DE49149C - Verfahren zur Darstellung Beizen färbender Oxyketon - Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung Beizen färbender Oxyketon - Farbstoffe

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DE49149C
DE49149C DENDAT49149D DE49149DA DE49149C DE 49149 C DE49149 C DE 49149C DE NDAT49149 D DENDAT49149 D DE NDAT49149D DE 49149D A DE49149D A DE 49149DA DE 49149 C DE49149 C DE 49149C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B13/00Oxyketone dyes
    • C09B13/06Oxyketone dyes of the acetophenone series

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patenürt im Deutschen Reiche vom 24. April 1889 ab.
Die Farbstoffe, welche den Gegenstand der Erfindung bilden, sind Sauerstoffderivate des Aceto- oder Benzophenons bezw. deren Homologen und Substitutionsproducte.
Wesentlich für das Färbevermögen dieser Oxyketonfarbstoffe ist das Vorhandensein von mindestens zwei benachbarten Hydroxylen in ihrem aromatischen Rest.
>' Sauerstoffderivate der genannten Ketone sind bereis bekannt. Diese bekannten Verbindungen enthalten aber in ihrem aromatischen Rest mit wenigen Ausnahmen (Gallacetophenon, J. f. pr. Ch., 23, S. 147 und 538; Benzobrenzcatechin, Ann., 210, S. 262; Anhydropyrogallolketon, Ann., 209, S. 270) keine benachbarten Hydroxyle und sind nicht als Farbstoff beschrieben.
Die neuen Oxyketonderivate werden nach zwei Methoden erhalten:
1. durch Condensation von fetten oder aromatischen Carbonsäuren bezw. deren Substitutionsproducten mit Pyrogallol;
2. durch Condensation von Gallussäure oder Pyrogallolcarbonsäure mit anderweitigen Phenolen.
Als Condensationsmittel werden zweckmäfsig Schwefelsäure oder Chlorzink, auch Zinntetrachlorid angewendet.
I. Trioxybenzophenon (aus Benzoesäure und Pyrogallol). 50 kg Pyrogallol werden mit 50 kg Benzoesäure bei 145 ° verschmolzen und unter stetigem Rühren nach und nach 1 50 kg Chlorzink eingetragen. Nach etwa 3 Stunden ist die Farbstoffbildung beendet. Man erkennt das Ende der Reaction daran, dafs die Lösung der Schmelze in heifsem Wasser beim Erkalten, keine Blättchen von Benzoesäure, sondern feine hellgelbe Nadeln ausscheidet. Die Schmelze wird alsdann in 3000 1 kochenden Wassers gelöst, zweckmäfsig unter Zusatz von Thierkohle 2 Stunden lang gekocht und filtrirt. Aus der Lösung scheidet sich der Farbstoff in Form hellgelber Nadeln aus. Die Krystalle enthalten 1 Molecül Krystallwasser und schmelzen bei 137 bis 138°. Die zugehörige Acetylverbindung bildet weifse Tafeln, die bei 1 ig0 C. schmelzen.
Der Farbstoff löst sich schwer in kaltem, leichter in kochendem Wasser und ist leicht löslich in Alkohol, Aether, Aceton und Eisessig.
Seine Lösungen in Alkalien oder in concentrirter Schwefelsäure sind intensiv gelb gefärbt. In überschüssiger Natron- oder Kalilauge gelöst, zieht er begierig Sauerstoff aus der Luft an unter Bildung eines grünen Oxydationsproducts.
Auf mit Thonerde gebeizter Baumwolle färbt der Farbstoff goldgelbe Töne; bei Gegenwart von Kalksalzen spielt die Färbung mehr ins Orange. Der Chromlack ist braungelb, der Eisenlack dunkeloliv.
Der schönste gelbe Farblack wurde seither durch Aufdruck mit einer Mischung von essigsaurer Thonerde und Zinnsalz oder citronensaurem Zinn erhalten.
Diese gelben Färbungen stehen in Bezug auf Echtheit gegen Licht, Luft, Säure, Alkali und Seife denen des Alizarinroths nicht nach. Durch ihre Auffindung wird eine seither sehr empfundene Lücke in der Scala der Alizarinfarben ausgefüllt.
(2. Auflage, ausgegeben am 7. Januar 189g.)

