenwasserstoffe in Form
eines weißen bis gelbbraunen Pulvers, welches sich leicht zu Boden setzt, worauf die Polymerisation
der übrigen Kohlenwasserstoffe beginnt und schließlich den Inhalt des Gefäßes in eine gallertartige Masse verwandelt. Sobald
keine weitere Verdickung der letzteren mehr erfolgt, verdünnt man das Ganze mit Benzol,
entfernt durch Dekantieren oder Filtrieren die Natriumverbindungen und fällt den Kautschuk
mit Alkohol aus der Benzollösung. Die Gegenwart von geringen Mengen Ammoniak beschleunigt
die Polymerisation.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung einer dem Kautschuk ähnlichen Substanz, darin bestehend, daß man eine bis 25 ° C. abgenommene Fraktion des Benzolvorlaufs oder eines ähnlichen, nach bekannten Methoden aus den Kokereigasen erhaltenen Produktes nach Entfernung des Schwefelkohlenstoffes mit Natrium allein oder in Gegenwart von Ammoniak in einer solchen Menge behandelt, daß diese die zur Überführung der Acetylenkohlenwasserstoffe in ihre Natriumverbindungen erforderliche Menge Alkalimetall übersteigt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE248178C true DE248178C (de) |
Family
ID=506914
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT248178D Active DE248178C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE248178C (de) |
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0
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