DE2325503C3 - Zwillingsdrosselklappe für die Vorlage von Verkokungsöfen - Google Patents
Zwillingsdrosselklappe für die Vorlage von VerkokungsöfenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zwillingsdrosselklappe zur
zweistufigen Druckregelung in der Vorlage von Verkokungsöfen.
Die durch die Steigrohre aus den Verkokungsofenkammern aufsteigenden Destillationsgase und -dämpfe
werden in einem in der Regel an der Maschinenseite sich über die ganze Länge der Koksofenbatterie
hinziehenden Sammelrohr, der Vorlage, aufgefangen und von etwa 6500C auf etwa 100°C gekühlt In der
Vorlage soll die dem jeweiligen Garungszustand unterschiedlich anfallende Gasmenge der einzelnen
Verkokungsofenkammern ausgeglichen, gekühlt und der größte Teil des darin enthaltenden Teeres
ausgeschieden werden.
Von wesentlicher Bedeutung für den einwandfreien Betrieb der Koksofenbatterie ist der in der Vorlage
herrschende Druck (Vorlagedruck). Bei dichten Kammerwänden und Koksofentüren wird die Absaugung des
Rohgases im allgemeinen bei einem geringen Überdruck in der Vorlage vor der Drosselklappe von etwa 3
bis 7 mm/WS durchgeführt Das Einhalten des für die Koksofenbatterie vorgeschriebenen Vorlagedrucks erfolgt
durch einen Regler, der eine am Anfang jeder Saugleitung befindliche Drosselklappe betätigt.
Da im allgemeinen das Rohgas mit einem Unterdruck bis zu etwa 100 mm/WS hinter der Drosselklappe in der
Hauptsaugleitung abgesaugt wird, ist es verständlich, daß bei dieser Druckdifferenz der größte Teil des
Saugleitungsquerschnitts durch ein feststehendes Blech fest abgesperrt werden kann und für die Regelung des
Vorlagedruckes im allgemeinen eine in diesem feststehenden Blech bewegliche relativ kleine Drosselklappe
ausreicht. Diese kleine Drosselklappe bedeckt nur etwa 15% des Saugleitungsquerschnitts. SS
Die Anforderungen, die an die Regelung des Vorlagedrucks gestellt werden, sind sehr hoch, da ein
geringer Überdruck von wenigen mm/WS möglichst schwankungsfrei über die ganze Garungszeit eingehalten
werden solL Diesen Anforderungen kann die bisher verwendete Drosselklappe nur in einem bestimmten
kleinen Regelbereich, etwa in der 45° -Stellung, gerecht werden. Nimmt jedoch die Rohgasmenge betriebsbedingt
ab, so daß die Drosselklappe annähernd in die Stellung »zu« fährt, ist eine schwankungsfreie Regelung
des Vorlagedrucks nicht mehr möglich. Der Vorlagedruck kann dann beispielsweise gegenüber einem
Überdruck von 3 mm/WS um ± 5 bis ± 7 mm/WS nach oben oder unten schwanken. Wird andererseits die
Rohgasmenge stark erhöht, beispielsweise beim Einsatz vorerhitzter Kokskohle in den Ofenkammern, reicht der
freie Querschnitt der bisher verwendeten Drosselklappen auch in der Stellung »offen« nicht aus, die
Rohgasmenge ohne eine Erhöhung des Vorlagedrucks die Vorlage passieren zu lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neuartige Drosselklappe zu schaffen, mit der die
rohgasmengenabhängige Regelung des Vorlagedrucks verbessert wird.
Diese Aufgabe wird bei einer Zwillingsdrosselklappe dadurch gelöst, daß sie aus den Drosselklappen 2 bzw. 3
besteht, die mittels der Betätigungshebel 4 bzw. 5 über die koaxialen Führungsrohre 9 bzw. 10 einzeln
verstellbar angeordnet sind, wobei der restliche Querschnitt der Saugleitung 1 durch ein feststehendes
Blech 6 abgedeckt ist
Mit der erfindungsgemäßen Zwillingsdrosselklappe ist es möglich, den Vorlagedruck auch dann auf den
vorgeschriebenen Überdruck zwischen 3 und 7 mm/WS schwankungsfrei zu regeln, wenn extrem unterschiedliche
Rohgasmengen in den Koksofenkammern frei werden. Besondere Vorteile bietet die Zwillingsdrosselklappe
bei einer Koksofenbatterie, die wechselnd auf vorerhitzte oder feuchte Kokskohle umgestellt werden
muß, da die beim Einsatz von vorerhitzter Kokskohle freiwerdende Rohgasmenge weit über die beim Betrieb
der Verkokungsöfen mit feuchter Kokskohle erreichte Rohgasmenge hinausgeht Weitere Vorteile ergeben
sich dort, wo aufgrund ungünstiger Saugverhältnisse,
beispielsweise an den Enden der Hauptsaugleitung einer Koksofenbatterie, das freiwerdende Rohgas nicht mehr
durch die kleine Drosselklappe abgesaugt werden kann.
