DE212823C - - Google Patents

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DE212823C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q9/00Pilot flame igniters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 212823 — KLASSE 4*£ GRUPPE
EHRICH & GRAETZ in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Dezember 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Umschalthahn, welcher dazu dient, bei Gasglühlichtlampen mit Zünd- und Hauptflamme die Umschaltung von der einen auf die andere zu bewirken, und zwar so, daß nach erfolgter Umstellung des Hahnes die zu verlöschende Flamme noch eine Zeitlang fortbrennt, damit die neu zu zündende Flamme hinreichend Zeit hat, um sich an ersterer zu zünden.
ίο Der' Hahn findet insbesondere Anwendung an Eisenbahnfahrzeugen, bei denen eine getrennte Leitung für die Speisung der Zünd- und der Hauptflammen vorgesehen ist.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß bei dem Umschalten des Hahnes zunächst beide Leitungen mit der Gaszuführung verbunden werden, und daß dann der Hahn diese Verbindung eine Zeitlang bestehen läßt, um nach Verlauf einer angemessenen Zeit ein selbsttätiges Absperren der einen Leitung zu bewirken.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 1 zeigt eine Aufsicht auf den ganzen Hahn, Fig. 2 einen wagerechten Schnitt durch diesen und Fig. 3 einen senkrechten.
Die. Gaszuleitung ist an den Flansch 2 angeschlossen, von welchem das Gas durch den Kanal 22 zu dem Hahnküken 1 strömt, durch welches es den Kanälen 20, 21 und 23 zugeführt wird, die ihrerseits durch die Flansche 3 und 4 mit der Haupt- und Zündleitung verbunden sind, und zwar ist an den Flansch 3 die Hauptleitung, an den Flansch 4 die Zündleitung angeschlossen.
Das Küken 1 enthält verschiedene Kanäle, welche dazu dienen, folgende Verbindungen herzustellen:
1. In der rechten Endlage des Hahnkükens hat das Gas freien Übergang von der Zuleitung 2 nach dem Hauptbrenner 3, indem es aus dem Kanal 22, wie in Fig. 2 veranschaulicht, nach dem Kanal 20 übertreten kann.
2. In der linken Endlage des Hahnkükens besteht zwischen der Gaszuführung 2 und der an Flansch 4 angeschlossenen Zündleitung eine durch die Drosselschraube 24 beeinflußte Verbindung, indem nämlich das Gas aus dem Kanal 22 durch die Nut 19, die dann um 90 ° in Pfeilrichtung verdreht zu denken ist (vgl. Fig. 2), in den Kanal 21 gelangt und von dort an der Drosselschraube 24 vorbei dem Anschluß 4 zuströmt.
3. In der Mittellage ist der Kanal 22 mit Kanal 20 durch die Nut 19 verbunden, außerdemist Kanal 22 mit dem Kanal 21 ebenfalls durch die Nut 19 verbunden, und schließlich ist der Kanal 23, welcher sich hinter der Drosselschraube 24 mit Kanal 21 vereinigt, durch eine besondere Bohrung 27, 28 ebenfalls mit Kanal 22 verbunden. Das Gas hat daher in diesem Falle unged rosselten Durchgang nach den Leitungen 3 und 4.
In der einen Endlage des Hahnkükens wird daher die Hauptleitung mit vollem Gasdruck gespeist, in der anderen Endlage des Hahnes hingegen die Zündleitung mit etwa halbem Druck.
Es sei beispielsweise das Hahnküken in der linken Endstellung; es werden dann die Zünd-
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flammen mit halbem Druck gespeist. Dreht man nun das Küken mit Hilfe eines auf den Zapfen 25 gesetzten Steckschlüssels in die in Fig. ι dargestellte Lage, so wird zunächst die Zündleitung mit vollem Gasdruck gespeist. Dementsprechend verlängern sich die Zündflammen und bewirken eine sichere Zündung des Gases, das nunmehr auch den Hauptbrennern entströmt.
Das Küken 1 steht unter dem Einfluß einer Druckfeder 18, welche es in bekannter Weise in die linke oder in die rechte Endlage zu drücken bemüht ist. In dem angezogenen Beispiel wird daher das Küken 1 mit seinem Hebelarm 5, der an seinem freien Ende mit einer vorspringenden Rolle 29 o. dgl. versehen ist, gegen die Nase 8 der um die Achse 26 drehbar gelagerten Doppelschwinge 6, 7 gedrückt. Demzufolge sucht der Arm 5 die Schwinge 6 nach unten zu drücken. Die Bewegung der Schwinge 6, 7 wird jedoch mit Hilfe zweier mit ihr durch die Pleuelstangen io, 11 verbundener Kolben 12, 13, die sich in den mit Glyzerin gefüllten, untereinander durch den Kanal 16 verbundenen Zylindern 14 und 15 bewegen, gehemmt. In dem Verbindungskanal 16 ist nämlich eine Drosselschraube 17 vorgesehen, welche nur ein sehr langsames Übertreten der Flüssigkeit von dem einen in den anderen Zylinder gestattet. Demzufolge können auch die Kolben 12, 13 und daher auch die Schwinge 6, 7 sich nur sehr langsam bewegen, Das Küken 1 wird daher eine Zeitlang in seiner Mittellage gehalten, und demgemäß können sich die Hauptflammen mit Sicherheit an den Zündflammen entzünden.
