DE226964C - - Google Patents

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DE226964C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B1/00Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B1/22Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes specially adapted for knitting goods of particular configuration
    • D04B1/24Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes specially adapted for knitting goods of particular configuration wearing apparel
    • D04B1/28Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes specially adapted for knitting goods of particular configuration wearing apparel gloves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Gloves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Mi 226964 KLASSE 25 β. GRUPPE
auf Flachstrickmaschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1909 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen schlauchförmig gearbeiteten Fingerhandschuh, bei welchem sämtliche Finger nahtlos an das für die Hand erforderliche Stück angearbeitet sind.
Das Neue dieses Handschuhes gegenüber den bisher bekannten derartigen Handschuhen besteht darin, daß derselbe in umgedrehter Arbeitsrichtung als diese, d. h. von oben nach
ίο unten bzw. von den Fingerspitzen nach dem Handstück gearbeitet und der Daumen nicht innerhalb der unteren Handfläche, sondern seitlich an das Handstück, und zwar ebenfalls nahtlos angearbeitet ist. Hierdurch wird ermöglicht, sämtliche Finger gleichzeitig und somit den ganzen Handschuh in einem Zuge zu arbeiten, und ferner die Herstellung der einzelnen Handschuhe in einem fortlaufenden Bande zu bewirken.
Wollte man bei den bishef bekannten, von unten nach oben gearbeiteten Handschuhen den Daumen seitlich ansetzen, so müßte man dies entweder durch schrittweise Zunahme von Nadeln und Ausdecken von Maschen auf diese bewerkstelligen, wobei jedoch an den Ausdeckstellen die bekannten kleinen Ausdecköffnungen .entstehen würden, oder man müßte den Daumen nachträglich an den Handschuh anarbeiten, indem man seitlich ein Daumenloch läßt, dessen Kanten nachträglich auf die Nadeln der Strickmaschine aufgestoßen werden, um das Anarbeiten des Daumens zu ermöglichen. Aber in beiden dieser Fälle würden außerdem noch, wenn man die oberen Finger gleich-
zeitig arbeiten wollte, kleine Öffnungen zwisehen diesen entstehen, weil man vor Beginn derselben noch Nadeln zunehmen müßte, um die Finger weit genug zu bekommen.
Die Herstellungsweise des neuartigen Handschuhes würde z. B. folgende sein können:
Die Finger werden an der Spitze angefangen, und da dieselben verschiedene Länge besitzen, so beginnt man zunächst mit -dem längsten Finger 1 und arbeitet diesen als Warenschlauch mit einem Fadenführer von a bis b. Alsdann beginnt man den nächstgrößten Finger 2 mit einem zweiten Fadenführer und arbeitet diesen bis zur Linie c, woselbst mit dem dritten Finger (Zeigefinger) 3 begonnen, bis zur Linie d gearbeitet und von da ab auch mit dem kleinen Finger 4 angefangen wird, so daß nun zur Herstellung der vier Finger die erforderlichen vier Fadenführer in Tätigkeit sind, bis schließlich bei e der Daumen 5 mit einem fünften Fadenführer begonnen wird und alle fünf Finger gleichzeitig bis zur Linie / gestrickt werden. Jetzt treten bei Linie f die Fadenführer der oberen vier Finger (1 bis 4) außer Tätigkeit, während der fünfte Fadenführer den Daumen und ein sechster Fadenführer nun gleichzeitig den Warenschlauch, welcher das Handstück bildet, in der Breite x-x weiterarbeiten, und zwar beide bis zur Linie g, von welcher Stelle an der Daumen mit dem Handstück Verbindung bekommen soll. Von hier an bleibt nur der sechste Fadenführer für das Handstück in Tätigkeit, bildet aber einen Waren-