Anhand der Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert:
F i g. 1 zeigt einen Querschnitt durch die Saugleitung mit einem Längsschnitt durch die Zwillingsdrosselklap-Pe,
F i g. 2 zeigt eine Aufsicht auf einen Betätigungshebel im Detail.
Der Querschnitt der Saugleitung 1 wird durch die Drosselklappen 2 bzw. 3 zusammen zu etwa 50 — 70%,
vorzugsweise 60% abgedeckt, wobei die Drosselklappe 2 etwa '/4 und die Drosselklappe 3 etwa 3A dieser Fläche
abdeckt Der restliche Querschnitt von etwa 30 — 50%, vorzugsweise 40%, wird von dem feststehenden Blech 6
abgedeckt. Die Form der Drosselklappe 2 kann dabei beliebig variiert werden. Beide Drosselklappen 2 bzw. 3
sind durch zwei koaxiale Führungsrohre 9 bzw. 10 beweglich angeordnet Bei der Druckregelung wird die
Drosselklappe 2 vom Betätigungshebel 4 und die Drosselklappe 3 vom Betätigungshebel 5 angetrieben,
wobei die Drosselklappe 3 in ihrer Stellung verändert wird, wenn die Drosselklappe 2 auch in der Stellung
»offen« nicht mehr ausreicht, um den Vorlagedruck konstant auf dem gewünschten Wert zu halten.
Die Regelung des Vorlagedrucks erfolgt beispielsweise derart, daß der Regler mittels des Betätigungsarmes 4
zunächst die Drosselklappe 2 aus der 45° -Stellung in die
Stellung »offen« fährt, wobei der elektrische Berührungskontakt 7 geschlossen wird. Hierdurch wird
mittels des Betätigungsarmes 5 die Drosselklappe 3 langsam aufgefahren. Dadurch fällt der Vorlagedruck,
so daß die Drosselklappe 2 mittels des Betätigungshebels 4 wieder in die 45°-Stellung zurückfährt und hierbei
den Berührungskontakt 7 wieder freigibt. Das hat zur Folge, daß die Drosselklappe 3 nicht weiter betätigt
wird, sondern in ihrer zu diesem Zeitpunkt eingenommenen
Position verharrt Die weitere Regelung des Vorlagedruckes erfolgt von nun ab, solange sich die
Gasmenge nicht wesentlich ändert, allein mit der Drosselklappe 2. Fällt der Druck beispielsweise gegen
Ende der Ganingszeit stark ab, so fährt zunächst die Drosselklappe 2 aus der 45° -Stellung i:i die Stellung
»zu«, wobei der elektrische Berührungskontakt 8 geschlossen wird. Hierdurch wird nun die Drosselklappe
3 mittels des Betätigungsannes 5 langsam zugefahren. Dadurch steigt der Vorlagedruck wieder an, so daß die
Drosselklappe 2 mittels des Betätigungshebels 4 wieder in die 45° -Stellung zurückfährt und hierbei den
Berührungskontakt 8 wieder freigibt Das hat wiederum zur Folge, daß die Drosselklappe 3 in ihrer Position bis
zur nächsten Druckänderung verharrt Auf diese Weise gelingt es, die Drosselklappe 2 immer im optimalen
Regelbereich in der 45° -Stellung zu halten.
Claims (2)
1. Zwiiiingsdrosselklappe zur zweistufigen Druckregelung
in der Vorlage von Verkokungsöfen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus den Drosselklappen (2) bzw. (3) besteht, die mittels der
Betätigungshebel (4) bzw. (5) Ober die koaxialen Führungsrohre (9) bzw. (10) einzeln verstellbar
angeordnet sind, wobei der restliche Querschnitt der
Saugleitung (1) durch ein feststehendes Blech (6) abgedeckt ist.
2. Zwillingsdrosselklappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselklappen (2)
und (3) zusammen etwa 50 bis 70%, vorzugsweise 60% des Querschnitts der Saugleitung (1) abdecken, >5
wobei die Drosselklappe (2) etwa V4 und die Drosselklappe (3) etwa 3Λ dieser Fläche abdeckt
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732325503 DE2325503C3 (de) | 1973-05-19 | Zwillingsdrosselklappe für die Vorlage von Verkokungsöfen | |
| FR7416884A FR2229754B1 (de) | 1973-05-19 | 1974-05-15 | |
| GB2151874A GB1415997A (en) | 1973-05-19 | 1974-05-15 | Twin butterfly valve |
| JP49054613A JPS5244561B2 (de) | 1973-05-19 | 1974-05-17 | |
| US05/471,729 US3957590A (en) | 1973-05-19 | 1974-05-20 | Valve arrangement for coke oven offtake conduits |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732325503 DE2325503C3 (de) | 1973-05-19 | Zwillingsdrosselklappe für die Vorlage von Verkokungsöfen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2325503A1 DE2325503A1 (de) | 1974-12-05 |
| DE2325503B2 DE2325503B2 (de) | 1977-06-23 |
| DE2325503C3 true DE2325503C3 (de) | 1978-02-09 |
Family
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