<Desc/Clms Page number 1>
Relais zur Regelung des Druckes einer Steuernussigkeit.
Bei Regelung eines gewissen Zustandes, beispielsweise einer Geschwindigkeit, einer Temperatur, eines Druckes od. dgl. wird oft ein Regelorgan, beispielsweise ein in eine Rohrleitung eingesetztes Ventil von diesem Zustand beeinflusst. Dies kann entweder direkt oder indirekt geschehen.
In den meisten Fällen wird die indirekte Methode angewendet, wobei gewöhnlich die Anregung eines Stromkreises einer Druckflüssigkeit od. dgl. einen Steuerschieber od. dgl. beeinflusst, der seinerseits eine Druckflüssigkeit für einen Servomotor steuert. Für hohe Empfindlichkeit, wenn also sehr kleine Änderungen des Zustandes bereits das Regelorgan betätigen sollen, lässt man zuerst die Anregung durch Vermittlung eines Relais auf eine Druckflüssigkeit einwirken, welche den oben genannten Steuerschieber verstellt, um durch die geringe Anregung, welche für die Regelung zur Verfügrng steht. hinreichend grosse Kräfte für die Vertsellung des Steuerkolbens hervorzubringen.
Für die Übertragung der Anregung auf eine für die Umstellung des Regelorganes zweckentsprechende Kraft sind eine ganze Reihe verschiedener Relaiskonstruktionen vorgeschlagen worden. So ist es u. a. bekannt, ein in der Strömungsrichtung eines ausiliessenden Flüssigkeitsstrahles bewegliches Hemmungsorgan auf den Strahl einwirken zu lassen, ihn dadurch mehr oder minder zu hemmen und dadurch den Druck unter einer Membrane od. dgl. zu ändern. Durch die Bewegung der Membrane wird der Zu-und Abfluss der Steuerflüssigkeit zum Servomotor verändert. Hiebei wird jedoch der Druck des Strahles gegen das Hemmungsorgan nicht ausgeglichen und man sieht sich daher genötigt, sehr kleine Ausströmungsöffnungen anzuwenden.
Die Folge davon ist. dass diese sich leicht zusetzen und Betriebsstörungen entstehen. Infolge dieser kleinen Öffnungen ist es auch schwer, das Organ auf den Wert genau einzustellen, der konstant gehalten werden soll.
Für die Vermeidung dieser Betriebsstörungen ist es bei den Regelapparaten oben beschriebener Art wichtig, dass möglichst grosse Flüssigkeitsmengen dauernd durch das Relais durch oben genannteöffnungen strömen, damit nämlich kleine feste Bestandteile, wie Schmutz und Ausscheidungen der Flüssigkeit sich nicht festsetzen. Versucht man dies durch die früher bekannten Anordnungen zu erreichen, entstehen
EMI1.1
tragung der Anregungen betriebssicheren Apparat unter gleichzeitiger Erreichung einer grösseren Genauigkeit in der Regel zu erhalten.
Die Erfindung besteht darin. dass in dem Relais ein oder mehrere Öffnungen angeordnet sind. durch welche die Druckflüssigkeit frei ausströmt und vor welchen Öffnungen ein Drosselorgan beweglich ist in einer Richtung, die mit der Ausströmrichtung der Druckflüssigkeit einen Winkel bildet.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Ausführungsform eines hydraulisch wirkenden Regelappaiates. welcher zur Regelung des Druckes in einer Rohrleitung bestimmt ist. Fig. 2 und 3 zeigen Einzelheiten in grösserem Massstabe.
In Fig. 1 bezeichnet a das Relais, b einen mit einem Steuerschieber verbundenen, von einer Feder beeinflussten Kolben und c den Servomotor, welcher das Ventil d steuert. Es wird angenommen. dass der Druck in der Leitung e, in welche das Ventil d eingebaut ist. hinter dem Ventil konstant gehalten werden soll. Der Druck in e wird durch die Leitungen f auf die Membranen g übertragen.
