DE728640C - Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Massen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Massen

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DE728640C
DE728640C DEI57878D DEI0057878D DE728640C DE 728640 C DE728640 C DE 728640C DE I57878 D DEI57878 D DE I57878D DE I0057878 D DEI0057878 D DE I0057878D DE 728640 C DE728640 C DE 728640C
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Germany
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chlorination
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butadiene
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DEI57878D
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Dr Alfred Bloemer
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C19/00Chemical modification of rubber
    • C08C19/12Incorporating halogen atoms into the molecule
    • C08C19/14Incorporating halogen atoms into the molecule by reaction with halogens

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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von künstlichen Massen Naturkautschuk liefert bei der Chlorierung nach den üblichen Methoden ein in Aecton unlösliches Produkt. Ähnlich verhält sich der durch Polymerisation von a-Chlorbutadien-z - 3 erhältliche synthetische Kaut= schule.
  • Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun die Chlorierung von Natrium-- -oder Emulsionspolymerisaten des Butadiens oder von Mischungen des Butadiens- mit anderen polymerisierbaren Verbindungen, wie Stvrol, in Gegenwart solcher Lösungsmittel, welche sowohl das Ausgangsprodukt als auch das Endprodukt lösen. Geeignete- Lösungsmittel der genannten Art sind u. a. Chloroform, Äthylenchlorid und Chlorbenzol. Der bei der N aturkautschukchlorierung allgemein als Lösungsmittel verwendete Tetrachlorkohlenstoff ist dagegen ungeeignet, weil seich die aus den obenerwähnten Polymerisaten erhaltenen Chlorierungsprodukte darin nicht lösen. Die Chlorierungsprodukte gemäß Erfindung unterscheiden sich von den eingangs erwähnten vorbekannten Produkten dadurch, daß sie in Aceton löslich sind. Sie liefern darin hochkonzentrierte und doch noch verhältnismäßig dünnflüssige Lösungen und können daher Verwendungsgebieten zugängig gemacht werden, denen die v orbekannten Produkte nicht zugängig sind, z. B. für das Naßverspinnen. Die Chlorierungsprodukte sind ferner u. a. löslich in Chloroform, Äthylenchlorid, Chlorbenzol und aromatischen Kohlenwasserstoffen und -bieten auch sonst vielseitige technische Verwendungsmöglichkeiten, sei es zur Herstellung von Lacken oder Imprägnierungen, sei es zur Herstellung von geformten Artikeln. Sie sind verträglich mit Weichmachern der verschiedensten Art, z. B. mit Phthalsäureestern, wie Dibutylphthalat, ferner mit Trikresylphasphat oder chloriertem Diphenyl, außerdem mit natürlichen oder synthetischen Harzen, mit trocknenden oder nichttrocknenden ölen.
  • Da während der Chlorierung nach v orliegendein Verfahren im Gegensatz zu der bekannten Chlorierung von INTaturkautschuk die Produkte keinen starken Vislzositätsabfäl'l erleiden, so ist es bei geeigneter Wahl des Ausgangsmaterials leicht, Chlorierungsprodukte jeder gewünschten Viskosität herzustellen, u. a. auch hochviskose Produkte mit besonders wertvollen Eigenschaften.
