DE223542C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE223542C DE223542C DENDAT223542D DE223542DA DE223542C DE 223542 C DE223542 C DE 223542C DE NDAT223542 D DENDAT223542 D DE NDAT223542D DE 223542D A DE223542D A DE 223542DA DE 223542 C DE223542 C DE 223542C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- subscriber station
- selector switch
- influenced
- subscriber
- relay
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
- H04Q3/00—Selecting arrangements
- H04Q3/42—Circuit arrangements for indirect selecting controlled by common circuits, e.g. register controller, marker
- H04Q3/52—Circuit arrangements for indirect selecting controlled by common circuits, e.g. register controller, marker using static devices in switching stages, e.g. electronic switching arrangements
- H04Q3/526—Optical switching systems
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Structure Of Telephone Exchanges (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 223542 KLASSE 21 a. GRUPPE
Schaltungsanordnung für selbsttätige Fernsprechämter.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für selbsttätige Vermittlungsämter und
besteht in der Hauptsache darin, daß zur Verbindung der rufenden mit der zu rufenden Teilnehmerstelle
irgendeine Form von Strahlungsenergie dient, wie Licht, Wärme, elektromagnetische
Wellen usw.
Zu diesem Zweck ist jeder Teilnehmerstelle im Amt ein Energiestrahlenerzeuger (Licht-
oder Wärmequelle, Erreger elektromagnetischer Wellen usw.) und ein entsprechender Energiestrahlenempfänger
(Selenzelle, Bolometer, Fritter usw.) zugeordnet, von denen der erstere von
seiner zugehörigen Teilnehmerstelle aus auf elektromagnetischem
Wege auf irgendeinen der für die anderen Teilnehmerstellen vorgesehenen Empfänger gerichtet sowie in der Stärke verändert
werden kann, während der letztere bei Beeinflussung durch irgendeinen Erzeuger zur
Wirkung auf einen ihm zugehörigen Ortsstromkreis kommt.
Dieser Ortsstromkreis ermöglicht dann die Sprechübertragung zwischen dem rufenden und
gerufenen Teilnehmer.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, bei welcher als Strahlungsenergie
Licht benutzt wird, das von einer elektrischen Glühlampe auf eine Selenzelle geworfen
wird. · .
A ist die rufende, B die gerufene Teilnehmerstelle und C das Amt. Da die Apparate auf den
Teilnehmerstellen sowie die zu letzteren gehörigen, auf dem Amt vorgesehenen Apparate
identisch sind, so sollen sie im folgenden mit den gleichen Bezugszeichen beschrieben werden,
jedoch mit dem Unterschied, daß die zu der gerufenen Teilnehmerstelle gehörigen einen Index
erhalten.
Jede Teilnehmerstelle ist mit dem Amt durch die beiden Leitungen 1, 2 verbunden und besitzt
einen Induktor a, einen Fernhörer b, ein Mikrophon c, einen Wecker d mit vorgeschaltetem
Kondensator, einen Hakenschalter f und zwei Tasten g1, g2, die zum Erden der Leitung 1
bzw. 2 dienen.
Die Teilnehmerleitungen 1, 2 sind auf dem Amt C j e an ein Relais i, j sowie über die Leitungen
21, 22 an einen Wahlschalter k angeschlossen.
Die Relais i, j liegen andererseits an den beiden Polen einer in der Mitte geerdeten Batterie
m. Alle übrigen Stromquellen oder Batterien sind der Einfachheit halber nur durch
ihre Pole angedeutet. Je nach Bedarf können sämtliche oder mehrere Stromquellen in üblicher
Weise zusammengefaßt werden. Die Relais i, j dienen zur Steuerung dreier Elektromagnete
n, 0, ft sowie des Stromkreises einer Selenzelle q, die mit einem Relais r in Reihe
liegt.