Claims (1)

  1. Die nachstehend beschriebenen Farbstoffe werden in völlig gleicher Weise aus ihren Componenten erhalten.
    II. Trioxymonochlorbenzophenon (aus Pyrogallol und ρ-Chlorbenzoesäure). Feine Nädelchen vom Schmelzpunkt 154 bis 155°. Färbt wie I.
    III. Tetraoxybenzophenon (aus Pyrogallol und Salicylsäure) bildet grünlich gelbe Blättchen vom Schmelzpunkt 1020; liefert einen röthlicheren Thonerdelack als I.
    IV. Tetraoxybenzophenon (aus Pyrogallol und m - Oxy benzoesäure) bildet gelbe Nadeln vom Schmelzpunkt 13 3 ° und färbt wie I.
    V. Tetraoxybenzophenon (aus Pyrogallol und p-Oxybenzoesäure). Gelbliche Nadeln, welche bei 200° C. noch nicht schmelzen; färbt wie I.
    VI. Tetraoxyphenyltolylketon (aus Pyrogallol und m-Kresotinsäure). Lange gelbe Nadeln vom Schmelzpunkt 118 bis 1200; färbt wie III.
    VII. Pentaoxybenzophenon (aus Pyrogallol und ß-Resorcylsäure). Gelbliche Nadeln vom Schmelzpunkt 168 bis 1700; färbt wie I.
    VIII. Pentaoxybenzophenon (aus Gallussäure und Resorcin). Bräunliche Nadeln; Schmelzpunkt über 2000C; färbt grünlichgelb.
    IX. Hexaoxybenzophenon (aus Pyrogallol und Gallussäure). Lange seidenglänzende, schwach gelblich gefärbte Nadeln, die bei 270° noch nicht schmelzen; färbt auf Thonerdebeizen ein grünlicheres Gelb als I.
    Eine mit Natronlauge versetzte wässerige Lösung des Farbstoffes zieht begierig Sauerstoff aus der Luft an und färbt sich dabei dunkelbraun, während sie anfänglich rein gelb gefärbt war.
    X. Hexaoxybenzophenon ■ (aus Pyrogallol und Pyrogallolcarbonsäure). Lange gelbe Nadeln, die bei 2380C. schmelzen; färbt ähnlich wie IX. Die Lösung des Farbstoffes in wässeriger überschüssiger Natronlauge verändert sich nicht an der Luft, sondern behält ihre rein gelbe Farbe bei.
    XI. Trioxyäthylphenylketon (aus Pyrogallol und Propionsäure) krystallisirt in gelblichen Nadeln, welche nach dem Trocknen bei 75° C. den Schmelzpunkt 1270C. zeigen, während die lufttrockene Substanz bei 80° anfängt, Wasser zu verlieren und dann bei ca. i2o° schmilzt.
    Dieser, sowie die übrigen aus Pyrogallol und fetten Carbonsäuren erhaltenen Farbstoffe geben auf Thonerdebeizen weit grünere Nuancen und sind bedeutend weniger farbkräftig als die entsprechenden Verbindungen aromatischer Carbonsäuren.
    XII. Trioxy propy Ip'beny 1 k eto η (aus Pyrogallol und Normal-Bu(tersäure) krystallisirt in gelblichen Nadeln, die nach dem Trocknen den Schmelzpunkt ioo° C. zeigen, während die lufttrockene Substanz bei 70 ° anfängt Wasser zu verlieren und bei 76 bis 80° völlig schmilzt; färbt wie XI.
    XIII. Trioxybutyl phenyl keto η (aus Pyrogallol und Valeriansäure) krystallisirt in schwach gelblichen Nadeln vom Schmelzpunkt 1080C; färbt wie XI.
    Pa τ ε ν τ -A ν s ρ R υ c H:
    Verfahren zur Darstellung von beizenfärbenden Oxyketon - Farbstoffen (Sauerstorfderivaten des Aceto- oder Benzophenons bezw. deren Homologen und Substitutionsproducten), darin bestehend, dafs entweder Pyrogallol mit Propionsäure, Buttersäure, Valeriansäure, Benzoesäure, ρ-Chlorbenzoesäure, Salicylsäure, m-Oxybenzoesäure, p-Oxybenzoesäure, m-Kresotinsäure, ,8-Resorcylsäure, Gallussäure oder Pyrogallolcarbonsäure oder Resorcin mit Gallussäure zu gleichen Molecülen unter Anwendung von Condensationsmitteln (Chlorzink, Schwefelsäure, Tetrachlorzinn) durch Erhitzen condensirt werden.
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