DE23401C - Zusammenkleb-Maschine für Rollen- und Bogenpapiere - Google Patents

Zusammenkleb-Maschine für Rollen- und Bogenpapiere

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Publication number
DE23401C
DE23401C DENDAT23401D DE23401DA DE23401C DE 23401 C DE23401 C DE 23401C DE NDAT23401 D DENDAT23401 D DE NDAT23401D DE 23401D A DE23401D A DE 23401DA DE 23401 C DE23401 C DE 23401C
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DE
Germany
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knife
paper
adhesive
rollers
lever
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Application number
DENDAT23401D
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English (en)
Original Assignee
J. MÜLLER in Schaff hausen (Schweiz)
Publication of DE23401C publication Critical patent/DE23401C/de
Active legal-status Critical Current

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  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE B4: Papiererzeugnisse,
Die Klebstoffauftragvorrichtung besteht zunächst aus den Auftragwalzen E1 En. . ., welche den Klebstoff an das Papier abgeben und gegen welche die mittelst Schrauben f verstellbaren Klebstoffregulirwalzen e1 e11·. . . gedrückt werden.
Durch die mit Hähnen versehenen Röhren g wird der Klebstoff aus einem gemeinschaftlichen oder aus einem zur Aufnahme verschiedener Klebstoffe bestimmten, mit Abtheilungen versehenen Kasten g1 zwischen die Walzen E1, E". . . und e' en'. . . geführt.
Um das seitliche Abfliefsen des Klebstoffes zu verhindern, sind auf Querstäben h bewegliche Stücke h1 angebracht, Fig. 8, welche, je nach der Breite des Papieres festgeschraubt, den Klebstoff begrenzen.
Um eine gleichmäfsig vertheilte Schicht des Klebstoffes zu erzielen, ist die Oberfläche der Walzen E1 E11. . . oder e1 en. . ., eventuell je nach der Papiergattung auch beide zusammen, ca. Y2 bis 2 mm tief rauh gemacht, was durch entsprechende Cannelirung, Gravirung oder auf sonst eine andere Weise, welche regelmäfsige kleine Vertiefungen ergiebt, erzielt wird.
Die Auftragwalzen E1Eu'... haben eine entsprechend gröfsere Umfangsgeschwindigkeit als die Zugwalze q, infolge dessen der Klebstoff auf das Papier aufgestrichen wird.
Das Papier selbst kann mittelst der Leitwalzen i . . ., welche regulirbar sind, einen gröfseren oder kleineren Theil der Auftragwalze berühren.
Der Antrieb der Auftragvorrichtung geschieht von den Antriebsscheiben k auf die Riemscheibe / und Zahnrad m, welches in die Zahnräder m1, die sich auf der Welle der Auftragwalzen befinden, greift, und zwar, je nachdem das Papier oberhalb oder unterhalb der Auftragwalzen durchgeführt wird, durch Riemenschränken und directen Eingriff in umgekehrter Richtung.
Die Klebstoffregulir- und Auftragwalzen sind unter sich durch Zahnräder η η1 verbunden. Soll z. B. die Mittellage auf beiden Seiten zugleich Klebstoffaufstrich erhalten, so wird der zweitunterste Auftragapparat EnI em um so viel gehoben, dafs das Papier unter die Auftragwalze En und über die Auftragwalze EUI geführt wird und solche theilweise berührt. Die Leitwalzen iIU und iIV werden ausgehoben. Die Regulirwalzen werden in diesem Falle nun auf die entgegengesetzte Seite, wie in der Zeichnung, durch punktirte Linien angegeben, gelagert.
Papier, das in der Mitte ohne Klebstoffaufstrich durchgeht, wird über die Leitwalzen iIU und iIV so geführt, dafs es keine der Auftragwalzen berührt.
Dünnes Papier wird zur Verhinderung von Längsfalten auf den gebogenen Flächen 0 0, die aus Blech bestehen und leicht ein- und ausgehoben/werden können, geleitet.
Pappdeckel, welche auf einer oder auf beiden Seiten zu bekleben sind, werden auf die Tischplatte / / zwischen die obere und untere Papierbahn geschoben, bis sie von diesen mitgenommen werden.
Nachdem die Papiere die Auftragwalzen passirt haben, vereinigen sich dieselben auf dem Cylinder q und gehen theilweise um die Cylinder q1 und q/f.
Das zusammengeführte Papier wird nun durch die Adhäsion von den drei Cylindern, die ihre Bewegung durch die Zahnräder r r erhalten, mitgenommen.
.Der Cylinder q kann indefs, je nach Bedarf, auch ohne Eingriff in das Getriebe durch das darübergehende Papier selbst gedreht werden.
