DE239221C - - Google Patents

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DE239221C
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    • G—PHYSICS
    • G05—CONTROLLING; REGULATING
    • G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D23/00—Control of temperature
    • G05D23/01—Control of temperature without auxiliary power
    • G05D23/12—Control of temperature without auxiliary power with sensing element responsive to pressure or volume changes in a confined fluid

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36/. GRUPPE
ERNEST EUGENE GUILLERY in PARIS.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1910 ab.
• Der Erfindungsgegenstand beruht auf dem Prinzip der Ausdehnung einer Flüssigkeit, die in einer Rohrschlange innerhalb des Raumes vorhanden ist, dessen Temperatur geregelt werden soll, so daß beim Steigen der letzteren der Apparat auf ein Drosselventil wirkt, durch das der Durchtritt der Flüssigkeit oder des Dampfes mehr oder weniger gedrosselt wird, während bei fallender Temperatur das Ventil sich mehr oder weniger öffnet, um dem Wasser oder Dampf einen freieren Durchtritt zu gewähren. Der Apparat arbeitet dabei sehr genau und reagiert bereits auf Temperaturschwankungen von z. B.
V2 0 C, ermöglicht außerdem die genaue Einhaltung einer bestimmten Temperatur in einem Räume.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel im Schnitt und teilweise in Ansicht, und zwar in Verbindung mit dem Drosselventil dargestellt.
Das Gehäuse 1 ist mit einem Ein- und Auslaßstutzen für den durchtretenden Dampf oder die Flüssigkeit und einem Sitz für das Ventil 2 versehen, dessen Stange 3 mit einer Membran 4 verbunden ist. Letztere liegt in einem Gehäuse 5. Die Stange unterliegt der Wirkung einer Druckfeder 6, die das Ventil 2 ständig von seinem Sitz zu drücken sucht.
Das Gehäuse 5 ist durch einen Stutzen 7 und ein Rohr 8 mit dem Regler verbunden.
Der Regler ist auf einer Befestigungsplatte 9
angebracht und besteht zunächst aus zwei Hohlzylindern 10 und 11, die durch ein Rohr 12 verbunden sind. Der Zylinder 10 trägt zwei Stutzen 13, 14. In den Stutzen 13 mündet eine Druckluftleitung 13 α und, in den Stutzen 14 das zum Gehäuse 5 führende Rohr 8. Der an beiden Enden geschlossene Zylinder 10 hat in der Mitte einen Sitz 15 zur Aufnahme eines Ventils 16, dessen Stange 17 durch Stopfbuchsen des Zylinders geführt ist und unten ein wenig aus diesem herausragt. " . · .
Der andere ebenfalls an beiden Enden durch Stopfbuchsen geschlossene Zylinder 11 hat einen Sitz 18 zur Aufnahme eines Ventils 19, dessen durch die Stopfbuchsen geführte Stange ^ 20 unten ebenfalls ein wenig herausragt. Unter dem Sitz 18 hat der Zylinder 11 seitliehe Öffnungen 21 zur Verbindung mit der Außenluft. . . .
Die Enden der Stangen 17 und 20 stützen sich auf die , Enden eines wagerechten Hebels 22, der seinerseits in der Mitte sich nach oben gegen eine feste Schneide 23 anlegt. An den einen Hebelarm greift eine Feder 24 an.
Der Hebel 22 ruht auf einer Schneide 25, die ein wenig seitlich von der Schneide 23 liegt, und die Schneide 25 sitzt fest auf einer Büchse 26, die mittels einer Schraube 27 auf einer auf einen Zapfen 29 geschraubten Büchse 28 befestigt ist. Der Zapfen 29 bildet einen Teil einer Scheibe 30, mittels deren die Schraube 29 sich leicht drehen läßt. Die
Scheibe 30 ruht auf einem Kegel 31, der einen Teil einer Scheibe 32 bildet, die der Wirkung einer Druckfeder 33 unterliegt, welche beständig den Kegel 31 in Berührung mit der Scheibe 30 hält. Die Scheibe 33 trägt eine Stange 34, die in einer Büchse einer anderen Scheibe 35 geführt ist, auf die die Feder 33 wirkt. Die Scheibe 35 ist am Rande in einem Rohr 36 geführt.
Im Rohr 36 ist konzentrisch ein Faltenrohr 37 angeordnet, das zahlreiche übereinander liegende Wellenringe aufweist, die das Rohr unter der Wirkung eines inneren Druckes sehr dehnbar machen. Dieses Rohr sitzt oben fest an der Scheibe 35 und unten an einem Kern 38, der die Hülse 36 trägt. Der Kern hat eine Bohrung 39, an die ein Rohr
40 angeschlossen ist, das mit einem thermometrischen Rohre 41 verbunden ist.