In dem Relais a befindet sich ein mit Ausströmungsoffnungen versehenes Rohr h. Dieses Rohr ist mittels der Rohrleitung i mit dem Raum k unter dem Kolben b verbunden, welcher Raum seinerseits
<Desc/Clms Page number 2>
mittels des Rohres 1 mit der Drosselvorrichtung m mit dem Raum ? in Verbindung stf'ht. zu welchen) Raum n durch die Leitung o ständig Druckflüssigkeit strömt. Der Raum p steht mittels der Rohrleitung in Verbindung mit dem Se. vomotor c.
Sollte nun beispielsweise der Druck in der Leitung e hinter dem Ventil steigen, so beeinflusst dies. wie weiter unten unter Hinweis auf Fig. 2 und 3 gezeigt werden wird. den Abfluss de Flüssigkeit von Raum k, so dass dieser Abfluss vergrössert wird. Da die diesen Raum zugeführte Flüssigkeitsmenge durch die Drosselvorrichtung M begrenzt ist. wird der Druck in diesem Raum sinken. Unter Einwirkung der Feder r bewegt sich der Kolben b nach unten, wobei der Steuerschieber s die Verbindung zwischen dem Raum n und dem Ablauf t herstellt. Hiebei strömt die Druckflüssigkeit vom Servomotor c durch die Leitung q aus. so dass der Servomotor infolge des Druckes der Feder u das Ventil d schliesst.
Sollte der Druck in der Leitung e hinter dem Ventil aus irgend einem Grunde sinken. so entsteht
EMI2.1
steigen, so wird diese Drucksteigerung durch die Leitung f auf die Membranen q so ein, dass die Membranen die Stifte z und a ; gegeneinander verschieben.
Wenn nun diese Stifte im Verhältnis zueinander in der Längsrichtung des Hebelalmes ver- schoben werden, hat dies zur Folge, dass der Hebelarm das Drosselorgan 3 nach rechts führt, weshalb eine grössere Flüssigkeitsmenge durch die Öffnung v auszuströmen vermag. Dadurch wird der Druck im Raum ' sinken und das Ventil wird mehr oder weniger geschlossen werden.
Sollte der Druck in der Leitung e hinter dem Ventil dagegen aus irgendeiner Ursache sinken, so
EMI2.2
oben beschriebene Weise mehr oder weniger öffnet.
Das Drosselorgan 3 ist gabelförmig ausgebildet und umfasst das Rohr h. Durch diese Ausbildung wird der Druck der Flüssigkeit auf das Drosselorgan 3 ausbalanziert. Dieses ist zweckmässig so ausgebildet, dass es infolge des Druckes im Rohr h von den Anlageflächen etwas abfedert, wodurch ein leichter und reibungsfreier Gang erzielt wird. In vorliegender Ausführungsform ist der Hebelarm 2 vertikal wie ein Pendel aufgehängt. Natürlich ist dies nicht notwendig ; der Hebelarm : 2 kann auch auf andere Weise. beispielsweise horizontal, angeordnet werden. Er ist ausserdem federnd, in seiner Bewegungsrichtung
EMI2.3
gewissen Abstand von den Flächen des Rohres h einstellen.
Wird Öl als Druekflüssigkeit verwendet, so wird sich immer eine Ölschicht zwischen den Flächen des Rohres 11 und dem Drosselorgan 3 vorfinden. so dass das letztere sich in einer Ölschicht und also vollständig reibungslos bewegt.
Durch die beschriebene Anordnung wird für verhältnismässig kleine Drehungen des Hebelarmes 2 eine ziemlich grosse Veränderung der Ausströmungsöffnung erzielt, ohne dass der Druck der ausströmenden Flüssigkeit störend auf das Relais einwirkt, welches nahezu reibungslos arbeitet. Infolge der grossen Flüssigkeitsmengen. die ständig durch die Ausströmungsöffnungen v zu strömen vermögen werden alle kleinen Schmutzteilchen in den Ablauf 5 gespült und eine grosse Bettiebssicherheit erzielt.
EMI2.4
dem Austrittsquerschnitt der Druekflüssigkeit in dem Relais spielende Drosselorgan in einer Richtung beweglich ist, die mit der Ausströmungsrichtung der Flüssigkeit einen Winkel bildet.
EMI2.5