  • Die bei der Chlorierung in Lösung anfallenden Chlorierungsprodukte können in der für die Isolierung für Chlorkautschuk üblichen Weise isoliert werden. Beispielsweise kann man die Lösungen in heißes Wasser eingeben, dessen Temperatur oberhalb des Siedepunktes des angewandten Lösungsmittels liegt; ferner ist es möglich, die Lösungen auf eine geheizte Walze aufzutragen. Die Chlorierungsprodukte können durch eine alkalische Behandlung, gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, von mechanisch anhaftendem bzw. lose gebundenem Chlor bzw. Chlorwasserstoff befreit werden. Durch Zugabe von Äthylenoxydderivaten, wie z. B. Phenoxypropenoxyd, kann den Produkten eine erhöhte bleibende Stabilität verliehen werden.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen mehr oder weniger polymerisierten Butadienkautschuk mit einem geeigneten Chlorkohlenwasserstoff zu verdünnen und dann mit Chlor zu behandeln, bis etwa i Mol der Substanz i bis- 2 Mol Chlor aufgenommen hat. Diese Ausführungen sind nur mit einem Wärmepolymerisationsprodukt eines Butadiens vereinbar. Lediglich bei der Wärrnepolymerisation kann der Polymerisationsgrad durch eine mehr oder minder lange Dauer des Verfahrens beeinflußt werden. Auch die Bemerkungen über Verdünnung deuten auf ein Wärmepolymerisat hin, da nach dem damaligen Stand der Technik als flüssige Butadienpolymerisate nur die Wärmepolymerisate bekannt waren. Schließlich ist in der Beschreibung der vorbekannten Arbeitsweise nichts über die Auswahl des Lösungsmittels ausgesagt. Die Chlorierung eines Wärmepolymerisates liefert im übrigen ein niedrig viscoses Produkt, welches sehr spröde und lacktechnisch uninteressant. ist. Es soll demgemäß nach den dortigen Angaben auch nicht als Lackgrundlage, sondern als Zusatzstoff zu anderen Lackbildnern oder Firnisstoffen Verwendung finden. Die gemäß vorliegendem Verfahren erhältlichen Chlorierungsprodukte stellen dagegen ein lacktechnisch wertvolles Produkt dar, welches denselben Anwendungsgebieten wie chlorierter Naturkautschuk zugeführt werden kann.
  • Beispiel i Eine Lösung von 2o kg eines durch Natriumpolymerisation von Butadien erhaltenen synthetischen Kautschuks in 30o kg Chloroform wird bei 2o bis 25° unter Rühren mit Chlor gesättigt. Nach Beendigung der Chlorierung wird das überschüssige Chlor durch kurzes Erhitzen zum Sieden oder durch Vakuumbehandlung in der Kälte entfernt. Die Ausfällung erfolgt in der bei der Chlorierung von Naturkautschuk üblichen Weise unter gleichzeitiger Stabilisierung entweder durch Einrühren der Lösung in Methylalkohol bei Gegenwart von Kaliumhydroxyd oder aber durch Ausgießen der Sodaemulsion auf strömendes heißes Wasser. Das- Produkt gleicht in seinem Aussehen und seinen Eigenschaften weitgehend dem chlorierten Naturkautschuk, ist aber im Gegensatz zu diesem nicht löslich in Tetrachlorkohlenstoff. In Aceton ist es leicht löslich und gibt in diesem Lösungsmittel hochkonzentrierte technisch wertvolle Lösungen.
  • Beispiel e 2o kg des Butadienpolymerisates gemäß Beispiel i werden in 25o kg Äthylenchlorid gelöst. Chlorierung der Lösung und Aufarbeitung erfolgen in der im Beispiel i angegebenen Weise und führen zum gleichen Produkt.
  • Beispiel 3 2o kg eines Emulsionsmischpolymerisates aus Butadien und Styrol (im Verhältnis 3 : 1) werden in q.oo kg Chloroform gelöst. Diese Lösung wird entsprechend den im Beispiel i enthaltenen Angaben chloriert und aufgearbeitet. Es wird dabei ein Produkt mit ähnlichen Eigenschaften erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von künstlichen Massen, dadurch gekennzeichnet, daß Natrium- oder Emulsionspolymerisate des Butadiens oder von Mischungen des Butadiens mit anderen polymerisierbaren Verbindungen, wie Styrol, in Gegenwart solcher Lösungsmittel mit Chlor behandelt werden, welche sowohl das Ausgangsprodukt als auch das Endprodukt lösen.
DEI57878D 1937-05-01 1937-05-01 Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Massen Expired DE728640C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2581927A (en) * 1949-04-14 1952-01-08 Firestone Tire & Rubber Co Chlorination of butadiene polymers and copolymers

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