Die Elektromagnete η und 0 werden zur Drehung des in den Fig. 2 und 3 in größerem
Maßstabe dargestellten Strahlensenders benutzt. Die Quelle der Strahlungsenergie bildet
hier eine elektrische Glühlampe s, deren Lichtstrahlen durch eine Sammellinse parallel gerichtet
werden. Die Lampe s befindet sich in einem bis auf die Sammellinse lichtdicht geschlossenen
Behälter, der um eine wagerechte Achse s1 drehbar ist. Auf der Achse sitzt ein
Schaltrad s2, in welches die Klinke des Schaltmagneten η eingreift. Die Lampe s mit ihrem
Schaltmagneten η ist auf einer um eine senkrechte
Achse drehbaren Platte t angeordnet, die ebenfalls mit einer Verzahnung zum Eingriff
des Ankers des Elektromagneten ο versehen ist. Mit den Verzahnungen des Rades s2 und
der Platte t wirken ferner die Anker zweier in Reihe geschalteter Auslösemagneten u zusammen,
welche das Rad s2 bzw. die Platte t in derjenigen Stellung festhalten, in welche diese
ίο durch die Schaltmagnete η bzw. ο gedreht
worden sind. Zur Zurückführung des Lampengestelles und der Platte t in die Ruhelage dienen
Federn o. dgl., welche zur Wirkung kommen, sobald die Anker der Auslösungsmagnete u angezogen
werden.
Das von der Lampe s ausgesandte Strahlenbündel läßt sich also mittels des Elektromagneten
η um eine wagerechte und mittels des Elektromagneten 0 um eine senkrechte Achse
drehen. Die Schaltung der Elektromagnete η, ο und u ergibt sich ohne weiteres aus der Zeichnung.
Der Elektromagnet p besitzt zwei Wicklungen p1, p2 sowie zwei Anker p3, pi, von denen p3
in Reihe mit einem ständig umlaufenden Schalter ν liegt.
Der Wahlschalter k wird durch einen Elektromagneten
w bei jedem Ansprechen desselben um einen Schritt im Sinne des eingezeichneten
Pfeiles weitergedreht und in der jeweils eingenommenen Stellung durch einen Haltmagneten
χ festgestellt. Das Arbeiten der Elektromagnete w und χ wird durch drei Relais y, ζ
und e geregelt, von denen ζ und e zwei Wicklungen
haben. Das Relais ζ ist ferner so eingerichtet, daß es erheblich langsamer anspricht
als das Relais y, was durch ein an seinen Ankern angebrachtes Gewicht angedeutet ist. Die Verbindungsleitung
zwischen dem Elektromagneten w und dem Relais y ist über einen Widerstand
h geerdet.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende. Will der Teilnehmer A den Teilnehmer B,
dessen Nummer beispielsweise 93 sei, anrufen, so drückt er, bevor er den Fernhörer b von dem
Hakenschalter f abnimmt, zunächst neunmal auf die Taste g1 und schließt hierdurch jedesmal
den Stromkreis: m, i, 1, g1, Erde, m. Das Relais
i zieht also seine Anker i1 und i2 an. Der
Anker i1 schließt den Stromkreis: m, i1, 3, j2,
4, 0, 5, m. Der Elektromagnet 0 dreht also bei
jedem Niederdrücken der Taste g1 die Lampe s einen Schritt um ihre senkrechte Achse. Durch
das Ansprechen des Ankers i2 wird ferner jede gleichzeitige Einschaltung des Elektromagneten
η unmöglich gemacht, welche eintreten würde, wenn gleichzeitig mit der Taste g1 die
Taste g2 gedrückt würde. Nachdem neun Stromstöße über die Teilnehmerleitung 1 gesandt
worden sind, drückt der Teilnehmer A die Taste g2 dreimal und schließt dabei jedesmal
den Stromkreis: m, Erde, g2, 2, j, m. Das Relais
/ zieht seine beiden Anker j1 und j2 an,
die in ganz analoger Weise nun den Elektromagneten η einschalten und zugleich eine Erregung
des Elektromagneten 0 verhindern. Bei jedem Stromstoß dreht also der Elektromagnet
η jetzt die Lampe s einen Schritt um ihre wagerechte Achse.
Nun nimmt der Teilnehmer A den Fernhörer b von dem Hakenschalter f ab und schließt
dadurch den Stromkreis: m, i, 1, b, c, f, 2, j, m,
der während der ganzen Dauer des Gespräches aufrecht erhalten bleibt. Beide Relais i und j
sprechen an, jedoch die Elektromagnete η und 0 nicht, da sie j a wechselseitig durch die Anker i2
bzw. /2 abgeschaltet werden. An ihrer Stelle
wird vielmehr jetzt das Relais p erregt, und zwar auf dem Wege: m, i1, 3, j2, 6, p1, 7, *'2,
8, j1, m. Über den infolgedessen angezogenen
Anker p* des Relais p wird zunächst das Relais
y erregt, und zwar auf dem Wege: Pluspol, pi, 9, den in der Ruhelage befindlichen Arm k1
des Wahlschalters k, 10, zi, 11, y, h, Minuspol,
so daß das schnell ansprechende Relais y in Wirkung tritt.
