DE218780C - - Google Patents
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- DE218780C DE218780C DE1908218780D DE218780DD DE218780C DE 218780 C DE218780 C DE 218780C DE 1908218780 D DE1908218780 D DE 1908218780D DE 218780D D DE218780D D DE 218780DD DE 218780 C DE218780 C DE 218780C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
- C10C1/00—Working-up tar
- C10C1/04—Working-up tar by distillation
- C10C1/06—Removal of water
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 218780 KLASSE 12 r. GRUPPE
in MANNHEIM.
Zusatz zum Patente 217659 vom 10. Mai 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom t. September 1908 ab.
Längste Dauer: 9.Mai 1923.
In der Patentschrift 217659 ist ein Verfahren zur Entwässerung von Teer beschrieben worden,
bei welchem der Teer im luftverdünnten Raum durch Abwärme beliebiger Herkunft unter
Führung in Röhren entwässert wird. Dieses Verfahren gestattet, mit den Abwärmen, z. B.
dem Auspuff von Dampfmaschinen oder sonstigem Abdampf, eine für die Austreibung des
Wassers genügend hohe Erwärmung des Teers zu erreichen. Man führt den Teer durch
Röhren und läßt die Abgase um die Röhren streichen.
Es hat sich nunmehr gezeigt, daß die Entwässerung des Teers unter Verwendung von
Abwärme im luftverdünnten Raum auch derartig ausgeführt werden kann, daß der Teer
nicht in Röhren, sondern um Röhren geführt wird, während die Abgase durch die Röhren
streichen. Die Entwässerung erfolgt in einem über dem Heizsystem liegenden Entwässerungsapparat,
durch den sowohl der zu entwässernde Rohteer von oben nach unten, als
auch die in der Heizvorrichtung entwickelten Dämpfe von unten nach oben, also im Gegenstrom
gehen. Die Entwässerung wird demnach vorgenommen, ehe der Teer in den über dem Röhrenbündel befindlichen Zylinder gelangt.
Die Ausführung des Verfahrens soll in folgendem an Hand der Zeichnung, die den
senkrechten Durchschnitt der Entwässerungsanlage darstellt, erläutert werden. Der Teer
wird aus dem Vorwärmer α in die Entwässerungskolonne h kontinuierlich geführt. Die
Entwässerungskolonne liegt über dem Röhrensystem b, das hier z. B. horizontal angeordnet
ist. Die Abgase gehen durch die Röhren, indem sie von i nach k gehen. Der Teer füllt
den Raum um die Röhren von b aus. Die aus dem Teer entwickelten Dämpfe gelangen
nach h, treffen dort auf den vorgewärmten Rohteer und erwärmen ihn genügend hoch,
um leicht destillierende Bestandteile aus ihm zu entwickeln. Dadurch kühlen sich die aus b
kommenden Dämpfe in der Entwässerungsanlage ab und tropfen zum größten Teil wieder
in den Raum um die Röhren b zurück. Die entwickelten Dämpfe strömen ' dem Rohteer,
der aus dem Vorwärmer α kommt, in der Kolonne h entgegen und entwässern und befreien
ihn von seinen leichten Bestandteilen. Die in h entwickelten Dämpfe gelangen größtenteils
vom höchsten Punkt der Kolonne in den Kühler c, kondensieren sich dort und sammeln
sich als Kondensat in der Vorlage d, während der entwässerte Teer in der Kolonne h nach
unten fließt und sich in dem über den Röhren b liegenden Zylinder sammelt, von wo er
durch eine Rohrleitung in das Sammelgefäß g gelangt. Infolge der Leichtflüchtigkeit des
Benzols geht natürlich ein Teil desselben durch die Vakuumpumpe e. Um nun keine Benzolverluste
zu erleiden, leitet man den Auspuff
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der Vakuumpumpe durch einen oder mehrere Kühler oder Ölwäscher f und f1, welche hintereinander
geschaltet sind, und erreicht auf diese Weise eine vollkommene Kondensierung der
Benzoldämpfe. Der entwässerte Teer sammelt sich in der Vorlage g,
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von dem in der Patentschrift 21765g beschriebenen
dadurch, daß nach der vorliegenden Erfindung der Teer außerhalb der Röhren sich befindet,
während die Abgase durch die Röhren geleitet werden. Der Gang des Teers und der Abdämpfe ist also nach der vorliegenden Erfindung
umgekehrt wie nach der Patentschrift 317659. Ein Vorteil des vorliegenden Verfahrens
vor demjenigen der Patentschrift 317659 besteht darin, daß im Verhältnis zu den Abgasen eine
größere Menge Teer auf einmal erhitzt werden kann, da der Raum um die Röhren im allgemeinen
größer ist als der Röhreninhalt. Außerdem bietet es einen Vorteil, den Apparat sowohl
in der einen als auch in der anderen Richtung verwenden zu können. Das Verfahren
der Patentschrift 153323 verhält sich zu dem
vorliegenden Verfahren ebenso wie zu dem Verfahren der Patentschrift 217659. Während bei
dem Verfahren der Patentschrift 153333 direkte
Feuerung benutzt wird, erfolgt die Beheizung nach der vorliegenden Erfindung durch Abdampf.
Bei dem Verfahren der Patentschrift 153323 ist ein Überschäumen des Teers nicht
zu vermeiden. Das Verfahren der Patentschrift 153322 gestattet kein kontinuierliches
Arbeiten, während dasselbe bei dem vorliegenden Verfahren stattfindet. Das vorliegende
Verfahren bietet also der Patentschrift 153322 gegenüber die gleichen Vorteile wie das Verfahren
der Patentschrift 217659 und gestattet in Verbindung mit letzterem Verfahren eine größere
Freiheit der Ausführung. Man kann eben .bei dem Verfahren der Entwässerung des Teers
durch Abwärme unter Verwendung des Vakuums den Vorteil erreichen, daß der Teer
nicht nur in einer bestimmten Art durch den Apparat geführt werden kann, sondern daß
man ihn in beliebiger Art führen kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Ausbildung des Verfahrens gemäß Patentschrift 217659, dadurch gekennzeichnet, daß der Teer anstatt durch Röhren um diese geführt wird, während die Abgase durch die Röhren anstatt um die Röhren streichen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE217659T | 1908-05-10 | ||
| DE218780T | 1908-09-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE218780C true DE218780C (de) | 1910-02-16 |
Family
ID=33311438
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1908218780D Expired DE218780C (de) | 1908-05-10 | 1908-09-01 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE218780C (de) |
-
1908
- 1908-09-01 DE DE1908218780D patent/DE218780C/de not_active Expired
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