DE235089C - - Google Patents
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- DE235089C DE235089C DENDAT235089D DE235089DA DE235089C DE 235089 C DE235089 C DE 235089C DE NDAT235089 D DENDAT235089 D DE NDAT235089D DE 235089D A DE235089D A DE 235089DA DE 235089 C DE235089 C DE 235089C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
- H02K23/40—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the arrangement of the magnet circuits
- H02K23/42—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the arrangement of the magnet circuits having split poles, i.e. zones for varying reluctance by gaps in poles or by poles with different spacing of the air gap
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- Power Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 235089 -KLASSE 2\d. GRUPPE
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom ■
20. März 1883
„ , -— für
14. Dezember 1900
14. Dezember 1900
Die Erfindung betrifft eine Anordnung der Polschuhe und der Erregerstromkreise von
Gleichstrommaschinen und Gleichstrommotoren, welche durch einfaches Verändern des
Erregerstromes bzw. eines Teiles desselben eine veränderliche Geschwindigkeit bei den
Elektromotoren bzw. eine veränderliche elektromotorische Kraft bei den elektrischen Maschinen,
und zwar ohne Funkenbildung am Stromabgeber erzielen läßt.
Es ist schon vorgeschlagen worden, zwei Polpaare von entgegengesetzter Polarität
unter verschiedenen Winkeln mit Bezug auf die Bürsten einer elektrischen Maschine anzuordnen,
wobei das eine Polpaar Reihenwicklung und das andere Polpaar Nebenschlußwicklung
besitzt.
Es ist auch schon bekannt, neben der Hauptmagnetwicklung noch eine zusätzliche Wicklung
auf demselben Pol wie die Hauptwicklung, und zwar in der Nähe der Polspitze bzw.
konzentrisch zu der Hauptwicklung anzuordnen.
Die Anordnung von zusätzlichen Hilfspolen hat aber den Nachteil, daß jeder dieser zusätzlichen
Pole seinen eigenen magnetischen Kraftstrom erzeugt, und daß folglich statt
eines ganz klar bestimmten Kraftstromes an einem einzigen Punkt es zwei gesonderte
Maxima gibt, zwischen denen ein Punkt liegt, bei dem die Bürstenstellung annähernd gut
und richtig, aber niemals vollkommen richtig ist, besonders wenn die Geschwindigkeit bzw.
die elektromotorische Kraft sehr veränderlich sind. .
Die Anordnung besonderer Wicklungen an
den Polspitzen oder konzentrisch zu dem eigentlichen Pol hat aber einen ganz anderen
Zweck als die vorliegende Erfindung und ist nicht imstande, die Funkenbildung an den
Bürsten bei schwachwerdendem magnetischen Feld zu verhüten.
Bei der vorliegenden Maschine werden die Magnetwicklungen übereinander so angeordnet,
daß ihre Achsen nicht zusammenfallen.
In den Zeichnungen zeigt die
Fig. ι zwei Wicklungen A und B1 wobei A
eine Nebenschlußwicklung und B eine Reihenwicklung darstellt.
Mit C D ist die Achse des magnetischen Kraftstromes bezeichnet, welcher erzeugt
wird, wenn nur die Wicklung A erregt wird.
Fließt aber Strom nur in der Wicklung B, so wird der hierdurch erzeugte magnetische
Kraftstrom die Achse E F haben.
Unter den Arbeitsbedingungen, bei welchen
die gegenseitigen Verhältnisse der Nebenschlußwicklungen und der Reihenwicklungen
sich mit der durch die Maschine fließenden Strommenge verändern, ist das Maximumfeid
zwischen den beiden Achsen C D und E F gelegen und verändert sich je nach der Stromstärke.
Die Fig. 2 zeigt, wie die Anordnung der Fig. ι an einer zweipoligen Maschine oder an
einem zweipoligen Motor angebracht werden kann, wobei jeder Pol aus drei Teilen U1 U1,
U2 bzw. V1 V1, V2 besteht, deren Wicklungen
a, c bzw. b, d denselben Querschnitt besitzen und sich kreuzen. Diese Anordnung ist jedoch
für den Fall nicht geeignet, in welchem die gewöhnlich als Motor arbeitende Maschine
zeitweilig auch als Dynamo laufen soll. Denn nimmt man, wie dies in gewissen Fällen vorkommt,
an, daß der Strom in einer der beiden Wicklungen in umgekehrter Richtung fließt und ein entgegengesetzt wirkendes magnetisches
Feld erzeugt, so erhellt aus der in der Fig. ι veranschaulichten Anordnung, daß sich
in den nicht übereinander liegenden Wicklungsteilen zwei Felder bilden werden, und daß
diese einander entgegengerichteten Felder die Neig'ung haben werden, ein resultierendes
Feld zu bilden, dessen Kraftlinien nicht in den Anker fließen. Bekanntlich müssen die
Bürsten bei einer Dynamomaschine hinter der neutralen Linie und bei einem Motor vor derselben
liegen, und diese Bedingung würde in diesem Falle nicht erfüllt sein.