Durch den Anker p3 wird ferner bei jeder Umdrehung
des Schalters ν folgender Stromkreis geschlossen: Pluspol, v, p3, s, w, 12, y1, Minuspol.
Der soeben angegebene Strom verläuft zum Teil von dem Elektromagneten w über den
Widerstand h zum Minuspol. Der Elektromagnet w ist jedoch derart eingerichtet, daß er
nur anspricht, d. h. den Wahlschalter k um einen Schritt weiterdreht, wenn er unmittelbar,
also über den Anker y1 mit dem Minuspol verbunden
wird.
Der zuletzt angegebene Strom bewirkt also, daß bei jeder Umdrehung des Schalters ν die
Lampe s einmal aufleuchtet und der Wahlschalter k um einen Schritt gedreht wird. Hierbei
bewegt sich der Arm k1 über eine Reihe von
Kontaktgruppen von je drei Kontakten.
Die entsprechenden Kontaktgruppen sämtlicher Wahlschalter des ganzen Amtes sind miteinander
vielfach geschaltet. Die äußersten beiden Kontakte jeder Gruppe und ihre Verbindungsleitungen
dienen zur Hin- und Rückleitung der Sprechströme, dagegen die innersten Kontakte für Prüf zwecke.
Der von dem rufenden Teilnehmer A abhängige Wahlschalter k bewegt nun seinen Schaltarm
k1 so lange, bis dieser auf eine freie Verbindungsleitung
trifft, was im nachstehenden noch eingehender dargelegt werden soll.
Zum Verständnis der Erfindung ist an dieser Stelle eine Beschreibung der Vorgänge einzuschalten,
welche sich in dem Leitungsnetz und der Apparatur abspielen, die zu der gerufenen
Teilnehmerstelle B gehören.
Es war oben beschrieben worden, wie die Lampe s zunächst um eine gewisse Zahl von
Schritten um ihre beiden Achsen gedreht und wie sie dann eingeschaltet wird. Durch letzteren
Vorgang wird die Selenzelle q' in Wirkung gesetzt.
Man hat sich die Einrichtung des Amtes etwa so zu denken, daß alle Lampen s in wagerechten
und senkrechten Streifen, z. B. wie die Felder eines Schachbrettes, in einer Wand untergebracht
sind. Dieser Wand steht eine zweite
ίο Wand gegenüber, welche die Selenzellen q in
ähnlicher Weise angeordnet enthält. Alle Lampen sind beispielsweise in der Ruhelage auf
das linke obere Feld der die Selenzellen enthaltenden Wand gerichtet. In diesem Feld ist
jedoch keine Selenzelle untergebracht. Durch die Magnete η und 0 wird also die Lampe
auf die zu der jeweils verlangten Teilnehmerstelle gehörige Selenzelle gerichtet. Erst nachdem
dies geschehen ist, fließt Strom durch die Lampe und bringt sie dann intermittierend zum
Aufleuchten. Bei jedem Aufleuchten der Lampe fallen ihre Strahlen also auf die Selenzelle q',
so daß deren Widerstand sehr stark verringert wird. Infolgedessen kommt nun folgender Strom
zustande: m', i1', 14, /, q', j1', m'. Das Relais
/ spricht an, und sein Anker schließt den Stromkreis der Wicklung p2' des Relais p'.
Letzteres zieht seine Anker p3' und pv an, jedoch
nicht dauernd, sondern nur bei jeder Be-Strahlung der Selenzelle q'. Durch das Anziehen
der Anker p3' und pv werden ganz
analoge Stromkreise geschlossen, wie durch die dauernd angezogenen Anker p3 und pi des Relais
p. Infolgedessen bewegt sich jetzt auch der Arm k1' des Wahlschalters k' synchron mit
dem Arm k1 des Wahlschalters k. Es ist jedoch
dabei im Auge zu behalten, daß die Bewegung des Wahlschalters k' von dem Aufleuchten
der Lampe s abhängt und mithin aufhört, sobald letzteres erlischt bzw. in ihre Ruhelage
zurückgedreht wird, was eintritt, sobald der Auslösemagnet u erregt wird.
