DE214028C - - Google Patents

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DE214028C
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shooter
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lifting
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Vending Machines For Individual Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. ·
PATENTSCHRIFT
- M 214028 ■-KLASSE 86 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Oktober 1907 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Schützenauswechselvorrichtung für Web-' stuhle mit Schützen wechsel und so viel Schützenbehältern, als Schützen vorhanden sind. Die Neuerung besteht im besonderen darin, daß beim Intätigkeittreten des elektrischen Schußwächters im Schützen und nach Schließen einer von der Stuhlwelle beeinflußten Kontakteinrichtung ein Elektromagnet erregt wird, welcher
ίο die Verschiebung einer eine Stiftscheibe tragenden Hülse auf der Stuhlwelle veranlaßt und hierdurch den Antrieb der Welle mit dem Hubkörper bewirkt, welche vermittels Gestänges das Hochheben der Seitenwand mit der Treiberspindel für den Austritt des leeren Schützen und das Hochheben der Kastenvorderwand zum Einführen eines vollen Schützen durch den Zubringer aus einem der Schützenbehälter bewirken, dessen Boden-dem Muster entsprechend gesenkt wurde, wobei die Bewegung des Zubringers durch einen Hubkörper auf der zur Seite geschobenen Hülse auf der Stuhlwelle veranlaßt wird.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf einen Webstuhl mit drehbarem Schützenkasten, aber die Einrichtung würde dieselbe sein bzw. bleiben, wenn der Webstuhl mit steigendem Schützenkasten angeordnet wäre.
Fig. ι ist eine Oberansicht auf die wesentlichen Teile.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht von derjenigen Stuhlseite, an welcher sich der Behälter befindet.
Fig. 3 bis 5 zeigen Einzelheiten. In
Fig. 6, 7 und 8 ist der Schützen dargestellt.
Fig. 9 und 10 zeigen den Auswechselkasten.
Fig. 11 ist eine Seitenansicht von derjenigen Stuhlseite, an welcher sich der Revolver befindet.
Im Innern des Schützen (Fig. 6, 7 und 8) ist ein Fühlstift 1 angeordnet, welcher um sein Ende drehbar, im Schützen befestigt und gegen die Spule 3 mit Hilfe einer kleinen Feder 4 angedrückt ist. Der Finger 1 ist mit der Kontaktplatte 5 verbunden.
Wenn der Schützen beinahe geleert ist, stützt sich dieser Finger 1 gegen das Kupferstück 2, welches durch' Teil 8 mit der zweiten Kontaktplatte 9 verbunden ist. In diesem Zeitpunkt erfolgt also eine leitende Verbindung der Platten 5, 9, durch welche ein elektrischer Strom gehen kann.
Zwei Schrauben 6,7 ermöglichen die Entfernung oder Annäherung der Stange 2 und fernerhin die Erzielung des elektrischen Stromkreises, je nachdem mehr oder weniger Faden im Schützen verbleiben soll.
Der drehbare Kasten 18 (Fig. 11) ist wie üblich angeordnet; derselbe ist wie gewöhnlich mit der Stuhllade verbunden und wird durch die Schalthaken und Hebel ABC sowie durch die Platinen D mittels der durch Exzenter bewegten Messerhebel beeinflußt, welche auf der Zeichnung nicht dargestellt sind. Die Einstellung der Platinen erfolgt in üblicher Weise von der Karte aus.
Die Drehung erfolgt gemäß der bekannten Anordnung, wenn ein Schützen mit andersfarbiger Spule arbeiten soll.
Der Revolver ist für jeden seiner Kästen mit Kupferfedern 17, 16 versehen, welche bezüglich durch einen Draht mit den Platten 10, 14 verbunden sind, die außerhalb im Holz des drehbaren Kastens eingefügt sind.
Die Platten 10, 14 reiben gegen andere Kupferplatten 11, 15, welche an der Drehbewegung des Revolvers nicht teilnehmen und gegen welche stets die Platten 10, 14 oder auch, wenn der Revolver sich gedreht hat, die anderen Platten 24, 23 anliegen, mit denen jedes der Revolverfächer versehen ist.
