DE247990C - - Google Patents

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DE247990C
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hexamethylenetetramine
glycocholic acid
bile
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gallbladder
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/12Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains three hetero rings
    • C07D487/18Bridged systems

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    Nach überstandenem Typhus siedeln sich häufig in der menschlichen Gallenblase die Typhusbazillen an und bleiben darin, da die Galle ein vorzüglicher Nährboden für den Typhusbazillus ist, lange Zeit — oft monate- und jahrelang — am Leben. Mit der Galle gelangen die Krankheitserreger fortgesetzt in den Darm und von dort mit den Faeces nach außen, wo sie eine dauernde Gefahr für die
    ίο Umgebung des »Dauerausscheiders« bilden.
    Es ist nun bekannt, daß die Alkalisalze der sogenannten Gallensäuren vom menschlichen Organismus leicht resorbiert und fast quantitativ durch die Leber mit der Galle wieder ausgeschieden werden. Man bedient sich dieser Tatsache in der Medizin, um die Gallenmenge zu vermehren.
    Andererseits ist bekannt, daß das Hexamethylentetramin durch allmähliches Abspalten von Formaldehyd eine ausgesprochene bakterizide Wirkung besitzt, ohne aber das tierische Gewebe in gleicher Weise zu schädigen wie andere Desinfektionsmittel (s. Fränkel, Arzneimittelsynthese, 2. Aufl. [1906], S. 585).
    Es wurde nun gefunden, daß man durch Einwirkung von Hexamethylentetramin auf Glykocholsaure oder von Hexamethylentetraminsalzen auf die Alkalisalze der Glykocholsaure in wässeriger oder alkoholischer Lösung zu einem in Wasser löslichen Körper gelangt, der sich als glykocholsaures Hexamethylentetramin erwiesen hat.
    Bei innerlicher Darreichung dieses Körpers gelangt er im Darm zur Resorption und wird durch die Leber in die Gallenblase entleert, wo er keimtötende Wirkung entfaltet. Auf diese Weise gelingt es, eine infizierte Gallenblase zu sterilisieren und die Dauerausscheider unschädlich zu machen, was bisher nur auf operativem Wege möglich war.
    Beispiel.
    Glykocholsaures Hexamethylentetramin.
    Molekulare Mengen der beiden Komponenten werden in Alkohol gelöst und das Lösungsmittel im Vakuum verdunstet. Erhitzt man den zurückbleibenden Sirup im Exsikkator, so erstarrt er zu einer blasigen, feinblätterigen Masse, die sich ohne Schwierigkeit fein pulvern läßt und dann ein kristallinisches Aussehen hat. Die Verbindung ist spielend leicht löslich in Wasser und in Alkohol. Sie beginnt bei etwa 78 ° zu sintern und zersetzt sich (unscharf) bei 100 bis 103 °. Beim Behandeln mit Säuren wird das Salz zersetzt, und die Glykocholsaure fällt wieder aus.
    Man kann das glykocholsaure Hexamethylentetramin auch so darstellen, daß man ein Salz des Hexamethylentetramin^ mit einem Alkalisalz der Glykocholsaure in Wechselwirkung bringt.
    Paten τ-Α ν spruch:
    Verfahren zur Darstellung eines therapeütisch wertvollen Derivates des Hexamethylentetramins, darin bestehend, daß man Hexamethylentetramin auf Glykocholsaure oder Hexamethylentetraminsalze aut die Alkalisalze der Glykocholsaure in wässeriger oder alkoholischer Lösung einwirken läßt.
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