DE239091C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B7/00—Indigoid dyes
- C09B7/10—Bis-thionapthene indigos
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Indole Compounds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Durch Patent 237680 ist ein Verfahren zur Darstellung von Substitutionsprodukten des
Thioindigos durch Behandlung von substituierten 3-Oxy(i) thionäphtenen mit Oxydationsmitteln
geschützt.
Es wurde nun gefunden, daß die Alkyl-
oxyderivate des Thioindigos, welche den Alkyloxyrest
in Parastellurig zu dem Schwefelatom des Oxythionaphtenrings enthalten und folgender
Konstitution entsprechen:
OR
sich durch dunkle Töne auszeichnen.
Man kann die neuen Thioindigoderivate herstellen, indem man die aus 5-Alkyloxyphenyl
- 2 - thioglykol -1 - carbonsäuren erhältlichen 5-Alkyloxy - 3 - oxy (i)thionaphten - 2 - carbonsäuren
oder 5-Alkyloxy-3-oxy(i)thionaphtene
von der Formel
'iCHCOOH
3 /
0'
bzw.
CH0
mit Oxydationsmitteln behandelt.
Die vorerwähnten 5-Alkyloxy.pheny.i-2-thioglykol-1-carbonsäuren
kann man z. B. herstellen durch aufeinanderfolgende Acetylierung und Alkylierung der 2-Amino-5-oxybenzoesäure,
darauf folgende Verseifung der erhaltenen 2 - Acetylamino - 5 - alkyloxybenzoesäure
und Ersatz der Aminogruppe durch den Thioglykolsäurerest. Durch Alkalischmelze der 5 - Alkyloxyphenyl - 2 - thioglykol -1 - carbonsäuren
entstehen dann die 5-Alkyloxy-3-oxy-(i)thionaphten - 2 - carbonsäuren und aus diesen
durch Abspaltung von Kohlensäure die 5-Alkyloxy - 3 - oxy (1) thionaphtene.
Die 5 - Alkyloxy - 3 - oxy (i)thionaphtencarbonsäuren
und die 5-Alkyloxy-3-oxy(i)thionaphtene
liefern mit salpetriger Säure die 5-Alkyloxy - 2 - nitroso - 3 - oxy(i)thionaphtene, denen
folgende Konstitution zuzuschreiben ist:
2CNOH
Man kocht 15,3 Teile 2-Amino-5-oxybenzoesäure
mit 50 Teilen Eisessig 12 Stunden am Rückflußkühler, destilliert die Hälfte des
Eisessigs ab und versetzt mit wenig Wasser. Die 2-Acetylamino-5-oxybenzoesäure scheidet
sich ab. Durch Kristallisation aus Wasser kann sie rein erhalten werden. In heißem
Eisessig ist sie leicht löslich und scheidet sich
*) Frühere Zusatzpatente: 239089 und 239090.
in kleinen Kristallen ab, die nach vorhergehendem Sintern bei etwa 224 bis 2260 unter
Zersetzung schmelzen.
19,5 Teile der 2-Acetylamino-5-oxybenzoesäure werden in 20 Teilen Natronlauge von
400 Be. und 200 Teilen Wasser gelöst und unter Rühren 20 Teile Dimethylsulfat zugesetzt,
wobei Sorge getragen wird, daß die Flüssigkeit immer schwach alkalisch bleibt.