Es sei jetzt wieder zur Beschreibung der Vorgänge
zurückgekehrt, welche sich auf der zu der rufenden Teilnehmerstelle A gehörigen
Hälfte des Amtes abspielen.
Es sei angenommen, daß die Kontaktgruppe, mit welcher der Kontaktarm k1 beim ersten
Schritt seiner Bewegung in Berührung kommt, bereits durch eine andere Verbindung, beispielsweise
zwischen den Wahlschaltern k" und k"', besetzt sei. Dann soll er also weiterlaufen,
oder mit anderen Worten soll der Fortschaltemagnet w weiter in dem hierfür erforderliehen
Maße erregt bleiben. Wie bereits angegeben, ist das der Fall, wenn auch das Relais y
erregt bleibt.
■ Beim ersten Schritt seiner Bewegung verläßt der Schaltarm k1 den an die Leitung 9 angeschlossenen
Kontakt, so daß das Relais y stromlos würde, wenn es nicht durch die Prüfleitung
der bereits bestehenden Sprechverbindung Strom erhielte. Dieser Strom wird ihm aber tatsächlich
zugeführt, und zwar über folgende Leitungen bzw. Apparate, welche zu dem Wahlschalter
k" bzw. k'" gehören: Pluspol, p4, 15, e1, den
angezogenen Anker z\ 10, k" bzw. k'", innerster
Kontakt von k, k1, 10, den nicht angezogenen
Anker zi, 11, y, h, Minuspol. Das Relais y und
damit auch der Fortschaltemagnet w bleiben also erregt und bewirken, daß bei jedem neuen
durch den Schäker υ hervorgerufenen Stromstoß
der Arm k1 um einen Schritt weitergedreht wird, bis er mit einer freien Kontaktgruppe in
Berührung komn;i Nun kann offenbar der soeben angegebene, Stromfluß nicht mehr zustande
kommen, und das Relais y wird stromlos. Sein Anker y1 legt sich infolgedessen an den mit
der Wicklung z1 verbundenen Kontakt, und es treten folgende Ströme auf: Pluspol, v, ps, s, w
(der aber nicht fortschaltet), 12, y1, 16, z1,
Minuspol. Das langsam wirkende Relais ζ spricht an, und durch, seinen Anker zl wird der
bereits beschriebene, zu Prüfzwecken dienende . Stromkreis geschlossen, indem der Schaltarm k1
über 10, ir4, e1, 15, pi dauernd an den Pluspol
angeschlossen wird. Durch den Anker z3 wird folgender Stromkreis geschlossen: Pluspol, p4·,
15, e1, z%, z'6, 17, u, Minuspol. Die Elektromagnete
u dienen nun, wie eingangs beschrieben, dazu, die in einer bestimmten Weise gerichtete
Lampe in ihre Ruhelage zurückzuführen, indem sie die Federn zur Wirkung kommen lassen,
welche an das Lampengestell und die Platte t (Fig. 2 und 3) angeschlossen sind. Die Lampe
kehrt also in ihre Ruhelage zurück, was ja auch angängig ist, da der Schaltarm des zu der
gerufenen Teilnehmerstelle gehörenden Wahlschalters sich inzwischen auf dieselbe Kontaktgruppe
eingestellt hat wie der Schaltarm des zu der rufenden Teilnehmerstelle gehörenden Wahlschalters.
Sobald der Schaltmagnet w zu arbeiten aufhört, sowie zwischen den einzelnen Schaltschritten
desselben würde der Arm jedes Wahlschalters von selbst in die Ruhelage zurückkehren.
