DE2212907C3 - Fadenwächter für Greiferwebstuhle - Google Patents
Fadenwächter für GreiferwebstuhleInfo
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Description
Fig.3 einen Schnitt nach der Linie IH-IH in Fig.2
und
F i g, 4 den in F i g. 1 veranschaulichten Fadenwächter von unten gesehen.
In F i g. 1 bezeichnet ϊ ein Gewebe, welches in eine obere Fadenschar la und eine untere Fadenschar ib
Obergeht, die zwischen sich ein Fach bilden. Im Fach
läuft ein Greifer 2, der von der einen Seite des Geweberandes ?ur anderen geht und während, seiner
Bewegung von der rechten Seite in Fig. 1 nach der linken Seite einen Schußfaden 3 mitnimmt Am
Geweberand ist ein Breithalter 4 montiert, und in geringem Abstand vom Breithalter 4 und somit vom
Geweberand ist ein Fadiinwähler 5 vorgesehen. Der
Fadenwähler 5 besitzt mehrere schwenkbare Arme 6 für je einen Faden 3. Die Schußfäden 3 werden von einem
nicht gezeigten. Fadenvorrat herangeführt Wenn sich der Greifer 2 an der rechten Seite des Gewebes 1
befindet und einen Schußfaden ergreifen soll, so wird der betreffende Schußfaden durch Schwenkung seines
Armes 6 aus der in F i g. 1 gezeigten Lage im Uhrzeigersinn zu einer Greifstelle geführt
Zur Überwachung des mittels des Greifers 2 abgezogenen Schußfadens 3 ist am Breithalter 4 ein
Fadenwächter 7 vorgesehen. Nachdem der Greifer einen der Schußfäden 3 an der Greifstelle erfaßt hat,
wird der Arm 6 in die in F i g. 1 gezeigte Lage zurückgeschwenkt Der Eintrittspunkt des Schußfadens
ins Fach wird in an sich bekannter Weise von einem Steuerstift bestimmt, welcher in F i g. 1 zwar nicht
gezeigt ist, jedoch am Breithalter 4 schwenkbar montiert sein kann.
Die nähere Konstruktion des Fadenwächters 7 geht aus F i g. 2 und 3 hervor. Der eigentliche Signalgeber
besteht aus einem piezoelektrischen Kristall 8, welcher in einem Körper 9 aus porösem Werkstoff, vorzugsweise
Porengummi, eingebettet ist Der Kristall 8 kann zweckdienlicherweise stabförmig mit rechteckigem
Querschnitt sein und die Abmessungen 15 χ 2 χ 1 mm haben. An die Enden des Kristalls 8 sind zwei elektrische
Leiter 10 und Il angeschlossen, welche in Form eines Kabels 12 angeordnet sind. Die Leiter 10 und 11 sind
ihrerseits an eine elektronische Vorrichtung angeschlossen, welche einen Fadenbruch anzeigt und registriert
und/oder den Webstuhl bei Fadenbnich in bei herkömmlichen Schußfadenwächtern an sich bekannter
Weise abstellt Der Körper 9 mit dem piezoelektrischen Kristall 8 ist zwischen zwei Scheiben 13 und 14 befestigt,
welche ihrerseits auf einer Achse 15 vorgesehen sind. Die eine Scheibe 14 besitzt einen Vorsprung 16, welcher
eine Aussparung bildet Wie aus F i g. 3 hervorgeht, ist
eine weitere Scheibe 17 vorgesehen, dit.- ebenfalls auf der Achse 15 montiert und nahe dem Geweberand
angebracht ist Der oben erwähnte Fadensteuerstift 18 soll sich in der in Fig.4 gezeigten, ungefähren Lage
zwischen den Scheiben 14 und 17 befinden. Tut er dies nicht, so wird der Faden 3 nicht mit dem Kristall in
Berührung geraten, so daß kein Signal erzeugt wird und der Betrieb des Webstuhles somit abgestellt wird, falls
der Schußfaden 3 nicht der korrekten Bahn folgt
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Fadenwächter für Greiferwebstühle mit einem zwischen der Schußfadenauswählvorrichtung und
dem Geweberand angeordneten und den Schußfaden überwachenden Signalgeber, der an eine
Vorrichtung zum Abstellen des Greiferwebstuhls angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Signalgeber (7) einen in porösem elastischem Werkstoff (9) eingefaßten, den Schußfaden
unmittelbar berührenden piezoelektrischen Kristall (8) enthält, dessen Berührungsfläche sich
quer zur Fadenabzugsrichtung erstreckt, und daß der poröse elastische Werkstoff (9) zwischen zwei
zueinander parallelen Scheiben (13,14) befestigt ist,
die mit einer Aussparung zur Fadenführung entlang der Berührungsfläche des Kristalls (8) versehen sind.
2. Fadenwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der piezoelektrische Kristall (8)
stabförmig ist, die ungefähren .Abmessungen
15 χ 2 χ 1 mm hat und in einem in Porengummi eingefaßten keramischen Körper eingebettet ist.