In diesem Falle kann man dann die in der Fig. 3 veranschaulichte Anordnung benutzen,
bei welcher die beiden Wicklungen^ und B ungleiche Oberflächen besitzen und an einer
Seite übereinander liegen. Die Achsen p, q und s, t geben die Grenzen für die Verschiebung
der Achse des resultierenden Feldes an, wenn die Ströme in beiden Wicklungen gleich
gerichtet sind. Fließen die Ströme jedoch in entgegengesetzter Richtung, so hat die Achse
des resultierenden Feldes infolge dieser An-Ordnung das Bestreben, die Lage x, y zwischen
den linken Seiten der Spulen A und B anzunehmen. Wirkt beispielsweise die von
dem Strom in der Wicklung B erzeugte magnetische Kraft derjenigen der Wicklung A
entgegen, so kann es vorkommen, daß sich die Kräfte gleich werden. Infolge dieses Umstandes
ist dann in der ganzen Wicklung B und in dem darüber liegenden Teil der Wicklung
A ein magnetisches Feld nicht länger vorhanden, und das resultierende Feld beschränkt
sich auf den Teil der Wicklung A, welcher außerhalb der Spule B liegt. Die
letztere Anordnung ist in Fig. 4 in Verbindung mit einem zweipoligen Motor veranschaulicht,
welcher zeitweilig und, wenn erwünscht, auch als Dynamo arbeiten kann.
Anstatt eines Motors wollen wir uns zuerst mit einer elektrischen Maschine beschäftigen,
welche der in Fig. 4 veranschaulichten Anordnung entspricht. Der Jochring G trägt zwei
Pole, von denen jeder aus zwei Teilen besteht, wobei die Teile Ii und / den einen Pol und die ·
Teile / und K den anderen Pol bilden.
Das Erregersystem ist ein zusammengesetztes, indem die Wicklungen m, m und η, η ηο
den Nebenerregungskreis bilden, während die Wicklungen p, p und q, q in Reihe mit dem
Anker liegen. Die Bürsten haben eine derartige Stellung, daß die kurzgeschlossenen
Teile des Stromabgebers denjenigen Ankerwindungen entsprechen, welche von dem maximalen Kraftstrom durchquert werden.
Wird kein Strom von der elektrischen Maschine abgegeben, so folgt der maximale
Kraftstrom der Symmetrieachse der Pole, da alsdann der induzierende Kraftstrom nur
durch die Wicklungen m, m und η, η hervorgebracht
wird.
Wird aber Strom von der elektrischen Maschine an das Netz abgegeben, so wird von
den Reihenwicklungen p, p und q, q,. welche nicht dieselbe Achse wie die Nebenschlußwicklungen
besitzen, ein Kraftstrom erzeugt, der zu dem Kraftstrom der Nebenschlußerregung
hinzukommt. Alsdann nimmt der maximale Kraftstrom statt einer wagerechten Richtung eine geneigte Richtung an, welche
einen Winkel α mit ersterer bildet, wobei
a = f (I) ist, wenn / den vom Anker gelieferten Strom bedeutet.
Da anderseits der vom Anker selbst erzeugte Kraftstrom dahin wirkt, die Richtung
des induzierenden Kraftstromes um einen Winkel in einem zu der eben angeführten Richtung entgegengesetzten Sinne zu drehen,
so werden diese beiden Wirkungen sich gegenseitig aufheben, und die Bürsten werden
stets eine richtige Stellung am Stromabgeber innehalten.
Es muß die Anzahl der Amperewindungen der Reihenwicklungen derartig sein, daß diese
AVicklungen die gleiche Wirkung, aber in der entgegengesetzten Richtung wie die Amperewindungen
des Ankers ausüben. Diese Bedingung kann angenähert rechnungsmäßig erfüllt und nachher durch Versuche berichtigt
werden.