Der elektrische Strom gelangt also gemäß dem Pfeile in die Platte ii, alsdann in die Platte 10 und von dort in die Feder 17, hierauf in die Platte 9 des Schützen; alsdann, wenn nämlich die Spule erschöpft ist, in die Platte 5 des Schützen, von dort in die Feder 16, in die Platte 14 und in die Platte 15 und geht in den Elektromagneten zurück.
Wenn der Schützen in geleertem Zustand in den Revolver gelangt, wird er mithin einen
' elektrischen Strom schließen, und zwar sobald der Schützen in den drehbaren Kasten eingetreten sein wird. Außerdem ist noch eine Kontaktvorrichtung vorhanden, so daß der Stromkreis zur Erregung eines Elektromagneten erst geschlossen ist, wenn vermittels eines Hubkörpers 21 der unteren Stuhlwelle die Federn 19 und xg11 mit den Kontaktstücken 20, 25 in Berührung gebracht worden sind.
Der elektrische Strom läßt alsdann den Elektromagneten 26 wirken, welcher mit Hilfe des Hebels 27 den Stift 28 in die Kurvennut 29 sinken läßt und das Stiftrad 32 zwingt, sich auf der Welle 30 des Stuhles zu verschieben. Das Stiftrad 32 ist auf die Büchse 31 verkeilt, welche sich stets mit der Welle 30 dreht, während eine .Seitwärtsverschiebung auf letzterer durch Eintreten des Stiftes 28 in die Nut erfolgt.
Das Stiftrad 32 besitzt auf einem Teil seines Umfanges Stifte, welche — wenn die Scheibe 32 verschoben wird — mit dem Sternrad 35 kämmen können.
Die Stifte sind auf der Scheibe 32 derart verteilt, daß das Sternrad 35 eine vollständige Umdrehung macht, während die Scheibe 32 nur einen Teil ihrer Umdrehung vollendet.
Auf der Welle 36 des Sternrades 35 sind die verschiedenen Hubkörper befestigt, welche die Bewegungen liefern, um den Eintritt des neuen Schützen und den Austritt des geleerten Schützen zu ermöglichen.
'55 Auf der Welle 30 sitzt ein'Daumen 38, welcher mit Hilfe einer Rolle 49 und der Hebel 48, 50 (Fig. 2) den Boden des Auswechselkastens 52, die Spindel 54, welche den Treiber führt, und gleichfalls mithin diesen letzteren anheben
läßt (Fig. 9 und 10). -
Beim gewöhnlichen Gang des Stuhles wird der Schützen durch den Treiber aufgehalten, welcher durch die Spindel 54 und durch eine Plattenrinne P des Kastens in der bekannten Weise geführt ist.
Wenn die Auswechslung erfolgen soll, hebt sich der äußere Teil 52 und bringt die öffnung 53 in die Verlängerung des Kastens und der Schützenbahn.
Der Treiber hebt sich gleichzeitig mit der Wand 52 und der Spindel 54, ohne seine Führungen zu verlieren, und der nicht mehr durch, ihn aufgefangene Schützen tritt aus dem Stuhl durch die Öffnung 53 aus und wird in geeigneter Weise aufgefangen.
Auf der Welle 36 ist ferner ein Daumen 37 befestigt, welcher mittels Rolle und Hebel 46, 47 die Kasten vorderwand 51 zur Einführung eines neuen Schützens anhebt.
Am Brustbaum ist der Behälter 55 mit den vollen . Schützen angeordnet. Dieser Behälter 55 enthält ebensoviel Fächer mit bewegbaren Böden wie Kästen im Revolver, z. B. sechs Fächer 56 bis 61. In jedem der letzteren, sind Schützen mit Spulen derselben Art (Farbe) übereinander aufgestapelt. Der Boden jedes dieser Fächer kann sich senken und wird auf folgende Weise beeinflußt:
Der Kartenzylinder 90, welcher den Revolver in bekannter Weise beeinflußt, bewegt auch mit Hilfe der Nadelhebel 91, 99 und der Hebel 100 die Stangen 101 und mithin die Hebel 75. Es sind naturgemäß für jeden dieser Hebel 75, 76 bis 80 eine Stange 101, 102 usw. und ein Winkel 91, 99 vorhanden.
