DE219446C - - Google Patents

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DE219446C
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beet pulp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/02Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Storage Of Fruits Or Vegetables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 219446 KLASSE 89 c. GRUPPE
MORIZ WEINRICH in YONKERS, New-York.
Verfahren zur Neutralisierung des Saftes in mit Kalk behandeltem (geschiedenem) Rübenbrei.
Zusatz zum Patente 201825 vom 12. April 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Oktober 1908 ab. Längste Dauer: 11. April 1922.
Die Erfindung betrifft eine Abänderung des durch das Patent 201825 geschützten Verfahrens zur Neutralisierung des Saftes in mit Kalk behandeltem (geschiedenem) Rübenbrei, durch welche ein dem Verfahren gemäß dem Hauptpatent anhaftender Mangel beseitigt werden soll. Bei der Ausführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent wird der gekalkte Rübenbrei auf 60 bis 650 C. erhitzt, sodann mit Phosphorsäure beliebig weit neutralisiert, weiter auf 70 bis 750 C. erhitzt und schließlich in bekannter Weise ausgepreßt.
Es wurde nun gefunden, daß infolge des Erhitzens des gekalkten Rübenbreis Pektinstoffe gelöst und organische Kalksalze gebildet werden. Erstere können zwar durch Kochen des gewonnenen Saftes mit Kalk und darauf folgende Filtration leicht wieder ausgeschieden werden, nicht jedoch die gebildeten organisehen Kalksalze, deren Entfernung oder Zersetzung bekanntlich schwierig ist.
Um nun das Lösen von Pektinstoffen und die Bildung von Kalksalzen zu verhüten und eine ungewöhnlich hohe Reinigung zu erzielen, verfährt man in folgender Weise:
Zunächst setzt man den Kalk zum Rübenbrei hinzu, und zwar je nach der Qualität der Rübe in Mengen von Y4 bis 1Z3 Prozent.
Alsdann nimmt man die Neutralisierung mittels Phosphorsäure nicht — wie nach dem Hauptpatent — an dem erhitzten gekalkten Rübenbrei vor, sondern unmittelbar nach dessen Austritt aus dem Kalkmischapparat, wo er sich noch in kaltem Zustande befindet. Für den Fall, daß man den in der Patentschrift 201825 beschriebenen Apparat anwendet, hat man das dort in der Zeichnung mit h bezeichnete Rohr, welches durch die Heizkammer C reicht, anderweitig anzubringen, nämlich an die Stelle zu verlegen, an welcher der gekalkte und innig gemischte Rübenbrei in genannten Apparat C eintritt; die Phosphorsäure soll so verdünnt sein, daß sie nur etwa 2 Prozent P2 O5 enthält. Der Zweck dieser Abänderung ist der, den im Rübenbrei befindliehen Saft nicht allein kalt zu scheiden, sondern auch kalt zu neutralisieren, wodurch das Lösen von Pektinstoffen und die Bildung von Kalksalzen vollständig vermieden wird.
Ehe der gekalkte Rübenbrei in die eigentliehe Heizabteilung des Wärmeapparates übertritt, also vor seiner Erhitzung, wird durch das Zuführungsrohr (an der Eintrittsstelle gelegen) genügend Phosphorsäure zugeführt, um die Neutralisierung zu erzielen. Sodann wird der in dieser Weise kalt geschiedene und kalt
neutralisierte Rübenbrei durch die Heizkammer befördert und auf etwa 75° C. erhitzt, worauf er, wie im Hauptpatent angegeben, abgepreßt und der gewonnene Saft in bekannter Weise weiterbehandelt wird. ' !
Es wurde nun gefunden, daß auf. diese Weise, selbst bei einem Gesamtaufwand von weniger wie 2 Prozent Kalk, aus Rübengut mit Säften von 89 bis go Reinheit Säfte von 99 Reinheit erzielt werden können, was einer' bisher nicht erreichten Reinigung entspricht. Bei einem Zusatz von 0,25 Prozent Kalk zum Rübenbrei werden nur etwa 0,1 Prozent Phosphorsäure vom Gewicht der Rübe, erfordert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    ,Abänderung des durch das Patent 201825 geschützten Verfahrens, darin bestehend, daß der mit Kalk behandelte (geschiedene) Rübenbrei in der Kälte mit Phosphorsäure beliebig weit neutralisiert, hierauf ■ auf etwa 75° C. erhitzt und schließlich in bekannter Weise abgepreßt wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958550C (de) * 1954-02-18 1957-02-21 Eugen Langen Dipl Ing Verfahren zur kontinuierlichen Reinigung von Zuckersaeften
DE1193890B (de) * 1960-07-15 1965-05-26 Peel Rene Payet Verfahren zum Klaeren von zuckerhaltigen pflanzlichen Saeften mit Kalk und Saeure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958550C (de) * 1954-02-18 1957-02-21 Eugen Langen Dipl Ing Verfahren zur kontinuierlichen Reinigung von Zuckersaeften
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