Er wird jedoch hieran durch den Haltemagneten χ gehindert, der vom Ansprechen des Ankers pl
ab auf folgendem Wege erregt wird: Pluspol, p4·,
15, e1, x, Minuspol. Der zu der gerufenen Teilnehmerstelle
gehörende Haltemagnet χ' wird zwar auch auf dem soeben angegebenen Wege
erregt, jedoch natürlich nur dann, wenn 'der Anker pv angezogen ist, was aber nur intermittierend
der Fall ist. Es muß also noch dafür Sorge getragen werden, daß der Haltemagnet χ'
auch dann erregt bleibt, nachdem er das erste Mal auf dem beschriebenen Wege Strom erhalten
hat. Dieser Zweck wird durch das Relais e bzw. e' erfüllt. Wenn nämlich der erste
Stromstoß über die Wicklung e1' verläuft, so wird der Anker e3' angezogen und schließt in-
iolgedessen den Stromkreis: Pluspol, m', i1', 18,
e3', e2', x'', Minuspol. Die Folge dieses Stromflusses
ist also die Einschaltung der Haltewicklung c2' und damit auch die dauernde Erregung
des Haltemagneten x', trotzdem der Anker p¥
sich nur intermittierend gegen seinen Arbeitskontakt legt. Die beiden Teilnehmerstellen sind
nun miteinander verbunden, und zwar erhält der rufende Teilnehmer A hiervon beispielsweise dadurch
Kenntnis, daß er in seinem Fernhörer b kein Knacken mehr vernimmt, das ja sonst
während des Fortschreitens des Schaltarmes k1
auftreten wird. Der Teilnehmer A ruft nun den Teilnehmer B mittels des Induktors α an, so
daß der Wecker d' auf der Teilnehmerstelle B ertönt. Der Teilnehmer B nimmt seinen Fernhörer
von dem Hakenschalter ab, so daß die Relais i', f und damit auch p' erregt werden.
Die geteilte Batterie m bzw. m' liefert die
Mikrophonspeiseströme, und die Sprechströme verlaufen über 1, 21, k1, k1', 21/, 1', B, 2', 22',
k1', k1, 22, 2.
Ist das Gespräch beendet, so hängen die Teilnehmer ihre Fernhörer an die Hakenschalter,
so daß zunächst die Relais i, j und p stromlos werden und ihre Anker zurückfallen lassen.
Hierdurch wird weiter das Relais ζ und das Relais e abgeschaltet und infolgedessen schließlich
auch der Stromkreis des Haltemagneten χ unterbrochen, so daß die Arme der Wahlschalter
in ihre Ruhelage zurückkehren.
Das neue Fernsprechamt unterscheidet sich — ganz abgesehen von der Benutzung von Strahlenenergie
zwecks Herstellung der Sprechverbindungen — von den bisher bekannten selbsttätigen
Fernsprechämtern auch wesentlich durch die Art und Weise, wie die Wahlschalter benutzt
und verbunden werden. Bei den bekannten selbsttätigen Fernsprechämtern ist jeder
Kontaktsatz jedes Wahlschalters unmittelbar mit einer Teilnehmerstelle verbunden. Hat man
es also beispielsweise mit einem Amt von 1000 Teilnehmern zu tun, so muß jeder Wahlschalter
auch 1000 Kontaktsätze aufweisen, ferner liegt bei den bekannten selbsttätigen Fernsprechämtern
in jeder Sprechverbindung immer nur ein Wahlschalter. Gemäß der Erfindung
brauchen dagegen die Wahlschalter nur so viele Kontaktsätze zu enthalten, als gleichzeitig Gespräche
geführt werden. Bei einem Amt von 1000 Teilnehmern wird man also mit etwa 100
Kontaktsätzen an :edem Wahlschalter auskommen. Ferner liegen gemäß der Erfindung
in jeder Sprechverbindung immer zwei Wahlschalter.
Wie schon in der Einleitung bemerkt, ist die Erfindung nicht auf Strahlungsenergie in Form
von Licht beschränkt, für welche also eine Selenzelle als Empfänger dienen kann, man
kann vielmehr an Stelle des Lichtes auch elektromagnetische Wellen, Wärme und andere
Formen von Strahlungsenergie benutzen und muß dann dementsprechend den Sender und
Empfänger wählen.