Betrachtet man jetzt statt einer elektrischen Maschine einen Motor mit derselben Anordnung
der Pole, wie in Fig. 4 veranschaulicht, so muß in diesem Falle der Motor sich in
einem der Drehung der Maschine entgegengesetzten Sinne drehen, weil die Rückwirkung
jetzt eine umgekehrte ist. Das Arbeiten des Motors in demselben Drehsinne wie die elek-Irische
Maschine, d.h. dem normalen Dreh-, sinne entgegengesetzt, ergibt immer noch
eine richtige Stellung der Bürsten. Bei dieser Anordnung subtrahiert sich aber das
Reihenfeld von dem Nebenschlußfeld, anstatt sich zu ihm zu addieren, und die Achse des
maximalen Kraftstromes entfernt sich von der Achse des Reihenkraftstromes, anstatt sich
ihr zu nähern. Dieser Arbeitszustand kann nicht als normal angesehen werden, weil er bei
geschwächtem Feld stattfindet. Er verläuft
ίο aber ohne Funkenbildung an den Bürsten und
kann ohne Gefahr angewandt werden.
Selbstverständlich können sämtliche beschriebenen Anordnungen auch bei vielpoligen
Maschinen Anwendung finden.
In dem besonderen Fall, wo die Maschine eine zusammengesetzte Wicklung hat, wird
der unveränderliche Stromkreis durch die Nebenschlußwicklung und der veränderliche
Stromkreis durch die Reihenwicklung gebildet.
Verlangt man aus besonderen Rücksichten eine elektrische Maschine bzw. einen Elektromotor
mit ausschließlicher Nebenschlußwicklung (s. Fig. 5), so wird jeder Pol mit zwei
unabhängigen Nebenschlußwicklungen ausgestattet, wobei deren Achsen räumlich gegeneinander
verschoben sind oder unter einem Winkel zueinander angeordnet werden: Die
resultierende Achse ist veränderlich, indem mittels eines Regelungswiderstandes die
Größe des Erregerstromes der einen Wicklung von Null bis zu einem Größtwert verändert
werden kann.
Eine elektrische Maschine bzw. ein Elektromotor, welcher ausschließlich Reihenwick-Jungen
besitzt (s. Fig. 6), erhält eine ähnliche Ausführungsform, indem die Windungszahl
der einen Reihenwicklung veränderbar gemacht wird;
Claims (3)
1. Anordnung zur Regelung und Funkenverhütung bei elektrischen Maschinen
mit ausgeprägten, zwei- öder mehrteiligen Polen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
verschiedenen Beeinflussungen unterliegende Erregerwicklungen auf den unterteilten
Polen so angeordnet sind, daß ihre Achsen nicht zusammenfallen, so daß die Linie des maximalen Kraftflusses innerhalb
jedes unterteilten Poles je nach den betreffenden Beeinflussungen sich mehr
oder weniger seitlich verschiebt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pole je in
drei Teile unterteilt und auf jedem unterteilten Pol zwei sich kreuzende Wicklungen
von gleichem oder ungleichem Querschnitt angeordnet sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2 für reine Nebenschluß- . und Reihenmaschinen,
dadurch gekennzeichnet, daß die eine der beiden gegeneinander versetzten
Erregerwicklungen mit Regelungsvorrichtungen zur Änderung ihrer Erregung versehen
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE235089C true DE235089C (de) |
Family
ID=494902
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT235089D Active DE235089C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE235089C (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1077771B (de) * | 1953-03-23 | 1960-03-17 | James Coulquhoun Macfarlane | Schweissgenerator |
| DE2749999A1 (de) * | 1976-11-10 | 1978-05-11 | Fujitsu Fanuc Ltd | Gleichstrommotor |
| FR2503480A1 (fr) * | 1981-04-07 | 1982-10-08 | Mac Innis Stirling | Moteur a courant continu a vitesse variable et procede de commande de la vitesse de ce moteur |
| EP0266672A3 (de) * | 1986-11-03 | 1989-05-31 | Hans Hermann Rottmerhusen | Reihenschluss-Permanentmagnet-Motor |
| WO1989006454A1 (fr) * | 1988-01-09 | 1989-07-13 | Hans Hermann Rottmerhusen | Moteur a collecteur |
| EP0475777A1 (de) * | 1990-09-14 | 1992-03-18 | Tai-Her Yang | Magnetische Schleifenwicklung mit verstellbarem Kommutationswinkel für Stromwendermotoren |
| DE19636519C1 (de) * | 1996-03-22 | 1997-12-11 | Hans Hermann Rottmerhusen | Reihenschlußmotor, insbesondere Universalmotor, mit einer Bremseinrichtung |
-
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