DE216801C - - Google Patents

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DE216801C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22a. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von Beizenfarbstoffen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1908 ab.
Bekanntlich werden durch Einwirkung von gewissen· o-Aminophenolsulfosäuren auf bestimmte Dioxynaphtaline wertvolle schwarze Azofarbstoffe erhalten. Die Anwendung dieser Farbstoffe vollzieht sich in der Weise, daß man - die in bekannter Weise in saurem Bade ausgefärbten Produkte nachchromiert.
Es wurde.nun gefunden, daß die bisher noch nicht beschriebenen Farbstoffe aus den Diazoverbindungen von solchen o-Aminophenol- bzw. o-Amiriokresolderivaten, welche Nitrogruppen oder Halogen, oder beides, aber keine Sulfo- oder Carboxylgruppen enthalten, einerseits und 2 · 3-Dioxynaphtalin und ß-ß-Aminonaphtolen oder deren Alkyl- oder Arylderivaten andererseits die Fähigkeit besitzen, sich^ in einem Bade gleichzeitig ausfärben und chromieren zu lassen : und dabei Nuancen von hervorragender Echtheit zu liefern. Diese Eigenschaft ist um so bemerkenswerter, als die oben erwähnten bekannten Farbstoffe bei dieser Färbeoperation zum größten Teil zerstört werden. Diese Anwendungsweise der neuen Produkte stellt also einen erheblichen technischen Fortschritt dar.
Man gelangt so in sehr einfacher Weise zu wertvollen schwarzen Färbungen.
Die wertvolle Eigenschaft der neuen Produkte, sich in einem Bade mit Chrom zu färben, konnte aus den Angaben der Patentschrift 3224 der Klasse 22 nicht entnommen werden, da es nicht bekannt war, wie sich die dort beschriebenen Farbstoffe bei dieser Färbeoperation verhalten wurden.
Beispiel r.
154 Teile 4-Nitro-2-aminophenol werden in bekannter Weise diazotiert. Die Diazoverbindung wird darauf in eine Lösung von 160 Teilen 2 · 3-Dioxynaphtalin in der berechneten Menge Natronlauge, welcher Lösung man noch 200 Teile Soda zugesetzt hat, eingetragen. Die Farbstoffbildung ist bald beendet. Beim Ansäuren scheidet sich der Farbstoff vollkommen aus. Er bildet getrocknet ein schwarzbraunes Pulver und färbt Wolle mit Chrombeize in einem Bade in schwarzer Nuance an von sehr guter Walk- und Lichtechtheit.
Ähnliche Produkte liefern auch andere o-Aminophenole bzw. Kresole der oben genannten Art, wie Pikraminsäure, 4 · 6-Dichlor-o-aminophenol, 4-Chlor-o-aminophenol, 5-Nitro-o-aminophenol, 5-Nitro-4-chlor- oder 6-Nitro-4-chloro-aminophenol, 5-Nitro-3-amino-2-kresol.
Beispiel.2.
168 Teile 5-Nitro-3-amino-2-kresol werden wie üblich diazotiert und mit 159 Teilen 2 .· 7-Aminonaphtol alkalisch gekuppelt. . Der erhaltene Farbstoff färbt Wolle mit Chrom in einem Bade in blauschwarzer Nuance. Ver-
wendet man statt des 5-Nitro-3-amino-2-kresols eine der anderen oben erwähnten Anfangskomponenten und statt des 2 · 7-Aminonaphtols andere ß-8-Aminonaphtole bzw. Alkyl- oder Arylverbindungen derselben, so erhält man Farbstoffe von den gleichen Eigenschaften.
■Das Färben der neuen Farbstoffe geschieht
am besten in der Weise, daß man zugleich mit dem Farbstoff Bichromat. dem Färbebade zusetzt, mit der Wolle eingeht, einige Zeit kocht und dann, allmählich Essigsäure zusetzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Beizenfarbstoffen, darin bestehend, daß man die Diazoverbindungen von o-Aminophenol- bzw. o-Aminokresolderivaten, welche Nitrogruppen oder Halogen, oder beides, aber keine Sulfo- oder Carboxylgruppen enthalten, mit 2 · 3-Dioxynaphtalin bzw. ß-ß-Aminonaphtolen oder deren Alkyl- oder Arylderivaten kuppelt.
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