Claims (4)
1. Schaltungsanordnung für selbsttätige Fernsprechämter, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Teilnehmerstelle im Amt ein Energiestrahlenerzeuger (Licht- oder Wärmequelle,
Erreger elektromagnetischer Wellen usw.) und ein entsprechender Energiestrahlenempfänger
(Selenzelle, Bolometer, Fritter usw.) zugeordnet ist, von denen der erstere von seiner zugehörigen Teilnehmerstelle aus
auf elektromagnetischem Wege auf irgendeinen der für die anderen Teilnehmerstellen
vorgesehenen Empfänger gerichtet sowie in der Stärke verändert werden kann, während
der letztere bei Beeinflussung durch irgendeinen Erzeuger zur Wirkung auf einen ihm
zugehörigen Ortsstromkreis kommt, der die Sprechübertragung zwischen dem rufenden
und dem gerufenen Teilnehmer ermöglicht.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der beeinflußte
Empfänger unter Vermittlung des zu ihm gehörigen Ortsstromkreises seine Teilnehmerstelle
über einen Wahlschalter an die erste freie von im Amt vorgesehenen
Hilfsleitungen gleichzeitig mit dem Eintreffen eines der Teilnehmerstelle des betreffenden
Erzeugers zugeordneten Wahlschalters auf dieser Leitung anschließt.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1. und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
von der rufenden Teilnehmerstelle beeinflußte Erzeuger in seiner Stärke in Übereinstimmung
mit einer zur elektromagnetischen Fortschaltung des Wahlschalters dieser Teilnehmerstelle dienenden Stromstoßgebung
verändert wird, so daß die Wahlschalter der rufenden und anzurufenden Teilnehmerstelle
in gleichem Schritt bewegt werden, wobei das Stillsetzen der beiden Schaltwerke auf der gleichzeitig gefundenen freien Leitung
in bekannter Weise von dem elektrischen Zustand einer Prüfleitung abhängig ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i Lind 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stromstöße zur Fortschaltung des Wahlschalters durch ein Relais vermittelt werden,
das sowohl anspricht, wenn auf der zugehörigen Teilnehmerstelle der Fernhörer vom Haken genommen, als auch wenn der
zugehörige Empfänger beeinflußt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE223542C true DE223542C (de) |
Family
ID=484353
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT223542D Active DE223542C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE223542C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1562261B1 (de) * | 1964-07-15 | 1970-11-05 | Richard V Relstaed | Schaltmatrix fuer eine selbsttaetige Schaltvorrichtung z.B. eine Selbstwaehlfernsprechanlage |
-
0
- DE DENDAT223542D patent/DE223542C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1562261B1 (de) * | 1964-07-15 | 1970-11-05 | Richard V Relstaed | Schaltmatrix fuer eine selbsttaetige Schaltvorrichtung z.B. eine Selbstwaehlfernsprechanlage |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE223542C (de) | ||
| DE577429C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und zweiadrigen Verbindungsleitungen | |
| DE441104C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen | |
| DE566201C (de) | Schaltungsanordnung fuer eine mit mehreren Abzweigstellen versehene Verbindungsleitung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen | |
| DE631986C (de) | Schaltungsanordnung fuer Selbstanschlussanlagen | |
| DE650346C (de) | Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige Fernsprechanlagen | |
| DE404177C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und Sprechwegen | |
| DE876372C (de) | Einkanal-Kombinations-Fernwirkanlage | |
| DE433595C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem Betrieb | |
| DE613334C (de) | Schaltungsanordnung zur Zaehlung von Verbindungen in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb | |
| DE153326C (de) | ||
| DE623437C (de) | ||
| DE583130C (de) | Schaltungsanordnung fuer symmetrische Stromstossgabe in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb | |
| DE522944C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen | |
| DE401228C (de) | Steuereinrichtung, insbesondere fuer Fernsprechanlagen, bei denen die Einstellbewegungen eines Stromstosssenders von einer Einstellvorrichtung gesteuert werden | |
| DE610104C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Haupt- und Untervermittlungsstellen | |
| DE401006C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb | |
| AT60301B (de) | Schaltung und Einrichtung zum selbsttätigen Anzeigen von Teilnehmernummern. | |
| DE596718C (de) | Schaltungsanordnung zur Herstellung von Gruppengespraechen in Fernsprechanlagen | |
| DE595576C (de) | Anordnung zum Zusammenschluss von mit verschiedenen Frequenzen arbeitenden, je aus mehreren Hochfrequenzstationen bestehenden Selbstanschluss-Hochfrequenz-Fernsprechanlagen | |
| DE503702C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb | |
| DE530578C (de) | Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige Fernsprechanlagen | |
| DE445263C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und Stromstossspeichern | |
| DE648582C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb | |
| DE445837C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit getrennten Einstell- und Sprechwegen |