Die Walze s, welche durch das auf dem Amu7 befindliche verschiebbare Gegengewicht sn ausbalancirt werden kann, hat nur den Zweck, das Papier leicht an den letzten Cylinder anzulegen, damit solches sicher mitgenommen und dem Schneideapparat zugeführt wird.
Papier, das nun zerschnitten werden soll, wird von hier dem Schneideapparat zugeführt, und zwar geht solches zuerst durch die beiden Walzen tt, deren unterste durch das Zahnrad t1 vom Zahnrad r eine gröfsere Geschwindigkeit als das durchgehende Papier erhält. .
Die andere Walze liegt nur mit ihrem Gewicht auf ersterer und wird durch ein entsprechendes Zahnrad tn mitgedreht, so dafs das zwischen den Walzen durchgehende Papier etwas angezogen wird.
Der Schneideapparat ist nun folgendermafsen construirt:
Fig. i, 2 und 3. Das unten feststehende Messer u ist an dem Querbalken u1 festgeschraubt, welch letzterer durch die Arme χ mit der Welle x1 fest verbunden ist.
Um jede Reibung zu vermeiden, ist die Welle x1 zwischen Spitzen gelagert, welche in den beweglichen Lagern y eingeschraubt und mit Gegenmuttern befestigt sind.
Die Bewegung des Messers w1 wird durch die unrunden Scheiben ζ ζ, welche auf die Achse A aufgekeilt sind, hervorgerufen.
An den beiden Enden des Querbalkens w, an welchen das obere Messer befestigt ist, sind in mit passenden Gewinden versehene Oeffnungen die Schrauben L eingeschraubt.
L1 L1 sind Schneckenrädchen, welche mittelst Schnecken L11 Lu die Schrauben L L heben oder senken, um die Fallhöhe des Messers w1 zu reguliren.
Da der Radius der schneckenhausförmigen Scheiben ζ ζ sich von rechts nach links allmälig vergröfsert, so werden bei Umdrehung dieser Scheiben die Schrauben L und mit diesen das aus den Armen x, der Achse x1 und dem Querbalken w mit dem an diesem befestigten Messer w! bestehende Gestell in die Höhe gedrückt.
Nachdem nun die Schrauben L den höchsten Punkt N der Scheibe ζ passirt haben, verlieren dieselben ihre Stütze und das aus vorbenannten Stücken bestehende Gestell fällt nun vermöge seiner eigenen Schwere zurück, wobei die Schneide des Messers w1 dicht an der Schneide des Messers u vorbeifährt und so das zwischen beiden Schneiden befindliche Papier zerschneidet.
Damit nun die Zuführung des Papieres nicht unterbrochen wird, fällt das Messer w1 bezw. Querbalken w auf die Federbuffer B B auf, welche auf beiden Seiten angebracht sind und durch deren Kraft das Messer sofort wieder emporgeschnellt wird.
Damit letzteres nun nicht bei dem Zurückfallen das Papier ganz oder theilweise zerschneiden kann, ist eine Fangvorrichtung angebracht, welche das Messer bei dem Niederfall aufhält.
Diese Vorrichtung besteht aus folgenden Theilen:
1. Fig. 5 und 6. Dem in Gestalt eines stampfen Winkels gebogenen Hebel C, welcher mit der Traverse ν durch das Gelenk J verbunden ist.
Die zweite Hälfte des unteren Schenkels dieses Hebels ist ungefähr doppelt' so breit als der übrige Theil desselben, wodurch ein Absatz bezw. eine Nase m gebildet wird.
Kurz oberhalb dieser Nase ist ein Ansatz G angebracht.
In die hintere Schmalseite des Hebels 'ist unten der Arm k eingeschraubt, gegen welchen von unten in der Richtung nach oben zu die Feder D einen Druck ausübt, durch welchen der vermöge des Gelenkes J hin- und herbewegliche Hebel C nach vorn zu gedrückt wird.
2. Einem zweiten Hebel G1, welcher mit dem Querbalken u1 durch ein Gelenk verbunden und von oben nach unten und umgekehrt hin- und herbeweglich ist.
Unter diesem Hebel G1 liegt die Feder F, welche den Hebel nach oben hin drückt.
An seinem vorderen Ende hat letzterer den Absatz bezw. die Nase GH, vor welche sich der Ansatz des Hebels C legt.
Beim Herunterfallen des Messers w1 tritt nun der Hebel C diesem hierbei nicht hindernd in den Weg, derselbe wird vielmehr durch den Hebel Gl in der Lage gehalten, wie dieselbe in Fig. 5 dargestellt ist.
Das zwischen den Messern befindliche Papier wird deshalb leicht durchschnitten.
