DE247181C - - Google Patents

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DE247181C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G8/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08G8/28Chemically modified polycondensates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08G8/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- te 247181 KLASSE Uq. GRUPPE
Dr. GUSTAV MAUTHNER in LEMBERG.
Verfahren zur Darstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Cellulose und Phenolen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. September 1909 ab.
Es ist bereits bekannt, lösliche und schmelzbare harzartige Produkte durch Kondensation von Zuckerarten mit Phenolen herzustellen (vgl. Hagers Pharmazeutisch-Technisches Manuale, 7. Aufl. 1903, S. 709 und Ber. 28 [1895], S. 24). Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren zur Herstellung sowohl löslicher und schmelzbarer als auch unlöslicher und unschmelzbarer Kondensationsprodukte aus Cellulose und Phenolen.
Es wurde nämlich gefunden, daß sich unter der Einwirkung von Mineralsäuren als Kondensationsmittel aus Cellulose und Phenolen neue, technisch verwertbare ' Kondensationsprodukte herstellen lassen.
Die Reaktion verläuft in verschiedenen Phasen, in denen sie bei geeigneter Führung auch unterbrochen werden kann und liefert demgemäß Produkte von verschiedenen Eigenschäften. Der Verlauf der Reaktion selbst wird beeinflußt durch Temperatur, Mengenverhältnisse der Komponenten und Menge des Kondensationsmittels. Als Kondensationsmittel können vorzugsweise Schwefelsäure und Salzsäure dienen. Die zuzusetzende Menge dieser Kondensationsmittel kann gering sein, doch verläuft die Reaktion mit steigendem Gehalt an Säuren rascher, unter Umständen sogar plötzlich, in welchem Falle sie allerdings sofort zum Endprodukt führt. Die Temperatur, bei welcher man die Kondensation bewirkt, ist abhängig von der Menge der Säure und von der Natur der gewünschten Produkte. Die beim Zusammenbringen der Komponenten unter dem Einfluß von Säure bereits in der Kälte, rascher in der Wärme beginnende Reaktion führt nämlich zunächst zur Bildung flüssiger Produkte, bei weiterem Fortschreiten der Reaktion verändern sich diese und gehen in knetbare plastische Massen über, die ihrerseits bei weiterem Erhitzen zu festen harzartigen Körpern erstarren. Je nach der Höhe der dabei angewendeten Temperatur und der Zeitdauer der Einwirkung entstehen dabei wieder schmelzbare oder unschmelzbare Körper.
Beispiel 1.
Zur Herstellung flüssiger Kondensationsprodukte trägt man in eine Mischung von 1 kg Phenol und 100 g Schwefelsäure allmählich 350 g Baumwolle oder Holzsägespäne ein und erwärmt auf eine Temperatur von 75 bis ioo°. Es erfolgt dann eine deutliche Reaktion, und beim Eingießen der Reaktionsmasse in Wasser erhält man eine im auffallenden Lichte schwarze, in dünnen Schichten grün durchscheinende viskose Flüssigkeit. Diese ist in Alkalien löslich, die alkalischen Lösungen schäumen, mit Wasser geschüttelt, seifenartig und können als Seife (Desinfektionsmittel) Verwendung finden. Durch Salze der ErdalkaH oder Schwermetalle werden sie gefällt.
Die flüssigen Kondensationprodukte haben die Eigenschaft, für sich weiter erhitzt bei 100 bis 1500 in plastischer und über 1500 erhitzt in feste, harte und je nach der Erhitzungsdauer mehr oder weniger oder gar nicht
Läger
schmelzbare harzartige Massen überzugehen. Die viskosen Flüssigkeiten selbst sind unlöslich in Wasser, löslich in Alkohol und werden aus dieser Lösung durch Wasser als grünliche Emulsion gefällt, die sich langsam absetzt und lackartig zusammenfließt. Die schmelzbaren festen Körper haben" muscheligen, schwarzglasglänzenden Bruch, sind unlöslich in Wasser, Kohlenwasserstoffen, Schwefelkohlenstoff, Chloroform und Terpentin, löslich in Alkohol, Phenol, Äther, Aceton und Eisessig und werden aus ihren alkoholischen Lösungen durch Wasser als rötlichbraune Niederschläge gefällt, die beim Aufkochen harzartig zusammenschmelzen. Die durch länger fortgesetztes Erhitzen entstandenen unschmelzbaren Körper sind auch in den genannten Lösungsmitteln mehr oder minder unlöslich.
Man kann aber zu den plastischen und festen Körpern auch gelangen, ohne zunächst die flüssigen darzustellen, indem man die Temperatur der Kondensation über ioo° steigert. .
Beispiel 2.
In ein heißes Gemisch von 1 kg Phenol und 100 g Schwefelsäure werden allmählich 350 g Baumwolle oder Holzsägespäne eingetragen und die Mischung während einiger Stunden auf 150 bis 2000 erhitzt. Das erhaltene Produkt schmilzt bei 75 bis ioo°. Es kann zur Herstellung von Lacken, Firnissen, zum Imprägnieren von porösen Materialien, ferner auch allein oder in geeigneten Mischun-
gen als plastische Masse Verwendung finden. Hierbei kann beispielsweise das Auftragen eines Lackes in dem flüssigen Zustande und die Erhärtung durch Erhitzen des Überzuges erfolgen, gleicherweise kann das Imprägnieren mit dem flüssigen oder mit dem geschmolzenen oder gelösten festen Produkt geschehen. Will man sofort feste, unlösliche und unschmelzbare Produkte herstellen, so braucht man die angegebene Temperatur nicht einzuhalten, - sondern kann sie auch höher steigen lassen. Auf 1200 für sich erhitzt, gehen sowohl die flüssigen als auch die plastischen Produkte rasch in harte schwarzglasglänzende Körper über.

Claims (2)

5° Patent-A NSprüche:
1. Verfahren zur Darstellung harzartiger Kondensationsprodukte aus Cellulose und Phenolen, dadurch gekennzeichnet, daß man Cellulose mit Phenolen in Gegenwart von Mineralsäuren als Kondensationsmittel erhitzt.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, darin bestehend, daß man die Reaktion nach der Bildung der zunächst entstehenden flüssigen oder nach der Bildung der plastischen Kondensationsprodukte unterbricht, die Reaktionsprodukte isoliert und die flüssigen Kondensationsprodukte in die plastischen oder festen bzw. die plastischen in die festen Kondensationsprodukte durch Erhitzen für sich überführt. ;
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1055517B (de) * 1955-11-12 1959-04-23 Universal Oil Prod Co Verfahren zur Herstellung von mehrwertigen Alkoholen durch Kondensation von Kohlenhydraten mit Oxyarylverbindungen
DE1205513B (de) * 1955-11-12 1965-11-25 Universal Oil Prod Co Verfahren zur Herstellung von Umsetzungs-produkten der Alginsaeure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1055517B (de) * 1955-11-12 1959-04-23 Universal Oil Prod Co Verfahren zur Herstellung von mehrwertigen Alkoholen durch Kondensation von Kohlenhydraten mit Oxyarylverbindungen
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