Die Hebel 75 bis 80 treiben, sobald die Karte entsprechend auf dem Zylinder 90 es ihnen ermöglicht, die Platinen 81 bis 86.
Letztere können also durch das Messer 87 erfaßt werden; diese Bewegung wird mittels des Hebels 88 und der Rolle 89 bewirkt, welche auf dem Exzenter 90, 91 ruht. Letzteres ist auf der Hülse 31 verkeilt, und der Hubkörper dreht sich gewöhnlich nicht unter der Rolle 89.
Das Messer 87 erhält also seine Hubbewegung nur, wenn die Rohrwelle 31 zur Seite geschoben ist und mithin der Hubdaumen 91 sich unter der Rolle 89 befindet.
Die Platinen 81,82,83 usw. beeinflussen mittels der Hebel 69 bis 74 und der Hebel 62 bis 68 die Böden der verschiedenen Behälterfächer derart, daß (Fig. 4 und 5) beim Ineingriffkommen einer Platine mit dem Messer der zugehörige Behälterboden gesenkt wird. Gleichzeitig senken sich die in dem Behälter aufgestapelten Schützen, und der Zubringer 44 bis 40 kann, eine Schwingbewegung um die Achse 45 ausführend, gegen den niedrigsten Schützen stoßen und denselben in den Schützenkasten einführen. Durch Senken der Vorderwand 51 wird der Schützen dann in dem Kasten zurückgehalten. .
Die Schwingbewegung des Zubringers 44 wird durch den Lenker 39 bewirkt, welcher auf der Welle 36 verkeilt ist.
Die verschiedenen Bewegungen werden in folgender Reihenfolge erzielt:
Ist die Spule im Webschützen abgelaufen und der Fühlhebel 1 liegt auf dem Finger 2 auf und ist ferner Kontakt zwischen den Federn 19 und 19s hergestellt, so ist der Stromkreis geschlossen und der Elektromagnet wird erregt, welcher den Stift 28 in die Nut 29 eingreifen läßt. Hierdurch wird die Hülse 31 verschoben, die auf die Welle 30 aufgeschoben ist.
Die Scheibe 32 kommt mit dem gezahnten Rad 45 in Eingriff und läßt die Welle 36 sich drehen. Die Wand 52 des Schützenkastens hebt sich mit dem Treiber, und der leere Schützen tritt durch die öffnung 53 aus. Die Vorderseite des Kastens hebt sich und ermöglicht die Einführung eines neuen Schützens durch den Zubringer. Die Vorderseite des Kastens senkt sich wieder und die Scheibe 32 entfernt sich bzw. kommt außer Eingriff mit dem gezahnten Rad 35, und sämtliche Teile kommen in die Ausgangsstellung.

Claims (1)

  1. Pate nt-An SPRU CH:
    Schützenauswechselvorrichtung für Webstühle mit Schützenwechsel und so viel Schützenbehältern, als Webschützen vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei Intätigkeittreten des elastischen Fühlers im Webschützen und beim Schließen einer Kontaktvorrichtung (19, xgB, 20, 25) ein Elektromagnet (26) erregt wird, welcher die Verschiebung einer eine Stiftscheibe (32,34) tragenden Hülse (31) auf der Stuhlwelle (30) veranlaßt, wodurch der Antrieb einer Welle mit Hubkörpern erreicht wird, welche vermittels Gestänge das Hochheben der Seitenwand (52) mit der Treiberspindel (54) des Auswechselkastens für den Austritt des leeren Schützens und das Hochheben der Kastenvorderwand zum Einführen eines vollen Schützens durch den Zubringer (40 bis 44) aus einem der Schützenbehälter bewirken, dessen Boden dem Muster entsprechend gesenkt wurde, wobei die Bewegung des Zubringers durch die Verschiebung der mit einem Hubkörper (91) ausgerüsteten Hülse (31) veranlaßt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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