DE241640C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Registriermaschine, bei der in bekannter Weise die Registrierung durch gelochte Karten erfolgt. Die Maschine eignet sich besonders zum Aufrechnen von Postanweisungen, Postschecks u. dgl.
Bei den bekannten Einrichtungen ähnlicher Art wurden bisher Kontakthebel o. dgl. verwendet, welche, sobald sie auf ein Loch der
ίο Karte stießen, einen Stromschluß herstellten, durch den ein Zählwerk in Tätigkeit gesetzt wurde.
Diese Einrichtungen haben den Übelstand, daß bei einem Versagen des Stromes bei dem einen oder anderen Kontakthebel falsche Registrierungen vorkommen können, ohne daß dieselben bemerkt werden. Die vorliegende Erfindung besteht darin, daß die Organe, welche durch die gelochte Karte hindurchtreten, nicht einen Stromschluß herstellen, sondern auf mechanischem Wege die Verstellung des Zählwerkes zwangläufig bewirken.
Zu diesem Zweck sind unterhalb der gelochten Registrierkarten verschiebbare, unter Federwirkung stehende Zahnstangen angeordnet, die bei der Rückkehr in ihre Normalstellung vermittels der durch die Kartenlocher in bekannter Weise hindurchgetretenen Organe zunächst aufgehalten werden, bis ein Addierwerk mit den Zahnstangen in Eingriff gebracht worden ist, worauf die durch .die Kartenlocher hindurchgetretenen Organe zurückbewegt werden und die Zahnstangen freigeben, die nunmehr bei ihrer ferneren Bewegung in die Normallage die Schaltung des Addierwerkes bewirken.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel, und zwar Fig. ι die Vorrichtung in der Seitenansicht, Fig. 2, 3 und 4 Einzelheiten.
Auf der Hauptantriebswelle 1, die mittels einer Handkurbel, eines Elektromotors o. dgl. angetrieben werden kann, ist eine Kurvenscheibe 2 angeordnet,.in deren Nut. 3 ein Hebel 4 eingreift, dessen oberes Ende mit einem Gleitstück 5 verbunden ist. Das Gleitstück 5 ist mit einer Querstange 6 versehen, die in Schlitze 7 nebeneinändergelagerter Zahnstangen 8 eingreift. Die Anzahl der Zahnstangen 8 richtet sich ganz nach der Anzahl der Mark- und Pfennigspalten, in welche die Zählkarte 9 eingeteilt ist. Über den Zahnstangen 8 ist ein Transportband 13 o. dgl. angeordnet, durch welches die Zählkarten der Maschine zugeführt werden. Zu diesem Zweck sind in demselben Aussparungen 14 vorgesehen, die zur Aufnahme der Karten 9 dienen. Die Maschine arbeitet folgendermaßen:
Ist eine Karte 9 unter den Rahmen 11 gelangt, so wird die Welle 1 in Drehung versetzt und dabei durch die Kurvenscheibe 2 der Hebel 4 mit seinem oberen Ende in der Richtung des Pfeiles 15 verstellt. Hierbei werden durch die Stange 6 des Gleitstückes 5 sämtliche Zahnstangen 8 gleichzeitig in der Richtung des Pfeiles 15 verstellt. Sind dieselben so weit nach rechts verschoben, daß die Aussparungen 10 unterhalb des Rahmens 11 sich befinden,
so wird der'Rahmen ii, der mit einer Rolle i6n in eine Kurvennut χηα einer Scheibe 17 eingreift, durch Verstellen der letzteren abwärts bewegt (Fig. 4). Dies hat zur Folge, daß die Stangen 12, welche mit ihrem Bund 18 gegen eine Platte 19 des Rahmens 11 anliegen, mit ihren unteren Enden auf die eingeschobene Registrierkarte zu liegen kommen.
An den Stellen, wo die Karte mit einem Loch versehen ist, treten die Stangen 12 mit ihren unteren Enden durch die Karte hindurch in die Aussparungen 10 der Zahnstangen 8. Sobald der Hebel 4 durch die Kurvenscheibe 2 in der entgegengesetzten Richtung des Pfeiles 15 bewegt wird, gehen die Zahnstangen, bei denen keine Stange 12 in die Aussparung 10 eingreift, unter dem Einfluß der Federn 20 wieder in ihre Normallage zurück. Die Zahnstangen jedoch, bei denen eine Stange 12 in die Aussparung 10 hineinragt, gehen nur so weit zurück, bis der Anschlag 21 gegen das untere Ende der Stange 12 angelaufen. ist. In dieser Lage verbleiben die Zahnstangen, bis durch die Kurvenscheibe 22 und Hebel 23 ein Addierwerk 24 mit den Zahnstangen 8 in Eingriff gebracht worden ist. Hierauf wird der Rahmen 11 nach oben bewegt, wobei durch die Platte 19 desselben die Stangen 12 gleichfalls nach oben bewegt werden, bis dieselben die Zählkarte freigeben. Sowie die Stangen aus den Aussparungen 10 herausbewegt sind, werden die Zahnstangen 8 unter dem Einfluß der Federn 20 in ihre Normallage zurückbewegt, wobei das mit den Verzahnungen 26 in Eingriff stehende Addierwerk dem zu registrierenden Betrage entsprechend verstellt wird.
Mit dem Addierwerk kann eine geeignete Druckvorrichtung verbunden sein.

Claims (1)

  1. 40 Patent-Anspruch:
    Registriermaschine, bei welcher die Registrierung durch gelochte Karten erfolgt, gekennzeichnet durch unterhalb der Registrierkarten verschiebbare, unter Federwirkung stehende Zahnstangen (8), die bei der Rückkehr in die Normalstellung vermittels der durch die Kartenlocher in bekannter Weise hindurchgetretenen Organe (12) zunächst aufgehalten werden, bis ein Addierwerk (24) mit den Zahnstangen in Eingriff gebracht worden ist, worauf die durch die Kartenlocher hindurchgetretenen Organe zurückbewegt werden und die Zahnstangen freigeben, die nunmehr bei ihrer ferneren Bewegung in die Normalstellung die Schaltung des Addierwerkes bewirken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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