Claims (2)

schlauch in der Breite y-y, wobei unter Fortsetzung der begonnenen Maschenreihen der Daumen durch beständiges Einwärtsmindern nahtlos an die Hand angeschlossen wird. Schließlich wird von der Linie h aus das Handstück in der anfänglichen Breite x-x. auf bekannte Art mit dem gleichen Fadenführer bis an das Ende i fertiggestrickt. Wenn der fertige Handschuh von der Strickmaschine abgenommen worden ist, nimmt dessen Daumen die in Fig. 2 dargestellte Form an, weil seine Maschenstäbchen zufolge des • Minderns schräg zu denen der Handfläche laufen. Statt die Finger, ihrer entsprechenden Länge nach, ' zu verschiedenen Zeiten zu beginnen, kann man auch sämtliche Finger, einschließ-, lieh des Daumens, gleichzeitig anfangen. Hat man mit den nötigen fünf Fadenführern eine solche Länge der Finger erreicht, welche dem kürzesten Finger 4 entspricht, so wird der Fadenführer und die Stricknadeln für den kürzesten Finger außer Tätigkeit gesetzt, während die anderen Fadenführer, je nach der Fingerlänge, weiterarbeiten. Ist schließlich auch der längste, also Mittelfinger 1, fertig, so sind die Finger 1 bis 4 bis zur Linie f und der Daumen 5 bis zur Linie g hergestellt. Es ist daher mit dem sechsten Fadenführer alsdann das Handstück von f bis g zu arbeiten. Von der Linie g an findet die Fertigstellung des Handstückes und des Daumens in derselben Weise statt, als vorher angegeben worden ist. Um den nächstfolgenden Handschuh an den vorhergehenden anzuarbeiten, also in einem Bande fortzustricken, arbeitet man auf den zuletzt entstandenen Handschuh mittels eines Sonderfadens einige Trennreihen auf, die alsdann den Fingern des neu zu beginnenden nächsten Handschuhes als Anfang dienen und später zwecks Trennens der aneinanderhängenden Handschuhe wieder beseitigt werden. Pate ν τ-Ansprüche:
1. Schlauchförmig gearbeiteter Fingerhandschuh, dadurch gekennzeichnet, daß ■ derselbe von den Fingerspitzen nach dem Handstück gearbeitet und der Daumen in gleicher Arbeitsrichtung seitlich und nahtlos an die Hand angearbeitet ist.
2. Verfahren zur Herstellung von Handschuhen nach Anspruch 1 auf Flachstrickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger an ihrer Spitze beginnend gemeinsam mittels je eines Fadenführers bis zu ihrer Ansatzstelle (f bzw. g) des Handstückes, das Handstück und der· übrige mit letzterem in Verbindung zu bringende Teil (von g bis h) des Daumens aber mittels eines besonderen Fadenführers erzeugt werden, welcher zunächst in der Breite (x-x). des Handstückes arbeitet, . um den . zwischen den Ansatzstellen der oberen Finger und des Daumens liegenden Handteil (von f bis g) zu erzeugen, dann in der Breite (y-y) des Handstückes und des Daumens arbeitet, wobei der Daumen durch beständiges Einwärtsmindern nahtloss an die Hand angeschlossen wird, bis schließlich mit demselben Fadenführer der unterhalb des Daumens liegende Teil des Handstückes (von h bis i) in der anfänglichen Breite (x-x) gearbeitet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2441611A (en) * 1945-06-07 1948-05-18 Albert C Ackerman Seamless knit ambidextrous glove and method of making the same
DE102007063148A1 (de) * 2007-12-29 2009-07-02 Medi Gmbh & Co. Kg Nahtloses Kompressionsgestrick und Verfahren zu dessen Herstellung

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2441611A (en) * 1945-06-07 1948-05-18 Albert C Ackerman Seamless knit ambidextrous glove and method of making the same
DE102007063148A1 (de) * 2007-12-29 2009-07-02 Medi Gmbh & Co. Kg Nahtloses Kompressionsgestrick und Verfahren zu dessen Herstellung

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