Nach mehrstündigem Rühren ist die Methylierung beendet. Um die Acetylgruppe abzuspalten,
gibt man 30 Teile Natronlauge von 400 Be. hinzu und kocht so lange, bis eine
Probe mit überschüssiger verdünnter Salzsäure keine bleibende Fällung mehr gibt. Nach dem
Erkalten säuert man an, gibt 20 Teile Salzsäure von 20° Be. hinzu und diazotiert mit
6,9 Teilen Nitrit. Die filtrierte Diazolösung läßt man bei etwa 20 bis 250 in eine Lösung
von 18 Teilen Kalmmxanthogenat und 30 Teilen Soda einlaufen und rührt bis zur Beendigung
der Stickstoffentwicklung. Hierauf gibt man 16 Teile chloressigsaures Natrium und 25 Teile
Natronlauge von 400 Be. hinzu und erhitzt zum Kochen. Nach 1 bis 2 Stunden läßt man
erkalten und scheidet die 5-Methoxyphenyl - 2 - thioglykol -1 - carbonsäure durch Zugabe
von Mineralsäure ab. Sie ist in heißem Wasser leichter löslich als in kaltem und auch löslich
in Alkohol, schwer löslich in Äther und Benzol, sie bildet flache, hellgelbe Prismen, welche
nach vorhergehendem Sintern bei 197 bis 1990
schmelzen.
Zur Darstellung der 5~Methoxy-3-oxy (1)-thionaphten-2-carbonsäure
werden 20 Teile 5 - Methoxyphenyl - 2 - thioglykol -1 - carbonsäure
mit einem Gemisch von 120 Teilen Ätznatron und 12 Teilen Wasser einige Zeit auf 180 bis
200° erhitzt. Die Schmelze wird gelb und allmählich bröckelig. Nach dem Erkalten
löst man in Wasser und fällt mit Mineralsäure die 5-Methoxy-3-oxy(i)thionaphten-2-carbonsäure
aus. Diese ist schwer löslich in Wasser, löslich in Alkohol, Acetaten und Alkalien
und liefert beim Behandeln mit Salzsäure und Nitrit eine in gelbroten Nadeln
kristallisierende Nitrosoverbindung, welche wenig von heißem Wasser gelöst wird. Äther
und Aceton lösen sie leicht, ebenso heißer Alkohol, sie schmilzt bei 208 bis 2090 unter
Zersetzung.
Beim Kochen mit verdünnten Säuren liefert die 5 - Methoxy - 3 - oxy (1) thionaphten - 2 - carbonsäure
das 5-Methoxy-3-oxy(i)thionaphten, welches mit Wasserdampf flüchtig ist und in
feinen gelblichen Nadeln kristallisiert. Es ist löslich in Äther mit violetter Fluoreszenz, löslich
in heißem Wasser und warmem Holzgeist, es schmilzt bei 102 bis 1040.
Zur Überführung in den Parbstoff werden 23 Teile 5-Methoxy-3-oxy(i)thionaphten-2-carbonsäure
oder 18 Teile 5-Methoxy-3-oxy(i)
thionaphten in schwach alkalischer Lösung mit einer Lösung von Ferricyankalium im Überschuß versetzt. Der Farbstoff scheidet
sich in violetten Flocken aus. Getrocknet bildet er ein dunkelviolettes Pulver, das sich
in Wasser gar nicht, in heißem Alkohol, Benzol, Eisessig und Chloroform mit violetter
Farbe, in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst. In alkalischem Hydrosulfit
löst er sich mit gelber Färbung zu einer Küpe, aus der Wolle und Baumwolle in dunkelviolettblauen
Nuancen gefärbt wird.
Als andere Oxydationsmittel kommen z. B. in Betracht: Eisenchlorid, Hypochlorit in neutraler
Lösung, Luft in Abwesenheit von freiem Alkali oder in ammoniakalischer Lösung bei
Gegenwart von Kupfersalzen, Chlorschwefel, Alkalipolysulfid.
Das in entsprechender Weise erhältliche 5 - Äthoxyderivat des Thioindigo zeigt eine
etwas blauere Nuance als das 5-Methoxyderivat.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Besondere Ausführungsform des durch Patent 237680 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Küpenfarbstoffen, darin bestehend, daß man die 5-Alkyloxy-3~ oxy (1) thionaphten - 2 - carbonsäuren oder 5 - Alkyloxy - 3 - oxy(i)thionaphtene mit Oxydationsmitteln behandelt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE239091C true DE239091C (de) |
Family
ID=498563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT239091D Active DE239091C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE239091C (de) |
-
0
- DE DENDAT239091D patent/DE239091C/de active Active
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