Dieses Rohr 41 ist eins der wichtigsten Organe des Reglers. Es ist in zahlreiche Spiralwindungen gelegt, wie die punktierten Linien der Zeichnung andeuten, so daß die gesamte Länge des Rohres möglichst groß ist. Das einen sehr geringen Querschnitt aufweisende Rohr enthält eine Flüssigkeit von einem möglichst hohen Ausdehnungskoeffizienten.
Wie bereits oben angegeben ist, ist das Rohr 13" an einen Druckluftbehälter angeschlossen.
Wenn die Temperatur des Raumes steigt, so steigt auch die Temperutur des Rohres 41 und der in dieser enthaltenen Flüssigkeit, die sich dabei ausdehnt. Diese Ausdehnung hat eine Streckung des Rohres 37 zur Folge, wodurch die Scheibe 35 in der Hülse 36 sich hebt. Unter Vermittlung der Feder 33 und der Scheibe 32 wird die Bewegung auf die Scheibe 30 und die Schneide 25 übertragen, so daß der Hebel 22 schwingt. Der linke Hebelarm hebt die Stange 17 mit dem Ventil 16, während der rechte Arm die Stange 20 freigibt, so daß das Ventil 19 auf seinem Sitze ruht. Die durch das Rohr 13* zufließende Druckluft tritt unter das Ventil 16 in das Rohr 8 und in das Gehäuse 5 unter die Membran 4. Letztere hebt sich und hebt das Ventil 2 gegen seinen Sitz, um den Durchlaßkanal des Gehäuses 1 zu verschließen. Da der Dampf oder das Wasser jetzt nicht in die Heizkörper strömen kann, so sinkt die Temperatur in dem Räume, bis sie einen bestimmten Grad erreicht hat, worauf die Zusammenziehung der in dem Schlangenrohr
41 enthaltenen Flüssigkeit bewirkt, daß der Hebel 22 nicht mehr der Wirkung der Feder 24 unterworfen ist und eine entgegengesetzte Schwingung ausführt, so daß die Stange 17 frei wird und das Ventil 16 auf seinem Sitz 15 auf ruht, während die Stange 20 mit dem Ventil 19 angehoben wird. Die Verbindung mit dem Gehäuse 5 und der Leitung 13" ist jetzt durch das Ventil 16 unterbrochen, das Gehäuse 5 steht aber unten durch die Rohre 8 und 12, den Zylinder 11 und die Löcher 21 mit der Außenluft in Verbindung, so daß die Druckluft entweichen und die Membran mit dem Ventil sich unter Wirkung der Feder 6 senken kann. Das Heizmittel fließt nun von neuem in die Heizkörper des Raumes, worauf die Temperatur wieder steigt und dasselbe Spiel sich wiederholt, so daß die Temperatur stets in einem bestimmten Gleichgewicht gehalten wird.
Man kann mit dem Apparat auch die Einhaltung bestimmter Grade, z. B. 13,14, 15° C. erreichen. Hierzu ist nur die Drehung der Scheibe 30 erforderlich, die eine seitliche Gradeinteilung aufweist. Durch Drehung der Scheibe 30 entfernt oder nähert man sie infolge der Drehung der Schraube 29 in der Hülse 28, der Schneide 25, wodurch die Feder 33, die auf die Scheibe 35 wirkt, zusammengedrückt oder ausgedehnt wird. Wird die Feder 33 zusammengedrückt, so muß die Flüssigkeit sich weit mehr ausdehnen, um den Apparat in Tätigkeit zu setzen, und letzteres tritt dann nur bei einer höheren Temperatur ein. Erfolgt die Drehung der Scheibe in entgegengesetztem Sinne, so wird der Apparat für eine niedrigere Temperatur reguliert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbsttätiger Temperaturregler für Dampf- oder Warmwasserheizungen, bei dem das Heizventil durch einen mit Druckluft betriebenen Membranregler gesteuert wird und der Thermostat aus einem eine ausdehnbare Flüssigkeit enthaltenden Rohre besteht, das mit einem sich mit der Flüssigkeit ausdehnenden Faltenrohre verbunden ist, gekennzeichnet durch eine auf dem Faltenrohre angeordnete Scheibe (35), die unter Vermittlung einer einstellbaren Feder (33) auf einen zweiarmigen Hebel (22) wirkt, der zwei Ventile (16 und 19) steuert, von denen das eine (16) Druckluft zu dem Membranregler treten läßt, während der andere Arm des Hebels auf das zweite Ventil (19) wirkt, das das Membrangehäuse mit der Außenluft in Verbindung setzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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