Bei dem weiteren Herunterfallen des Messers wl werden nun durch die Enden des Querbalkens w die Hebel G1 heruntergedrückt, Fig. 6; hierdurch verliert der Ansatz G den Widerhalt und wird nun der Hebel C durch die Feder D nach vorn gedrückt. Sobald nun das Messer w1 bezw. das Gestell, an welchem dieses befestigt ist, nach dem Herunterfall durch die Buffer BB wieder in die Höhe geschnellt wird, tritt bei dem zweiten Niederfall des Messers die an dem Hebel C befindliche Nase H unter den Querbalken w bezw. einen Ansatz desselben und hindert auf diese Weise den weiteren Niederfall.
Wird das Messer durch die Scheiben ζ ζ wieder in die Höhe gehoben, so drücken die
Enden des Querbalkens w von unten gegen den oberen, schräg liegenden Schenkel des Hebels C und veranlassen hierdurch, dafs der Hebel C sich nach rückwärts bewegt, wobei der Ansatz G über den Hebel G1 hinweggleitet bis zu dem Absatz Gu.
Durch die Feder F wird der Hebel G1 fest angedrückt, so dafs sich der Ansatz G wieder fest an die Nase Gn legt.
Bei dem nächsten Niederfall des Messers ist nun der Hebel C auf diese Weise wieder festgestellt und hindert das freie Niederfallen desselben auf keine Weise.
Dasselbe Spiel wiederholt sich bei jeder Umdrehung der Scheiben ζ ζ.
Die abgeschnittenen Bogen werden auf Bändern, welche die Wellen J und K mit einander verbinden und durch den Seitenlauf Ku von der Scheibe K1 aus auf- oder abwärts weiter zum Abnehmen geleitet.
Die Fallhöhe des Messers kann durch Höheroder Tieferstellen der Schraube L regulirt werden.
Die Federbuffer B B, Fig. 7, bestehen aus je einer Hülse mit Boden und Loch für den Stift M".
Die äufsere Oberfläche der Hülse ist mit einem Gewinde versehen, mittelst welches dieselbe in die Traverse eingeschraubt und durch die Gegenmutter M1 festgehalten wird. In der Hülse befindet sich der bewegliche Stift M11, welcher von einer Spiralfeder umgeben ist, die mittelst Schraubenmuttern mehr oder weniger gespannt werden kann.
N ist eine Ausrückvorrichtung, durch welche das Zahnrad r ausgerückt und die Zugcylinder q . . . sammt dem Schneideapparat aufser Thätigkeit gesetzt werden können, was das Einführen des Papieres wesentlich erleichtert.
Mittelst der Kupplung ο wird der Schneideapparat allein abgestellt.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche: . .
    Bei Zusammenklebmaschinen für Bogen- und Rollenpapiere:
    τ. Die Klebstoffauftragvorrichtung, bestehend aus zwei Walzen E1 e1 E11 e11. . .,welchen der Klebstoff von oben zugeführt wird, ohne weitere Anwendung von Trögen oder Behältern.
  2. 2. Behufs Auftragens einer gleichmäfsigen Schicht des Klebstoffes die Herstellung einer gleichmäfsig rauhen oder . unebenen Oberfläche mit vielen, Y2 bis 2 mm tiefen Vertiefungen der Auftragwalzen E1 E11 . . . oder der Regulirwalzen e1 e11 . . . oder auch beide zugleich, was durch entsprechende Cannelirung, Gravirung oder auf andere Weise, welche regel- oder gleichmäfsige Vertiefungen ergiebt, erzielt wird, zum Zweck der Herstellung einer gleichmäfsigen Klebstoffschicht auf dem zu klebenden Papier.
  3. 3. Das Anbringen der Cylinder q q1 qi!, mittelst welcher das vereinigte Papier ohne Druck durch die Maschine gezogen bezw. geleitet wird, in Verbindung mit der Walze s, dem Hebel s1 und dem Gegengewicht S^.
  4. 4. An dem mit der Klebmaschine verbundenen Schneideapparat die Vorrichtung zum Auffangen des Messers w1, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt, durch einen Sperrhebel G1, der beim Heben des Messers w1 zurückgedrängt und so lange mittelst Hakens G zurückgehalten wird, bis das Messer wl frei gefallen, um dann sofort nach dem Aufschlagen auf die Buffer B B vorzutreten und dasselbe aufzufangen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT23401D Zusammenkleb-Maschine für Rollen- und Bogenpapiere Active DE23401C (de)

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DE (1) DE23401C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1279177B (de) * 1966-01-14 1968-10-03 Loewe Opta Gmbh Schaltungsanordnung zur Drehzahlregelung von Induktionsmotoren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1279177B (de) * 1966-01-14 1968-10-03 Loewe Opta Gmbh Schaltungsanordnung zur Drehzahlregelung von Induktionsmotoren

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