Die Erfindung betrifft einen Fadenwächter für Greiferwebstühle mit einem zwischen der Schußfadentuswählvorrichtung
und dem Geweberand angeordneten und den Schußfaden überwachenden Signalgeber,
der an eine Vorrichtung zum Abstellen des Greiferwebituhls angeschlossen ist
Aus der US-PS 31 58 182 ist ein derartiger, in einem
Greiferwebstuhl zwischen der SchuJfadenauswählvorrichtung
und dem Geweberand angeordneter, elektromechanischer Fadenwächter bekannt, dessen Signalgeber
als Schalter ausgebildet ist, der durch die Fadenspannung des Schußfadens über einen hakenförmigen
Schalthebel entgegen einer Federkraft in geöffneter Stellung gehalten werden kann. Der
Webstuhl wird abgeschaltet, wenn der Schalter bei fehlender Fadenspannung zu bestimmten, festgelegten
Zeilen geschlossen ist. Der bekannte Fadenwächter erzeugt jedoch eine zusätzliche unerwünschte Spannung
im Schußfaden. Außerdem wird der Fadenwächter bei einer Unterbrechung der Zuführungsleitungen
unwirksam, da der Signalgeberstromkreis unabhängig vom Zustand des Schalters geöffnet bleibt und somit der
Webstuhl durch den Fadenwächter nicht abgeschaltet wird.
Fadenwächter, weiche unter anderem zur Vermeidung dieser Nachteile piezoelektrische Kristalle als
Signalgeber verwenden, sind bereits bekannt (DE-AS 15 35 398). Dort ist ein stäbchenförmiger, piezoelektrische)
Kristall mit seinem einen Ende in einem Kristallhalter fest eingespannt und an seinem anderen
Ende mit einem eine längliche Führungsrinne aufweilenden Fadentaster verbunden. Der Fadentaster des auf
Biegung beanspruchten piezoelektrischen Kristalls ist in einem Abstand von dem KristaÜhalter derart angeordnet,
daß der Schußfaden rechtwinklig zum stäbchcnförmigen
Kristall verläuft, wobei wegen der geringen seitlichen Ausdehnung des Fadentasters die Gefahr
besteht, daß der Schußfaden aus der Führungsrinne herausspringt und sich um den freistehenden Kristall
herumlegt und diesen beschädigt oder aus seinem Halter herausreißt
Ein weiterer Fadenwächter mit einem an beiden Enden eingespannten, stäbchenförmigen, piezoelektrischen
Kristall ist aus der US-PS 34 67 149 bekanntgeworden. Dieser Fadenwächter ist für eine Webmaschine
mit Schußeintrag durch Schützenschlag vorgesehen und befindet sich in dem Schützensarg des
Webschützen zwischen der Schußspule und der Fadenführung. Beim Eintragen des Schußfadans streicht
dieser über einen als Fühlerclement ausgebildeten und
an einem Grundteil befestigten Draht Die beim Anstreichen des Fühlerelementes hervorgerufenen
Schwingungen werden über ein Koppelelement auf den Mittelteil des endseitig mittels Halterungen an dem
Grundteil befestigten piezoelektrischen Krista'Ies übert-agen.
Der Grundteil ist zum Schutz von in ihm enthaltenen elektronischen Bauteilen gegen die beim
Schützenschlag auftretenden, starken Beschleunigungskräfte und die in dem Webschützen auftr2tenden
Vibrationen mittels einer Gummihalterung in dem Schützensarg befestigt Auch dort kann jedoch der
freiliegend angeordnete, piezoelektrische Kristall durch den Schußfaden beschädigt oder aus seiner Halterung
herausgerissen werden.
Bei einem anderen aus der CH-PS 4 79 478 bekanntgewordenen Fadenwächter ist als Signalgeber ein
rechteckiges Blättchen aus Oxidkeramik vorgesehen, das gegen Beschädigungen durch den Schußfaden
geschützt in einem quaderförmigen Gehäuse mit zwei Seitenwänden und seitlichen Deckplatten angeordnet
ist, wobei in jeder Deckplatte eine Fadenführung vorgesehen ist Der Innenraum des Gehäuses ist so mit
einer Füllmasse ausgegossen, daß das quaderförmige Gehäuse eine bis zu dem Blättchen reichende
Führungsrinne erhält Nachteilig ist dort daß nur Schußfäden überwacht werden können, die elektrische
Ladungen tragen bzw. auf denen vor dem Abtasten elektrische Ladungen erzeugt worden sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Fadenwächter für Greiferwebrtühle der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß dessen Signalgeber keine zusätzlichen Spannungen auf dem Schußfaden
erzeugt und durch diesen auch nicht beschädigt werden kann. Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch
1 angegebene Erfindung gelöst
Durch die Verwendung eines piezoelektrischen Kristalls als Signalgeber ist es wie bereits erwähnt
möglich, einen Kabelbruch in der Verbindungsleitung zum Signalgeber sofort zu erkennen. Dadurch, daß der
Kristall allseitig mil Ausnahme der Berührungsfläche mit dem Faden in einem porösen elastischen Werkstoff
eingebettet ist kann ein Fadenbruch auch nicht mehr zu einer Beschädigung des Kristalls führen. Da sich die
Berührungsfläche quer zur Fadenabzugsrichtung erstreckt braucht der Fadenlaufweg außerdem nicht
genau, beispielsweise in der Mitte einer Rinne, festgelegt zu sein.
Die Anordnung kann derart getroffen sein, daß der piezoelektrische Kristall stabförmig ist die ungefähren
Abmessungen 15 χ 2 χ 1 mm hat und in einem in
Porengummi eingefaßten keramischen Körper eingebettetist
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g, 1 eine Ansicht derjenigen Teile eines Webstuh··
les, die zur Verdeutlichung der vorliegenden Erfindung
erforderlich sind,
Fig.2 eine Seitenansicht eines Fadenwächters gemäß der vorliegenden Erfindung,
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