Beim Niedergang der Schwinge 6 gleitet jedoch schließlich die Rolle 29 über die Nase 8 hinaus, und ihre Bewegung wird infolgedessen nicht mehr durch die Schwinge gehemmt. Das Küken 1 dreht sich daher jetzt schnell so weit, bis die Rolle 29 auf die Flanke 30 der Schwinge 6 aufschlägt, und steht dann in seiner rechten Endstellung. Während des letzten Teiles seines Weges, der — wie beschrieben — schnell zurückgelegt wird, schließt es den Gaszutritt nach der Leitung 4 hin ab, so daß nunmehr die Zündflammen verlöschen. Bei dem Umschalten des Hahnes nach links hin spielt sich der Vorgang in umgekehrter Weise ab. Die Rolle 29 legt sich dabei gegen die Nase 9 der Schwinge 7, die bei dem Niedergang der Schwinge 6 angehoben wurde, springt schließlich von dieser ab und legt sich auf die Flanke 31, wobei während des Sprunges die Hauptleitung und die unmittelbare Gaszuströmung zur Zündleitung von der weiteren Gaszufuhr abgeschnitten werden.
Dadurch, daß der erste Teil der Drehbewegung des Kükens bei dem Umschalten von Hand bewirkt wird, ergibt sich der Vorteil gegenüber anderen Einrichtungen, daß die Umschaltung auch jedesmal stattfindet, und daß in dieser Beziehung der Mechanismus nicht versagen kann. Durch den Sprung, den das Hahnküken zu Ende seiner Bewegung jedesmal macht, wird ferner der Vorteil erzielt, daß der Abschluß des Hahnes nicht schleichend, sondern plötzlich geschieht. Dadurch, daß das Küken das erste Stück von Hand gedreht wird, ergibt sich noch der weitere Vorteil, daß auch die Öffnung des Hahnes keine schleichende ist.
Naturgemäß können mannigfache Änderungen in der Ausführung des Hahnes getroffen werden; so kann z. B. der ölpuffer durch einen Luftpuffer ersetzt werden, es kann statt der zwei Kolben auch nur einer Verwendung finden u. dgl. m. Auch können z. B. rotierende Kolben Verwendung finden.
Um einen plötzlichen Abschluß des Hahnes herbeizuführen, kann auch das Küken dauernd mit der Schwinge in Eingriff stehen, während im letzten Teil des Hubes der Kolben oder des Kolbens ein Umströmungskanal die obere mit der unteren Kolbenseite verbindet, so daß ein schnelles Entweichen der Druckflüssigkeit stattfindet und auf diese Weise ein plötzlicher Hahnabschluß erzielt wird. Dieselbe Einrich-· tung kann natürlich auch getroffen werden, wenn ein rotierender Kolben o. dgl. Anwendung findet.
Schließlich kann auch statt des Flüssigkeits^ puffers ein Uhrwerk oder eine andere geeignete Hemmvorrichtung vorgesehen werden.
An Stelle der Feder 18 können auch andere Vorrichtungen zur Erzeugung der treibenden Kraft vorgesehen werden, z.B. Gewichte; be^ sonders vorteilhaft' ist es jedoch, wenn die Kraft, wie hier, während des ersten Teiles der Drehung des Hahnes, welche von Hand erfolgt, aufgespeichert wird, indem z. B. wie hier eine Feder gespannt, ein Gewicht gehoben wird o, dgl. m.
Es kann ferner auch an der Schwinge ein sich allmählich verschiebendes Laufgewicht, das auch durch schwere Flüssigkeit ersetzt werden kann, vorgesehen werden, das nach hinreichender Verschiebung den Schwerpunkt der Schwinge so verlegt, daß sie den unmittelbar oder mittelbar mit ihr gekuppelten Hahn zur Umsteuerung bringt.
Wesentlich ist für die Erfindung nur der Umstand, daß der Hahn längere Zeit in der Mittelstellung verweilt, in welcher er beide Gasleitungen verbindet, und daß er nach einiger Zeit selbsttätig die eine Gasleitung abschließt,
Die Hemmvorrichtung (Flüssigkeitspuffer) kann natürlich auch in anderer Weise als hier dargestellt mit dem Hahnküken gekuppelt werden; es" können z. B. Zahnradübertragungen, Kettenzüge o. dgl. Verwendung finden,

Claims (3)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    ι. Umschalthahn für den Zündflammen- und Hauptbrenner an Gaslampen, der in der Mittelstellung beide Brenner gleichzeitig speist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel des von Hand in die Mittelstellung zu drehenden Kükens einerseits unter Wirkung einer die Drehung in die jeweilige Endstellung beendigenden Vorrichtung, z. B. einer Feder (18), steht und andererseits mit einer die Weiterdrehung verlangsamenden Bremse verbunden ist.
  2. 2. Ausführüngsform des Umschalthahns nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse, z. B. eine Flüssigkeitsbremse (12, 13, 14, 15), an einen zweiarmigen Hebel (6, 7) angelenkt ist, auf dem das freie Ende des Hahnhebels (5) mittels einer Keilfläche (8 bzw. 9) sich so führt, daß es gegen Ende der Hahndrehung von der Keilfläche abspringt und dadurch den Hahn schnell in die Endstellung bringt.
  3. 3. Ausführungsform des Umschalthahns nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Drehung des Kükens in die Endlagen durch eine an einen Hebel des letzteren angreifende Feder erfolgt, deren anderes Ende innerhalb des Ausschlagwinkels des Hebels drehbar gelagert ist und die beim Umstellen des Hahnes von Hand gespannt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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